An der Tatsache, dass ich einen roten Renault fahre, hat sich nichts geändert. Nur heißt das Teil seit heute nicht mehr Scenic sondern Clio, säuft statt teurem Benzin billigen preiswerten Diesel und hat ganz nebenbei noch ein paar Extrafeatures wie ne Sitzheizung, Navi und nen Tempomaten.
Die Idee kam mir irgendwann vor Weihnachten beim Joggen. Es gibt keinen Grund, warum ich weiter so ein großes, versoffenes durstiges Auto fahren soll. Nur weil man vielleicht einmal im Jahr da zwei Fahrräder reinbekommen muss? Das kann man auch anders lösen. Und einen Clio wollte ich immer schon haben, da war ich schon bei Angel ganz neidisch. Hach! Da die Finanzierung für den Scenic im Januar ausgelaufen ist, stand sowieso ne Entscheidung an und die hab ich dann halt getroffen.
Ich glaub, Clio und ich passen viel besser zusammen. Allein schon deshalb, weil sie ein Mädchen ist. 
Nachdem am vorigen Wochenende schon fast frühlingshafte Temperaturen herrschten und wir den ersten Kaffee des Jahres im Freien getrunken haben (ohne zu frieren), war nun alles wieder vorbei: Ein Samstagvormittag hat gereicht, um aus einer Fast-schon-Frühlingslandschaft wieder Sibirien zu machen.
Begeistert waren wir nicht, aber ändern konnten wir es auch nicht und bisschen frische Luft muss ja sein nach ner Woche Büro- und Stubenhockerei. Da wir aber bei dem Tiefschnee keine Lust auf Autofahren hatten, gings in den Spaichinger Wald, der liegt ja gleich vor der Türe hier.
Stellenweise waren wir dann richtig froh über den Schnee, denn wenn der nicht gewesen wäre, hätte man gar nicht laufen können auf den spiegelglatt gefrorenen Wegen. Und ich hätte mir bei den beiden Malen, wo ich mich trotzdem aufn Boppes gesetzt hab (Frau Ungeschickt lässt grüßen), wesentlich mehr wehgetan. So bin ich im weichen Pulverschnee gelandet und war froh, dass das nur Herr Caramalz gesehen hat und der kennt das ja schon….
Gestern der eisige Polarwind hatte dann schon nicht mehr viel Schönes. Die Sonne brannte einem nen Sonnenbrand ins Gesicht und der Wind ließ einen selbiges zur Maske erstarren. Dazu kamen tausend kleine Nadelstiche, wenn einem der von den Bäumen gewehte Schnee ins Gesicht flog. Brrrr, war das kalt! Aber sonnig und hell und widrigen Witterungsbedingungen zu trotzen, kann ja auch ne Herausforderung sein.
Und dann war der Tee, den es später beim Türken gab, umso leckerer und wohltuender.
Feines Wochenende, aber nu könnte es langsam gut sein mit Schnee. Ich hab auch schon gar keine Lust mehr auf Fotos machen. Menno! Ich will Frühling!!!
Nachtrag zur Info: Temperaturen heute in Spaichingen minus 12 Grad und in Niedereschach sagenhafte minus 17 Grad. Das kann nur besser werden.
Samstag früh weckte mich seit langem mal wieder die Sonne und ein kurzer Outdoor-Test auf dem Balkon gab schon richtiges Frühlingsfeeling, also nicht lange gefackelt und raus gings.
Da ein Waldspaziergang aufgrund der tauenden Schneemassen kaum möglich war, ging es heute nach Kirchen-Hausen und von dort auf bewährt sonnigen und nicht immer schnee- und eisfreien Wegen zum Hegaublick mit traditioneller Kaffeepause und von dort über Aulfingen (mit noch ner Kaffepause, weils am Hegaublick nix zu Futtern gab) zurück nach Kirchen-Hausen.
Das ganze in schon wieder fast normalem Tempo, Reha-Wandern war gestern, mein Fremdenführer findet ziemlich fix zu seiner alten Form zurück. 
Schön war es: Viele Pausen auf sonnigen Bänken, Aussicht in die schneebedeckten Alpen und zum Bodensee, bemerkenswert wenig Leute unterwegs trotz wirklich frühlingshaftem Wetter. Beim Kaffe und Kuchen draussen sitzen können, herrlich! Natürlich nen neuen Sonnenbrand im Gesicht.
Und das Gefühl eines gut genutzten Sonnentages, wenn man das Wetter heut am Sonntag so anschaut. Obwohl… das wird auch grad besser, wie ich sehe….
Das musste ja irgendwann mal passieren, irgendwie hab ich schon drauf gewartet. Hab ganz schön große Augen gekriegt, als ich heute früh meine Bank- und Kreditkartenumsätze geprüft habe. Demnach hätte ich wohl Privatinsolvenz anmelden müssen. Herrje!
Da hat jemand gut eingekauft mit meiner Kreditkarte. Mist.
Der sofortige Anruf bei der Bank ergab, dass die schon was gemerkt haben und die Karte schon auf der schwarzen Liste stand. Jedenfalls ist das Ding jetzt gesperrt, die falschen Umsätze sind reklamiert und nachher muss ich mir noch ne neue Karte bestellen, sonst komm ich nämlich nicht an Bargeld.
Ich zweifle nicht dran, dass alles wieder in Ordnung kommt, aber sowas braucht man doch so nötig wie ein Loch im Kopf.
Der spontan ergatterte heutige Urlaubstag bescherte mir:
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, meinen Nebenjob unter der Woche abzuhandeln und mir die Wochenenden frei zu halten. Man muss sich ja auch mal erholen. Aber jetzt in der Anfangszeit ist die ganze Geschichte halt noch mächtig zeitaufwändig und so weiche ich gleich mal dieses Wochenende von selbstgesetzten Prinzip ab. Ist bei dem Wetter auch keine große Kunst…
Aber den ganzen Tag kann ich nicht drin hocken und Bücher halten, das hab ich unter der Woche schon genug, also raffe ich mich gegen halb zwei auf, zieh mich warm an, schnappe mir die Stäbchen und ab gehts in den Spaichinger Wald. Der ja wunderbarerweise fast vor meiner Haustür anfängt.
Teilweise eine mühsame Geschichte, sich den Weg durch den Tiefschnee zu bahnen. Auf anderen Wegen geht man bequem in der Fahrspur der försterlichen Fahrzeuge und kriegt fast normale Walkingbewegungen hin. Aber nur fast. Im großen und ganzen ist es eine ganz schöne Eierei, die nach fast drei Stunden anstrengend wird und ich bin froh, wieder zu Hause zu sein.
Aber jetzt gehts mir gut, ich fühle mich durchgelüftet und Sauerstoff ist auch aufgetankt. Gut gemacht!
Gestern war ich mal wieder zum professionellen Zähneputzen bei meiner Tochter in der Zahnarztpraxis und dieses Mal musste ich etwas warten. Und habe wieder die Zusammenstellung der Wartezimmerlektüre dort bewundert, die nicht ganz der Norm entspricht.
Man findet keine einzige der sonstigen unverzichtbaren hausfraulichen Ratgeber oder die brandheiße Berichterstattung aus dem Leben sogenannter Promis. Stattdessen gibts die Geo, das PM-Magazin und unter anderem auch das Outdoor-Magazin. Da hab ich gestern drin geschmökert und bin völlig entzückt bei den Wandertourvorschlägen hängengeblieben. Zum Beispiel eine Viertagestour rund um den Königssee…. Mit herrlichen Aussichten und jeder Menge Höhenmeter rauf und runter.
Hach! Ich könnte sofort losmachen. Leider hat das Wetter wohl etwas dagegen. Ich wollte ja eigentlich nicht mehr über den vielen Schnee hier meckern, aber dieses Jahr kriegen wir es mal wieder richtig dick, wie es scheint. So ein Mist!
Zu dem Thema passt auch immer das hier sehr gut: KLICK!
Wenn wir bei uns in der Firma in die roten Zahlen geraten, fällt es uns nicht unbedingt als erstes ein, die Preise für unsere Produkte zu erhöhen. Da würden wir auch ganz schön Ärger mit unseren Kunden kriegen, immerhin gibt es feste Verträge. Nein, wir fangen damit an, auf der Ausgabenseite Einsparungen hinzukriegen.
Nicht so die Krankenkassen. Da wird über Sparen gar nicht erst nachgedacht, weil Preise erhöhen ja viel einfacher ist. Die Kunden können einem schließlich nicht weglaufen, die sind pflichtversichert und können höchstens vom Regen in die Traufe kommen beim Krankenkassenwechsel. Ich finde diese Abzocke echt zum K*****. 
Heute am Sonntag ist es draussen viel heller als vorhergesagt, es kommt sogar ein bisschen Sonne zum Fenster rein. Also entscheidet sich der Fremdenführer meiner ersten Wahl für eine weniger waldlastige Tour im Hegau, damit wir ein bisschen Licht und vielleicht auch Sonne abkriegen.
Nun ja, das mit der Tour hat prima geklappt, aber von Sonne konnte keine Rede sein. Als wir in Kirchen-Hausen losliefen, war noch alles ok, aber je höher man kam, desto weißer und undurchsichtiger wurde die Welt. Waschküchenartiger Nebel versaute uns gründlich jeden möglichen Ausblick ins Hegau. Stellenweise liefen wir durchs weiße Nichts. Da war wirklich nichts ausser nichts. 
Da freute man sich über jeden Farbtupfer wie hier die roten Beeren, die wohl den Vögeln nicht schmecken und deshalb noch am Strauch hängen. Klasse war die Tour trotzdem und nach viereinhalb Stunden Laufzeit auch anstrengend genug. Die Balanciererei auf den teils tief verschneiten und zum größten Teil hart vereisten Wegen ist wirklich nicht ohne. Kaffe gabs natürlich auch, heute am Hegaublick (allerdings ohne Hegaublick), dafür mit lecker belegten Teilchen zur Stärkung.
Eingeweiht und für gut befunden wurden auch unsere neuen Wanderstäbchen. Diesmal richtige Wanderstöcke, bei denen die Grifftechnik etwas anders ist als bei den Nordic Walking Stäbchen, aber fürs Wandern allemal geeigneter, vor allem auch, weil man sich auf die Teile besser abstützen kann.
Dort, wo wir im Sommer klettern waren, waren wir heute wandern. Am Minigolf gings los hoch in Richtung Stuhlfelsen und dann rechts weg zu einer langen Runde rund ums Donautal. Und diesmal kamen mir einige Wege schon bekannt vor, so langsam fange ich an, mich hier auch ein bisschen auszukennen. Natürlich sieht im Winter wieder alles ganz anders aus.
Wenn man auf die Felsen hochwandert anstatt zu klettern, staunt man, was man im Sommer so geschafft hat. (”Waaas, hier bin ich hochgeklettert???”)
Die Lauferei war recht mühsam, man hatte die Wahl zwischen a****glatten Fahrspuren auf befahrenen Waldwegen oder oberflächengefrorenen Tiefschnee auf den Wanderwegen. Und sogar dort gabs genug Eis auf den Fußspuren anderer Wanderer. Scheint ja tatsächlich noch mehr Leute zu geben, die im Winter durchs Gelände wandern. Und wenns steil nuff und nabb ging, musste man schon ganz schön aufpassen.
Die Gegend ist immer noch im Wintertiefschlaf. Völlige Ruhe im Wald, wenn nicht grad ein paar motorsägenbesessene Waldarbeiter zugange sind. Aber so langsam hab ich genug von diesen ganzen Schwarzweiß-Fotos: