… genau jetzt so um die Uhrzeit… ich lag noch im Bett und spürte die ersten leichten Wehen.
Und wieder die Frage: Wo ist die Zeit hin?
Es gab Beschwerden, dass man hier nicht mehr auf dem Laufenden gehalten wird und nun überhaupt nicht mehr weiß, was bei uns so läuft. *g*
Da will ich mal nicht so sein.
Also. Wir sind seit Mittwoch nachmittag hier in Köthen und werden jetzt nach dem Mittagessen wieder nach Spaichingen fahren. Die Tage hier waren wieder sehr schön, aber auch wie immer ganz schön anstrengend, weil immer irgendwas los ist. Mittwoch abend waren wir noch mit dem Geburtstagskind nebst Marcus schön beim Griechen essen. Das Bild aus dem vorigen Beitrag hatte ich ausgedruckt und in einen Rahmen gesteckt und es Jule noch als kleines Geburtstagsgeschenk überreicht. Sie hat vor Rührung geweint. Ich war sprachlos, das wollte ich ja nun auch nicht. Aber na ja, mir ging es ja beim Bilder anschauen ähnlich, da hängen halt Erinnerungen dran.
Donnerstag war Schimmi mit Jule und Marcus unterwegs, weil Jules neues Geburtstagshandy schon wieder kaputt war und ich habe mit Mum hier ein bisschen computert. Nachmittags waren wir bei Marcus´ Eltern zum Kaffee eingeladen, weil wir ja doch noch ne Menge zu besprechen hatten.
Freitag war ausgebucht mit Partyvorbereitungen und abends sollte es die große Romme-Revanche geben. Tja, wir haben auch gespielt, aber ich hatte eine dermaßene Gewinnsträhne, dass es mit der Revanche nichts wurde, weil ich sie alle drei so ziemlich abgekocht habe. *hehe* Müssen sie halt auf die nächste Revanche warten.
Gestern war dann die große 18-Jahre-Party für Jule und Philipp, aber die Hitze hat uns alle so ziemlich gelähmt. Das ist ja nicht mehr schön, so warm und hier ist es zudem noch so abartig schwül, dass man sich gar nicht mehr bewegen mag. Erst später am Abend sind die Gäste dann munterer geworden. Von den ganzen Unwettern, die wohl stattgefunden haben, haben wir erst heute früh gelesen, hier war gar nichts, nur ein bisschen Wind kam mal kurz auf.
Aber es war trotzdem lustig bei Anja unterm Carport mit den annähernd 30 Gästen. 
Und so geht es nun weiter: Da es mit Jules Fahrstunden hier nicht so recht voran geht (eine Fahrstunde in der Woche ist einfach zu wenig, da wird sie ja nie fertig), haben wir festgelegt, dass sie das ganze hier abbricht und in Spaichingen weitermacht. Kostet uns zwar nochmal die 100 Euronen Anmeldegebühr und ein bisschen Organisation, aber dafür konnten wir nun schonmal den Umzugstermin festlegen auf den 7./8. Juli. Bis dahin ist Marcus auch mit dem Führerschein fertig (er ist schon weiter, weil er einen anderen Fahrlehrer und mehr Zeit hat).
Marcus kommt am 17. Juni schon für eine Woche zu uns, da er in “unserem” Autohaus (wo wir unseren Neuen gekauft haben) eine Woche probearbeiten soll. Und vielleicht ergibt sich auch noch der eine oder andere Vorstellungstermin.
Aber ab morgen wollen wir erstmal ne Woche Urlaub machen, idealerweise auf dem Fahrrad und wir hoffen dringend, dass sich die Wettervorhersage vor allem für die Gegend um den Bodensee-Königssee-Radweg noch bessert. Kann man sowieso nicht so recht glauben, wenn man hier in der Hitze schmort, dass es da unten pieseln soll nächste Woche. Aber wir würden diesen Radweg ganz gerne noch zu Ende fahren, angefangen hatten wir ja schon mal voriges Jahr.
Schauen wir mal. Vielleicht kann man ja Petrus noch umstimmen. Oder einfach der Vorhersage nicht glauben.
Oder: Als Ilona mal eben die Autobahn absperrte.
Wenn man im langen-Wochenend-mit-Brückentag-Rückreiseverkehr lustig von einem Stau in den anderen fährt und sich fragt, wie man sowas früher ohne Klimaanlage überlebt hat, passieren einem schon mal die dollsten Dinge. So geschah es heute, dass wir im (wie man so schön sagt) zähfliessenden Verkehr ein Auto bemerkten, das nicht zäh floss, sondern stand. Alle anderen Autofahrer fuhren spurwechselnd drumrum und beim Vorbeifahren sahen wir darin eine ziemlich hilflos guckende Frau. Auf der Stelle trat Schimmis Helfersyndrom zutage und wir fuhren warnblinkend auf den Standstreifen. Schimmi befahl mir auszusteigen, sagte, dass er die Frau von der Autobahn schieben würde und ich solle doch bitte den Verkehr anhalten.
Und heh, das habe ich glatt gemacht. Ein geiles Gefühl, sich auf die Autobahn zu stellen, die Hände zu heben und zu sehen, dass die Blechkolonne tatsächlich anhält! Schimmi hatte die Frau ganz schnell auf den Standstreifen geschoben und sie stieg zitternd und völlig mit den Nerven am Ende aus dem Auto. Wäre mir wohl ganz genauso gegangen. Sie hatte wohl Kühlwasser verloren und nun war die Karre am Kochen. Da wir das natürlich nicht selbst reparieren konnten, versuchte die Frau von ihrem Handy aus den ADAC anzurufen, was nicht geklappt hat, da sie laufend aus der Warteschleife flog. Soviel zu den “gelben Engeln”, mit denen hatten wir ja auch schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Der Hammer war aber, dass in diesem Moment eine ganze Kolonne von Polizeiautos an uns zäh vorbeifloss, denen wir natürlich sofort winkten und riefen, dass wir Hilfe bräuchten. Denkt ihr, die hätten angehalten? Weit gefehlt!!! Einer rief uns noch zu, wir sollten 110 anrufen, dann waren sie weg. Ich dachte, ich bin im falschen Film, echt! Ich hätte von dieser Situation Fotos machen sollen, aber da habe ich nicht dran gedacht.
Wir haben der Frau dann versprochen, an der nächsten Notrufsäule um Hilfe zu bitten. Inzwischen hatte sie sich auch wieder etwas beruhigt, so dass wir sie allein lassen konnten. Ich hoffe, dass das alles so geklappt hat.
Den nächsten Stopp hatten wir dann nochmal, als Schimmi ein Auto bemerkte, dass gerade dabei war, den Unterboden zu verlieren. Wir haben es mit Handzeichen geschafft, dass sie auf den Seitenstreifen gefahren sind und Schimmi hat ihnen gesagt, was das gerade passiert. Sie hatten nichts gemerkt.
Das waren eigentlich zwei gute Taten. Wenn man dann bedenkt, dass wir über acht Stunden auf der Piste waren, haben wir uns eigentlich saugutes Urlaubswetter verdient, oder?
Da wären wir wieder. In meinen Augen viel zu früh und irgendwie ist das alles nicht wie sonst, wenn wir aus dem Urlaub zurückkommen. Sonst war nämlich traditionell immer Regen, wenn wir hier vor dem Haus vorfuhren, gestern war herrlichster Sonnenschein. Sonst habe ich mich immer auf zu Hause gefreut, darauf, wieder Ordnung um mich zu haben und im eigenen Bett schlafen zu können. Diesmal nicht. Diesmal hätte ich große Lust auf noch ein paar Wochen Zigeunerleben. Und so richtig kaputt bin ich auch nicht wie sonst, wenn man sich drauf gefreut hat, sich mal ein paar Tage gar nicht zu bewegen.
Ja, und dann kommt man nach Hause und war erwartet einen hier: Eine Baustelle und das sieht nun wirklich nicht mehr schön aus. Ein Riesenloch hinter dem Haus, daneben der (ehemalige) Garten ist umgewühlt und voller Bauschutt und wir fragen uns, was hier gewütet hat. Unseren Balkon müssen wir nachher erstmal generalreinigen, der ist VÖLLIG verdreckt. Ich habe gestern erstmal einen Teil gesäubert, sonst hätte ich meine erste Wäsche gar nicht aufhängen können. Wir sind ganz schön angesäuert, obwohl wir ja wussten, dass unser Vermieter etwas vorhatte. Aber wir hätten jetzt nicht gedacht, dass er versucht, einen Tagebau zu eröffnen…
Aber schön war es. Der Bodensee-Königssee-Radweg ist einer der schönsten, die wir bisher gefahren sind. Anstrengend zwar, aber landschaftlich unübertroffen und die Wegeführung und Beschilderung ist auch ganz klasse. Wir hatten einen Vormittag Regen (aber hallo: “Bayern säuft ab und wir waren dabei!”), ein Unwetter, aber da haben wir gerade vor nem Supermarkt ne Pause eingelegt und konnten uns unterstellen, aber ansonsten Superklasse-Wetter. Dazu kamen ausreichend und prima Unterkünfte am gesamten Weg und die leckere bayerische Küche. Wir sind total begeistert von der Tour, haben massenweise Fotos und ein Reisebericht folgt natürlich, aber das kann diesmal etwas dauern, da zunächst erstmal wichtigere Sachen anstehen.
Jetzt müssen wir hier erstmal klar Schiff machen, den Balkon putzen und das Gästezimmer vorbereiten, denn heute abend kommen Marcus und seine Mutter Karina für eine Woche zu uns. Marcus muss probearbeiten im Autohaus und Karina will sich mal anschauen, wo ihr Junge hinzieht Anfang Juli. Wir freuen uns, dass sie mitkommt.
Ja, und dann werden wir langsam die Umzugsvorbereitungen angehen. Gästezimmer tapezieren, unser jetziges Arbeitszimmer umlagern, Platz schaffen, aufräumen, ausmisten. Damit Platz wird für die neuen Mitbewohner. 
Es gibt viel zu tun.
Aus der Rubrik: Witziges aus der deutschen Beamtenwelt
Als wir Samstag nach Hause kamen und unsere Post durchsahen, wunderten wir uns über einen Brief vom Landkreis Köthen/Anhalt. Wir vermuteten, dass es mit Jules Fahrschul-Ummeldung zu tun hatte, aber weit gefehlt. Man teilt mir mit, dass ein Guthaben an Abfallgebühren in Höhe von 68,10 Euro vorhanden ist und fragt meine Bankverbindung an, um es zu erstatten. Leider konnte die Adresse von Herrn Herrmann nicht ermittelt werden, man weist aber darauf hin, dass ihm die Hälfte des Betrages gehört.
Nichts ungewöhnliches? Hah! Das Guthaben ist für das Grundstück Aribertstrasse 7 in Köthen, ein Dreifamilienhaus, das wir kurz vor der Wende für einen Appel und ein Ei gekauft hatten, um die Erdgeschoßwohnung zu bekommen. Eigentlich wollten wir nur die Wohnung beziehen und das Haus dann wieder abgeben, denn zu DDR-Zeiten war ein Dreifamilienhaus nur eine Riesenbelastung und nichts wert. Dann kam die Wende und auf einmal war die Hütte das Tausendfache wert. Von dem Erlös haben wir uns 1994 dann das Haus in Großpaschleben gekauft.
Genau. Man will uns also Abfallgebühren erstatten für einen Zeitraum, der mehr als 13 Jahre zurückliegt.
Selten so gelacht! 
So, wie es kommen soll, kommt es sowieso. Egal, wieviel wir rumzappeln…
Und letztendlich gibt es dann für alles immer eine Lösung. Auch ohne dass man sich vorher schon verrückt macht. Manche Dinge lösen sich sogar von allein oder man kriegt unerwartete Hilfe.
Diese Erfahrung hat mit Sicherheit schon jeder gemacht.
Auch diese Situation: Man hat eine to-do-Liste, die aus allen Nähten platzt und (wie man meint) viiiiieeel zu wenig Zeit, um das alles termingerecht zu schaffen. Und dann fängt man einfach an und schafft es doch. Ärgert sich danach, dass man sich selbst so unter Druck gesetzt hat.
Stress ist meist selbstgemacht. Sagte auch meine Psychotherapeutin damals… und ich habe ihr weise nickend zugestimmt.
Wieso aber bitte lernt man aus diesen Erfahrungen nicht und geht die Sachen gelassener und stressfreier an???
Und warum kann man diese Gelassenheit, selbst wenn sie nur vorgetäuscht ist, nicht an Personen vermitteln, die sich selbst noch mehr stressen? Der Satz: “Das kriegen wir schon alles hin, das wird schon werden.” ist für viele einfach nicht wirklich hilfreich. Für mich ja meist auch nicht…
War schon mächtig lustig, als Marcus nach vier Arbeitstagen in der Autowerkstatt hier schon anfing zu schwäbeln. Wir haben uns kaputtgelacht, als er plötzlich vom “Meischter” erzählte. Ich bin schon bald vier Jahre hier, aber irgendwie fehlt mir für diesen Dialekt ein Gen. Einzelne Wörter ja und verstehen tue ich die Leute mittlerweile auch, aber sprechen? Never! Kannichnich.
Marcus hat es prima gefallen beim Probearbeiten. Er musste auch gleich richtig an die Reparaturen mit ran, nicht nur Putzdienst. Den natürlich auch. Mit den Kollegen ist er prima klargekommen, es gab sofort guten Kontakt. Und so war die Woche hier rum wie nichts… Seine Mutter hat unterdessen hier ein bisschen Urlaub gemacht, gefaulenzt und die Stadt angeguckt. Ihr hat es gut gefallen, vor allem, dass es hier überall Arbeit gibt. Wo sie doch schon jahrelang arbeitslos ist. Gestern kam dann Andreas (Marcus Vater) mit dem Auto, um heute mit den beiden wieder nach Hause zu fahren. Dann brauchen sie nicht nochmal die stressige Zugfahrt mitmachen.
Heute hatte er nun einen Termin beim Chef und der will sich bis nächsten Mittwoch/Donnerstag bei ihm melden. Es ist wohl ein Riesenstapel Bewerbungen eingegangen, aber Marcus war der einzige, der sich sofort zum Probearbeiten angeboten hat und er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die Kollegen haben ihm wohl zum Abschied gesagt, er soll sich keinen Kopf machen: “Der nimmt dich!” Und einen Ferienjob für den August hat er dort auch schon sicher. Kohle gabs auch nicht wenig für die eine Woche, Marcus ist hochzufrieden. 
Tja, dann heißt es wohl noch ein bisschen abwarten.
Ich sollte vielleicht mal insbesondere für die Mitleser aus der Region meine Empfehlung für einen supernetten, kompetenten und erfahrenen Computerfritzen wiederholen, denn inzwischen kann ich hier auch einen Link posten:
Soviel zur Werbung. 
Ansonsten sitze ich ab morgen am Reisebericht. Heute fahren wir erstmal Tapete kaufen, weil ich am WE das Gästezimmer tapezieren will.
Ist schon fast tragisch, wenn man sich bei einem Webhoster einen Probeaccount bestellen möchte und als Antwort auf die entsprechende Email kommt der nette Text: “… vielen Dank fuer Ihre Support Anfrage. Ihre Anfrage kann leider nicht unter dieser Mail-Adresse bearbeitet werden, da wir hier keinen Zugriff auf Ihren Account haben. Bitte wenden Sie sich dazu mit einer Mail an unseren technischen Kundendienst unter…”
Sehr witzig. Ich habe weder eine Support-Anfrage gestellt noch habe ich einen Account bei denen. Offensichtlich werden die Emails nicht richtig gelesen und erstmal abgewimmelt. Wenn dabei ein paar potentielle Neukunden über den Jordan gehen… egal! Und auf den Emailsupport ist man bei denen angewiesen, da der Telefonsupport nicht gerade billig ist.
Nee, danke. Das reicht mir dann eigentlich schon als Test. Obwohl das Angebot wirklich sehr verlockend ist, aber wer braucht schon 25 GB Webspace?