Heute regnete es grad mal nicht und so fuhren wir zur Abwechslung mal an den Bodensee. In Sipplingen sollte es eine wilde Tobelschlucht geben, die wollten wir besuchen.
Das hat auch prima geklappt, war spannend und nicht allzu anstrengend. Der fehlende Schnee und die vergleichsweise hohen Temperaturen sorgten allerdings für mächtig dreckige Schuhe und teilweise rutschige Wege und Steige.
Gut, dass ich einen schuhputzwütigen Fremdenführer dabei hatte, der machte unsere verschlammten Wanderschuhe im Bodenseewasser wieder top-sauber. Interessant zu beobachten: die Blicke und Bemerkungen der vorbeiziehenden Neujahrsspaziergänger, wenn da ein Mann mitten im Winter barfuß im Bodensee steht.
Hier noch ein paar Bilder:
Irgendwann im Sommer vorigen Jahres hatten wir in Trossingen ein nettes Straßencafé entdeckt. In der irrigen Hoffnung, dass man da auch im Winter ein Käffchen bekommt, machten wir uns heute auf den Weg dorthin. Zu Fuß natürlich.
Die Welt hatte sich über Nacht ganz schön verändert: Aus Grün wurde Weiß, aus Warm wurde Kalt. Ist ganz normal hier für diese Jahreszeit, aber irgendwie passiert alles so abrupt…. Gestern waren wir doch noch durch den beginnenden Frühling gelatscht mit den Schuhen voller Matsch?
Nun, die Schuhputzerei blieb uns heute erspart, wir mussten zuletzt nur den Schnee abschütteln. Kaffee bekamen wir auch nicht da, wo wir es gemütlich fanden, sondern in einer verräucherten italienischen Kneipe (ok, das Ambiente ließ zu wünschen übrig, aber der Kaffee war klasse und der Kuchen auch). Das einzige, was vermutlich auf hatte im verschlafenen Nest Trossingen.
Auf arschglatten Bürgersteigen zurück, einmal lag ich sogar aufm Hintern, so glatt war es. Nicht so im Wald, da konnte man prima laufen und die Luft war klar und kalt. Und es war ruhig….
Heut bekam ich übrigens ein Mail von MoM, dass sie dieses Jahr den Schnee auf meinen Fotos vermisst. Nun, damit kann ich jetzt auch wieder dienen:
Heute war mein letzter freier Tag und netterweise machte das Wetter auch heute einen auf Sonne. Die Temperaturen ließen zwar mit minus 6 Grad keinen Zweifel an der herrschenden Jahreszeit offen, aber der Sonnenschein und die Helligkeit sind gut fürs Gemüt. Also wurde am Vormittag das Auto entfrostet und los ging es Richtung Donautal.
Heute hatten wir uns die Gegend um Fridingen an der Donau ausgesucht. Dort hatten wir beim Radeln schon öfter einen Turm auf nem Berg gesehen, der wurde heute bestiegen und besichtigt. Dazu gab es einen netten kleinen Steig vom Fridinger Bahnhof aus. Weiter ging es durch den sonnendurchschienenen Wald zur Kolbinger Höhle und dann zur beeindruckenden Aussicht am Breiten Felsen.
Der Plan, noch die Burgruine Pfannenstiel zu besichtigen, scheiterte daran, dass wir den Wanderweg nicht fanden. Bzw. hörte der an einem Querweg einfach auf. Auch nicht so schlimm, wir beendeten unsere Runde wo wir sie angefangen hatten: in Fridingen am Bahnhof.
Und da es noch recht früh war, um schon Feierabend zu machen, sind wir noch eben auf den Knopfmacherfelsen gelaufen, dort gabs zur Belohnung für die zusätzlichen Höhenmeter lecker Kaffe und Kuchen.
Das wars dann mit dem Jahresendurlaub. Gut genutzte Freizeit, würde ich sagen, viel frische Luft geschnappt und ganz schön viel rumgekommen. Schön wars!
Ein Feiertag mitten in der Woche ist nicht so günstig gelegen, kann aber trotzdem zum Ausruhen, Abschalten und frische Luft schnappen genutzt werden. Wenn man denn will. Der Blick aus dem Fenster in der Frühe ist wenig einladend: Trüb, nebelig, leichter Schneefall und kalt siehts auch aus. Winter halt und deshalb kein Grund, in der warmen Stube zu hocken.
So ereilte mich früh eine Einladung zum Stäbchenlauf, egal wohin. Spontan entscheiden wir uns für das Tiefental Richtung Bachzimmern, wo wir in der Flamme einen Kaffee trinken wollten. So müssen wir mit dem Auto nur an den Konzenberg und das reicht auch schon an Fahrerei.
Und es war so richtig klasse im Wald! Laufen ging richtig prima, auf dem frisch gefallenen Schnee lief es sich wie auf Watte, nur die Stäbchen rutschten manchmal auf dem steinhart gefrorenen Untergrund aus.
Schön ruhig war es auch, obwohl mein Begleiter meinte, es wäre ruhiger, wenn er allein läuft.
Tse! Kann ich doch auch nichts für! Bin schließlich ne Frau und meine 23.000 Wörter am Tag müssen raus. Wo auch immer!
Im Gasthaus bekamen wir einen leckeren Apfelkuchen mit Sahne und einen halbwarmen Kaffee. Unglaublich, was da los war! Alles ausgebucht und reserviert, wir waren froh, in dem völlig überheizten Gastraum noch ein ruhiges Eckchen zu erwischen. Was machen die Leute alle da? Pause vom Wandern bestimmt nicht. Zumindest waren wir die einzigen, die zu Fuß da waren, nach dem Wagenpark vorm Eingang zu urteilen….
Zurück gings dann einen anderen Weg am Konzenberg vorbei mit der obligatorischen Runde um die Ruine herum. Das weckte Erinnerungen an den Sommer und ans Klettern…. Hach!
Feiner Feiertagsspaziergang!
Zu Hause zu arbeiten könnte mir auf die Dauer gefallen: In gemütlicher Umgebung bei flotter Mucke im Ohr lässt sichs prima schaffen, dazu ein Gläschen Wein und was zu knabbern…. Nicht schlecht! Und man kriegt auch ordentlich was erledigt. Das Wetter da draussen spricht auch arg dafür, das Auto in der Garage zu lassen. Benzin würde man auch sparen.
Was mir aber auf die Dauer fehlen würde, ist der Kollegenkontakt und der Austausch untereinander. Und nicht zuletzt der Spaß, den man miteinander hat.
Hat halt alles seine Vor- und Nachteile und vielleicht bin ich ja ein richtiger Glückspilz, dass ich zur Zeit beides haben kann. 
Das Wetter da draussen ist zur Zeit wirklich nicht einladend, aber irgendwie musste bisschen Frischluft her. Deshalb gabs heute ne dreistündige Nordic-Walking-Runde im Spaichinger Wald inclusive einer Runde um den Gaugersee. Der ist dann ja auch schon fast in Trossingen.
Getroffen habe ich ca. drölfzig Bau- oder Waldfahrzeuge, die meinten, entweder die Waldwege vom Schnee befreien zu müssen (danach wars dann richtig glatt, aber ich bin schon froh, dass die dann nicht auch noch Salz streuen wie hier auf den Straßen üblich), oder aber herumliegende abgesägte Bäume aufgeräumt haben. Insgesamt machten die ganz schön Lärm.
Getroffen habe ich auch einen Nordic-Walker, der mir seine Heitec-Stäbchen erklärt hat, die er vermutlich zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Enormes Mitteilungsbedürfnis, aber das ist wahrscheinlich einer von denen, die man im neuen Jahr ca. dreimal sieht und dann nie wieder.
So richtig gemütlich war es nicht heute, weil dunkel, trübe und kalt. Aber frische Luft gabs und Bewegung an selbiger und deshalb machts immer wieder Spaß, die Latscherei.
Und erstaunt bin ich manchmal, dass die Beine das mittlerweile völlig normal finden, drei Stunden flott rumzulatschen. Fühlt sich nicht mal angestrengt an.
Ich meine, ne Ruine mit so nem komischen Namen muss man ja wohl einfach mal besucht haben, oder? Das letzte Mal war uns ja mittendrin der Wanderweg abhanden gekommen, nur bei der Heimfahrt sahen wir dessen Einmündung an der Straße.
Diesmal waren wir schlauer und fingen die ganze Sache genau andersrum an: Parkieren am Knopfmacher Fels und von dort etwas kreuz und quer auf direktem Wege zur Ruine. Hat tadellos geklappt und da stehen tatsächlich noch ne Menge Mauern. Auch die Aussicht ins Bäratal ist prima.
Dann nahmen wir den Wanderweg in Richtung Gansnest, der führte runter ins Bäratal über die Bära hinweg und wieder rauf. Feines Wegerl, wenn auch ganz schön anstrengend, wie heute überhaupt die Lauferei in dem ganzen pulvrigen Neuschnee. Das AHA-Erlebnis ließ auch nicht lange auf sich warten und wir hatten die Stelle gefunden, wo wir letztes Mal den Wanderweg verloren hatten. Sieht man auch nicht auf den ersten Blick, auf den zweiten auch nicht. Vor allem, wenns verschneit ist.
Weiter bzw. höher gings am Gansnest vorbei und von dort wieder runter nach Fridingen. Ziemlich verschneiter Weg und an den steilen Stellen rutschte man halt von allein runter. Mir ist aufgefallen, dass ich im Schnee immer sicherer werde und mir nicht gleich mehr inne Hosen mach, wenns mal steil und rutschig ist.
Durchs versalzene Fridingen hindurch und auf der anderen Seite wieder rauf zum Skilift mit anschließendem Skihang, wo natürlich großer Andrang war. Vor allem die Kids hatten dort ihren Spaß, wir staunten über die Zwerge, die kaum laufen konnten, auf den Ski aber völlig furchtlos und sicher den Hang runterdüsten.
Wir überließen sie ihrem Spaß und gingen auf dem Wanderweg weiter zurück zum Knopfmacher Fels. Dort gabs traditionell Kaffe und Schwarzwälder Kirschtorte zur Belohnung.
Feiner Winterspaziergang trotz fehlender Sonne. Der Frischluftfaktor ist bei minus 5 Grad und mehr richtig klasse. Hinterher gabs ein heißes Bad und ne Tasse Glühwein und jetzt bin ich am Schwitzen. Herrje!
Langsam aber sicher hab ich das Gefühl, dass die Zeit, wo ich mich um die Kinder gekümmert habe, vorbei ist. Jetzt kümmern sich die Kinder um mich. Das ist teilweise ungewohnt und teilweise absolut amüsant für beide Seiten.
Beispiele:
So ist das. Jule hat neulich was von Pflegestufe 3 gemurmelt. 
Ich hätte nie gedacht, dass wir hier mal so gut klar kommen zusammen. Ich hab richtig Spaß und seit langem mal wieder das Gefühl, dass es doch nicht so ganz verkehrt von mir war, Kinder in die Welt zu setzen…
Die am vorigen Wochenende vom Stiegelesfels aus beobachtete Ruine Kallenberg sollte heute das Ziel sein. Zumindest ein Etappenziel. Das Wetter machte wieder einen auf winterlich kalt und grau, aber immerhin von oben trocken und nach einer Woche Stuben- bzw. Bürohocken musste dringend frische Luft sein.
So fuhr uns das Auto zum Bergsteig, von dort aus gings zu Fuß runter ins Donautal. Dort erwartete uns bereits das erste Abenteuer, nämlich die Besichtigung der Ziegelhöhle. Dazu musste man allerdings erstmal ca. 100 Meter einen schneebedeckten Steilhang erklimmen.
Na, das war ja wieder was für mich! Zumindest eine gute Übung im Bergaufgehen, wenn Schnee liegt. Eine äußerst rutschige Angelegenheit und an einer Stelle war ich fast soweit, wieder umzukehren, weils nicht weiterging. Ich fand aber doch eine Möglichkeit, wobei ich sagen muss, dass die Stäbchen fast unverzichtbar geworden sind: Nicht nur fürs Gleichgewicht halten, sondern auch zum Bergaufstemmen. Wie auch immer, wir erreichten die Höhle, verzichteten dann aber doch auf die Kletterpartie, die uns bis ganz hinein geführt hätte, denn da war alles völlig vereist. Also fotografierten wir die teilweise manngroßen Eiszapfen, die von der Höhlendecke hingen, von draussen, aber die Fotos geben die Größe der Teile natürlich nicht annähernd wieder. Wir waren uns einig, dass wir nicht dort stehen wollten, wenn die Dinger runterfallen. Und das tun sie ab und zu, wie wir an Hand der dort rumliegenden abgestürzten Eisklötze gesehen haben.
Dann rutschten wir den ganzen Spaß wieder runter, das ging wesentlich schneller als rauf. Weiter gings zur bergauf zur Ruine Kallenberg, die ist relativ gut erhalten und wenn man am Bergfried steht, sieht es fast aus wie am Konzenberg. Dieselben Buckelquader. Die Aussicht ins vereiste Donautal hatte was außerirdisch Unheimliches: Alles nur weiß und grau und still.
Weiter östlich der Ruine sollte es noch eine Höhle geben, aber wir fanden keinen Weg dorthin, deshalb gingen wir erstmal wieder runter. So leicht wollten wir aber nicht aufgeben, irgendwo musste diese Höhle doch sein. Also ab durchs unwegsame Gelände rund um den Felsen zum Höhle suchen. Eine ziemlich mühsame Krabbelei durch den Tiefschnee und erst, als wir schon aufgeben und umkehren wollten, zeigte sich die Höhle. Und wieder ging es den rutschigen Steilhang rauf, aber diesmal war ich schon wesentlich besser: Füße fest in den Schnee rammen und sich so kleine Tritte bauen, dann kommt frau ganz gut hoch. In der Höhle wuchsen die Eiszapfen nicht nur von der Decke, sondern auch von unten. Ziemlich obszöne Gebilde, wie die Fotos zeigen. 
Hier brauchten wir aber nicht wieder runter, sondern gingen wieder rauf zum Abzweig zur Ruine. Wenn man weiß, wo es ist, kann man also von da oben ganz bequem zur Höhle runter. Nun wussten wir es.
Dann gings wieder runter zur Donau und der Plan war eigentlich, zum Jägerhaus zu gehen, dort über die Brücke und auf der anderen Seite wieder hoch zum Knopfmacherfels, Käffchen trinken. Leider hatte es die Brücke beim letzten Donauhochwasser weggeschwemmt und übrig war nur eine Art Damm aus Baumstämmen und Treibgut. Da konnte man bis fast rüber (wenn man verrückt genug war, das Gebilde zu betreten), aber zwei Meter fehlten bis zum Ufer. Die andere Alternative war Schuhe aus und an der flachen Stelle dort durch die Donau waten. Das verweigerte ich mal ganz kategorisch. Nee, nicht bei den Temperaturen! Vielleicht rutsch ich dann noch aus und fall ins Wasser, nee, das musste ja nicht sein.
Also latschten wir bis kurz vor Beuron und überquerten dort verbotenerweise die erste Eisenbahnbrücke. So gings auch. Zum rettenden Kaffe führte dann ein laaaanger Steig bergauf, der mich ganz schön anstrengte, wegen des tiefen Schnees.
Nach der Kaffeestunde führte uns unser Weg über den Fridinger Skihang runter zur Donau und von dort wieder hoch zum Bergsteig.
Uffz. Dann hatten wir nach fünfeinhalb Stunden reiner Gehzeit aber auch genug. Wieder mal prima ausgetobt und wir fanden, dass wir dafür das Winter ist, ganz schön gut rumkommen dieses Jahr.
Dort, wo wir im Sommer klettern waren, waren wir heute wandern. Am Minigolf gings los hoch in Richtung Stuhlfelsen und dann rechts weg zu einer langen Runde rund ums Donautal. Und diesmal kamen mir einige Wege schon bekannt vor, so langsam fange ich an, mich hier auch ein bisschen auszukennen. Natürlich sieht im Winter wieder alles ganz anders aus.
Wenn man auf die Felsen hochwandert anstatt zu klettern, staunt man, was man im Sommer so geschafft hat. (”Waaas, hier bin ich hochgeklettert???”)
Die Lauferei war recht mühsam, man hatte die Wahl zwischen a****glatten Fahrspuren auf befahrenen Waldwegen oder oberflächengefrorenen Tiefschnee auf den Wanderwegen. Und sogar dort gabs genug Eis auf den Fußspuren anderer Wanderer. Scheint ja tatsächlich noch mehr Leute zu geben, die im Winter durchs Gelände wandern. Und wenns steil nuff und nabb ging, musste man schon ganz schön aufpassen.
Die Gegend ist immer noch im Wintertiefschlaf. Völlige Ruhe im Wald, wenn nicht grad ein paar motorsägenbesessene Waldarbeiter zugange sind. Aber so langsam hab ich genug von diesen ganzen Schwarzweiß-Fotos:
Heute am Sonntag ist es draussen viel heller als vorhergesagt, es kommt sogar ein bisschen Sonne zum Fenster rein. Also entscheidet sich der Fremdenführer meiner ersten Wahl für eine weniger waldlastige Tour im Hegau, damit wir ein bisschen Licht und vielleicht auch Sonne abkriegen.
Nun ja, das mit der Tour hat prima geklappt, aber von Sonne konnte keine Rede sein. Als wir in Kirchen-Hausen losliefen, war noch alles ok, aber je höher man kam, desto weißer und undurchsichtiger wurde die Welt. Waschküchenartiger Nebel versaute uns gründlich jeden möglichen Ausblick ins Hegau. Stellenweise liefen wir durchs weiße Nichts. Da war wirklich nichts ausser nichts. 
Da freute man sich über jeden Farbtupfer wie hier die roten Beeren, die wohl den Vögeln nicht schmecken und deshalb noch am Strauch hängen. Klasse war die Tour trotzdem und nach viereinhalb Stunden Laufzeit auch anstrengend genug. Die Balanciererei auf den teils tief verschneiten und zum größten Teil hart vereisten Wegen ist wirklich nicht ohne. Kaffe gabs natürlich auch, heute am Hegaublick (allerdings ohne Hegaublick), dafür mit lecker belegten Teilchen zur Stärkung.
Eingeweiht und für gut befunden wurden auch unsere neuen Wanderstäbchen. Diesmal richtige Wanderstöcke, bei denen die Grifftechnik etwas anders ist als bei den Nordic Walking Stäbchen, aber fürs Wandern allemal geeigneter, vor allem auch, weil man sich auf die Teile besser abstützen kann.