Urlaubsvorbereitungen in der Firma. Ich erkläre meiner Kollegin, wie sie aus dem Fibu-Programm verschiedene Auswertungen wie Gewinn- und Verlustrechnung oder Bilanzen abrufen kann, falls das während meiner Abwesenheit gewünscht wird.
Fragt sie mich: “Aber wieso steht denn da noch Bilanz (kurz)?”
Noch ehe ich zur Erklärung ansetzen kann, meint sie: “Ahh, ich weiß schon, das ist die für`n Sommer!”

Nu freilich. Die Sommerbilanz. Herrlich!
Leute, ich habe manche Tage wirklich einen Mordsspaß auf Arbeit! Manchmal kann ich es kaum glauben, dass ich dafür noch bezahlt werde und keinen Eintritt zahlen muss.
Jetzt am Morgen kann ich hier von meinem Schreibtisch zugucken, wie über dem Berg da drüben langsam die Dämmerung hochzieht. Das sieht so klasse aus… Wie ein paar Wolken vor dem heller werdenden Himmel hängen und hinter dem Berg sieht es aus, als würde es leuchten…. Minütlich wird es heller, aber bis die Sonne dort über dem Berg aufgeht, bin ich leider nicht mehr hier.
Auch daran merkt man den Herbst. Im Sommer hab ich den Sonnenaufgang noch gesehen.
Och menno.
Manchmal öffne ich den Editor hier, um irgendwelches kryptisches Zeug aufzuschreiben, was mir gerade so durch den Kopf geht oder was mein krankes Hirn so ausbrütet. Aber dann isses mir zu doof oder es geht zu weit oder zeigt zuviel von mir… und ich lösche es wieder oder übertrag es ins Offline-Tagebuch.
Heute ist auch so´n Tag. Ich hab schon dreimal angefangen und es wieder gelassen. Also lade ich diesen Wirrwarr jetzt hoch, damit es ein Ende hat.
Oder einen Anfang.
Ich glaub, ich bin urlaubsreif. Ist ja auch nicht mehr lange bis dahin.
Dass ich auch nur ein Mensch bin, lerne ich in letzter Zeit immer wieder und ziemlich gründlich…
Die Zeiten, in denen ich mit allen Widrigkeiten des Lebens umgehen und cool bleiben konnte, sind lange vorbei. Lassen sich auch nicht zurückholen, obwohl ich es mir manchmal nur allzu sehr wünsche. Wieder mal über den Dingen stehen, jedes Problem gelöst kriegen und fest daran zu glauben, dass frau unsterblich wäre.
Nee, unsterblich bin ich nicht. Auch das lerne ich zur Zeit sehr gründlich. Und bestimmte Sachen lassen sich auch nicht durch Verdrängung aus der Welt schaffen. Und was haben wir in der Therapie gelernt darüber? Zulassen, auch wenns weh tut und Tränen verursacht. Und so nehme ich mir halt nen Jammerabend.
Damals, als ich so cool war, konnte ich nicht mal mehr heulen. Obwohl ich es dringend wollte. Hätte erleichtert, aber ging nicht. DAS war richtig schlimm. Da isses heute besser, wenn auch gefühlsduseliger. Irgendwie kommt man immer klar….
Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um mitten in der Nacht um ein Haus zu schleichen und mit Steinen an die Fenster zu werfen? Und es sei wohl gestattet, dass wir über den Wahnsinns-Gag mit dem Klopapier um die Scheibenwischer erst später lachen, wenn wir mal Zeit haben.
Pass auf, wenn du das hier liest (und irgendetwas sagt mir, dass du das ganz sicher liest): Sag uns doch einfach, was dir nicht passt, ok? Und zwar ins Gesicht, oder bist du dazu zu feige? Vermute ich ja fast, denn sonst würdest du nicht solche Kindergartenspielchen veranstalten. Lächerlich!
Sacht ma, was erlebe ich hier eigentlich noch alles für komische Sachen? In dem Zusammenhang erinnere ich mal an diesen Zwischenfall. Liegt es an dem Haus hier oder an mir oder an dem Völkchen hier? Und wieder mal kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln….
Wochenende ohne Fahrradfahren geht auch, obwohl wir das schon lang nicht hatten. Aber manchmal ist das Wetter einfach zu saumäßig.
Aber ganz ohne Bewegung gehts ja auch nicht, da wird frau ja ganz zappelig. Schon ne ganze Weile ging mir der Gedanke im Kopf rum, ob wohl das Joggen mit dem Knie schon wieder gehen würde und dazu guggten mich meine Laufschuhe jedesmal so traurig an, wenn ich sie im Schuhregal von einer Seite auf die andere räumte. Also war der Entschluss schnell gefasst: Ab in den Wald zum Invaliden-Joggen und zwar zu zweit.
Das ging erstaunlich gut, das Knie merkte ich überhaupt nicht, viel mehr behinderte mich ne andere Sache beim Laufen… Aber nicht so, dass es keinen Spaß machen würde. Ok, wir waren langsam, aber das kenne ich ja schon, Tempo kommt irgendwann von selber wieder rein. Und länger gehts dann auch wieder.
Aber ich hab mich gefreut, dass es überhaupt wieder geht.
Bleibt die Frage, die mich nach wie vor beschäftigt und mir ein bisschen Sorgen macht: Was ist da drin in meinem Knie? Äußerlich sieht die Wunde jetzt verheilt aus, nicht schön, aber verheilt. Sind schon ne ganz (un)schöne Narben, nicht nur der Riss, auch die tiefen Abschürfungen drumrum.
Aber da drin ist irgendwas definitiv nicht in Ordnung, das spüre ich. Die Aussenseite ist nach wie vor immer noch hart und wärmer als der Rest. Und es fühlt sich nicht RICHTIG an und ich merke auch keine Veränderung, geschweige denn Verbesserung mehr. Als ob das bis ans Ende meiner Tage so bleiben würde…
Gut, ok, es behindert mich kaum, schmerzen tut es nur, wenn ich mich hinhocke bzw. das Knie sehr doll beugen muss. Aber es ist nicht ok und auf die Dauer werde ich das nicht akzeptieren. Sprich: Da muss noch mal ein Arzt dran.
Aber erst nach dem Urlaub. Bzw. dann, wenn das Wetter so eklig wird, dass es mir nicht mehr so viel ausmacht, ne Weile inner Stube hocken zu müssen.
Morgen nun noch ein bisschen arbeiten bis (hoffentlich nur) zum frühen Nachmittag. Da ist die Reisetasche aber schon im Auto und gleich nach Feierabend düse ich ab für ein paar Tage in den wilden Osten. Familiengeraffel und Freunde treffen, Vadderns Geburtstag feiern und sogar ein Mini-Klassentreffen ist für den letzten Tag geplant (worauf ich mich fast am meisten freue so nach über 25 Jahren…. herrje!).
Sonntag bin ich dann wieder hier, am Montag werden die Taschen umgepackt und Dienstag gehts dann mitm Radel weiter. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollte sich das vorbestellte wunderbare Spätsommerwetter in aller Form manifestiert haben. Jawoll.
Während meiner Abwesenheit diese Woche kommt dann Marcus` Mutter her, damit die lieben Kleinen hier nicht unbeaufsichtigt sind. Man darf ja schließlich seine Aufsichtspflicht nicht verletzen. Sonst geht ja alles drunter und drüber. 
Meine Güte, endlich Urlaub. Ich bin wirklich so reif dafür, dass ich mich sogar auf 6 bis 7 Stunden Autofahrt mit cooler Mucke freue. Gibts ja gar nicht.
Alles bereit für den Fahrradurlaub. Nur das Wetter begrüßt uns mit vorwinterlichen 9 Grad (gefühlte 3 Grad höchstens), kaltem Wind und nun regnets auch noch.
Das kann eigentlich nur besser werden. Schauen wir mal.
Ansonsten lesen wir uns hier bald wieder.
Tja. Urlaub rum. Kann man nix machen. Immerhin haben wir ihn bis zum letzten Tag ausgenutzt und bis vor ein paar Stunden noch auf den Rädern gesessen. Fast die 1000-km-Marke geknackt.
Hach, war so klasse, trotzdem sich das Wetter eher suboptimal gestaltete.
Wir haben/sind viel
- Fahrrad gefahren (ach nee!)
- gegessen
- getrunken
- gelacht
- gefroren
- gesehen
- bestaunt
- Ansichtskarten geschrieben 
… und jede Menge Berge rauf und runter gefahren.
Jau. Demnächst mehr, muss mich erstmal sortieren und morgen ja auch schon wieder arbeiten.