Montag, 22.06.2009

Herbstliches Wochenende

Das war kein Sommeranfang, sondern Herbstanfang. Ganz klare Sache. Muss wohl an der globalen Erwärmung liegen, dass es draussen so kalt ist.

Entsprechend war auch meine Stimmung am vergangenen Wochenende…. Freitag gings ja noch, da bin zwar mit schlechter Laune aufgestanden (wenn man freitags frei hat, sollte nicht son Sauwetter sein), aber nach meiner Putzrunde war ich soweit fit, dass ich nachmittags noch mit Jule joggen gegangen bin.

Dies diente auch gleich der Einweihung der neuen Asics, die ich mir im Zuge des Geburtstagsshoppings mit Jule gekauft habe. Muss ja schließlich auch was für die Mutter abfallen, wenn man schon am Geldausgeben ist. Jule, die mittlerweile schon dreimal die Woche über ne Stunde laufen geht, brauchte dringend vernünftige Schuhe und so war der Geburtstag ein guter Anlass.

Meine Neuen hab ich mir so gekauft, dass sie auch sehr gut Nordic-Walking-tauglich sind. Das heißt, man kann beides damit machen.

Samstag war das Wetter auch nicht besser und ich hatte ab mittag so einen richtigen Durchhänger, der über den Nachmittag immer schlimmer wurde. Wenn ich nur wüsste, wo das immer herkommt oder was das auslöst…. Ich könnte ganz gut ohne son Scheiß existieren.

Vorm Total-Abschuss am Abend gerettet hat mich dann jemand, der mich ins Auto verlud und zwei Stunden bergauf und bergab durch den nassen Möhringer Regenwald gejagt hat. Das hat auch irgendwie funktioniert, nur das meine Fitness etwas hintenan hing, weil ich kaum was gegessen hatte.

Immerhin dabei festgestellt, dass die neuen Asics auch prima zum Walken taugen und auch das Wasser von den Füßen fernhalten dank Goretex.

Dasselbe ging dann gleich nochmal am Sonntag nachmittag trotz gelegentlicher Regenschauer, die aber beim Laufen nicht so stören wie beim Radeln. Diesmal war sogar ne Pause im Möhringer Biergarten und ein paar wärmende Sonnenstrahlen inclusive.

Abends war dann meine Stimmung zwar wieder besser, aber das Wetter wurde immer schlimmer. Und kälter. Ich sehe da noch ziemliches Verbesserungspotential beim diesjährigen Sommer….

verzapft von Ilona um 18:08 Uhr | 3 Kommentare |

Tags: , , , ,

3 Kommentare zu “Herbstliches Wochenende”

  1. Joerg sagt:

    Dresden war echt super! Land, Leute und die Landschaft haben mich begeistert. Kann garnicht mehr die Rede von der östlichen Kriegszone sein. Da hab ich mich gewaltig getäuscht. Hab mich bisher nur noch nicht getraut auf meine Waage zu stellen. :)

    Bin auch überrascht von wievielen Depressionisten ich umgeben bin. Wenn ich genau hinschaue kämpfen ca. 10 Prozent meines Umfeldes damit herum. Bei den Meisten ist es aber zum Glück ein milder Verlauf. Da ich mir durchaus Gedanken über meine Mitmenschen mache habe ich meine eigene Taktik im Umgang mit ihnen. Wenn es sein muss höre ich mir ohne zu klagen stundenlang ihre Probleme an. Selber gebe ich aber immer meine gleiche unveränderte Meinung von mir. Ich zeige meinen Mitmenschen das ich mich für sie interessiere, aber selber wie ein Fels in der Brandung bin und gegen “Alle” Widernisse standhalte.

    Für mich ist es immer leicht ein Optimist zu sein. Es ist nur nicht immer leicht für die anderen Menschen mit denen ich zusammenkomme.

  2. Ilona sagt:

    Ich war jahrelang “Berufsoptimistin”, genau der Fels in der Brandung, den nix umwerfen konnte. Dass das übermenschlich viel Kraft gekostet hat, hab ich erst gemerkt, als es mich umgeworfen hat. Seitdem lass ich Schwäche zu und leb damit. Ist langfristig nicht so kräftezehrend.
    Nur bisschen irritierender für die Mitmenschen. Die können mit immer gutgelaunten “Felsen” im allgemeinen besser umgehen, als mit nem Häufchen heulenden Elend.

  3. Joerg sagt:

    Ich muss zugeben ich bin Umweltverschmutzer. Ich gebe mich immer so wie ich bin und wie es mir gerade geht. Ich bin und gebe fast immer den Optimisten. Es kostet am wenigsten Kraft so zu sein wie man sich fühlt.

    Ich sage auch immer das was ich denke. Leider lasse ich auf diese Art kein Fettnäpfchen aus. Ich merk das dann auch und es tut mir auch leid, aber so bin ich halt.

    Sagen wir mal so, wenn man auf einem komischen Pfad ist und es immer komischer wird, dann kann man sich fallenlassen. Das ist zwar ein Zeitpunkt der Schwäche, aber man hört auf einen ständig komischer werdenden Pfad zu folgen. Nach einer Weile kann sogar eine Selbstreinigung kommen und man rutscht ev. sogar ein Stück zurück auf dem komischen Pfad. Ich kenn einen Menschen der hat soviel innere Stärke und Disziplin das er gnadenlos immer weiter auf diesem Pfad wandert. Er hat sich schon weit entfernt von der Realität und sogar ich als Optimist hab da kein gutes Gefühl mehr. Ich hoffe ich muss den Tag nicht erleben an dem es einen großen Schlag tut. Retten kann ich ihn nicht. Du liebe Ilona bist da weit davon entfernt. Ich glaube du wirst noch lange auf dem heiter bis wolkigen Pfad dahinwandeln.