Quest

Quest von Andreas Eschbach von Andreas Eschbach
523 Seiten

Inhalt

Weit in der Zukunft: Die Menschen haben sich im Weltall ausgebreitet, haben viele neue Welten entdeckt und besiedelt. Eine monarchieähnliche Gesellschaft ist entstanden, aber über Galaxien verteilt. Diese befindet sich im Kriegszustand mit dem Reich des sogenannten Sternenkaisers, der allmächtig und unbesiegbar erscheint.

Trotz der Vielfalt der neuentdeckten Zivilisationen, Arten, Planeten und Gesellschaften wurde festgestellt, dass alles Leben im All den gleichen Ursprung zu haben scheint, sich im Grunde gleicht: Kohlenstoff als Basis, Aminosäuren, die Art der Weitergabe der Erbinformation. Daraus entstand die Legende, dass es einen Planeten geben muss, auf dem dieser Ursprung allen Lebens liegt. Mythen und Legenden ranken sich darum, aber keiner kennt den Ort.

Eftalan Quest, ein gealterter und totkranker Raumschiffkommandant, fast schon selbst eine Legende, macht sich auf, um diesen Planeten zu finden. Er handelt dabei wider die Befehle des Pantap und entführt die Megatao, einen Fernerkunder, für dieses Abenteuer.

Das Buch erzählt die Geschichte dieser abenteuerlichen Suche, deren Ausgang ich hier bestimmt nicht verraten werde.

Meine Meinung

Das Buch ist eine kurzweilige Lektüre. Ein Weltraumabenteuer spannend erzählt mit interessanten Theorien über die Entstehung und Verbreitung des Lebens (insbesondere des intelligenten Lebens) im Weltall.

Eine hat mich besonders fasziniert: Eine Zivilisation schickt Auswanderer-Raumschiffe ins All, die alles an Bord haben, um einen Planeten zu besiedeln. Auch die Mittel, sich selbst genetisch an die Erfordernisse der neuen Umwelt anzupassen. Das Raumschiff findet einen geeigneten Planeten, landet und die Besiedlung und Anpassung beginnt. Dann gehen die technischen und materiellen Ressourcen des Raumschiffes zur Neige und aufgrund der fehlenden Verbindung zum Heimatplaneten fällt die kleine Gesellschaft zurück in die Steinzeit und beginnt von vorn. Die Erinnerung an das Raumschiff und alles, was damit zu tun hat, verblasst, wird zum Mythos. Irgendwann weiß keiner mehr, dass die Menschen ihren Ursprung nicht auf diesem Planeten haben und irgendwann ist diese Gesellschaft wieder so weit, Auswanderer-Raumschiffe zu bauen und ins All zu schicken. Und alles beginnt von vorn…

Kann das sein? Ich finde schon. Kann man mindestens genauso mal drüber nachdenken wie über die Theorien von diesem Däniken…

Insgesamt aber muss ich sagen, dass auch dieser Eschbach-Roman an das Jesus-Video nicht herankommt. Ich beurteile Bücher immer danach, wie oft ich sie aus der Hand lege, bis ich sie fertig gelesen habe. Dieses hier nimmt einen guten Mittelplatz ein. (Bei “Eine Billion Dollar” hatte ich sogar eine ziemlich lange Lesepause dazwischen).

Vieles ist zu ausholend geschildert, wäre gestrafft besser rübergekommen. Und beim Ende hätte er sich auch irgendwas besseres einfallen lassen können. Man wartet immer auf den Knalleffekt, der dann nicht kommt. Ist vielleicht aber auch nicht gewollt. Trotzdem, wenn schon nach dem Ursprung allen Seins gesucht wird… da hätte man mehr draus machen können.