Sonntag, 10.01.2010

Ruine Pfannenstiel

Das tiefgefrorene Donautal. Sieht bei dem Wetter mal richtig gruselig aus.

Ich meine, ne Ruine mit so nem komischen Namen muss man ja wohl einfach mal besucht haben, oder? Das letzte Mal war uns ja mittendrin der Wanderweg abhanden gekommen, nur bei der Heimfahrt sahen wir dessen Einmündung an der Straße.

Diesmal waren wir schlauer und fingen die ganze Sache genau andersrum an: Parkieren am Knopfmacher Fels und von dort etwas kreuz und quer auf direktem Wege zur Ruine. Hat tadellos geklappt und da stehen tatsächlich noch ne Menge Mauern. Auch die Aussicht ins Bäratal ist prima.

Die winterlich verschneite Bära plätschert trotz Minusgraden munter vor sich hin.

Dann nahmen wir den Wanderweg in Richtung Gansnest, der führte runter ins Bäratal über die Bära hinweg und wieder rauf. Feines Wegerl, wenn auch ganz schön anstrengend, wie heute überhaupt die Lauferei in dem ganzen pulvrigen Neuschnee. Das AHA-Erlebnis ließ auch nicht lange auf sich warten und wir hatten die Stelle gefunden, wo wir letztes Mal den Wanderweg verloren hatten. Sieht man auch nicht auf den ersten Blick, auf den zweiten auch nicht. Vor allem, wenns verschneit ist.

Weiter bzw. höher gings am Gansnest vorbei und von dort wieder runter nach Fridingen. Ziemlich verschneiter Weg und an den steilen Stellen rutschte man halt von allein runter. Mir ist aufgefallen, dass ich im Schnee immer sicherer werde und mir nicht gleich mehr inne Hosen mach, wenns mal steil und rutschig ist.

Aus dem Baumstumpf haben sich ne Menge Holzwürmer ein Hochhaus gebaut.

Durchs versalzene Fridingen hindurch und auf der anderen Seite wieder rauf zum Skilift mit anschließendem Skihang, wo natürlich großer Andrang war. Vor allem die Kids hatten dort ihren Spaß, wir staunten über die Zwerge, die kaum laufen konnten, auf den Ski aber völlig furchtlos und sicher den Hang runterdüsten.

Wir überließen sie ihrem Spaß und gingen auf dem Wanderweg weiter zurück zum Knopfmacher Fels. Dort gabs traditionell Kaffe und Schwarzwälder Kirschtorte zur Belohnung.

Feiner Winterspaziergang trotz fehlender Sonne. Der Frischluftfaktor ist bei minus 5 Grad und mehr richtig klasse. Hinterher gabs ein heißes Bad und ne Tasse Glühwein und jetzt bin ich am Schwitzen. Herrje!

verzapft von Ilona um 19:01 Uhr | 1 Kommentar |

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1 Kommentar zu “Ruine Pfannenstiel”

  1. Georg sagt:

    Hallo Ilona, Super dein Bericht über die Ruine Pfannenstiel. Wie Du richtig schreibst, ist noch sehr viel Gemäuer vorhanden. Doch diese Ruine lässt man einfach verfallen. Der Besitzer ist der Fürst von Hohenzollern Sigmaringen. Mit allen möglichen Leuten habe ich schon gesprochen um eine Sanierung der Burgruine zu ermöglichen. Überall nur Ablehnung, kein Geld u.s.w. Da gab es mal einen Verein >Ruinenschutz im Donautal<, auch dieser Verein will nicht helfen. Eigentlich sagt man: Besitz verpflichtet, das schert diesen Fürst aber nicht, Schade, die ganzen vielen Wälder im Donautal gehören dem Fürst, ob früher rechtmässig erworben wage ich zu bezweifeln. Diese Ruine zu sanieren wäre für ihn nur ein Klacks, wenn er wollte.
    Gruß vom Heuberg + Donautal
    Georg