Ich glaube, ich halte mich ab sofort aus dieser “Diskussion” hier raus. Dort versteht man weder mich noch Spaß, von Ironie ganz zu schweigen.
Die können ja nicht mal einander zuhören geschweige denn aufeinander eingehen, so sehr sind sie bemüht, ihre Gesinnung zu verteidigen bzw. ihre Meinung rauszurotzen. Nach der in diesem speziellen Fall eigentlich keiner gefragt hat. Aber wenn man seiner selbst so unsicher ist, fühlt man sich schnell angegriffen und nimmt alles, aber auch alles persönlich. Das kenne ich aus vielen endlosen unerquicklichen Diskussionen mit… na ihr wisst schon. Ich werde jetzt hier keine Suchbegriffe nennen, sonst bricht hier bald dieselbe Kommentarwut aus.
Mannomann. Dabei sind die doch alle sooooo nett! 
Die Sache mit Kabel BW ist wohl immer noch nicht ausgestanden. Ich meine, die Technik läuft in allen drei Teilen ganz hervorragend: Fernsehen, Internet und Telefon - alles bestens und das Internet ist richtig schnell.
Aber abrechnungstechnisch werden wir im Moment damit geärgert, dass wir dauernd Mahnungen bekommen, aber keine Rechnungen. Es kam eine Korrekturrechnung, in der alles storniert wurde, was uns zu Unrecht berechnet (und auch schon angemahnt) wurde und in der dann die nach unserem Dafürhalten richtigen Beträge für die korrekten Zeiträume abgerechnet wurden. Diese wurde von unserem Konto abgebucht und wir dachten, alles sei in Ordnung, zumal auch noch ein nachfolgender Anruf kam, in dem sich Kabel BW tausend mal für das Durcheinander entschuldigte usw.
Gestern nun wieder eine Mahnung über genau diese Rechnung, aber über einen anderen (geringeren) Betrag. Ein Anruf konnte das Problem nicht lösen, denn die Dame wollte mir erzählen, dass das noch ein Überhang auf unserem Kundenkonto wäre, der nicht abgebucht werden könne.
Quatsch! dachte die Buchhalterin in mir. Wir haben eine korrekte Rechnung, in der alles abgerechnet wurde, was wir an Leistungen erhalten haben und die ist bezahlt. Was also für Überhänge?
Wir sind so verblieben, dass uns nun ein Kontoauszug des Kundenkontos zugesandt wird, damit wir Klarheit bekommen.
Ich bin gespannt. Vor allem, ob wir das irgendwann einmal geregelt kriegen mit den Truppen. Man könnte da schon wieder prima verallgemeinern: Telekommunikationsunternehmen können nicht ohne Chaos und Kundenverwirrung arbeiten. Es ist also egal, bei welchem man Kunde ist. Böswilligerweise könnte man auch behaupten, dass die zuviele ehemalige Telekommitarbeiter einstellen.
Edit: Nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Kontoauszug angekommen und fein säuberlich alles nachgerechnet. Und: Wääähhh, die haben recht!!! Nicht zu fassen! Hab den Betrag gleich überwiesen und hoffe, dass wir nun quitt sind. Man könnte ja z. B. mal wieder den Vertrag ändern, da gibt es jetzt Internet 10000 statt 6000…. *hihi*
Edit 2: Ist geändert und sollte ab morgen oder übermorgen funzen. Und kostet auch nicht mehr. Also, wenn das jetzt nicht wieder das nächste Durcheinander verursacht, muss ich das mal als prima Service ausdrücklich loben!!!
Nachdem wir uns letztes Jahr Ostern damit versaut haben, machen wir es dieses Jahr besser und fahren nach Köthen. Im wesentlichen geht es um zu treffende Absprachen bezüglich des Umzuges von Jule und Marcus, zu diesem Zweck werden wir uns mit meinem Ex und mit Marcus` Eltern treffen. Ein normales Wochenende ist einfach zu kurz, um zweimal 6 Stunden auf der Autobahn zu verbringen.
Ansonsten habe ich mit Jule gestern abend noch eine österliche Shoppingtour in Günthersdorf ausgeheckt.
Und am Sonntag wollen wir eigentlich schon wieder nach Hause, um uns montags noch ein bisschen auszuruhen. Es war arbeitsmäßig ziemlich stressig die letzte Zeit und wird es wohl auch bleiben.
Manche Menschen ändern sich nie und mein Ex ist da wohl ein Paradebeispiel. Vielleicht auch dafür, dass bestimmte Macken mit fortschreitendem Alter ebenfalls exzessiv fortschreiten.
Eigentlich hatten wir ja einen Termin am Freitag nachmittag bei ihm zu Hause. Zu diesem Behufe hatte ich ihn angerufen, ca. eine Woche vorher. Gesagt, dass wir Ostern in Köthen sind und wir mal reden sollten bezüglich der Organisation von Jules Umzug. Unsere Idee, dass man sich ja mal gleich zu acht (mit den Kindern und Marcus` Eltern) an einen Tisch setzen könnte, wurde kategorisch abgelehnt. Da es ihm Samstag nicht passte, weil da Fussball Osterfeuer war, machten wir besagten Termin für Freitag nachmittag und ich würde, kurz bevor wir kommen, nochmal anrufen. Mehrmals kam von ihm in klagendem Tonfall der Satz: “Mir sagt ja keiner was!” Ok, das wollten wir ändern.
Aber weit gefehlt. Als wir gerade unterwegs nach Aken waren, rief Jule an und meinte, er will nicht. Dafür hatte er mehrere “Begründungen” parat: Erstens war er gerade am Wohnzimmer-Renovieren und es sei kein Platz da, um sich hinzusetzen. Ausserdem wären auch Osternfeuer (Häh? Waren die nicht Samstag?) Und drittens könne er nicht mit Schimmi reden, er könne nicht garantieren, dass er dann nicht ausflippt, wenn er mitkommt. Hallo? Ich kann mich erinnern, dass wir schon mal bei ihm im Wohnzimmer saßen und ganz normal miteinander geredet haben und Schimmi war auch dabei.
Mir war schnell klar, dass das alles Ausreden waren und er nicht mit uns reden wollte. Es ist ja auch viel schöner, sich überall beklagen zu können, das ich über seinen Kopf hinweg ihm seine Tochter wegnehme und ihn nicht einbeziehe. “Keiner sagt mir was!”
Ok. Ich habe keinen Bock auf solche Kindergartenspiele. Soll er eben machen, was er will, wir brauchen ihn für die Aktion Umzug sowieso nicht. Ich wollte eigentlich nur nett sein und ihn informieren und eventuell auch das Finanzielle schon mal vorbesprechen, aber das kann man auch schriftlich machen. Mir egal, soll er doch dumm sterben.
Wir haben dann Jule mitgenommen und sind mit ihr schön Kaffeetrinken gegangen am Elbufer. Sie durchschaut ihren Vater mittlerweile auch ganz genau, leider schafft er es aber immer wieder, sie runterzuziehen. Sie hat erzählt, dass die einzigen Leute, die sich mit ihr gefreut haben, als sie freudestrahlend mit der Ausbildungsstelle nach Hause gekommen ist, ihre Kollegen auf der Arbeit waren. Und die neue Frau ihres Vaters, die allerdings auch sehr traurig ist, dass Jule weggeht. Sowohl ihr Vater als auch seine Mutter, Jules Oma, waren lediglich mittelschwer angesäuert, angeblich, weil Jule sie wohl nicht sofort angerufen hat.
Ich finde das schrecklich. Auch dass Jule sagt, dass sie sich nur noch in Micheln bei Marcus` Familie richtig wohlfühlt. Sie verbringt jede freie Minute dort und nicht zu Hause. Was von ihrem Vater auch wieder kritisiert wird. Wenn sie allerdings mit Marcus in Aken ist, zieht er wieder sein bekanntes “ich bin extrem genervt von jeder Art Besuch”-Gesicht und grummelt böse Sachen vor sich hin. So geschickt, dass sich jeder aber sowas von unwillkommen fühlt. Das kann man eigentlich gar nicht beschreiben, das muss man mal mitgemacht haben.
Meine Güte bin ich froh, dass ich das hinter mir gelassen habe…
Natürlich gibt es auch Positives zu berichten vom Osterwochenende. So war z. B. die Shoppingtour mit Jule sehr schön, wenn auch anstrengend. Eingekauft haben wir wieder prima und das neu gebaute Einkaufszentrum Nova Eventis (ehemals Saalepark) in Günthersdorf bei Leipzig ist wirklich zu empfehlen. Sehr schön gebaut und absolut riesig. Wir haben nicht mal ansatzweise alle Läden gesehen.
Schade nur, das Marcus nicht mitkommen konnte. Ihn hatte seine Ausbildungsfirma zu einer österlichen Nachtschicht verdonnert, weil sie wohl so viel Wäsche haben, dass sie es nicht mehr schaffen. Und die Azubis werden natürlich zuerst versklavt und so musste er erstmal ausschlafen. Aber wir hätten ihn schon gern dabei gehabt.
Mit seinen Eltern haben wir einen sehr netten Nachmittag und Abend verbracht. Wir haben über den Umzug der Kinder gesprochen und sie werden ihn auf jeden Fall unterstützen, auch wenn sie nicht begeistert sind, dass er seine Ausbildung abbricht. Klar, da wäre ich auch skeptisch, aber warum noch ein Jahr verschwenden an eine Sache, die keine Zukunft hat? Voraussetzung für alle ist, dass er sobald wie möglich eine neue Ausbildung anfängt und nicht auf Dauer ungelernt irgendwo arbeitet. Ausbildung muss sein, da sind wir uns aber auch alle einig.
Die beiden sind wirklich nett, obwohl sie ganz schön zu knabbern haben. Sie ist langzeitarbeitslos und er hat zwar einen Job, aber ziemlich schlecht bezahlt. Da bleibt nicht viel über. Sie sagt, wenn das Haus nicht wäre oder wenn man das gut verkaufen könnte, würden sie auch weggehen. Aber wer kauft in dieser abgelegenen Gegend ein Haus und zahlt auch noch einen anständigen Preis dafür? Dabei haben sie nach dem Tornado damals vieles neu gemacht und es sieht eigentlich ganz schmuck aus. Ja, genau, sie wohnen in dem Dorf, wo es vor ein paar Jahren diesen Tornado gab und haben alles live erlebt. Ist schon krass, wenn sie erzählen, wie sie das damals erlebt haben…
Ja, und dann war da noch der Aufenthalt bei meinen Eltern, wo wir wieder wunderprächtig untergekommen sind und deliziös beköstigt wurden. War natürlich wieder viel zu kurz, aber zu einen lustigen Rommé-Abend hat es gereicht, auch wenn Vaddern jetzt Depris hat, weil er verloren hat.
Zugegeben, das ist bisher noch nicht vorgekommen und jetzt muss er bis Juni auf die Revanche warten.
Im Juni fahren wir nämlich wieder nach Köthen, da wird Jule 18 und es ist ne große Party geplant, die gleichzeitig die Abschiedsparty für die beiden “Umsiedler” werden wird. Denn wenn sie bis dahin ihren Führerschein fertig haben, nehmen wir sie gleich mit, ansonsten holen wir sie ein paar Wochen später.
Und heute? Heute war hier dermaßen geiles Wetter, dass wir über fünf Stunden mit den Rädern im Donautal unterwegs waren, mit kurzen Radlerklamotten, das muss man sich mal vorstellen! Übriggeblieben nach fast 100 km ist ein leichter Sonnenbrand, schwere Beine und ein bereits gestillter Bärenhunger. Aber das war super erholsam und entspannend. Schade, dass wir nicht die ganze Woche noch Urlaub haben, das Wetter soll ja so bleiben.
Auf Jules Empfehlung höre ich gerade DJ Tiesto “Elements Of Life”. Auf den Kopfhörern, laut. Sehr laut. WOW! Das ist ja mal geil! Besonders der Titelsong.
Gut, dazu muss man schon Trance- oder Techno-Musik mögen. Wahrscheinlich verhalte ich mich in der Hinsicht mal wieder nicht altersgerecht. Mir doch egal.
Nach ca. 5 Stunden radeln in der … nun ja, Frühlingssonne kann man das gar nicht mehr nennen, haben wir schön Farbe im Gesicht und auch die gewohnte Radlerbräune am Körper stellt sich langsam wieder ein. Man fühlt sich so sonnendurchglüht, einfach klasse. Wir haben dank eines hervorragendes Tipps eines Kollegen (danke ins Personalbüro!) eine neue wunderschöne Runde entdeckt: Am alten Bahndamm hier in Spaichingen nach Gosheim hoch, dort auf dem Hohenzollernradweg nach Wehingen und dann weiter über Bärenthal runter ins Donautal und auf dem Donauradweg wieder zurück. Auf der Runde haben wir viele bestimmt lohnenswerte Abstecher gesehen, die man noch fahren kann, da werden wir also noch häufiger unterwegs sein.
Hach, ist ja schon eine schöne Gegend, wo wir hier wohnen. Und selbst im vierten Jahr entdeckt man immer noch was Neues.
… gehen vor. Waren heute abend erstmal wieder Anzeige erstatten. Näheres berichte ich, wenn die Sache vorbei ist.
Es gibt Zeiten, da möchte ich am liebsten diese Seite vom Netz nehmen, wenn ich nicht ganz sicher wäre, dass mir dann was fehlen würde.
Gestern bin ich mal wieder aufgewacht und dachte, mein Kopf passt nicht ins Zimmer. Schon wieder Migräne. Da ging gar nichts mehr. Von dem Kaffee, den ich mir noch gemacht habe, bevor mir schwindlig wurde, ist mir schlecht geworden. Also liegen bleiben und warten, bis es vorbei ist. Was anderes kann man nicht machen. Am Nachmittag ging es mir dann wieder gut und ich legte mich mit einem Buch auf den Balkon, wo ich mir aber bald ne Decke holen musste. War zwar herrliches Wetter, aber doch noch recht frisch. Nix mehr mit hochsommerlichen Temperaturen.
Nun ja. Hab ich mich eben mal einen Tag ausgeruht. War vielleicht auch mal ganz gut.
Heh, wir waren mit den Rädern am Bodensee und es hat nicht geregnet! Offensichtlich waren wir so früh im Jahr dort noch nie unterwegs, denn die Blüte der Trillionen Apfelbäume da unten haben wir noch nie erlebt. Sieht umwerfend aus! Eigentlich wollten wir da gar nicht hin, aber dann sind wir durchs Rabental auf die Witthoh und dann ging es so prima bergab…
Irgendwann beschlossen wir dann, bis zum See zu fahren und gleich wieder zurück, wobei uns schon bewusst war, dass das ziemlich heftig sein würde: Insgesamt wären es mehr als 100 km und der Rückweg ging eigentlich nur bergauf. Als wir dann unten waren, verließ uns irgendwie der Mut, wir waren beide nicht so recht fit und so beschlossen wir, noch 30 km bis Konstanz dranzuhängen und dann mit dem Zug nach Hause zu fahren.
Eine gute, wenn auch teure Entscheidung. Die Bahn spinnt doch wohl! Wir haben für das Stückchen Weg sage und schreibe 38 Euro hinlegen müssen. Wobei die Tickets für die Fahrräder neuerdings 4,50 Euro pro Rad kosten (voriges Jahr noch 3 Euro). Eine Preiserhöhung um 50 % kann sich wohl nur die Deutsche Bahn leisten! Frechheit!
Trotzdem war es eine schöne Tour und die Sonne meinte es wieder gut. Fast schon zu warm! Und das nächste Mal fahren wir mit den Rädern zurück und gehen für die 38 Euro was Nettes essen.
Im Zug von Konstanz nach Spaichingen haben wir im Radfahrerabteil Christian kennengelernt. Christian ist ein ganz besonderer junger Mann, wie ich finde.
Er ist vor anderthalb Jahren im jugendlichen Alter von 16 (!) aus der Nähe von Frankfurt hierher nach Spaichingen gezogen, um eine Ausbildung als Industriemechaniker zu beginnen. Ganz allein. Er hat hier eine kleine Wohnung und organisiert seitdem sein Leben völlig selbständig, auch in finanzieller Hinsicht. Mittlerweile im im zweiten Lehrjahr, vertritt er in seiner Firma die Auszubildenden und ist Mitglied im Betriebsrat.
Er hat uns erzählt, dass er von Anfang an versucht hat, zu sparen und es deshalb dieses Jahr schafft, davon zweimal in Urlaub zu fahren. Erstaunlich, wenn man bedenkt, was er alles selbst finanzieren muss und er unternimmt ja auch so einiges, wie er uns erzählt hat. Wozu natürlich auch abends Weggehen und Abhängen mit den Kumpels gehört. Er ist also kein Einzelgänger und Sonderling, wie man vielleicht vermuten könnte.
Er lobte die Qualität der Ausbildung in seiner Firma in den höchsten Tönen und hob besonders hervor, dass die Auszubildenden nicht ausgenutzt würden. Was unser Gespräch natürlich sofort auf unsere Ausbildungssuche von Marcus brachte. Hier bot er sofort an, mal zu horchen und sich gegebenfalls für die Bewerbung einzusetzen.
Als wir in Spaichingen angekommen waren, wollten wir Telefonnummern austauschen, was aber an mangelndem Schreibzeug und entladenen Handy-Akkus scheiterte. Also nahmen wir den jungen Mann kurzerhand mit zu uns nach Hause, wo wir gemütlich auf dem Balkon noch ein Bierchen tranken und das interessante Gespräch fortsetzten.
Wirklich bemerkenswert, wie reif und erwachsen er wirkte, während er aber gleichzeitig auch einfach nur der typische Teenager war. Interessant für mich war hier auch, was sich aus einem sogenannten “gestörten” familiären Umfeld entwickeln kann, denn auch er erzählte von Stiefvater, Stiefbruder usw..
Wir waren/sind beeindruckt und gespannt, ob und was sich daraus für Marcus ergibt.
Bei unserer Rast auf der Witthoh. Wir hatten uns Apfelschorle bestellt und knabberten unsere mitgebrachten Butterbrezeln. Ein paar Tische weiter unterhielten sich zwei Rennradfahrer. Athletisch, braungebrannt, durchtrainiert. Und es ging nur um eines: Wann wurden wieviele Kilometer gefahren und wieviele Kalorien wurden dabei verbrannt? Und das Wichtigste: Ist man denn im optimalen Fettverbrennungsbereich gefahren?
Schimmi und ich grinsten uns nur an und waren uns mal wieder einig: Das hatte mit Spass am Sport nichts mehr zu tun! Gucken die überhaupt noch über den Lenker und die Pulsuhr hinaus und sehen die herrliche Gegend hier?
Oder waren die beiden ob dieser “Wissenschaft” so durchtrainiert?
Sicher nicht (über das Märchen vom Fettverbrennungspuls lästere ich jetzt hier mal nicht). Aber selbst wenn, dann wäre mir der Preis dafür zu hoch…
Es ist eine feine Sache, wenn man früh einen Kaffee ans Bett gebracht bekommt und dann bei indirekter Beleuchtung aus dem Flur noch ein bisschen dösen und gemütlich diesen liebevoll vom Schatz zubereiteten Hallo-wach-Kaffee schlürfen kann. Ein optimaler Tagesbeginn, den ich immer wieder genieße.
Gar keine feine Sache ist es, wenn beim Kaffeeschlürfen der Blick auf eine fette schwarze Spinne an der Wand neben dem Bett fällt.
Das ist dann eher suboptimal und führt bei mir zu extremer Gänsehautbildung und sofortiger Erstarrung. Früher hätte ich laut losgebrüllt und mich auf der Stelle in entgegengesetzter Richtung aus dem Schlafzimmer entfernt und zwar so weit wie geht. Und ich wäre erst wieder hineingegangen, wenn ich die Spinne tot gesehen hatte und auch das nur unter Vorbehalt, denn der Spinnenphobiker weiß ja: Wo eine ist, da sind auch zwei.
Heute, da ich ja an mir arbeite, weil dieses alberne Verhalten mich unglaublich nervt, atme ich tief durch, kriege trotzdem eine Gänsehaut (da kann ich nix gegen machen) und rufe in mühsam beherrschter Zimmerlautstärke nach Schimmi, der gottseidank Verständnis hat und das Untier sofort beseitigt. Auch wenn er dafür nach dem Kaffeekochen ein zweites Mal aufstehen muss (ich glaub, der liebt mich wirklich… *g*).
Die vorletzte Spinne habe ich mit dem Schrubber sogar selbst erledigt, die saß aber schon auf dem Boden und ich brauchte nur draufhauen. Die Entsorgung der toten Spinne hat dann wieder Schimmi übernommen, da sich das Biest in den Schrubberborsten verkeilt hatte und das war mir dann doch zu eklig.
Kann es sein, dass das erhöhte Spinnenaufkommen zur Zeit die Folgen des milden Winters sind? Auweia! Dann kann das ja nur noch schlimmer werden. Ich werde wohl weiter daran arbeiten müssen.
Ein langes viertägiges Wochenende steht bevor. Leider nur mir. Schimmi hat es wieder mal super abgepasst und muss Samstag und Sonntag arbeiten. Montag hat er logischerweise auch nicht frei.
Boah, ist das gemein! Bei dem herrlichen Wetter könnte man eine dreitägige Tour unternehmen und hätte den Dienstag noch zum Ausruhen. Aber neee, geht wieder nicht. *frust*
Was mache ich denn dann die ganze Zeit? Fenster putzen? Nun ja, dann würde es immerhin prompt regnen und ich müsste mich nicht mehr so sehr ärgern.
Jetzt haben sie den Marcus rausgeschmissen. Weil er wiederholt seinen Krankenschein zu spät abgegeben hat. Das ist ja wohl ne Riesenblödheit.
Ich meine, ich kann ja verstehen, dass er von dieser Ausbildung die Nase gestrichen voll hat und sein Engagement gegen Null strebt. Aber Disziplinlosigkeiten sind immer ganz schlecht und eine fristlose Kündigung deswegen macht sich überhaupt nicht gut im Lebenslauf. Und die paar Wochen hätte er auch noch durchhalten können und das ganze sauber beendet.
Aber alles “hätte”, “wäre” und “könnte” nützt jetzt auch nichts mehr, nun ist es passiert. Wir müssen mit seiner Mutter reden, damit sie mit ihm zum Anwalt geht. Es gibt sicher eine Möglichkeit, aus der fristlosen eine fristgerechte Kündigung, womöglich in beiderseitigem Einvernehmen zu machen. Weil ich ansonsten die Befürchtung hege, dass er sich damit hier einiges verbaut…
Immerhin hat er jetzt genug Zeit, um Bewerbungen zu schreiben. Fakt ist allerdings, dass wir ihm Feuer unter dem Hintern machen werden, wenn er versucht, sowas bei uns hier durchzuziehen. Das geht ja mal gar nicht und ich bin auch irgendwie enttäuscht. Ich hoffe sehr für ihn, dass er besser motiviert ist, wenn er hier was Neues anfängt.
Sogar Jule hat über ihn geschimpft, meint aber, er ist nur noch genervt, wenn sie was sagt. Schwierige Situation. Immerhin ist sie nach wie vor mit Begeisterung bei der Arbeit. Sie muss auch jetzt am Wochenende arbeiten (Notdienst) und findet das gar nicht weiter schlimm. Ihr macht es nach wie vor Riesenspaß. Heute rief mich auch ihre zukünftige Chefin an und wir haben abgesprochen, dass ich den Ausbildungsvertrag zur Unterschrift mitnehmen kann, wenn wir Anfang Juni zu Jules Geburtstag nach Köthen fahren. Dann ist das auch erledigt und ihr Vater kann aufhören zu unken (das hätte er sowieso lassen können, der alte Miesmacher, denn immerhin hat sie mittlerweile noch zwei Ausweichangebote in Tuttlingen *hehe*).
Irgendwie wird das bei uns nie langweilig…
Wie die Überschrift schon sagt:
Sogar meine Beine waren gelb bestäubt, als ich aus der Löwenzahnwiese stieg.
Ich war an der Donau und am Neckar und beide Flüsse haben verdammt wenig Wasser. So habe ich sie noch nie gesehen. Wenn man bedenkt, dass voriges Jahr um die Zeit der Radweg nach Donaueschingen noch teilweise überschwemmt war.
Ein paar Tropfen sind auch gefallen, aber es reichte nicht mal, um die Straße zu benetzen. War gestern und vorgestern auch schon so, da kam einfach ne inkontinente dunkle Wolke, pieselte ein bisschen rum und verzog sich wieder.
War eigentlich schon Frühling???
Der Plan für den heutigen Tag:
Mit letzterem werde ich erfahrungsgemäß ne ganze Weile beschäftigt sein und danach werde ich mal schauen, wo wir morgen hinradeln könnten, wenn Schimmi auch endlich mal einen Tag frei hat.