Donnerstag, 11.06.2009

Im Allgäu: Einlaufen zum Gaisalpsee

Eine gelbe Blume

Ich hatte es ja vor drei Jahren schon angekündigt: Wenn ich das nächste Mal ins Allgäu fahre, geh ich ohne Radel wandern. Weils schon schwer genug ist, die Berge hochzukommen, ohne nebenbei noch das Rad zu schieben. :zwinker:

Und so kam es auch. Am Mittwoch als spontane Idee entstanden (irgendwas muss man ja mit so nem langen Wochenende ja anfangen), gleich mal ein Zimmer gebucht, Klamotten gepackt und Donnerstag früh gings sehr früh bei strömendem Regen auf den Weg nach Fischen.

Kaum ein Auto auf den Straßen, klar, wer fährt auch um die Zeit bei dem Wetter innen Urlaub? Auch ne offene Tankstelle zum Frühstücken fand sich erst, als unsere Mägen schon anfingen, sich selbst zu verdauen.

In der Pension war netterweise unser Zimmer schon frei und so konnten wir uns einrichten, nen Kaffee schlürfen, ne Stunde schlafen und auf besseres Wetter warten.

Blick vom Gaisalpsee runter nach Fischen

Am frühen Nachmittag machten wir uns aber doch noch auf den Weg, zunächst ohne genaues Ziel. An die Iller runter, rüber nach Reichenbach und dort ging ja der Weg zur Gaisalpe hoch. Wir nahmen den Tobelweg, der ist so richtig schön, aber die Bergauflauferei strengte mich ganz schön an… Völlig ausser Form oder lags am Wetter? Ich schnaufte teilweise wie ein Walross. Herrje!

An der Gaisalpe gabs Bier und Radler und es fing wieder an zu pissen. Wir beobachteten erstaunt ein paar Wanderer, die sich Bier und jede Menge Schnäpschen in die Rübe schütteten und frugen uns, wie die noch sicher treten können danach?

Der Regen ließ nach, aber uns war kalt, also entschlossen wir uns, noch ein Stück weiter hochzulaufen, um warm zu werden. Das war auch richtig nett und anstrengend (ich musste öfter verschnaufen wie ne alte Oma).

Aber ich kriegte das erste Mal einen Eindruck von den Wanderwegen hier.

Ein gemütlicher Wanderpfad. Normal sind die steiniger und steiler

Die steigen nämlich immer schön steil an und manchmal hangelt man sich an Drahtseilen entlang oder irgendwo hoch, klettert auf Steinen über kleine Bäche, stapft durch selbige hindurch oder gar in ihnen entlang und muss jederzeit sehr gut aufpassen, wo man hin tritt.

Diese konzentrierte Lauferei hat einen Nachteil: Sie geht zu Lasten der Landschaftsguckerei, denn dafür muss man immer stehen bleiben, gleichzeitg Laufen und Gucken geht ganz selten. Aber es gibt auch einen Vorteil: Frau ist so mit Vorwärtskommen beschäftigt, dass ihr die Höhe oder die Tiefe gar nicht bewusst wird. Und wenn doch, dann guckt man eben schnell wieder weg. Das hatte ich heute gleich mal gelernt.

Der Gaisalpsee und dahinter das Rubihorn

Dann waren wir oben am Gaisalpsee, aber da zog es dermaßen, dass wir gleich wieder umdrehten und das ganze wieder zurück liefen. Und wer glaubt, dass Bergablaufen weniger anstrengend sei, der irrt sich. Zuletzt hatten wir ganz schöne Gummiknie und auch der Rest der Beine fühlte sich recht angestrengt an.

Das nennt man wohl Alpenglühen

Und Hunger! Da die letzte Mahlzeit das Frühstück war, fielen wir in Fischen in die nächste gemütlich aussehende Kneipe ein und vertilgten große Portionen Allgäuer Kässpatzen und Krautknöpfle. Lecker!

Später gabs dann noch ne Flasche Wein auf der gemütlichen Terrasse, die zu unserem Zimmer gehörte.

verzapft von Ilona um 20:36 Uhr | 1 Kommentar | TB

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Freitag, 12.06.2009

Im Allgäu: Rubihorn

Gestern Generalprobe, heute Premiere: Heute sollte es für mich die erste “Bergbesteigung” geben. Aufs Rubihorn.

Das Rubihorn -  Ein richtiges Postkartenfoto

Das Wetter war bewölkt, aber trocken und die Vorhersage gut. So gings nach einem kräftigen Frühstück (wir haben alles vertilgt, was irgendwie da war) auf den Weg. Zunächst wieder genau wie gestern zum Gaisalpsee hoch, allerdings ohne Pause an der Alpe.

Der Gaisalpsee beim Aufstieg aufs Rubihorn. Da unten sieht man den Weg und erahnt die Steigung

Und siehe da: Heute strengte mich der Spaß nicht mal halb soviel an wie gestern. Mags am Essen gelegen haben oder am Wetter, höchstwahrscheinlich aber daran, dass wir es einfach langsamer angingen. Wir hatten ja noch ein bisschen was vor.

Nach dem See gings höher und höher in endlosen Serpentinen den Berg rauf. Wir überholten eine Frau mit zwei Kindern und ich dachte so bei mir, das hätte ich nie gemacht mit den Kids, ich bin ja schon froh, wenn ich hier auf mich selbst aufpassen kann und nicht den Berg runterfalle.

Hier erkennt man den Weg zum Rubihorn am See vorbei in Richtung Schneefeld
Der Serpentinen-Weg zum Rubihorn hoch
Der Hohe Ifen vom Rubihorn aus
Aussicht beim Rubihorn-Erklimmen



Zwischendurch immer wieder die Aussicht bewundert und fast überall lagen noch große Schneefelder.

Ilona am Gipfelerstürmen (harhar)

Das letzte Stück zum Gipfel war dann schon mal ne ganz hübsche Kraxelei, die ich aber anstandslos hinter mich brachte. Die Taktik mit dem “Einfach-nicht-nach-unten-gucken” funktionierte. Und es fing sogar an, Spass zu machen. Vor allem das Gefühl, wenn man es geschafft hat. Einfach Klasse!

Ilona am Gipfelkreuz (sitzen, festhalten und ja nicht runterfallen)

Auf dem Gipfel allerdings hatte ich dann nichts mehr zu tun als zu gucken (Und mir erstmal ne Jacke anzuziehen, denn es zog gewaltig). Die Aussicht war unbeschreiblich, aber ich hatte immerzu das Gefühl, mich irgendwo festkrallen zu müssen. Andi ist da rumgelaufen und hat geknipst und ich dachte nur immer: Ein falscher Schritt und weg isser.

Das Nebelhorn vom Rubihorn aus

Aber wahrscheinlich gewöhnt man sich auch daran. Immerhin war da oben ganz schön was los: Kinder, Hunde, alles vertreten und das an einem Freitag. Wahrscheinlich muss man hier am Wochenende Schlange stehen, um ans Gipfelkreuz zu gelangen.

Da waren auch noch fast handzahme Dohlen, die ganz schön frech versuchten, an die  zahlreichen Brotzeiten zu gelangen, die hier auf dem Berg eingefahren wurden.

Bald gings runter, aber nicht denselben Weg, sondern Richtung Oberstdorf. Das begann auch wieder mit einer kleinen Kletterei, wo ich schnell merkte, dass Raufklettern wesentlich einfacher ist als Runterklettern. Aber es ging alles richtig prima und so waren wir bald wieder auf einem Serpentinenweg, der nach Oberstdorf runterführte und auf dem ein Betrieb wie auf der Autobahn war. Inzwischen war auch das Wetter richtig sommerlich warm und sonnig und wir rutschten bei einer kleinen Pause auf einer Sommerblumenwiese herum und fotografierten wie verrückt.

Talblick beim Abstieg vom Rubihorn Richtung Oberstdorf

Weiter unten stolperten wir auf der Suche nach dem Wallraffweg über das Café Breitenberg, wo es Bier und Apfelschorle nebst einer Wegweisung zum von uns gesuchten Weg gab. Dort ging es erstmal wieder eine Weile nach oben, aber es war ein richtig gemütlicher Spazierweg mit Permanentaussicht nach unten. Ich war das ja schon mal in umgekehrter Richtung mit dem Fahrrad gefahren.

So waren wir schnell wieder in Reichenbach zurück und freuten uns über die schöne Runde, die wir heut gelaufen waren.

In Fischen unten an der Iller steckte Andi seine heißgelaufenen Füße ins Wasser, während ich telefonisch ein kleines Date arrangierte. Und so saßen wir wenig später zusammen mit Angel und ihrem Allgäuer auf einen kurzen und netten Plausch in einem Café in Fischen. Ich meine, wenn man schon mal da ist und es klappt grad so schön unkompliziert, ist das doch ne feine Sache.

Danach gings wieder ab ins Restaurant, Kässpatzen nachladen. Scheint ein guter Treibstoff zu sein.

verzapft von Ilona um 21:07 Uhr | 1 Kommentar | TB

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Samstag, 13.06.2009

Im Allgäu: Entschenkopf

Die heimische Tierwelt am Wegesrand

Heute war der zweite Berg dran: Der Entschenkopf. Mein Fremdenführer hatte da so ein Wegerl auf der Karte gesehen, das er gerne gehen würde. Das sollte aber nicht ganz so einfach sein. Nachdem diverse Eingeborene darüber befragt wurden, ob mir höhenangstgeplagten Flachlandtiroler sowas zuzumuten wäre und keiner sich so richtig darüber auslassen wollte, wurde der Beschluss gefasst: Wir machen das, umkehren kann man ja immer. No risk no fun…

Ich war ganz schön gespannt. Zunächst wieder wie die Tage vorher hoch zur Gaisalpe (konnten wir schon ganz gut jetzt), aber dieses Mal gings geradeaus weiter und nicht nach rechts zum Gaisalpsee.

Und vor allem gings hoch und höher. Ein ganz schön steiler Anstieg erst durch den Wald, dann über die Wiesen zur Rubihütte, wo uns Trilliarden von Fliegen umschwirrten. Wetter war so richtig klasse: Leicht bewölkt und schön warm.

Balanceakt. Obwohl, DER Weg war eher breit.

Irgendwann gings dann rechts weg und der eigentliche Aufstieg zum Gipfel begann. Anfangs noch bequem in einer Art Rinne, dann über viel Geröll und sehr steil. Zusätzlich wurde es noch windig und kalt, so dass ich mich zeitweise ziemlich unwohl fühlte. Ich konzentrierte mich auf den Weg vor mir, wo ich hintrat und vor allem: wo ich mich festhalten konnte.

Zugegeben, das Bild ist gefakt. Aber so ähnlich sah es halt aus.

Irgendwann stand ich vor einer Felswand und Andi meinte grinsend: “Da musst du jetzt hochklettern.” So wars auch. Komischerweise war das aber gar nicht schwer, ich konnte sogar noch dumme Sprüche dabei klopfen. Dann erinnere ich mich noch an eine Stelle, wo man auf ganz schmalen Tritten seitlich gehen musste und sich an der senkrecht stehenden Felswand festhalten musste. Auch hier wieder das Motto: Tun wir so, als wäre es ü-ber-haupt nicht tief.

Das letzte Stück zum Gipfel war dann spannend: Rechts tief runter, links tief runter und in der Mitte ein kleiner Pfad. Ich sagte zu Andi, er solle jetzt nicht von mir verlangen, dass ich die Aussicht bewundere und mir nachher erzählen, wie´s war.

Ilona auf dem Entschenkopf

Dann wars geschafft und ich war richtig stolz auf mich. Wir machten Pause und Fotos und ich sah schon den kleinen Pfad auf dem Grat, den wir nachher hinuntersteigen würden. Herrje!

Aber es war spannend und hat richtig Spaß gemacht. Auf den Bildern sieht man immer nur die Andeutung eines Pfades, der im Nirgendwo oder in der Steinwüste endet, aber man kann da wirklich entlangkrabbeln. Unglaublich!

Ausblick vom Entschenkopf. Da unten sieht man den Pfad auf dem Grat, den wir gleich runtergehen würden.
Ausblick vom Entschenkopf
Ausblick vom Entschenkopf
Und immer schön festhalten und ja nicht abrutschen


Pause am Wanderpfad

Wir kamen noch zu einer Stelle, die hieß “Gängele”, da musste man sich an nem Drahtseil um den Felsen schlängeln und dann war da noch ein abgerutschtes Stück Bergwiese, das netterweise auch mit nem Drahtseil gesichert war: Also festhalten und gucken, dass man nicht abrutscht im Schlamm. (dass die gleiche Übung auch mit Schnee geht, erfuhr ich einen Tag später im nächsten Level).

Beim Runterkraxeln. Das ging in die Beine und besonders in die Knie

Der Rest war nur noch anstrengendes Bergablaufen auf einem sehr steinigen Weg, vorbei erst am oberen und dann wieder am unteren Gaisalpsee. Und es war inzwischen brüllend heiß, die Sonne brannte nur so runter und so waren wir froh, endlich an der Gaisalpe im Schatten zu sitzen und den Flüssigkeitshaushalt auf die Reihe zu kriegen.

Wobei ein netter Plausch mit der Wirtin erheblich zu unserer Erheiterung beitrug. Die kriegen da oben auch was zu sehen jeden Tag…

Der Rest war schon fast Routine: Den Tobel runter, Füße baden an der Iller und ab zum Kässpatzen-Essen. Und da es so herrlich draussen war, gabs noch Terrasse-Sitzen mit Bergblick bis zum Dunkelwerden.

Feierabend an der Iller in Fischen
Wanderschuhe ganz allein an der Iller
Nochmal ein schönes Alpenglühen zum Abschied


verzapft von Ilona um 20:45 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Sonntag, 14.06.2009

Im Allgäu: Hoher Ifen

Ein Ranunkel oder eine Trollblume? Ich tendiere zu Letzterem, die blühten da massenweise

Heut war nun leider schon Abreisetag, aber auch den wollten wir noch nutzen. Früh begrüßte uns strahlend blauer Himmel. Der Plan heute: Der Hohe Ifen

Also nach dem üblichen Kahlfraß beim Frühstück die Klamotten ins Auto gepackt und ab gings nach Riezlern, wo wir auf dem Parkplatz der Auenhütte (Talstation der Ifen-Bergbahn, die aber noch außer Betrieb war) parkten und die Tour starteten.

Bis zur Bergstation der Bahn gings auf ner Teerstraße bergauf, danach der übliche steil-steinige Serpentinenweg.

Irgendwie waren mir wohl in den vergangenen Tagen neue Muskeln gewachsen, denn diese Art Aufstieg strengt mich zwar an, kann aber problemlos stundenlang durchgehalten werden, wenn man erstmal einen Tritt Trott gefunden hat. Wir konnten sogar noch dummes Zeuch nebenbei erzählen und uns darüber ausschütten vor Lachen. Und wir waren nicht die langsamsten, denn wir überholten ne ganze Menge schnaufender Wanderer.

Dann ging es ein Stück hinter dem Berg nur leicht bergauf, aber das war die Ruhe vor dem Sturm. Alsbald musste ein Geröll- und dann ein Schneefeld überquert werden und dann gings auf selbigem Geröll in sehr steilen Serpentinen den Felsen nach oben. Derart unwegsam, dass man den Pfad nur an ein paar farblich markierten Steinen erkannte.

Irgendwann hörten und sahen wir auch ein paar Steine, die von ganz oben runterfielen und das fanden wir dann ziemlich unlustig. Mit skeptischem Blick nach oben gings also weiter und dann kam ne Stelle, wo ich dachte, dass möchte ich eigentlich jetzt nicht machen: Ein tauendes Schneefeld hing senkrecht am Berg, in Griffhöhe ein Seil mit Knoten, wo man sich festhalten und dann waagerecht daran entlang tapsen musste. Au weia!

Andi ging vor und machte Tritte in den Schnee, in die ich einstieg und einfach hinterher ging. Und dachte nur immerzu: Hoffentlich meint der Schnee nicht grad jetzt, hier herunter rutschen zu müssen. Aber es hielt alles und alle kamen heil rüber.

Um gleich vor der nächsten Schikane zu stehen: Eine matschige, bröckelige Kletterpartie mit kaum Festhalte-, aber dafür vielen Abrutschmöglichkeiten. Erstmal ließen wir drei Männer durch, die von oben kamen und denen war auch sichtlich unwohl, da so ungesichert herunterzurutschen.

Das ganze Massiv des Hohen Ifen. Und wir waren da oben ganz an der Spitze

Irgendwie bin ich aber auch da hochgekommen und ein Stück ging die Kletterei weiter, aber da wars nicht mehr so matschig und deshalb gings prima. Dann standen wir schon auf dem Plateau und mussten nun nur noch den Rest zum Gipfel aufsteigen, aber das war wieder der üblich steile Wanderpfad.

Auf dem Gipfel war schon richtig was los. Massen von Leuten, aber die meisten waren aus dem Schwarzwassertal gekommen, das wir ganz spontan als unseren Rückweg auserkoren. Das Gematsche da wieder runter…. nee, das musste ich nicht haben. Andi hatte allerdings mehr Respekt vor dem Steinschlag dort.

Aussicht vom Hohen Ifen aus
Da sieht man, wie es ganz schön runter geht
Aussicht vom Hohen Ifen aus
Aussicht vom Hohen Ifen aus
Aussicht vom Hohen Ifen aus



Wir fotografierten, was die Gegend hergab, die Aussicht war einfach nur phantastisch, amüsierten uns über den üblichen Klugschiss der Leute, die meinen, allen die Welt erklären zu müssen und machten uns auf den Rückweg. Immerhin hatten wir ja noch die Autofahrt nach Hause vor uns, deshalb sollte es nicht so spät werden.

Wenn wir nun gedacht hatten, dass der Abstieg über das Schwarzwassertal ein Spaziergang werden würde, merkten wir bald, dass dem gar nicht so war. Das war nämlich die erste paar hundert Höhenmeter auch ne nette Kletterpartie an Drahtseilen und schmalen Tritten und rutschig wars auch wieder, allerdings ohne den ungeliebten Schnee. Also etwas, was hoch bestimmt prima ging, runter aber schon schwieriger war.

Durchs Tal wars nachher wirklich ein Spaziergang. Eine Pause mit Getränken und einer Elefantenportion Kaiserschmarren mit Apfelmus (aber sowas von lecker!!!) an der Schwarzwasserhütte gabs auch noch. Das ganze mit ner klasse Aussicht oder Rückblick zum Hohen Ifen.

Und schneller als ich dachte, waren wir wieder an der Talstation der Ifenbahn. Dort nochmal Kaffee nachtanken, den Bach zum Schuhe putzen und Füße baden benutzen und dann zum unangenehmen Teil des Tages übergehen: Der Heimfahrt. Diese zog sich leider länger hin als uns lieb war, denn die Straßen waren voll und wahre Blechlawinen wälzten sich aus dem Allgäu weg.

Angekommen im Schwabenländle erwartete uns das übliche modderige Regenwetter. Nun gut, das hält den Frust über das Kurzurlaubsende in Grenzen.

Schwer, nun wieder zum Alltag überzugehen, meine Güte! Soviele neue Eindrücke und soviele neue Erfahrungen. Hab mal wieder bisschen was über mich gelernt (auch ohne Demeter-Selbstfindungskurs :lol:). Und: Gerne wieder und gerne auch einen Level höher.

verzapft von Ilona um 21:05 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Sonntag, 14.06.2009

Langes Wochenende

Wieder zurück. Dermaßen voll mit Eindrücken, dass ich Mühe haben werde, heute abend einzuschlafen.

Waren im Allgäu zum Wandern und ich hab Sachen gemacht, von denen ich vorher nicht mal ansatzweise geglaubt habe, dass ich das könnte. Oder mir trauen würde. Oder dass es mir jemand zutrauen tät.

Wieder ein Stückchen weg von der Höhenangst. Meine Herren, war das spannend. Könnt sofort wieder hinfahren und mit dem nächsten Level weitermachen.

Genauerer Bericht morgen. Muss auch noch Fotos gucken. Jetzt bin ich müde und inne Firma muss ich ja morgen auch.

Hach!

verzapft von Ilona um 21:12 Uhr | 1 Kommentar | TB

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Montag, 22.06.2009

Herbstliches Wochenende

Das war kein Sommeranfang, sondern Herbstanfang. Ganz klare Sache. Muss wohl an der globalen Erwärmung liegen, dass es draussen so kalt ist.

Entsprechend war auch meine Stimmung am vergangenen Wochenende…. Freitag gings ja noch, da bin zwar mit schlechter Laune aufgestanden (wenn man freitags frei hat, sollte nicht son Sauwetter sein), aber nach meiner Putzrunde war ich soweit fit, dass ich nachmittags noch mit Jule joggen gegangen bin.

Dies diente auch gleich der Einweihung der neuen Asics, die ich mir im Zuge des Geburtstagsshoppings mit Jule gekauft habe. Muss ja schließlich auch was für die Mutter abfallen, wenn man schon am Geldausgeben ist. Jule, die mittlerweile schon dreimal die Woche über ne Stunde laufen geht, brauchte dringend vernünftige Schuhe und so war der Geburtstag ein guter Anlass.

Meine Neuen hab ich mir so gekauft, dass sie auch sehr gut Nordic-Walking-tauglich sind. Das heißt, man kann beides damit machen.

Samstag war das Wetter auch nicht besser und ich hatte ab mittag so einen richtigen Durchhänger, der über den Nachmittag immer schlimmer wurde. Wenn ich nur wüsste, wo das immer herkommt oder was das auslöst…. Ich könnte ganz gut ohne son Scheiß existieren.

Vorm Total-Abschuss am Abend gerettet hat mich dann jemand, der mich ins Auto verlud und zwei Stunden bergauf und bergab durch den nassen Möhringer Regenwald gejagt hat. Das hat auch irgendwie funktioniert, nur das meine Fitness etwas hintenan hing, weil ich kaum was gegessen hatte.

Immerhin dabei festgestellt, dass die neuen Asics auch prima zum Walken taugen und auch das Wasser von den Füßen fernhalten dank Goretex.

Dasselbe ging dann gleich nochmal am Sonntag nachmittag trotz gelegentlicher Regenschauer, die aber beim Laufen nicht so stören wie beim Radeln. Diesmal war sogar ne Pause im Möhringer Biergarten und ein paar wärmende Sonnenstrahlen inclusive.

Abends war dann meine Stimmung zwar wieder besser, aber das Wetter wurde immer schlimmer. Und kälter. Ich sehe da noch ziemliches Verbesserungspotential beim diesjährigen Sommer….

verzapft von Ilona um 18:08 Uhr | 3 Kommentare | TB

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Freitag, 26.06.2009

Sonniger Heuberg mit nassem Ende

Da beschließt frau nach gefühlten Monaten mal wieder aufs Rad zu steigen. Wetter schien ok soweit, seit dem Morgen schien die Sonne, paar Wölkchen am Himmel, gar nicht so das, was im Wetterbericht stand.

Als ich dann meine freitägliche Haushaltsrunde soweit fertig hatte, gings also bei herrlichem Sonnenwetter los und das machte auch richtig Spaß. Den alten Bahndamm nach Gosheim hoch, weiter nach Wehingen und Egisheim. Dort auf der Straße Richtung Bärenthal sah ich schon die bedrohlichen Wolken, die sich überm Heuberg zusammenballten und ein heftiger Wind blies mir entgegen.

Das war schwer einzuschätzen und so machte ich halt an der Kneipe in Bärenthal und checkte mit skeptischem Blick den Himmel. Dies veranlasste ein paar Radler, die da schon saßen, mich an ihren Tisch zu winken und zu ner Pause zu überreden. Na gut, dachte ich, vielleicht kann man das Donnerwetter hier abwarten.

Aber nix passierte, außer das ich ganz nett unterhalten wurde und das Radler umsonst hatte. Also weiter Richtung Fridingen. Beim Hammerwerk machte ich noch ein paar Fotos, aber da fing es schon leicht an zu regnen.

Richtig los gings dann hinter Stetten. Gut, dass ich keine Angst vor Gewittern hab, ansonsten wäre ich da auf dem freien Feld vor Angst gestorben. Das blitzte und donnerte wie verrückt und ich fuhr weiter. Was sollte ich auch sonst machen.

In Tuttlingen wurde es dann bisschen weniger und ich freute mich schon, aber zu früh. In Wurmlingen gings dann nochmal richtig los, ein Wolkenbruch par exellence und ich stellte mich ne Weile unter, fing dann aber an zu frieren, so nass wie ich war, und beschloss dann, weiterzufahren. Nu wars eh egal.

Und so kam ich nass bis auf die Haut bei allerschönstem Sonnenschein wieder zu Hause an und wurde von Jule ausgelacht, die ihre Joggingrunde heute mal ausnahmsweise trocken beendet hat.

Trotzdem waren das nette 70 Kilometer, endlich mal wieder geradelt. Bei der Wetterlage zur Zeit muss man nehmen, was man kriegen kann…

verzapft von Ilona um 18:52 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Sonntag, 28.06.2009

Regenwaldwalkingrunde

Erstaunlicherweise hörte der Regen gestern nachmittag auf und zeitweise kam sogar ein bisschen Sonne zum Vorschein. Wer hätte das gedacht?

Ein Pilzpärchen mittem aufm Weg. Und in keinem Buch die Benamsung gefunden. Weiß es einer?

Dies wurde gleich für eine spätnachmittägliche Walkingrunde genutzt. Mit dem Auto ins Gewerbegebiet, dort am Sandbrünnele geparkt und dann schön lange und steil die Zundelbergsteige hoch. Es war ziemlich schwül und so konnte man gut schwitzen. Nebenbei wurden wir richtiggehend umschwärmt (von Fliegen und Mücken) und die Wege waren ganz schön nass.

So war man schnell (oder weniger schnell) oben auf 950 Metern, dort noch eine Runde gedreht und an nem abgelegenen Wanderweg mittem im Wald noch rein zufällig einen Geocache entdeckt. Der erste, den ich gesehen habe, wobei mir der gar nicht aufgefallen wäre, aber Andi hat wohl nen Blick dafür…. Nun habe ich das auch mal gesehen.

Dann zogen im Nordosten schon wieder bedrohlich dunkle Wolken auf und wir sahen zu, dass wir die Runde beendet bekamen. Kurz vor der Garage fings dann auch schon wieder an zu nieseln, aber wir hatten dem Regentag fast drei Stunden Frischluft abgeknöpft.

Ich sags ja: Diesen Sommer muss man vom Wetter nehmen, was man kriegen kann.

verzapft von Ilona um 17:07 Uhr | 3 Kommentare | TB

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