Sieht so aus, als ob frau besser durchhält, je später sie abends nachts inne Heia kommt. Komisch.
Gestern nachmittag in der Firma ziemlich abgekackt wegen Müdigkeit und Wärme. Siehe auch meinen entsprechenden Motzeintrag. Das Vorhaben, gestern mal eher inne Falle zu kommen, ist an ein paar hier nicht näher zu erläuternden Umständen gescheitert.
Heute früh dann megamüde unter die Dusche gezombiet und danach gings dann einigermaßen. Nach den ersten zwei Litern Kaffee war ich dann fit. Hurra!
Geschafft habe ich viel mehr als gestern. Mag auch sein, dass es an den ziemlich aufregenden und faszinierenden Geschehnissen in der Firma gelegen haben mag. Da werden derzeit Dinge innerhalb von Minuten entschieden und durchgeführt, die in anderen Firmen Monate dauern würden. Völlig irre, aber wie gesagt: Es fasziniert mich unheimlich. Vielleicht ist das der entscheidende Unterschied, warum einige Leute Millionen verdienen und andere nicht.
Irgendwie kommt diese Lektion für mein eigenes Leben aber wohl zu spät. Was mir jetzt aber auch nicht wirklich Kopfzerbrechen bereitet.
Gut. Kaffee ist alle, arbeiten wir noch ein bisschen. Damit verdien ich zwar keine Millionen, aber es macht Spaß, sie zu buchen. 
Nachtrag 19 Uhr: Der erste Satz stimmt genau so lange, wie man nicht zur Ruhe kommt. *trief* 
… dass es einem grad so richtig gut geht, kriegt man wieder nen Dämpfer. Ok, vielleicht mache ich mich auch zu früh verrückt, aber seit zwei Tagen fühlt sich mein Knie irgendwie komisch an. So ein Druck- bzw. Spannungsgefühl, als ob es geschwollen ist (ist es aber nicht) und wärmer als das andere Knie wird es auch. Aber keinerlei Schmerzen. Nicht mal ein bisschen.
Das habe ich dann heute früh meinem Doc so geschildert und der machte gleich ein mächtig skeptisches Gesicht. Und schrub eine Überweisung zum Chirurgen. Mist. Schlimmstenfalls muss es nun also doch noch mal aufgeschnitten werden, bestenfalls sagt der Chirurg, ok, das heilt, so weitermachen wie gehabt. Ich hab allerdings so ein Bauchgefühl, dass mir sagt, dass ersteres passieren wird. Immerhin kann das ambulant gemacht werden, soviel weiß ich schon.
Nächsten Dienstag abend ist Termin. Bis dahin soll ich das Knie bewegen und auf gar keinen Fall ruhig halten. Deshalb wird am WE wie geplant aufs Rad gestiegen, jawoll. Vielleicht ist es ja das letzte Mal für die nächste Zeit. *rumunk*
Och Mönsch. Ick hab Frust.
Die Kilometervorgabe vom Doc konnte leider nur heute eingehalten werden. Weil das Wetter etwas nasser wurde und das Knie rumgemuckert hat. Gestern haben wir ganz schön überzogen. Weia. Egal.
Meine Güte, war das schön. *hach*
Also, ich mag ja Ärzte, mit denen ich nicht erst groß diskutieren muss, damit sie meiner Meinung sind. 
Das Knie bleibt erstmal zu, muss aber engmaschig kontrolliert werden. Merkwürdigerweise ist da ne Menge Wasser drin, aber nicht im Knie direkt, sondern im Gewebe drumrum, deshalb fühlt es sich so gespannt an. Als ob die Haut nicht reicht. Er meint, wenn es nicht weh tut, ist es nicht akut und sollte nicht aufgeschnitten werden, nur auf einen wagen Verdacht hin. Manchmal heilt es einfach nur auf diese Weise. Das wollte ich ja hören. *g*
Allerdings hat er mir Sportverbot erteilt. Mist. Ich hab gefragt, ob wir da am Freitag, wenn ich wieder hin muss, nochmal drüber reden können. Er meinte ja, reden kann man über alles… mal gucken. Bis Freitag bin ich erstmal brav, sitz still und kühl das Ding, bis es noch tauber ist als sowieso schon.
So richtig zufrieden bin ich mit der Gesamtsituation aber immer noch nicht.
Heute bekam ich eine Bitte um Terminvereinbarung zu einem Vorstellungsgespräch. Die Bewerbung dazu habe ich Mitte Februar abgeschickt. Lustigerweise eine Firma fast neben meiner derzeitigen Arbeitsstelle.
Guten Morgen, die Herrschaften!
Da war ich offensichtlich die zweite Wahl. Die erste Wahl hats scheinbar nicht gebracht und nun kann man es ja mal versuchen…
Nö. Bin lieber erste Wahl. In jeder Beziehung. 
… war da noch ein chinesisches Essen heute abend. Lecker und viel. Und mit lieber Begleitung, so dass ich gar nicht mehr grummelig war wegen des ausgefallenen monatlichen Abends mit den ehemaligen Arbeitskollegen. 
Und wie immer mit diesem göttlichen Nachtisch mit gebackenen Bananen, Honig und Vanilleeis. Boah!
Sowas macht übrigens nur Spaß mit jemandem, der mindestens genauso verfressen ist wie man selbst.
Abweichend vom derzeitigen Lieferplan bestelle ich hiermit zwei Einheiten Sommerwetter fürs kommende Wochenende. Lieferschwierigkeiten können nicht akzeptiert werden, die zugesagte Niederschlagsmenge storniere ich hiermit ersatzlos.
Um Auftragsbestätigung wird gebeten.
Mit freundlichen Grüßen
Eine, der man leichtes Radeln mit vielen Pausen erlaubt hat. 
Wie war jetzt nochmal die richtige Adresse für diese Bestellung? Egal. Steht ja nun im Internet. Sollte klappen.
Update 20 Uhr: Ok, wenn das alles heute runtermoddert, haben wir vielleicht morgen trocken. Mag zwar für den einen oder anderen eben auffe Heimfahrt nicht soooo angenehm wie sonst gewesen sein, aber man kann nicht alles haben. *gacker*
Diese blöde Unfall war gestern sechs Wochen her. Da sollte man doch meinen, dass es so langsam mal gut sein sollte. Irgendwie gibt es für mich keinen Grund, warum dieses beknackte Knie heilungstechnisch auf der Stelle tritt. Und irgendwie frustet das.
Im Moment ist der Status so, dass ich unter der Woche, wenn ich den ganzen Tag im Büro sitze, sehr viel Wasser drin habe und der ganze Unterschenkel sich abends anfühlt, als ob er platzen will. Am WE dagegen, wenn ich in Bewegung bin bzw. nicht schreibtischhocke, ist es wesentlich besser, aber nicht gut. Keine Schmerzen, nur wenn ich es lange stillhalte und dann wieder bewege.
Das Knie ist ein bisschen dicker als das andere und an der Außenseite nach wie vor heiß. Als ob es da drinnen arbeitet oder gärt oder brütet, was auch immer. Vielleicht platzt es ja irgendwann auf, das Alien da drin schlüpft und dann heilts endlich.
Wäre nett, wenn man mal merken würde, dass was besser wird.
Aus nem ganz bestimmten Grund hätte ich gerne, dass in zwei Wochen alles gut ist.
fangen einfach besser an als andere. Wobei das immer hoch und runter geht, echt faszinierend. Wenn denn die Tendenz nach aufwärts erkennbar ist…
Gleich morgens krieg ich ein liebes Mail mit nem phantastischen Bild, klasse. Dann habe ich zum ersten Mal seit Wochen das Gefühl, dass mein Knie sich besser anfühlt. Keine Ahnung, ob es so ist, aber das Gefühl reicht mir im Moment schon.
Geh ich raus zur Garage und überlege, ob schon Herbst ist. Den Temperaturen nach zu urteilen auf jeden Fall. Das Thermometer in meinem Auto sagte 7 Grad. Häh? Geht ja wohl gar nicht. Himmel ist aber blau.
Ab zum Bäcker und dann habe ich doch tatsächlich wieder ne Dame vor mir, die meint, alles aufkaufen zu müssen, was von gestern übrig geblieben ist, wobei sie sich aber nur sehr, sehr, sehr langsam entscheiden kann, was genau und wieviel. Eine harte Geduldsprobe am Morgen. Für mich und die Verkäuferin.
Entschädigung dann an der Tankstelle. Die Frau an der Kasse sagte nur: “So, Sie sind die letzte, jetzt muss ich mit den Preisen hoch.” Sprachs und tats. Und schwubb, war der Sprit mal wieder 7 Cent teurer.
Wie gesagt: Immer hoch und runter. Mal kleine Wellen, mal richtig große. Aber hoch gehts immer wieder….
… habe ich früh eine Laune, die selbst den geduldigsten Mitmenschen in die Flucht schlagen würde. Gut, dass das keiner mitkriegt. Mag dann nicht kommunizieren und bin froh, wenn ich in Ruhe gelassen werde.
Nach ner halben Stunde Autofahren mit (sehr!) lauter Musik auffen Ohren gehts dann meist besser bzw. kann ich es beherrschen und wenigstens freundlich gucken, wenn ich inne Firma komme. Heute habe ich sogar damit Mühe….
Boah, was ein Morgenmuffel.
Ich glaube, ich sollte mich krankschreiben lassen und den ganzen Tag Fahrradfahren. Dann wäre das Knie schneller heil…
War, glaube ich, auch der Grund für mein gestriges Morgengemuffel, dass das blöde Teil sich wieder schlechter anfühlte als am Vortag. Immer wenn man denkt, es wird besser. Gestern dann nach dem ganzen Tag Rumgesitze in der Firma war der ganze Unterschenkel wieder geschwollen und fühlte sich an wie`n Klumpen. *nerv*
Abends hatte ich dann ein Date zum Pizzaessen und da das am gemütlichsten im Telesina in Tuttlingen ist, sind wir dorthin geradelt und siehe da, das Bein kriegte gar nicht genug von der Bewegung. Ich hatte das Gefühl, drei Berge hoch und wieder runter fahren zu müssen oder zu können. Bewegungsmangel? Wahrscheinlich. Muss ich ändern. Bein fühlte sich nach den paar Kilometern sofort besser an, genau wie meine Laune.
Essen war wie immer lecker und der Nachtisch war ja wohl der Oberhammer!!! Unbedingt wiederholungsbedürftig!
Heimweg im Platzregen, das war so klasse, dieser warme Regen auf der Haut. Ich hatte Spaß ohne Ende, meine Begleitung scheinbar nicht so wirklich…
Wieso eigentlich? Ist doch nur Wasser. *g*
Ein schöner Abend. *hach*
Mir ist kalt. Draußen ist Herbst. Das verfickte Knie tut nun auch noch weh. In der Firma war es heut total stressig und chaotisch, ich hatte soviel zu tun und alle Welt wollte was von mir. Menno. Nachmittags hab ich mir Kopfhörer aufgesetzt und Musik gehört beim Arbeiten. Hat sich keiner beschwert und mir gings besser damit.
Ich besauf mich jetzt und geh dann schlafen. Gottseidank ist morgen Freitag.
Update am nächsten Morgen: Wieder was gelernt. Nämlich, dass auch beschissene Tage richtig nett zu Ende gehen können. Weil: zweimal mies ist nicht doppelt mies, sondern gut. Versteht keiner? Muss auch nicht. 
… die sollte man einfach tun. Ohne groß nachzudenken. Ganz spontan. So wie man es vor 20 Jahren getan hätte. Hinterher ärgern gilt nicht. Wenns zu spät ist.
Das nächste Mal mach ich es. Fakt.
Nö, eigentlich nichts Besonderes. Ne Einladung von Kollegen für nen netten Abend nach Rottweil. Und ich Blödi konnte mich nicht aufraffen.
Ich glaub, ich werde alt. Mist.
Es geht auch ohne Regen am Wochenende, wie man gesehen hat. Zumindest hat es nur nachts gemoddert und das auch nur draussen, damit kann man leben.
Also war es klar, dass es manche Tage früher, manche Tage aus “technischen” Gründen etwas später aufs Fahrrad ging. Ich habe mir einen super Fremdenführer an Land gezogen und lerne jedesmal völlig neue Strecken und Orte kennen. Absolut faszinierend, was mir bisher hier alles durch die Lappen gegangen ist, einfach weil frau zu faul oder zu “eingefahren” ist, um mal von der gewohnten Strecke abzuweichen.
So gab es Samstag Kaffee und lecker Kuchen auf dem Hegaublick, wo relativ gute Sicht herrschte und man bis in die Alpen gucken konnte. War zwar ne ganz schöne Kletterei anfangs und mein Knie und meine Kondition ließen mich ganz schön schwächeln, aber hoch kommt frau schließlich immer. War ja genug Zeit. Und schließlich genug Kondition, um dort wieder runterzudüsen und auf die Witthoh wieder hoch. Nochmal bis an den Bodensee gucken.
Sonntag hab ich dann gegen abend den Konzenberg kennengelernt. Ein lauschiges Plätzchen da oben, gar nicht weit zu fahren und ich kannte es nicht. Unglaublich. Und da kann man Klettern üben.
Schon wieder was neues.
Aber eingefahren genug, um die Touren jedesmal im Telesina enden zu lassen, sind wir ja auch schon. Ist aber auch zu schön dort und lecker natürlich. Die Pizzen sind ja immer klasse, aber der Nachtisch ist echt der Oberhammer.
Zum Appetit holen: vorher und nachher
Am liebsten hätten wir die Teller abgeleckt. *g*
Bei Googlemail kann man sich jetzt anzeigen lassen, welche Kontoaktivitäten stattgefunden haben und vor allem auch, an welchen Standorten und mit welcher IP.
Praktische Sache.
Dies nur mal als kleiner Hinweis an denjenigen, der heute nacht versucht hat, an mein Passwort zu kommen.
Na also. Meine kleine feierabendliche Runde klappt auch mit kaputtem Knie. Tadellos sogar trotz einiger Höhenmeter, ohne Pause und nur über Hausen o. V. gegen den Wind war grad etwas mühsam, ging aber auch.
Brauchte ich heute. Nebst lauter Musik auf den Ohren. Abreagieren, Frust loswerden….
Manche Dinge verursachen einfach nur Trauer und Wut…. Muss noch zwei Telefonate führen, fürchte aber bzw. bin mir fast sicher, dass es nun mittlerweile zum dritten (oder vierten?) Mal passiert ist, dass ich mir umsonst Hoffnungen gemacht habe. Nun ist es gut. Niemals wieder. Tut weh, ist aber nicht zu ändern.
Und: Jetzt muss auch endlich mal mit den Schuldgefühlen Schluss sein. Ich habe getan, was ich konnte, der gemeinsame Weg ist hier zuende. Jetzt lebt jeder sein eigenes Leben. Wie auch immer.
Mein nächstes Wochenende wird fünf Tage lang sein und ich werde es nicht zu Hause verbringen. Darauf freue ich mich schon seit Tagen wie blöd und es ist mir völlig wurscht, dass mein Knie nicht besser wird oder mein Unterleib meint, ausgerechnet jetzt in die Wechseljahre kommen zu müssen. Das wird einfach ignoriert. 
Urlaubswetter ist ja auch schon. *hach*
Fühle mich zur Zeit irgendwie unorganisiert. Man könnte auch schlampig dazu sagen. Im und auf dem Schreibtisch stapeln sich Belege, Finanzen nicht unter Kontrolle, ungeöffnete Post. Was ich im Job kleinlichst in Ordnung habe, lasse ich derzeit privat verschlampern. Das bedarf dringender Änderung, schon weil ich mich damit ziemlich unwohl fühle. Zeiteinteilung verbessern, Grund reinbringen, dranbleiben.
Kontroletti lässt grüßen. Brauch ich aber. Gleich heut abend gehts los. Aber erst geb ich mich noch dem Kaufrausch hin. Brauch neue Radlerhosen. 
So. Nu bin ich schonmal einen großen Schritt weiter. Papiere sind durchgesehen. Geordnet wäre falsch, jetzt liegen sie erstmal in der Ablage, aber erledigt. Ordnen mache ich später, ich muss eh noch Schimmis und meine auseinander sortieren. Beschäftigung für Schlechtwettertage.
Zumindest sind alle Rechnungen bezahlt, darunter auch die Rechnung für den Wein. Weia! Der ist ja fast schon wieder alle…. Na ja, nicht ganz. Schullijung, ihr netten geduldigen Leute vom Weingut Schauf. Kommt nicht wieder vor.
Wäsche ist auch zur Hälfte gewaschen, Rest macht mein Töchterchen morgen für mich, die hat mittags Feierabend. Hatte ich eigentlich schon erzählt, das selbige ein Top-Zeugnis fürs erste Ausbildungsjahr bekommen bzw. verdient hat? Eine Eins und der Rest Zweien. Wahnsinn! Hat aber auch mächtig dafür geschuftet, das Kind. Hat sie voll und ganz verdient, auch die Belohnung, die sie dafür von mir kriegt. 
Jo. Nun noch der Freitag und dann langes Wochenende. Hach, klasse!
Ich weiß, dass dieser Bericht eigentlich in die Rubrik Reiseberichte sollte. Kommt er aber nicht. Weil das irgendwie im Kopf und im Bauch nicht mehr passt und für mich ein abgeschlossenes Kapitel darstellt. Diese Seite wird sowieso (spätestens im Winter) zusammengeschnitten, das Tagebuch wird auf jeden Fall fortgesetzt, aber bei dem Rest bin ich noch am Überlegen. Deshalb kommt alles Wichtige in Zukunft hier rein. Also los gehts mal…
Nach nem gemütlichen Frühstück werfen wir die Räder nebst Gepäck in den Scenic und los gehts. Ich kann ganz gut Auto fahren, wenn mir einer sagt, wo es lang geht und so düsen wir bis Fronkreisch, ohne uns ein einziges Mal zu verfahren. Ist mir ja noch nie passiert! Was ein guter Steuermann so ausmacht…
Erster Halt schon mal ganz oben in Le Markstein und einen Orientierungkaffee in einer Biker-Kneipe. Die gewöhnungsbedürftige Musik dröhnt sogar bis aufs Klo und beim Kaffee wird man wieder daran erinnert, dass man in Frankreich immer “grand cafè” bestellen muss, sonst kriegt man nur nen Fingerhut voll. Nun gut, das nächste Mal wissen wir es wieder.
Der Kneipen-Wirt ist ganz nett und radebrecht etwas deutsch, hat aber keine wirklich praktikable Hotelempfehlung für uns. Auf den Grand Ballon sollen wir fahren (1400 Meter oder so). Nä. Und da dann wieder hochkurbeln jeden Tag nach der Tour? Nä. Kommt ja nicht in Frage, mal davon abgesehen, was so ein Nobelhotel wohl kosten würde.
Wir studieren die Karte und gucken uns einen kleinen Ort unten im Tal namens Kruth aus, haben allerdings keine Ahnung, ob es da was Hotelähnliches geben würde. Egal. Mein Auto rollt entlang einer wunderbaren Aussicht fast von allein da runter und wir sind uns gleich einig, wo wir am nächsten Tag wieder hochfahren würden. 
Am ersten Etablissement in dem Ort steht zwar was dran von Zimmern, aber der Typ da drinnen hat wohl keinen Bock oder ihm gefallen unsere Gesichter nicht. Danach fragen wir in einem “Cafè” nach. Zumindest steht das an dem Haus dran, drin gibt es einen Tisch, um den abenteuerlich ausschauende Gestalten sitzen und eine geringfügig bärtige Frau weist uns den Weg… Fast schon am Ortsausgang steht das Hotel “Auberge de France”, Zimmer waren frei, Preis war ok (französisch halt), Räder können in der Garage eingeschlossen werden und so ziehen wir ein. So geht das.
Wir sind kaum aufm Zimmer, als auch schon ein mordsmäßiges Gewitter losbricht. Also gibts erstmal Auspacken, Einrichten und ausgiebiges Ausruhen von der anstrengenden Anreise. Nach nem Käffchen dann noch ne Runde zum Lac de Kruth und einmal drumrum gedreht. Scheint der bevorzugte Badesee hier in der Gegend zu sein, obwohl etwas wenig Wasser drin ist. Auf dem Rückweg noch im “Dorfkonsum” vorbeigeschaut und staunend festgestellt, dass zwei (!) Flaschen Wein in meine Lenkertasche passen und die dann sogar noch zugeht. Nach 20 Kilometern schmuggeln wir auf diese Weise unsere Alkoholvorräte ins Hotel und bereiten uns aufs Abendessen vor.
Dazu kann man gemütlich draussen sitzen (ganz ramontisch direkt an der Straße) und wenn man Glück hat, hielt das nervige Blag am Nachbartisch gerade mal die Klappe zwischen zwei elterlichen Ohrfeigen. Weia! Sprachtechnisch haben wir kaum Probleme, denn die Hotelchefin spricht perfekt deutsch und die Vorgänge am Nachbartisch waren gut nachvollziehbar, ohne dass man jedes Wort verstehen muss. Und ein paar Vokabeln haben wir jeden Abend dazugelernt.
Essen ist superlecker, es gibt Forelle und Aprikosenkuchen als Nachtisch.
Der Balkon aufm Zimmer ist dann vorzüglich geeignet zum draussensitzen, gackern, labern und Wein trinken aus Zahnputzbechern (hach, schon ewig her, dass ich sowas das letzte Mal gemacht habe).
Französisches Frühstück mit (gottseidank) deutschem Einschlag, so dass es ausser dem bekannten Süßkram wie Kuchen, Marmelade und Baguettebrot auch Wurst und Käse gibt. Also tüchtig essen, denn es soll ja bergauf gehen heute.
Dann gehts auch gleich los. Wetter präsentiert sich früh beim Aufstehen mit urlaubsblauem Himmel, der sich dann allerdings etwas zuzieht. Wir fahren wieder zum See und von dort geht es gleich hübsch bergauf. Unser Hotel liegt auf 480 Meter und Le Markstein auf 1200 Metern, also sind gleich als Einstieg mal eben ca. 700 Hm zu bewältigen. Ist zum Anfang etwas mühsam, da steil, aber dann fährt es sich so ganz angenehm weg.
Richtig nett, obwohl wir etwas Regen abbekommen. Mein Mitfahrer ist ja noch erkältet und zieht sich Regenzeug an, aber ich genieße den Regen auf der Haut, es ist ja schön warm. Und staune, wie schnell mein schickes neues (knallrotes) Radlershirt wieder trocken ist, nachdem es sich kaum nass angefühlt hat. Ist schon der Hammer, dieses Hightec-Zeuch.
Oben angekommen, scheint schon wieder die Sonne und ich bedauere fast, keine Sonnencreme mitgenommen zu haben. Wir pausieren wieder in der Biker-Kneipe. Der Typ dort ist ganz erstaunt, uns schon wiederzusehen und noch erstaunter darüber, dass es in Kruth nun doch ein Hotel gibt, was er ja am Tag vorher verneint hatte.
Nach dem Päuschen sind wir bereit für die nächsten Höhenmeter, um uns in sieben Kilometer Entfernung diesen Grand Ballon anzuschauen. Diese Höhenmeter sind allerdings recht unvorteilhaft verteilt, zum Anfang geht es fast eben weiter, um uns zuletzt noch mal richtig steil bergan kurbeln zu lassen. Da merke ich dann meine fehlende Kondition, obwohl das Knie überhaupt keine Probleme macht. Ich hatte ja sowieso beschlossen, selbiges komplett zu ignorieren. Was so dermaßen lange zum Heilen braucht, muss sich nicht wundern, wenns nicht mehr beachtet wird. Pah!
Jedenfalls sind wir auch dort bald oben und fragen uns verzweifelt, warum da so viele Touristen hochfahren. Das Hotel, ne Gaststätte, ne Andenkenbude und ein Riesenparkplatz, darum etwas Ödland und wahrscheinlich bei guter Sicht eventuell noch ne ganz annehmbare Aussicht (keine Ahnung, wo), aber das war es auch schon. Merkwürdig, aber es sollte nicht das letzte Mal wundern sein…
Wir trinken einen Kaffee, den ich relativ schnell durch professionelles Vordrängeln in der Gaststätte besorgen kann und essen lecker klebriges süßes Zeuch dazu, das Andi an so ner Fress-Bude gekauft hat. Mjamm.
Dann geht es zurück auf der Route des Cretes, die ihren Ruf nicht zu Unrecht hat, denn dort präsentieren sich einem manchmal Aussichten von atemberaubender Schönheit. Hach! Manchmal geht es so tief runter, dass einem schwindlig wird… Leider sind dort nicht nur Radfahrer unterwegs und so werden die zwei einträchtig nebeneinanderfahrenden Tourenradler nur allzu oft von hupenden Autos oder wahren Heerscharen von Motorrädern überholt. Nicht schön, aber nicht zu ändern und Radwege sind in Frankreich ne Seltenheit.
Wir beschließen, uns den Col de la Schlucht heute nicht auch noch anzutun und nehmen eine Abfahrt vorher nach unten. Schöner Weg steil bergab durch den sonnendurchschienenen Wald und immer noch Angst und Bremsen in jeder Linkskurve… (Hört das irgendwann mal wieder auf?). Dann nochmal ein kurzes Stück bergauf auf den Col den Bramont (950 m) und von dort in endlosen Serpentinen abwärts runter nach Wildenstein und von dort weiter am See vorbei nach Kruth. Beim Bergabfahren sind wir uns auch gleich wieder einig, wo wir am nächsten Tag wieder hochfahren. *g*
Wobei ich dabei immer mal wieder über meine eigene Courage staune, wo ich doch vor ein paar Jahren noch jeden kleinen Berg weiträumig umfahren habe, wenn es irgendwie möglich war…
Und jetzt habe ich solchen Spaß am Bergaufkurbeln. Was mir jetzt noch mehr Spaß macht, ist die Tatsache, dass ich nicht mehr hinterher fahre. Es fährt jemand neben mir und ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich beeilen muss, damit niemand auf mich warten muss. Das ist ein Riesenunterschied, glaubt frau gar nicht…
Dann gibts in der komplett leeren Dorfkneipe, wo wir gestern nach nem Zimmer gefragt haben, ein Wurmlinger Bier (man glaubt es kaum, aber das war nicht die einzige Lokalität mit diesem Angebot). Immerhin können wir den Wirt überzeugen, uns was zu servieren, obwohl er uns heftigst lustlos vorkommt (igitt, Gäste!). Der Kneipenhund ist auch nicht schneller unterwegs und tropft so die Treppe herunter… Meine Güte, das ist fast schon wieder lustig, soviel Lustlosigkeit.
Im Hotel dann fix duschen und runter zum Kalorien nachfüllen. Heute gibts große Steaks mit Pommes und Salat und danach dieses einfach nur göttlich Mousse au chocolate… *hach* Diesen Süßkram können die Franzosen, echt. Heute auch keine brüllenden Kinder am Nebentisch. Was für ein herrlicher Tag!
Nachm Frühstück bummeln wir noch bisschen rum und fahren dann gerade richtig in der größten Mittagshitze los. Sommerwetter satt, incl. Schwitz- und Waschküchenfeeling, ich krieg schlecht Luft und frach mich, wie ich heute diese ganzen Serpentinen bis zum Bramont Pass hochkommen soll. Geht aber tadellos, denn je höher man kommt, desto klarer wird die Luft und die Waschküche wird trockener. Die Sonne brennt aber vom Himmel und wird es schaffen, mir einen weiteren Sonnenbrand auf den Buckel zu zaubern bis heut abend.
Auf dem Col den Bramont sind wir also relativ schnell, dann geht es wieder das Sträßle nach oben bis an die Routes des Cretes, und das ist schon schwieriger, weil steiler. *uffz* Wird aber auch gemeistert. Unsere beiden kaputten Beine halten schmerztechnisch klaglos still, solange wir auf den Rädern sitzen. Erstaunlich und besser als umgekehrt!
Weiter auf der Route des Cretes bis zum Col de la Schlucht, dem vielgerühmten. (Wenn du mal in den Vogesen bist, musst du da unbedingt hin!) Häh? Warum? Uns bietet sich fast dasselbe Bild wie am Vortag am Grand Ballon, nur in größerer Dimension, es ist fast ne kleine Stadt voller Andenken- und Freßbuden. Incl. einer Sommerrodelbahn, damit auch die Kids ihren Spaß haben.
Am besten war der Typ am Nebentisch, der meinte bemerken zu müssen: “Sie sehen aus, als ob Sie hier hoch gefahren wären!” Ach ja? Sonst wären wir ja nicht hier, oder? Er benutzte das aber nur als Aufhänger, um von seinen heldenhaften Jungs berichten zu können, die eben gerade dabei waren, die Mountain Bikes ausm Wohnmobil auszuladen, um hier oben ein bisschen rumzufahren. Wow! Wir zeigten uns wohl zuwenig beeindruckt, denn er verschwand bald.
Wir bestellen was zu trinken und amüsieren uns königlich über den dümmlichen Touristenrummel, froh darüber, dass wir gleich wieder auf unsere Räder und nicht in so einen fürchterlichen Bus steigen dürfen. Was wir dann auch bald tun. Wieder ein Ort, an den ich nicht nochmal muss. Herrje!
Erstmal wieder 100 Hm nach oben kurbeln auf die Route des Cretes, denn dieser Schlucht-Pass liegt komischerweise tiefer als die Straße. Der Plan war nämlich, die Straße wieder zurück bis Le Markstein zu fahren, dort den Typen in der Biker-Kneipe wieder zu beehren und dann die fantastische Straße, die wir gestern bergauf gefahren sind, runterzudüsen.
Der Plan war gut und hat auch geklappt bis auf die Tatsache, dass die Biker-Kneipe zu war und wir in ne andere Lokalität in Le Markstein ausweichen mussten. Dort gabs Bier und Kaffee und Eis und dann freuen wir uns aufs Runterdüsen. Vorher allerdings noch paar Fotos schießen. Da stehen ja überall so viele Fingerhüte und andere interessante Wildblumen herum, die mal geknipst werden wollen. Und wir haben eh schon arg wenig Fotos gemacht.
Die Abfahrt ist klasse. Kaum Kurven und in der herrlichsten Abendsonne… Ohne zu treten und man kann so herrlich ins Tal gucken. Hach, ist das schön!
Auf dem Heimweg werden dann wieder die Weinvorräte im Dorfkonsum aufgefüllt, um dann umgehend im Hotel an nichts anderes mehr zu denken als ans Abendessen. Heute gibts als Vorspeise nen Salatteller und dann Lachs-Carpaccio. Mmmhhhhh! Oberlecker! Genau wie das unvermeidliche Mousse au… Ok, das hatten wir ja schon.
Mit der hoteleigenen Küche haben wir wohl Glück gehabt.
Auch heute wieder bisschen Rumbummeln nachm Frühstück, wenn auch aus anderen Gründen. 
Draussen wieder Affenhitze, schwül und feucht und ich freu mich richtig darauf, nach oben zu kurbeln, damit die Luft besser wird. Mit nem Top rumfahren ist heut nicht, weil Sonnenbrand auf den Schultern, also muss was Hochgeschlossenes her. Ist aber auch egal, weil durchgeschwitzt ist alles fast sofort.
Heute schlagen wir mal ne ganz andere Richtung ein ins Nebental. Dazu müssen wir natürlich erstmal wieder nach oben, der Pass heißt Col de Oderen (No. 1 heut). Wieder nunner nach Ventron, nettes Örtchen, an dem wir uns bei Bier und Apfelschorle in der Dorfkneipe wundern, wie unterschiedlich das Feeling der Gegend sein kann, wenn man nur ein Tal weiter fährt. Hier sieht es ganz anders aus als in Kruth und fühlt sich auch anders an…
Der nächste größere Ort heißt Cornimont, hier ist ein Mordsverkehr, die fahren auch alle wie die Begasten, das glaubt man gar nicht. Also beschließen wir, diese radlerunfreundliche Straße zu verlassen und kurbeln uns eine Mordssteigung zum Col de Moinats (No. 2 heut) hoch. Das ist zwar heftig steil und anstrengend, aber landschaftlich die weitaus bessere Wahl. Amüsant und für mich mal zum verständnislos den Kopf schütteln: Da kommen uns zwei Niederländer auf nem Motorrad entgegen, das ist so groß wie ein Auto und hat ein Cockpit wie ein Flugzeug. Ne Honda war das, wenn ich mich richtig erinnere. Die brauchen zum Wenden länger als ein LKW. Hammer! Nee, aber sowas von affig. Da krieg ich doch für weniger Geld ein schönes bequemes Auto, wo ich sicher auf vier Rädern fahre…
Als wir da endlich oben sind, ist merkwürdigerweise die Sonne weg, nachdem sie uns beim Hochfahren doch ganz schön eingeheizt hat. Jetzt müssen wir desöfteren die Karte bemühen, um da hin zu kommen, wo wir hinwollen. Erstmal runter bis nach La Bresse und eigentlich wollen wir eine Abfahrt nach links erwischen, die uns aber irgendwie durch die Lappen geht. Das war schade, denn nun müssen wir die olle Straße hoch auf den Col de Grosse Pierre (No. 3 heut, der grosse Peter, wie wir ihn nannten *g*). Richtig doof wegen der vielen Autos und landschaftlich ist es auch nicht der Renner.
Deshalb gönnen wir uns oben erstmal nen Kaffee und ein Stück Blaubeerkuchen. Schmeck mit Massen von Schlagsahne gar nicht so schlecht und scheint im Moment der Renner der Saison zu sein, denn den gibts allerorts in rauhen Mengen, genau wie die Massen von Blaubärjägern, die mit ihren Eimerchen in jedem Gebüsch rumhocken. Wir bemustern nochmal die Karte und uns kommen ein paar unbedeutende Zweifel, ob wir die Tour wie geplant in nem normalen Zeitrahmen zu Ende bringen können. Denn da kommt noch einiges an Strecke und vor allem Höhe… Aber Umkehren bringt jetzt auch nichts, nur Verdruss.
Die weiteren Attraktionen auf dem Col sind übrigens ein Motocross-Trial-Gelände (heiß das so?) und ne Minigolfbahn. Aha. Schick. Nichts wie wieder runter. Und diesmal gelingt es uns, kurz vor Gerardmer wie geplant in eine kleine Seitenstraße abzubiegen und die erweist sich als der absolute Volltreffer der Tour.
Hach ist das schön: Zuerst fahren wie durch den Märchenwald, dann an nem lauschigen Plätzchen mit Bach versuchen wir, per Selbstauslöser Fotos von uns beiden zusammen zu machen und haben nen Mordsspaß damit. Dann gehts wieder höher und höher und dann kommt ein Skigebiet, wo man die steilen Pisten sehen kann, wo sie im Winter runterbrettern. Andi sagt, es sieht aus wie in Norwegen. Wald, Wiesen, ab und zu ein Haus oder ein See im Tal… Wir fahren und schauen und genießen. Die Sonne ist inzwischen wieder voll da und setzt die Landschaft ins genau richtige Licht. Und egal, wie spät, hoch oder weit es jetzt noch wird, dafür hat es sich gelohnt.
Dann gehts wieder bergab wie der Wind direkt zum Lac de Longemer, einem herrlich gelegenen Naherholungsgebiet inmitten der Berge. Dort fahren wir bis zum Ende des Sees und dann gehts auch schon wieder bergauf. Und nun fängt langsam meine Kondition und auch mein Knie an zu jammern. Der Wasserverbrauch steigt direkt proportional zur Länge der Pausen, besonders wenn die Steigung mehr als 8 Prozent ausmacht. Herrje! Gibts ja gar nicht! Gibts vor allem nicht, dass es mir trotzdem einen Riesenspaß macht, diese Kletterei.
Dann sind wir oben auf dem Col des Feignes (No. 4 heut), wieder ein Riesen-Skigebiet und düsen nochmal ca. 200 Hm nach unten, die wir aber wieder hochklettern müssen auf den Col de Bramont (No. 5 heut). Wäh! Jetzt reichts aber auch! Erstaunlich, zu was man sich alles aufraffen kann, selbst wenn frau denkt, jetzt gehts nicht mehr. Mein Mitradler meint, es ist die beste aller Arten, einen Geburtstag rumzukriegen. Wo er recht hat… 
Aber von hier aus kennen die Räder den Weg und ich kann nochmal an meiner Kurventechnik in den Serpentinen feilen, da habe ich nämlich noch Übungsbedarf. Weil zuviel Angst. Vorbei die Zeit, wo ich sowas völlig angstfrei runtergedüst bin… Nun ja, kommt vielleicht wieder.
Im Hotel angekommen, zeigt mein Höhenmesser meinen neuen persönlichen Rekord von 1622 Höhenmetern an einem Tag an. Hurra!
Zum Abendessen gibts dann nochmal Steak und wir feiern ein bisschen Geburtstag. 
Heimreisetag. Leider, aber ich muss am Donnerstag wieder arbeiten und ärger mich ziemlich vor mich hin, warum ich nicht die ganze Woche freigenommen hab. Da gibts noch soviele kleine weiße Sträßchen mit grünem Streifen auf der Michelin-Karte. Genau die Straßen, die landschaftlich interessant und vor allem nicht so motorisiert sind. Es geht gar nicht anders, wir müssen da nochmal hin…
Die Rückfahrt geht wieder prima, ich fahre, Andi navigiert und so sind wir kurz nach ein Uhr mittags zu Hause. Auch hier ne Affenhitze, trotzdem schwingen wir uns nochmal auf die Räder für ne anstrengungslose Abschlussrunde und landen mitten in der Route der Tour de Ländle.
So ein Scheiß!!! Überall stehen und sitzen Leute an der Straße und vor den Häusern und tun so, als ob die Tour de France stattfindet. Dabei wollen wir nur ein bisschen radeln… Schnell weg von dieser Route, aber unterwegs in Tuttlingen auf dem Weg ins Telesina geraten wir nochmal mitten hinein in so ne Art Etappen-Abschluss-Party und kommen kaum vorwärts. Du liebe Güte, was ein Auflauf!
Auf dem Heimweg umfahren wir das Chaos weiträumig und amüsieren uns mächtig über das riesige Zeltplatz-Ghetto, wo die Freizeitfahrer alle zu schlafen scheinen. Eine riesige Fläche und ein Zelt am anderen….
Jo. Abends bin ich dann ganz schön geschafft. Aber es war toll. Ich hatte zwar mal nach dem Frankreichurlaub 2006 gesagt: Nie wieder Frankreich, aber die Vogesen bzw. das Elsass sind ja halb deutsch. Landschaftlich der absolute Knaller und die paar Tage reichen lange nicht aus, um wenigstens nen Bruchteil zu sehen. Unbedingter Wiederholungsbedarf!!!
Und: Es gibt Leute, mit denen macht es richtig Spaß, Urlaub zu genießen. Einfach so. 
Wer jetzt hier im Reisebericht die Bilder vermisst… Es gibt welche, aber nicht viele, irgendwie waren wir immer nur mit fahren beschäftigt. Und… na ja, die großartige Landschaft passt sowieso auf kein Bild. Nicht mal andeutungsweise.
Müssen wir noch zusammen ein paar aussuchen und dann nachreichen. Also Geduld mal.