Sonntag, 11.07.2010

Mountainbikeversuche die Zweite

Blaue... ich nehme mal an, dass es Hortensien sind?

So schnell gibt frau ja nicht auf. Die letzten beiden Wochen hatte ich ja auf den Hausbergen rund um Spaichingen bisschen trainiert und dieses Wochenende nun ging es wieder in den Schwarzwald. Diesmal nicht nach Menzenschwand, sondern nach Strohbach. Das ist ein kleines Dorf bei Gengenbach, dort hatten wir uns in einem gemütlichen Gasthaus ganz hinten im Tal und damit absolut ruhig gelegen eingemietet.

Das Zimmer bezogen wir schon Freitag nachmittag, somit war genug Zeit für eine kleine Proberunde, auch um sich an das mordsmäßig heiße Wetter zu gewöhnen. Dort ist man nämlich nur auf ca. 200 m.ü.M. und damit ist es nochmal mindestens 5 Grad wärmer und schwüler als zu Hause.

Abends gabs lecker Essen auf der Terrasse des Hauses und feinen Gengenbacher Wein. So richtig gemütlich.

Auch das Frühstück am nächsten Morgen wurde auf besagter Terrasse serviert, das war Urlaubsfeeling pur!

Genau wie das Wetter. Strahlend blauer Himmel und die Sonne brannte nur so runter. Wir fuhren über die Weinberge in Richtung Durbach, es ging immer hübsch rauf und runter, aber ich konnte das richtig gut fahren, machte Spaß vor allem bei der schönen Aussicht die ganze Zeit.

In Durbach gabs erstmal kalte Getränke und dann fuhren wir weiter das Tal hinauf. Wunderschön, sehr heiß und immer bergauf. Gut, dass es jetzt oftmals durch den Wald ging, da briet einen die Sonne nicht so.

Wir waren aber nicht die einzigen Mountainbiker, die bei der Hitze unterwegs waren. Am Späneplatz stand einer halbnackt, verschwitzt und mit hochrotem Kopf, herrje, so ähnlich sahen wir wahrscheinlich auch aus…. Kurze Abkühlpause und weiter gings.

Dann kam der Abzweig zum Lothardenkmal und wenn ich schonmal hier war, wollte ich da natürlich nun auch noch hoch. Leider gibts da oben fast keine Bäume mehr, die hat der Sturm damals alle abgesäbelt.

Das waren dann nochmal über 100 Höhenmeter in der prallen Sonne, aber dafür habe ich jetzt auch endlich ein Bild von meinem Radel an besagtem Denkmal. Hah!

Schloss Ortenberg in den Weinbergen bei Durbach
Reiche Beerenernte steht bevor. Massen von Johannisbeeren, aber noch mächtig sauer
Am Lothardenkmal. Endlich habe ich auch ein Bild von mir und dem Radel an diesem etwas gruseligem Gebilde auf 845 m
Roter Fingerhut lugt unter der Holzbank am Lothardenkmal hervor
Hier ist auch das Getreide schon fast erntereif. Ein Bild vom Sommer
Zwei müde Radel im Gras, aber an dieser Stelle ist die Tour noch nicht zuende.


Dann gings runter zur Kornebene, dort gabs nochmal Apfelschorle und Bier. Man konnte gar nicht so schnell trinken, wie man es ausschwitzte bei über 35 Grad.

Danach kam zum Runterfahren noch ein “richtiger” Mountainbike-Pfad, so schmal mit über Wurzeln und Steine fahren und so Sachen. Na ja, das muss ich ja auch mal lernen. War anstrengend (diemal für die Arme und Hände), machte aber Spaß.

Das letzte Stück unten in der Ebene von Gengenbach nach Strohbach hat mich dann fast fertig gemacht. Absolut brutal die Sonne und die Hitze! Das war sogar für mich bisschen viel, als wir in der Pension waren, brauchte ich erstmal ne halbe Stunde im Schatten zum Runterkühlen.

Abends war im Gasthaus Grillparty mit Spanferkel und Riesen-Salatbuffet angesagt. Das war mal richtig lecker und die Gelegenheit, alle verbrannten Kalorien wieder ordnungsgemäß nachzufüllen. Für die lauten und unangenehmen Tischnachbarn konnte ja keiner was….

Später am Abend gabs dann noch ne Extra Show: Ein Mords-Gewitter! Aber sowas von. Blitze, dass es taghell war, Windböen, die ziemlichen Schaden anrichteten und viel Regen, der aber nicht abkühlte.

Das Ergebnis sahen wir am nächsten Tag im Wald. Dort lagen Bäume quer über die Wege und überall Zweige und Äste, ziemlich wüst.

Auch am Sonntag war es früh schon wieder heftig warm und durch die Feuchtigkeit auch noch schwül. Die Tour ging natürlich auch wieder nach oben zur Guttahütte (Getränkepause) und weiter zur Burg Hohengeroldseck. Da wollten wir natürlich rauf zum bisschen Rumgucken und danach wusste Andi ein gemütliches Café in der Nähe. Dort saß man herrlich im schattigen Garten bei Kaffee und Kuchen.

Weiter gings wieder zurück und der Schweiß lief in Strömen. Wir fuhren runter nach Poche zum Golfplatz und von dort wieder rauf zur Guttahütte. Man gönnt sich ja sonst nix und irgendwie mussten wir ja noch paar Höhenmeter zusammenkriegen. :zwinker:

Wieder kurze Pause zum Runterkühlen und dann bergab rollen über den Strohhof nach Strohbach zurück. Das sollte dann reichen. Netterweise durften wir im Quartier noch kurz duschen und dann gings ab nach Hause.

Diesmal war ich schon wesentlich zufriedener mit meiner Fahrerei. Kurze Strecken musste ich zwar immer noch schieben, aber das meiste bin ich ganz gut durchgefahren und es hat sogar Spaß gemacht. Die Gegend dort ist aber auch richtig schön und abwechslungsreich, da kann man ruhig öfter hinfahren. :cool:

verzapft von Ilona um 19:05 Uhr | 1 Kommentar | TB

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Dienstag, 13.07.2010

Sommer im Ländle

An solchen Sommerabenden kann ich die Arbeit gern Arbeit sein lassen und möchte einfach nur nach draussen, um so viel Sommer mitzunehmen wie irgendwie geht.

Konservieren kann man das ja leider nicht: Die Sonne, die Wärme, die laue Luft, den blauen Himmel und das viele Grün mit den bunten Sommerblumen darin. Der Duft frisch gemähter Wiesen oder nach gerade gewendetem Heu. Oder im Wald der Geruch nach Baumharz, wenn es heiß ist wie im Umluftherd. Der leicht kühlende Fahrtwind auf der verschwitzten Haut beim Radeln.

Meine Güte, dieses Jahr ist es aber auch besonders klasse. Das darf gern noch ne Weile so bleiben.

verzapft von Ilona um 21:55 Uhr | 10 Kommentare | TB

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Donnerstag, 15.07.2010

Abendrunde mit Zwischenfall

Heute wieder eine Möglichkeit mehr kennengelernt, um Straßen und Ortschaften möglichst weiträumig zu umfahren. So bin ich noch nie nach Möhringen gefahren, das ging fast die ganze Zeit durch den Wald. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele kleine Wege es hier abseits der “offiziellen” Radwege gibt. Die scheinen auch sonst nicht viele Leute zu kennen, denn die hat man fast immer für sich allein.

Was für ein schöner Abend! Auch die Bewirtung im Cafe Fensterle war klasse. Dort kann man gemütlich im Biergarten sitzen und auch mächtig legger spachteln.

Leider ist auf dem Heimweg ein kleiner Zwischenfall passiert, aber immerhin ist nun auch das neue Radel sturztechnisch eingeweiht. :purzel: Da lag irgendwie ein Stock im Weg und plötzlich lag ich im Dreck. Immerhin konnte ich beim Fliegen noch denken: So ein Mist, das darf doch jetzt nicht schon wieder passieren!

Aber es ist glimpflich ausgegangen. Bisschen abgeschürfte Hände vom Abstützen, die brennen grade ziemlich heftig (kenn ich ja schon von vor zwei Jahren) und am Oberschenkel krieg ich wohl den ultimativen Bluterguss meines Lebens. Gibt es eigentlich ne WM im Bluterguss-Kriegen? Damit hätte ich echte Chancen!

Gottseidank lag da ne Menge altes Laub rum, das hat einiges abgehalten. Aber ausgesehen habe ich wie ein Moorschwein. Herrje. Das Radel hats auch heil überstanden, nur der Höhenmesser hat nen Sprung, funktioniert aber noch.

Na gut. Ist halt so. Hält mich aber nicht im geringsten vom Radeln ab. Nö.

verzapft von Ilona um 22:12 Uhr | 3 Kommentare | TB

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