Samstag, 02.05.2009

Ilona goes Nordic Walking

Unter dem Motto: Probieren kann mans ja mal.

Nachdem ich jahrelang unter denjenigen war, die nicht genug Witze über die stocktragenden bzw. stockhintersichherschleifenden Spaziergänger reißen konnte, bin ich jetzt in der Situation, mir eine Alternative zum Joggen suchen zu müssen, da meine Knie das verletzungs- und wahrscheinlich auch altersbedingt nicht mehr so richtig mitmachen wollen. (Wow, was ein Satz!)

Und nun habe ich gestern die Erfahrung gemacht, dass es auch hier wie immer im Leben darauf ankommt, mit welcher Intensität man es betreibt. Andi war diesmal nicht nur mein Fremdenführer, sondern auch mein Coach und hat mir seine nordischen Walkingstöcke geborgt, das Tempo vorgegeben und mich so den ganzen Nachmittag gefühlte 100 Kilometer bergauf bergab durch die Wälder gejagt. :uffz:

Und ich muss sagen: Ich bin beeindruckt, wie anstrengend das sein kann. Heute tun mir Muskeln weh, von denen ich gar nicht wusste, dass sie da sind. Nur die Knie tun ü-ber-haupt nicht weh und das erfreut mich am allermeisten. Ich bin nicht nur beeindruckt, sondern habe wohl auch ne neue Sportart für mich entdeckt, weils so richtig fett Spass gemacht hat.

Und wenn ich meine eigene Walkingstöcke nicht schon vorher bestellt hätte, wäre das spätestens nach diesem “Spaziergang” passiert.

verzapft von Ilona um 09:05 Uhr | 9 Kommentare | TB

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Montag, 04.05.2009

Regenumfahrung

Nach der Powerwalkerei am Freitag hatte mein Fahrgestell doch ganz schön gelitten: Eine ausgewachsene Muskelgroßkatze machte sich an Stellen breit, wo man es kaum vermuten würde und zwang mich, mich teilweise wie eine 80jährige zu bewegen. :aerger: Aber das ist ganz gut zu wissen, wo es muskuläre Defizite gibt in diesem alten Körper und nun kann ich ja dran arbeiten.

Zur Erholung gab es dann Samstag und Sonntag bisschen gemütliches Radfahren. Samstag bin ich meine Feierabendrunde gefahren, die ich etwas ausgeweitet habe über Tuttlingen und hinterher habe ich nochmals den Dreifaltigkeitsberg drangehängt, weil ich noch Bärlauch fürs Abendessen pflücken wollte und den gibts da massenweise. Hab die Tour sehr zeitig beendet und gerade als ich geduscht und mit nem Glas Weinschorle gemütlich aufm Balkon saß, brach das Gewitter los, das schon die ganze Zeit in der Luft hing. Gutes Timing!

Das konnten wir gestern glatt wiederholen. War ne feine gemütliche Sonntagsrunde mit leckeren Pausen an den richtigen Stellen. Wenn ich die ein bisschen modifiziere, taugt sie sogar als Feierabendrunde. Muss ich mal probieren. Hat auch was, so ne Tour mal ein bisschen zeitiger zu beenden und dann grad zum Sonntagabend noch ein bisschen mehr Zeit zum Abschalten zu haben.

Trotzdem könnte das Wetter nun mal langsam etwas beständiger und frühlingshafter werden. Die Vegetation tuts ja bereits:

Der Kirschbaum blühte, als ob es bald verboten wird
Sumpfdotterblume? Keine Ahnung, aber schön gelb ist sie
Sieht aus wie ein Urzeitwald. Wird aber mal Schachtelhalm und wächst derzeit am Straßenrand aufm Dreifaltigkeitsberg
Langsam wirds richtig bunt draussen
Kirschblüte in voller Pracht und dicht an dicht


verzapft von Ilona um 19:34 Uhr | 4 Kommentare | TB

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Freitag, 08.05.2009

Jetzt aber

Meine neuen Walking Stöcke

Heute sind sie nun endlich eingetroffen, die nigelnagelneuen Walkingstöcke. Du liebe Güte, ich hätte nie gedacht, dass ich mir sowas mal zulege. Nun könnte aber auch das Wetter bisschen besser werden, damit ich nicht im Regen damit rumwandern muss.

Heute auf dem Heimweg aus der Firma ist nämlich ein Mordsunwetter niedergegangen, ich muss zugeben, dass ich beim Fahren Angst hatte. Es gab extrem starke Windböen und dazu Regen wie aus Eimern, dass man die Hand vor Augen nicht sah. Und richtig heftige Blitze gingen nieder. Hab ich so noch nie erlebt. Gut, dass wenigstens der Hagel ausgeblieben ist, das hätte mir noch gefehlt.

Unglaublich. Da ist es mal einen Tag schön sommerlich warm und schon wird das mit nem Unwetter zunichte gemacht.

Wird wohl nichts werden mit Radeln am Wochenende. Komm ich wenigstens dazu, das Teil mal wieder zu putzen.

verzapft von Ilona um 20:12 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Montag, 11.05.2009

Eingeweiht

Da die Wettervorhersage fürs Wochenende eher schlecht war und jede Menge Regen prophezeite, hatte ich für Samstag vormittag auch erstmal Radelputzen angesetzt und auch ordnungsgemäß erledigt. Und das obwohl sich das Wetter keinen Deut um die Vorhersage scherte, sondern richtig schön wurde.

Da ich aber mein sauberes Radel nicht gleich wieder dreckig fahren wollte, wurde das restliche Wochenende dazu genutzt, die neuen Walkingstöcke intensiv einzuweihen. Und so bin ich Samstag ca. drei Stunden durch den Wald gefegt und Sonntag waren wir zu zweit sogar vier Stunden unterwegs. Kein Tropfen fiel von dem angesagten Regen, die Gewitter fanden immer erst am Abend statt und ließen sich gemütlich vom Balkon aus beobachten. War wieder mal ein richtig nettes Wochenende.

Die Stöcke sind so klasse, macht richtig Spaß damit. Hab ich mal gut eingekauft. :smile:

Und hier zur allgemeinen Erbauung noch ein paar Waldfotos:

So sieht das aus. Der Waldweg, immer schön nuff und nunner
Frisches Tannengrün in der Sonne
Der Schachtelhalm fasziniert mich immer noch. Leider hab ich mir da die Knie fürchterlich anner Brennessel verbrannt beim Knipsen
Eine Puschelblume?
Gundermann, beliebtes Hummelflugziel
Ein Baumpilz


verzapft von Ilona um 06:09 Uhr | 1 Kommentar | TB

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Montag, 18.05.2009

Foto-Nachschlag

Hab da mal noch ne Galerie gemacht.

Die meisten Fotos sind allerdings vom Samstag vom Heuberg. Sonntag war zwar das Wetter viel fotogener, ich aber nicht so fotolustig. Oder eher mit Laufen beschäftigt. :uffz:

verzapft von Ilona um 17:56 Uhr | 3 Kommentare | TB

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Montag, 18.05.2009

Marathon Walking

Fünf Dinge gelernt am Wochenende:

  1. Nach einer Woche Regenzeit am Stück ist es durchaus möglich, sich am Wochenende dann fast nen Sonnenstich einzufangen, weil man den Deckel fürn Kopf nicht mitgenommen hat.
  2. Die nordische Walkerei kann man durchaus zu nem Tagesausflug ausdehnen und dabei mehr Berge hoch- und runterklettern als man es mit dem Fahrrad je schaffen würde.
  3. Beim Bergaufwalken hab ich denselben konditionellen Nachholbedarf wie beim Bergaufradeln. Uffz.
  4. In Steinbrüchen findet man interessante Dinge aus der Urzeit, wenn man genau hinschaut. Das macht neugierig auf mehr!
  5. In den hiesigen Wäldern gibt es ganz entschieden zuwenig Biergärten. Ich meine, wenigstens ein paar Getränkeautomaten könnte man doch aufstellen!

Meine Güte, war das klasse! Dank Fremdenführer bin ich wieder in Galaxien Regionen vorgedrungen, die nie ein Mensch vorher gesehen hat…. Ich behaupte mal, der Mann kennt sich hier inner Region besser aus als die meisten Eingeborenen. Und hat auch immer so klasse Ideen für Touren. :hach:

Samstag auf dem Heuberg haben wir mal eben 6 der 10 Tausender abgehakt, wobei die Wanderwege entlang an der Kante des Lemberges der absolute Hammer sind wegen der Permanent-Aussicht ins Tal runter.

Am Sonntag herrschte früh schon eine fast unnatürlich grelle Sonneneinstrahlung, sollte wohl ein sonniger Tag werden. Also wurde das Auto strategisch günstig zwischen zwei Biergärten im Amtenhausener Tal geparkt und los gings erst in die eine Richtung… Biergartenpause (Geisingen), wieder zurück zum Auto…, dann in die andere Richtung… Biergartenpause (Bachzimmern), wieder zurück zum Auto. Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass zwischen Auto und jedem Biergarten jeweils ein Berg mit ca. 250 zu überwindenden Höhenmetern lag, so dass die Sache auch noch einen netten spochtlichen Touch bekam.

Richtig schönes Wochenende! Und ganz ohne Fahrrad. Na sowas!

verzapft von Ilona um 19:10 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Montag, 25.05.2009

Noch ein radelfreies Wochenende

Und das hatte dieses Mal sogar vier Tage und an allen Tagen war ich mit meinen alten Füßen unterwegs. Und natürlich den “Stäbchen“, wie sie inzwischen heißen. Warum auch immer.

Schuld ist nur das Wetter, das wieder mal entgegen aller Vorhersagen richtig schön und vor allem gestern richtig schön sommerlich heiß wurde. Donnerstag ging es ja noch, da habe ich den Möhringer Wald kennengelernt und das letzte Stück zurück zum Auto war ziemlich nass. Das war also nur eine vergleichsweise kurze Tour, die aber Spaß gemacht hat. Vor allem fernab jeglichem Vatertags-Gefeiere.

Worüber ich hier jedesmal staune: Man geht in irgendeinen beliebigen der hier reichlich vorhandenen Wälder und trifft binnen kurzem keinem Menschen mehr. Selten einen Holzfäller, aber sonst traut sich scheinbar niemand so weit in den Wald hinein.

Freitag war vormittags erstmal Haushalt angesagt, draussen regnete es sowieso wie verrückt, ich frag mich wirklich, wo dieses Jahr das viele Wasser herkommt. Gegen Mittag habe ich mich dann von Marcus, der aus der Mittagspause in seine Firma zurückfuhr, mitnehmen und im Gewerbegebiet “aussetzen” lassen. Wetter war inzwischen tadellos. Von dort aus bin ich dann den Zundelberg gleich hier neben Spaichingen hochgedreht und hab dort ne Menge Wege erkundet.

Die Zundelberghütte. Ein guter Orientierungspunkt, wenn frau die Karte mitgehabt hätte.
Maiglöckchen noch bewassertropft vom letzten Regen
Gewimmel auf einem Ameisenhaufen
Gelb wie die Sonne
Extra frisch poliert fürs Foto: Haselwurz mitten im dunklen Wald
Rätselhafte Steinbauten... Klein Stonehenge sozusagen


Wie immer, wenn ich allein unterwegs bin, hatte ich zuletzt keinen Plan mehr, wo ich überall war, aber immerhin bin ich nach fast fünf Stunden heil, aber ziemlich k. o. wieder zu Hause gelandet. Ist richtig schön da oben und fast so hoch wie der Dreifaltigkeitsberg, das hätte ich gar nicht gedacht.

Zurück blieb eine ziemlich blöde Blase an der linken Ferse. Nun ja, die Dauerlauferei in Turnschuhen, auch wenn es Asics sind, musste ja mal irgendwann zu sowas führen….

Samstag früh wurde ich dann mitten in der Nacht brutal sehr zeitig am Morgen bei allerschönstem Sonnenschein mit dem Satz: “Los, wir fahren in den Schwarzwald!” geweckt. Im Halbschlaf die Blase an der Haxe verklebt, paar Sachen zusammengesucht und schon saß ich im Auto und wir waren auf dem Weg. Beim Bäcker gabs gottseidank nen Kaffee, so hab ich die Fahrt wenigstens bei Bewusstsein erleben können.

Und dann habe ich mal wieder Wege und Landschaften gesehen, unglaublich…. Wobei mein Fremdenführer aber auch Wege kennt, die ich allein niemals nicht finden, geschweige denn gehen würde. Und die auch sonst keiner zu kennen scheint, denn den ganzen Vormittag sind wir bis zur ersten Pause an der St. Wilhelmer Hütte keinem Menschen begegnet. Auch der Abenteuerfaktor kam nicht zu kurz, denn manchmal waren auf dem Wanderpfad richtig coole Hindernisse zu überwinden. Das war zwar anstrengend (bergauf gings manchmal ganz schön heftig, aber wie soll man denn sonst auf den Berg hochkommen?), hat aber Riesenspaß gemacht.

Und so ging das den ganzen Tag. Wir waren bis ganz oben auf dem Feldberg (da liegt stellenweise sogar noch Schnee) und irgendwann abends gegen sechs wieder unten am Auto. Dort haben wir erstmal die Füße in einen schönen kalten Bach gesteckt, der war danach nicht mehr so kalt, glaub ich. :kicher: Die genaue Strecke und wo wir überall waren, keine wirkliche Ahnung, aber vielleicht schreibt ja Andi noch was dazu.

Ich weiß nur, dass es so richtig klasse war. Jederzeit gern wieder! Die Bilder muss ich erstmal sichten, mal gucken, ob das wieder ne Galerie gibt. Hab ich mal gleich erledigt, wenn ich ja schon mal frei habe: Zur Galerie

Die Blase an der Hacke war natürlich nicht besser geworden, aber auch nicht viel schlimmer. Es waren aber noch eine am anderen Bein dazugekommen, die war aber nicht schlimm und der zweite Zeh am linken Fuß fühlte sich irgendwie geprellt an und hatte auch ne kleine Blase. Nun ja. Für diesen langen Wandertag war das eigentlich ok.

Na ja. Am nächsten Tag war Sonntag und das Wetter ließ sich wieder nicht schlecht an. Herr Caramalz hatte auch schon wieder einen Plan, der interessant genug klang, um mich meine angeschlagenen Füße vergessen zu lassen. Es ging mit dem Auto nach Tuttlingen zum Bahnhof, von dort mit dem Zug nach Beuron und von dort zu Fuß (wie sonst?) wieder Richtung Tuttlingen zurück.

Aber nicht etwa auf dem Donauradweg, sondern rechts und links davon: Über die Felsen, an den Felsen entlang, von den Felsen weg, durch Berg und Tal, über Stock und Stein, denn ja: Manchmal passiert es auch dem allerweltbesten Fremdenführer, dass er den Weg verliert. :zwinker: Das hat mich irgendwie getröstet, dass sowas nicht nur immer mir passiert.

Wettertechnisch hatte sich inzwischen eine richtig phänomenale Sommerhitze etabliert: Die Sonne brannte auf die Haut und der Schweiß floß in Strömen. Herrlich, so ein schönes Sommerwetter!

Stillleben auf dem Donaufelsen

Die Tour war auch wieder super und sehenswert und hat einen merkwürdigen Effekt bei mir: Wenn man nämlich auf dem Donauradweg so entlanggurkt, scheinen einem die Felsen fremd, sehr weit weg und unnahbar. War man erstmal oben und hat runtergeschaut, ist das auf einmal ganz anders. Irgendwie… persönlicher oder heimeliger. Man hat sich eben kennengelernt. Oder so ähnlich.

Irgendwann waren wir dann nach langem Rumgeirre genau nach Plan bei der Ruine Luginsfeld hoch über Tuttlingen angekommen und mussten uns nur noch dort herunterschlängeln, um fast genau im Telesina aufzuschlagen. Dort gabs erstmal viel kaltes Wasser zum Trinken und danach noch fett Pizza.

Meine Füße taten ganz schön weh, au weia. Besonders das letzte Stück vom Telesina zum Bahnhof zurück…. Na ja, ich war froh, als es vorbei war. Mit Schmerzen laufen macht dann keinen wirklichen Spaß mehr.

Klasse Wochenende war das wieder. Und frau staunt, was die alten Beine noch so weglaufen können, wenn man sie langsam wieder dran gewöhnt hat. Das schreit nach mehr, aber vielleicht sollte ich die Anschaffung von Wanderschuhen in Erwägung ziehen.

Heute habe ich auch noch frei, aber den Tag nutze ich zur passiven Erholung: Füße pflegen, faulenzen, bisschen Wäsche waschen und gut ist. Und da juckts mich nicht im geringsten, dass da draussen wieder Sommerwetter herrscht. Und was für welches!

verzapft von Ilona um 19:30 Uhr | 5 Kommentare | TB

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