Sonntag, 18.05.2008

Regenwasser ist gut für die Haut

Die letzten Tage habe ich es immer geschafft, den Regen weiträumig zu umfahren. Tja, und eigentlich wollte ich ja heute gar nicht wirklich losfahren… Aber dann war draussen alles trocken und so`n bisschen am Fluss rumgurken geht ja immer. Und so gurkte ich lustich bis fast nach Donaueschingen, oh Schreck, so weit wollte ich ja gar nicht. Also wenden und dann sah ich die Bescherung schon von weitem… Genau da, wo ich hin musste, hing ne fette Regenwand.

Ok, bis Geisingen waren es nur ein paar Tröpfchen, aber dann gings los. Im Nu war ich nass bis auf die Haut, machte mir aber die meisten Sorgen, dass der Ipod trocken blieb. Komischerweise haben die Kopfhörer nicht schlappgemacht, obwohl mir das Wasser oben inne Ohren rein und unten wieder rauslief…

Nach wenigen km hatte ich mich mit meinem Schicksal abgefunden und hatte mächtig Spaß. Erstens, weil ich den ganzen Radweg für mich alleine hatte und zweitens wegen der Blicke der Leute. Muss wohl wie ein gerupftes Huhn ausgesehen haben. Und zwar eines, dass die Musik unter den Kopfhörern auch noch laut und falsch mitsang und pfiff. *gacker* Die müssen mich alle für komplett durchgeknallt gehalten haben.

Ok, in Tuttlingen fuhr ich am Bahnhof vorbei und war kurz am Überlegen, ob ich nach nem Ringzug gucken sollte. Aber nö, die paar km schaffe ich jetzt auch noch und nass bin ich eh.

Kurz vor Spaichingen hörte der Regen dann auf. Vielen Dank, aber zu spät. Jetzt leiern die Klamotten unten im Trockner und ich bin gerade aus der heißen Badewanne gekrochen und fühl mich pudelwohl.

Jetzt kann die Arbeitswoche losgehen. :-)

verzapft von Ilona um 18:26 Uhr | 7 Kommentare | TB

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Donnerstag, 22.05.2008

Bodensee

Heut war ich mal am Bodensee. Zum Kaffeetrinken und Apfelstrudel essen. Natürlich mit dem Rad. Hin ist immer ganz leicht, man rollt fast von allein. Wobei ich nach dem Wasserburger Tal eine eher merkwürdige Strecke gefahren bin, keine Ahnung, wo ich da war.

Aber ich bin angekommen und auf dem Rückweg habe ich mich streng an den Hohenzollernradweg gehalten bis Tuttlingen. Dieser Radweg ist nicht ganz unanstrengend, das sage ich euch. Die ganze Zeit gehts nunner und nuff. Meistens nuff. Wollte ja eigentlich nur auf die Witthoh, weil es so arschaffengeil ist, von dort völlig angstfrei mit fast 70 km/h bis nach Tuttlingen runterzurauschen. Geil!!!

Und da ich keinen Bock hatte, an der B14 nach Hause zu fahren, bin ich noch über Seitingen nach Hausen ob Verena hoch und von da wieder nunner nach Spaichingen bis fast vor die Tür gerollt. Das waren dann mal 105 Kilometerchen und 1056 Höhenmeter.

Hier gibts ein paar schöne bunte Bilder und ich muss jetzt duschen und dann: Hunger!!!

verzapft von Ilona um 19:07 Uhr | 6 Kommentare | TB

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Samstag, 24.05.2008

Autobahnbrückenausflug

Heh, 132 Kilometer, fast 800 Höhenmeter und da geht noch was! Unglaublich, wie schnell das geht mit der Form…. Vor ner Weile bin ich bei 90 Kilometer noch abgekackt.

Das war heute was für die Grundlagenausdauer. Der Neckarradweg geht zwar auch nuff und nunner, aber nicht wirklich schlimm, die Hm summieren sich halt auf Grund der Länge der Strecke. Es ist immer wieder eine wunderschöne Tour. Einzig die Ortsdurchfahrt von Rottweil ist ein bisschen nervig, aber die Budapest-erfahrene Reiseradlerin, die in Frankreich sogar schon auf der Autobahn geradelt ist, weiß ja, wie man die Autos austrickst oder wie man einfach mittendrin mitfährt.

Gleich nach Rottweil geht aber ab ins Grüne, ein bisschen bergauf und man kann die erste Autobahnbrücke schon von weitem sehen. Dann wird ca. 100 Höhenmeter runtergerauscht ins Neckartal. Am Wasserwerk vorbei, wo man die Trinkflaschen schon wieder auffüllen kann, da ist so eine Wasserstelle. Nach ca. 2 km fährt man dann durch die Brücke durch. Immer wieder ein toller Anblick von unten. Was für Riesendinger der Mensch so bauen kann….

Aber ich wollte es ja heute bis zur anderen, noch höheren Brücke schaffen, also weiter. Das Wetter wurde langsam richtig schön sonnig, der Radweg dementsprechend voller. Aber das war ganz lustig, da kam man immer mal wieder ins Gespräch. Meistens wunderten sich die Leute, was ich für komische Fotos machte. Inne Wiese legen und knipsen sieht halt bisschen bescheuert aus. *g*

Schwuppdiwupp war ich in Sulz, das ging schnell. Und genauso schnell auch da durch, denn die Stadt gefällt mir gar nicht. Am Ortsausgang war ein Supermarkt mit angeschlossenem Bäcker, da futterte ich erstmal ein belegtes Brötchen und gönnte mir einen Kaffee. Dann wurde es richtig schön. Das Neckartal ist zwischen Sulz und Horb einfach herrlich. Und die Sonne schien wie nur was.

Bei Kilometerstand 60 fuhr ich in Horb ein, aber nicht rein. Wenn man auf dem Radweg bleibt, kann man sich die Innenstadt sparen und ich wollte ja sowieso nichts essen oder trinken, hatte ja grad. Also weiter nach Fischingen und dann fing ich langsam an zu überlegen, wann denn nun diese vermaledeite zweite Brücke kommt…. War die erst hinter Rottenburg oder gar Tübingen? Ich konnte mich nicht mehr erinnern und grummelte vor mich hin. Fuhr aber immer weiter und weiter und dann… tadaaaa… präsentierte sie sich nach einer Kurve in voller Größe. Gleich mal von weitem geknipst und dann muss man ein Stück bergauf und steht dann direkt drunter. Wahnsinn! Wenn man oben langfährt auf der Autobahn, steht da immer: Länge xxxx m und Höhe 185 m. DAS ist wirklich hoch! Vor allem von unten. Na ja, von oben wahrscheinlich auch.

Mein Tacho zeigte an der Stelle 66 Kilometer an und der Mann, mit dem ich dort nen Schwatz machte, zeigte sich beeindruckt, als ich ihm sagte, dass ich jetzt dieselbe Strecke wieder zurückfahren würde. Er kam aus Frankfurt und machte hier Urlaub. Fuhr immer kleinere Strecken am Neckar entlang und dann mit dem Zug wieder zurück in seine Pension.

Dann machte ich mich aufn Heimweg und… was soll ich sagen… In Horb fing es an zu tröpfeln. An der Tankstelle dort holte ich mir Schoki und ein Brötchen, was ich unterwegs wegfutterte und der Regen wurde mehr. Ok, dann sollte es eben schon wieder sein. Heute war es sogar angenehm: Warmer Sommerregen auf der Haut. Frisch gemähte Wiesen und es regnet…. das ist ein Duft, das glaubt man kaum. Ich fuhr grinsend durch die Botanik und freute mich meines Lebens.

In Oberndorf war da so ein Cafe am Wegesrand, da beschloss ich, mal wieder Kalorien nachzufüllen. Es gab Kaffee, Erdbeerkuchen mit Sahne und ne Zuckerschnecke. Mjamm. Und der Regen wurde nochmal stärker.

Egal. Ich zahlte, setzte mir meinen Deckel aufn Kopp und packte den iPod in ein Plastetütchen. Die Lenkertasche hatte den Regenschutz schon um und ich hatte eh nicht viel an, was nass werden konnte. Ich winkte dem staunenden Kellner und brauste davon. Wieder unbezahlbar die Blicke der Leute.

Es lief fantastisch. Ich fuhr wie in Trance, kann auch an der Mucke gelegen haben. Fotos machte ich bis auf eine Ausnahme keine mehr wegen dem Regen.

Auch die Steigung rauf nach Rottweil nach dem Wasserwerk war überhaupt kein Problem. Ich fuhr sogar schneller da hoch als normalerweise. Dann wieder durch durch Rottweil, es gibt da jetzt ein paar Autofahrer, die mich wohl verfluchen werden. *hehe*

Tja und normalerweise kommt dann auf der Strecke zwischen Rottweil und Spaichingen immer das Timeout bei mir, aber heute nicht. Ich war sogar ziemlich flott unterwegs und auch das Michelfeld hoch habe ich problemlos geschafft. Bin aber sowas von zufrieden mit mir.

Ich denke, das Geheimnis liegt einfach darin, dass ich in regelmäßigen Zeitabständen laufend irgendwas in mich reinfuttern muss. Dann kann ich wahrscheinlich sogar 200 Kilometer fahren, ohne zusammenzubrechen. Gut zu wissen. Daran solls ja nun nicht scheitern. :-)

So, jetzt muss ich duschen und… ja klar, was essen und heute abend mach ich noch die Bilder fertig. Bin schon ganz gespannt, was ich da wieder geknipst habe.

Update: Bilder sind online.

verzapft von Ilona um 19:39 Uhr | 5 Kommentare | TB

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Sonntag, 25.05.2008

Heuberg

Da war ich heute. Und es hat nicht geregnet, obwohl ich heute früh ganz zeitig den Regen ans Fenster klopfen hörte.

Merke: Frau kommt auf jeden Berg hoch, auch wenn die Beine noch etwas müde sind vom Vortag und das linke Knie wieder ein bisschen rummuckert. Sie ist dann zwar nicht die Allerschnellste, aber das macht nix, weil sie ja allein fährt und keiner auf sie warten muss. Aber sie kommt hoch und darauf kommts an.

Und dann war da noch:

  • Diese wichtige Message irgendwo oben auf dem Berg. :biggrin_wp:
  • Die junge Frau, die mich auf nem Feldweg aus dem Auto so freundlich anlachte und mir zuwinkte, dass ich lachen musste.
  • Der Mann in ungefähr meinem Alter, der mich an einer Steigung mit nem dicken Audi überholte. Oben angekommen sah ich ihn wieder, wie er gerade seine Walkingstöcke aus dem Auto holte und mir fröhlich erklärte, dass es nun nicht mehr höher geht. (Weichei!)
  • Der hypernervöse Kellner, dem doch glatt das Tablett mit den Gläsern aus der Hand fiel, als ich ihn mit “Junger Mann! Wo bleibt mein Kaffee??” etwas strenger als gewollt ansprach, nachdem ich ca. ne halbe Stunde gewartet hatte. (Warum passiert mir das immer? Der tat mir dann richtig leid.)
  • Die allgegenwärtigen Rennradfahrer mit den Hightec-Outfits und den grummeligen Gesichtern (Sport ist schließlich ne toternste Sache und hat nix mit Spaß zu tun!)
  • Das Gefühl von Sonne auf der Haut….
  • Der unbeschreibliche Geruch frisch gemähter Wiesen.
  • Das Gefühl von absoluter Einsamkeit und Ruhe ganz oben in den Bergen, wo kaum einer hinkommt.

Und zuletzt noch ein Bild für Andi. :biggrin_wp:

verzapft von Ilona um 18:08 Uhr | 2 Kommentare | TB

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Dienstag, 27.05.2008

Knapper Feierabend

Die Runde, die ich dann immer gerade noch hinkriege, wenn ich mich in der Firma rausmogele, ist 45 km lang und hat ca. 600 Hm. Dreifaltigkeitsberg rauf und dann über Risiberg und Russberg die Wurmlinger Steige runter mit ca. …. das sag ich lieber nicht, wie schnell ich da heute war. ;-)

Durch Wurmlingen durch und hinten entlang Richtung Hausen ob Verena durch Seitingen-Oberflacht durch. Dann von Hausen runter und feddich.

Brauch ich ungefähr zwei Stunden für und dafür reicht die Zeit grad, aber wie gesagt, nur wenn ich mich aus der Firma mogele. Mein Chef hat mich heute deshalb schon entlassen und nachdem ich mich darauf gefreut habe, morgen ausschlafen zu können, hat er mich umgehend wieder eingestellt. So ein Mist! ;-)

Nö, aber so richtig sehe ich es nicht ein, wenn bei dem schönen Wetter ein auf halb drei angesetztes Meeting auf einmal erst halb sechs stattfinden soll und ich dann wieder fast im Dunkeln nach Hause fahr. Nun findet das morgen vormittag statt und das geht auch. Bin zwar ganz schön frech in der Probezeit, aber hallo? Es wird Sommer und ich habe auch noch ein Privatleben. Besser die Chefs gewöhnen sich dran.

verzapft von Ilona um 20:50 Uhr | 3 Kommentare | TB

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