Freitag, 02.04.2010

Karfreitag im Donautal

Überraschenderweise und entgegen aller Wettervorhersagen begrüßt uns der Tag mit herrlichem Sonnenschein. Nicht grad allzu warm, aber hell und trocken.

So entschließen wir uns schnell für eine Wandertour im altbewährten Donautal, da gibts immer von allem etwas. Heraus kam ein herrlicher Tag mit sechs Stunden Lauferei bergauf, bergab von Beuron nach Hausen im Tal und wieder zurück.

Bei Sonnenschein besonders schön und gemütlich: Der Aufenthalt auf den Felsen, dort hätte man sich schon ins Gras legen und sonnen können. Dagegen sprach allerdings der gelegentlich aufkommende kalte Wind.

Jetzt hab ich ganz schön müde Beine und ein paar Fotos mit ohne Schnee:

Die ersten Weidenkätzchen bei Wildenstein
Aussicht ins Donautal bei sonnigem Wetter
Seidelbast - erste Farbtupfer im beginnenden Frühling
Als ob die Felsen noch nicht hoch genug wären, muss die alte Frau da auch noch aufn Baum klettern


verzapft von Ilona um 21:47 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Sonntag, 11.04.2010

Wochenendbeschäftigung

Samstag war Frühling und Sonntag war April. Beides wörtlich genommen ergab ziemlich gemischtes Wetter.

Aussicht auf den Bodensee vom Aussichtspunkt Rosshimmel. Die Ortschaft dort ist Ludwigshafen

So waren wir gestern am Bodensee zum Wandern von Ludwigshafen nach Überlingen. Das hat bei allerschönstem Sonnenwetter so richtig Spaß gemacht, vor allem die netten kleinen Wanderwege, die man dort gar nicht vermutet und die sich immer wieder bietenden feinen Aussichtspunkte mit Blick auf den Bodensee. Die Beschreibung der Route findet man wie immer viel schöner und fachmännischer bei Herrn Caramalz.

In Überlingen hatten fatalerweise noch ein paar Geschäfte auf, wobei uns ein Sportgeschäft förmlich in sich hineingesaugt hat. Da konnte man sich gut aufhalten und ich habe Hosen anprobiert, allerdings wieder keine so richtig passende gefunden. Den Rückweg haben wir bis Sipplingen mit dem Zug abgekürzt, um dann noch über den Sipplinger Berg einen klasse Höhenweg zu laufen, ein paar Höhenmeter passten noch rein. Kurz vorm Ziel noch eine Dose mit Bärlauch gefüllt, das gab abends lecker Bärlauchnudeln!

Heute am Sonntag sind wir von Unterbaldingen nach Geisingen und wieder zurück gelaufen. Wobei der Amtenhausener Berg nun immer noch Wege übrig hat, die wir noch nicht kennen. Da gibts noch viel zu tun. Auch hier Massen von Bärlauch, manchmal war der Waldboden davon bedeckt soweit man schauen konnte. Das Wetter bot heute von allem was an: Sonne, kalter Wind, Regen und Schnee. Ja, auch Schnee. Ist halt April.

Und hier noch paar Bilder:

Hier fangen schon die ersten Kirschen an zu blühen.
Die Waldprimel oder auch Schlüsselblume genannt. Die sieht man hier oft im Moment
Vereinsmeierei. Wobei der Name schon gut gewählt ist. Hier steht übrigens an jeder Bank der Name des freundlichen Stifters
Das waren wirklich ein Haufen Ameisen auf diesem Ameisenhaufen. Die lagen übereinander in der Sonne und wimmelten da rum
Der Bärlauchwald. Soweit man schauen konnte und ganz frisch!
Die Hubertushütte. Gemütlich und mit feinem Ausblick


verzapft von Ilona um 19:20 Uhr | 2 Kommentare | TB

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Montag, 19.04.2010

Von Sigmaringen nach Tuttlingen

Frauenmantel mit Perlenkranz. Nein, das war natürlich der Morgentau

… sind wir am Wochenende gelaufen. Also insgesamt. Natürlich in zwei Etappen, denn an einem Stück schafft die schätzungsweisen 60 Kilometer ja kaum jemand. Dazu kommt, dass wir natürlich nicht auf dem Donauradweg gelaufen sind, sondern immer fein auf und ab auf den Felsen, an den Felsen entlang und die Seitentäler hoch und runter. Damit werden es noch mehr Kilometer und es kommen mindestens genauso viele Höhenmeter zusammen wie bei einer Wanderung im Allgäu zum Beispiel. Und haben dabei auch noch einige Wege entdeckt, die mein Fremdenführer und Donautalexperte auch noch nicht kannte, und das will was heißen.

Eine Leberblümchenkolonie, gefunden neben der Teufelsbrücke

Los gings Samstag früh bei allerbestem, aber noch ziemlich kühlen Frühlingswetter mit dem Auto nach Beuron und dann mit dem Zug nach Sigmaringen. Wir waren etwas spät dran und so hab ich wohl aus Versehen oder weil ich noch zu vertrieft war, zwei Kinderfahrkarten aus dem Automaten gezogen. Hab mich zwar gewundert, warum das so billig war, aber so früh am Morgen und in der Eile…. Egal. Natürlich kam ein Kontrolleur (sonst kommt nie einer!) und der hat uns nicht geglaubt, dass wir erst 12 sind und nun hab ich bisschen Bürokratie am Hals, damit ich nicht 40 Euro für die Fahrt hinblättern muss.

Das sollte uns den Tag aber nicht wirklich verderben. In Sigmaringen gabs erstmal Frühstück beim Bäcker, in Laiz beim nächsten Bäcker haben wir noch Wegzehrung eingekauft und dann gings raus aus dem hektischen Samstags-Stadtgetümmel in die ruhige Natur. Eine wahre Wohltat.

Überhängende Felsen und steiler Abgrund, sieht recht abenteuerlich aus, ist aber alles gut abgesichert in den Inzigkofer Grotten

Die Temperaturen waren inzwischen auch gestiegen, so dass wir bei den Inzigkofer Grotten bereits die kurzen Klamotten angezogen haben. Nach ewig langer Zeit mal wieder in T-Shirt und kurzer Hose rumzulaufen und nicht zu frieren!

Noch meine Wenigkeit in den Grotten bei Inzigkofen

Die Lauferei hat so richtig Spaß gemacht. Diesmal hatten wir auch genug Zeit, um wirklich jeden Aussichtspunkt, jede Höhle und jeden unbekannten Weg zu erkunden. Witzig war auch die letzte Rast auf der Burg Wildenstein, dort gabs sogar ne Show. Da waren nämlich im Burghof Vorstandswahlen vom Jugendverband BW der DLRG (jedenfalls haben wir das so gedeutet). Also Vereinsmeierei vom Feinsten und das lernen die Jugendlichen gleich fürs Leben.

Blick nach Hausen im Tal bei allerfeinster Abendsonne

Am Schluss der Tour, als ich mich schon auf schönes geruhsames Bergab-Auslaufen eingestellt hatte, erschien noch ein interessanter Abzweig am Wegesrand, bei dem die Chance bestand, dass er direkt auf meinen Lieblingsfelsen, den Zuckerhut führt. Der Versuchung konnten wir trotz mittlerweile ziemlich müder Beine dann nicht widerstehen und gönnten uns diese Extra-Höhenmeter. Auf dem Zuckerhut landeten wir zwar nicht, aber belohnt wurden wir durch eine extrafeine Aussicht ins Donautal bei herrlichster Abendsonne.

Schloss Bronnen in der sonntäglichen Morgensonne

Am Sonntagmorgen war auch wieder allerbestes Wetter und so starteten wir früh nach Tuttlingen, um von dort mit dem Zug nach Beuron zu fahren. Dort ging die Wanderei dann zurück zum Auto los. Keine Ahnung, wieviel Kilometer das waren, aber es richtig Spaß gemacht. Zuerst gings mal hoch zum Knopfmacherfels, einmal zum Warmwerden und außerdem gabs dort Kaffe und sonstige kalte Getränke zum Frühstück.

Felsige Donaulandschaft mal von unten

Dann gings wieder runter und wir wanderten auf der dem Radweg entgegengesetzten Seite der Donau unter den Felsen entlang. Diese bieten ein herrliches, fast alpines Panorama und die Sonne machte auch gut mit, so dass wieder kurze Klamotten angesagt waren.

Wie groß die Felsen wirklich erscheinen, sieht man auf keinem Foto so richtig. Hier bin ich am Stiegelesfels

Auf nem kleinen Weglein bergauf (wir konnten diese Wege einfach nicht links oder rechts liegen lassen), kamen wir auf einem kleinen Felsen mit Bänkle und prima Aussicht an und tauften ihn nach dem dort von uns verzehrten Frühstück spontan “Käsebrotfelsen”.

Eine richtig hübsche Kuhschelle auf dem Käsebrotfelsen

Von dort wieder runter und auf der anderen Seite wieder hoch zum Bergsteig, dort gabs schon wieder Pause mit Radler, wir hatten ja Zeit heute. Am Bergsteig war wohl heute ein Treffen von sehr vielen, sehr teuren Autos, dazu kamen wahre Heerscharen von Motorradfahrern, so ein Gewimmel und ein Lärm, da waren wir froh, wieder ab in den Wald zu können. Das ging auch wieder bergauf und von da an eigentlich immer nur noch durch den Wald bis kurz über Tuttlingen zur Ruine Luginsfeld.

Dort auf nem Zickzackweg runter nach Tuttlingen. Der Besuch im früher so beliebten Telesina hat uns zwar die Bäuche gefüllt, aber das ist einfach nicht mehr das, was es mal war. Die Qualität des Essens hat arg nachgelassen, seit dem Umbau ist es ungemütlich und der Service war ja schon immer etwas… südländisch. Da wollen wir nicht mehr hin.

Ein feines, schööön anstrengendes Wochenende. Es zeigt sich, dass das Donautal immer wieder gut ist für Tagesausflüge dieser Art. Da gibts nämlich noch mehr “Geheimwege”. Beide Touren haben wir ja auch schon mal gemacht und trotzdem wars kein bisschen langweilig, weil sich immer wieder Varianten finden lassen.

verzapft von Ilona um 19:35 Uhr | 2 Kommentare | TB

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Montag, 26.04.2010

Frühling im Schwarzwald

Baumblüte in Oberried

Um euch nicht schon wieder mit Wanderberichten aus dem Donautal zu langweilen, sind wir dieses Wochenende extra in den Schwarzwald gefahren zum Wandern. Na ja, wir wollten auch mal was anderes sehen und so haben wirs mal probiert, obwohl die Webcam aufm Feldberg noch ganz schön viel Schnee zeigte.

Wir parkten beide Tage in Oberried und fingen auch gleich erstmal mit Frühstückspause in der Bäckerei an. Dort konnte man sich auch prima mit Proviant versorgen und bei blauem Himmel und Sonnenschein konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Oberried liegt auf ca. 400 m.ü.M. und war frühlingstechnisch schon zwei Wochen in der Zukunft.

Ilona auf dem Schauinsland

Am Samstag gings zum Eingewöhnen gleich erstmal 800 Höhenmeter bergauf  vorbei an der Rappenecker Hütte zum Schauinsland, wobei wir uns nach ner Viertelstunde wandern schon die kurzen Klamotten anziehen mussten, so warm war es. Die Steigungen im Schwarzwald haben ja schon ne andere Qualität als auf der Alb, muss ich sagen. Da kann man gut für den Wanderurlaub im Allgäu üben.

Ausblick vom Schauinsland

Jetzt muss ich mal gucken, ob ich die herrlich lange und anstrengende Samstagstour zusammen kriege: Vom Schauinsland Stückchen runter nach Gießhübel, dort ist ne Kneipe gleichen Namens mit ner Wahnsinns-Sonnenterrasse. Da haben wir erstmal Bierchen und Radler getankt. Von dort auf einem wunderschönen Höhenweg an Hofsgrund vorbei und über den Sessel runter nach Steinwasen. Dort an dieser Kinderbespaßungsanlage vorbei, über die Straße und dann führt da ein herrliches Zick-zack-Weglein wieder nach oben. Dort bleibt man ne Weile, um dann auf dem “Schulweg” wieder runter nach St. Wilhelm zu marschieren. Auf sowas würde sich heute kein Schüler mehr fortbewegen, die werden ja alle von Vollzeit-Muttis mit dem Auto chauffiert.

Gemütliche Stelle am Bach zum Wasserflaschen nachfüllen und abkühlen

Unten ist aber doof, also auf der anderen Seite wieder hoch. Wir wollten über die Erlenbacher Hütte zurück nach Oberried. Da gabs ne steile und ne lange Variante, wir wählten natürlich die steile und das war dann mal so richtig anstrengend. Paar Höhenmeter hatten wir ja schon hinter uns, aber jetzt knackten wir schätzungsweise die 2000 an dem Tag.

Sumpfdotterblumen überall dort, wo es feucht war. Unglaublich gelb

An der Hütte gabs dann zur Belohnung Bierchen und ne leckere Apfel-Holunderschorle und schon gings weiter in Richtung Gfällmatte. Von dort sollte es ein Weglein nach unten in Richtung Zipfeldobel (das heißt wirklich so) geben, aber irgendwie haben wir das nicht gesehen. Und so sind wir bisschen kreuz und quer durchn Wald und auf diversen Felsen entlang gelaufen, wo überraschenderweise Heerscharen von Kletterern unterwegs waren.

Ein Weidenkätzchen?

Inzwischen war ich ganz schön k. o. und froh darüber, dass es nur noch runter ging. Aber runterlaufen kann auch ganz schön anstrengend sein, vor allem, wenns so richtig lange runter geht. Irgendwann war es geschafft und zum Auslaufen diente der Wilhelmitenpfad vom Zipfeldobel nach Oberried zurück. Dort gabs im Goldenen Adler Kaffee, jede Menge Wasser und kleine Snacks und dann waren wir fit für die Heimfahrt.

Macht dann fast 10 Stunden auf den Beinen und Sonnenbrand auf den Armen. Herrje, war das ne schöne Wanderung!

Auf dem Felsenweg zur Gfällmatte

Und weils so schön war und weil wir das mit dem nicht gefundenen Weg nicht auf uns sitzen lassen konnten, gings Sonntag wieder nach Oberried. Gegen 8 waren wir unterwegs, die umgekehrte Tour von gestern. Zumindest bis zur Erlenbacher Hütte und diesmal haben wir den Weg gefunden: ein richtiges Schmankerl an den Felsen entlang. Kletterer waren auch schon wieder unterwegs.

Ein Einraumhaus. Gemütlich eingerichtet mit Öfchen, Kerzen Tisch und Bänken.

Merkwürdigerweise taten die Beine klaglos ihren Dienst und die Bergauflauferei ging fast besser als gestern. Trotzdem gabs an der Erlenbacher Hütte erstmal Pause und kalte Getränke.

Da drüben liegt noch Schnee - Feldbergnähe

Weiter liefen wir dann hoch auf den Toten Mann (das ist ein Berg, nix Schlimmes). Dort gabs gute Aussicht auf den Schnee am Feldberg und eine Rast in der Sonne.

Ein großer Stein auf dem Toten Mann lädt zur Rast ein

Auf einem verschneiten Waldweg gings weiter zum Hüttenwasen. Das war ganz schön skurril, in T-Shirt und kurzen Hosen bei fast sommerlichen Temperaturen durch den Schnee zu stapfen.

Fast barfuss im Schnee

Zurück in Richtung Erlenbacher Hütte, die wir allerdings links liegen ließen und weitergingen zur Stollenbacher Hütte. Dort gabs schon wieder Pause mit Kaffe und Kuchen.

Danach hoch auf den Ruheberg und von dort suchten wir uns ein nettes Weglein durch den Wald zurück zur Gfällmatte, weil wir den feinen Felsenweg nochmal laufen wollten runter nach Oberried.

Grünzeug am Bach. Gefiel mir einfach fürs Foto.

Hat alles tadellos geklappt und heute wars auch mal nicht ganz so anstrengend. Dafür hatte das Ganze schon richtig was von Sommer. Nur schade, dass so Wochenenden immer so schnell vorbei sind….

verzapft von Ilona um 19:15 Uhr | 1 Kommentar | TB

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Freitag, 30.04.2010

Sonniger Kletterabend

Gestern haben wir den letzten sonnig-sommerlichen Abend dieser Woche für ne Kletterpartie am Schreyfels genutzt.

Nach über nem halben Jahr Nichtklettern fängt man wohl wieder von vorne an. Mir kams so vor, als ob ich mich angestellt hab wie der erste Mensch und obwohl die Route nicht wirklich schwierig war, hatte ich Mühe und sogar bisschen Probleme mit der Höhe.

Vielleicht war es aber auch nur nicht mein Tag, die zwei Tage vorher bin ich etwas exzessiv Fahrrad gefahren (war aber auch ein Superwetter dafür!).

Trotzdem war es klasse und bei weitem das Beste, was man machen konnte an so einem Abend. Stube hocken geht ja gar nicht.

verzapft von Ilona um 05:58 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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