Endlich Urlaub! Zwar wieder nur eine Woche, aber besser als gar nicht. Und diesmal war die Wettervorhersage auch bisschen optimistischer.
Allerdings hats uns bei der Herfahrt noch etwas das Auto nass getröpfelt und bewölkt wars auch, aber heut wollten wir sowieso nichts Weltbewegendes mehr machen.
Also die Wohnung bezogen, genügend Essensvorräte beim Edeka in Oberstdorf eingekauft (nebst diversen Spezialitäten im Käseladen wie Bergkäse, Obazda, frischer Butter vom Fass und Hirschsalami) und dann erstmal ne Stunde schlafen gelegt.
Beim Aufwachen schien die Sonne, blauer Himmel, nur überm Allgäuer Hauptkamm die üblichen Wolken.
Wir nutzten den Nachmittag zu einer netten Spazierrunde hoch auf die Gaisalpe, dort links vorbei hoch zum Stitzel, runter nach Schöllang und von dort nach Fischen. Dort gabs erstmal Eis, weil die Kneipe unserer Wahl noch zu hatte.
Später im „Bergfrieden“ gabs leckeres bayerisches Bier, essen wollten wir nichts, weil wir „eigentlich keinen Hunger“ hatten.
Der Unterschied zwischen „eigentlich keinen Hunger“ und „satt“ besteht aber nach unserer jetzigen Erfahrung in: einem großen und einem kleinen Salatteller, einer großen Terrine Erbsensuppe mit Würstel und einem Kaiserschmarren mit Apfelmus.
Nun ja. Wir haben ja noch viel vor, das Wetter soll erstmal schön bleiben. Diesmal haben wir auch die Ferienwohnung hier im Dachgeschoß, da hock ich grad aufm Balkon diesmal mit Blick auf den Allgäuer Hauptkamm. Besonders schön zu sehen ist auch der Hohe Ifen. Klasse! Und total gemütlich hier!
Vom vorhergesagten Super-Sonnenwetter war früh nicht viel zu sehen, es war ziemlich bewölkt. Wir stellten fest, dass man im Allgäu wohl ne andere Vorstellung von schönem Wetter hat: Alles, was nicht Regen ist, ist schön.
Demnach wars heute schön und wir machten uns mit dem Auto auf nach Hinterstein. Auf dem bereits bekannten Parkplatz am E-Werk schnürten wir die Wanderschuhe und nach einem kurzen Stück an der Straße gings auch schon bergauf. Zunächst noch im Dorf, dann über die Wiesen und dann führte ein wunderschönes Serpentinen-Weglein immer weiter höher. Zu bewundern gab es den Hintersteiner Wassserfall, der war richtig hoch und führte auch genug Wasser nach all dem Regen.
Dann gings weiter über Wiesen und Kuhweiden mit lustigen Murmeltier-Begegnungen. Hinter uns braute sich was zusammen, was Andi mit misstrauischen Blicken beäugte, ich aber versuchte, so gut wie ging, zu ignorieren. Noch ein Stück hoch über die Wiese, dann waren wir an der Zipfelsalpe, wo es auch anfing zu regnen, da hatten wir das Bier noch nicht bestellt. Herrje! Gutes Timing!
Die Wirtin erzählte uns was vom Schweizer Wetterbericht, der für diesen Tag Schauer und Gewitter vorhergesagt hat. Na klasse, aber davon ließen wir uns nicht abhalten. Von der Hütte aus konnte man nämlich den Bschiesser-Gipfel schon sehen und da wollten wir hoch.
Bier alle – Regen alle und bei schönstem Sonnenschein gings dann weiter, immer weiter einen netten Wiesenweg steil hoch. Bald wurde dieser steiniger und die letzten 200 Höhenmeter gings über in felsigen Serpentinen auf den Berg. Allerdings waren wir nicht mehr alleine, mittlerweile schien alle Welt auf diesen Berg unterwegs zu sein. Merke: Es gibt Männer, die vertragen es ganz schlecht, von einer Frau überholt zu werden. Das gilt wohl auch fürs Wandern. 
Später erfuhren wir, wo die Menschenmassen herkamen: Da gab es eine Bergbahn rauf auf den Iseler, der ist nicht weit entfernt vom Bschiesser. Na ja.
Mittlerweile hatten wir auch die Regenjacken wieder an und es war teils ganz schön ungemütlich, aber die Aussicht auf dem Gipfel war klasse. Von dort sahen wir auch schon den weiteren Weg rüber zum Ponten, richtig fein aufm Grat lang.
Wir hielten uns auch nicht lange auf und ließen die Völkerwanderung hinter uns auf dem Gipfel. Erstmal ziemlich steil runter, dann ein Stück fast ebener gemütlicher Spazierweg (mit prima Aussicht auf den Hochvogel, Daumen und sogar die Höfats konnten wir erkennen).
Dann gings wieder hoch, inzwischen war das Wetter wieder richtig klasse und die Sonne schien. Dass das eine Mogelpackung war, sahen wir, als wir auf dem Ponten-Gipfel ankamen: Drüben im Westen braute sich was richtig Großes zusammen, dort war der Himmel fast schwarz.
Also hielten wir uns auch hier nicht lange auf und machten uns auf den Weg nach unten. Das ging ne ganze Weile gut und war auch richtig nett zu laufen (wie übrigens die ganze Tour bisher), aber dann holte uns das Wetter ein.
Und diesmal hörte es nicht mehr auf, bis wir unten waren. Dank der Regenjacken blieb es ganz gut machbar, aber der Fokus wandelte sich von „möglichst schnell“ nach „möglichst heil“ runterkommen. Denn es war glatt und glitschig und das macht bergab überhaupt keinen Spaß.
Aber schließlich waren wir wieder in Hinterstein am hinteren Parkplatz und wunderten uns darüber, was da los war: Massen von Leuten, sogar mit Bussen wurden sie rangekarrt. Ein Verkehr und ein Lärm wie in der Großstadt, schrecklich.
Wir machten, dass wir wegkamen und liefen vor zum E-Werk. Es regnete immer noch. An der Ostrach wurden dann noch die schlammigen Wanderschuhe geputzt und ab gings nach Reichenbach.
Hier sitzen wir nun frisch geduscht und wieder trocken und sehen dabei zu, wie der Allgäuer Hauptkamm hinter ner Regenwand verschwindet.
Was haben wir eigentlich verbrochen, dass wir neuerdings hier immer son Wetter erwischen?
Trotzdem war es ne klasse Tour, die man gern auch mal umgekehrt laufen kann und dann haben wir Möglichkeiten gesehen, selbige noch zu verlängern. Viele kleine Wanderwege gibt’s da noch!
Eigentlich wäre heute endlich mal das Nebelhorn drangewesen. Das Wetter ließ sich nach einigem Hin und Her prima an und alles hätte gepasst, wenn da nicht mein rechter Fuß gewesen wäre.
Gestern abend fing der nämlich von einer Minute auf die andere an, weh zu tun. Als ich den Bericht geschrieben habe, war noch alles ok und ne Stunde später hatte ich nur noch Schmerzen, die immer schlimmer wurden. Dabei kann ich mich nicht erinnern, irgendwo falsch aufgetreten zu sein oder sowas. Dick wurde auch nichts, nur ne kleine rote Stelle unterm rechten äußeren Knöchel. Später im Bett wars dann so schlimm, dass ich nicht nicht wusste, wie ich den Fuß lagern sollte, damit er nicht weh tat, er tat einfach immerzu weh. Um wenigstens etwas schlafen zu können, warf ich dann ne geballte Dröhnung Voltaren ein und ne Stunde später war alles gut.
Auch morgens war nichts dick und laufen konnte ich gut. Ich merkte zwar, dass da was war, aber ich hatte keine Lust, bei dem schönen Wetter in der Bude zu hocken. Nebelhorn ließen wir aber bleiben, weil ich nicht wusste, wie weit der Fuß mitmachte und so entschieden wir uns für die Runde über die Sonnenköpfe.
Sonnenkopf heißt ja nur einer der drei Berglein gleich hier am Ort. Wir gingen über die Gaisalpe zum Falkenjoch und von dort auf den Schnippenkopf. Dann folgt der Heidelbeerkopf (und da gibt’s wirklich Heidelbeeren zum Sattessen!) und der letzte und niedrigste Berg ist dann der Sonnenkopf. Man muss immer hoch und runter und hat die ganze Zeit einen wunderbaren Blick ins Retterschwanger Tal, die Daumen und die Rotspitze. Ganz zuletzt haben wir auch gesehen, wo wir gestern waren.
Wetter war einfach nur fantastisch: Sonne satt und ein paar weisse fluffige Wölkchen.
Nach dem Sonnenkopf blieben wir noch auf dem Höhenweg und stiegen dann Richtung Hinang ab, erstmal bis zur Sonnenklause. Dort gabs hopfenhaltige Erfrischungsgetränke und mit nem kleinen Schwips gings weiter abwärts. Die Hinanger Wasserfälle mussten wir auch noch besichtigen, richtig gut gemacht, nur die blöden Blechtreppen überall verschandeln den Anblick ein bisschen.
Runter an die Iller und an dieser nach Fischen. Dort saßen wir über ne Stunde am Ufer, füßebadenderweis, ließen es uns gut gehen und genossen den Sommer. Nebenbei eine Gruppe Bootfahr-Anfänger beim Üben zugeguckt.
Schließlich landeten wir wieder im Bergfrieden bei großen Salattellern gefolgt von Krautspätzle, hach war das wieder gut!
Das Bein hat den ganzen Tag gut durchgehalten. Selbst jetzt, wo die Voltaren-Dröhnung garantiert nicht mehr wirkt, merke ich nichts mehr. Einer ne Ahnung, was das gewesen sein könnte?
Wenn morgen das Wetter mitspielt, ist das Nebelhorn aber sowas von dran!
Heut gab zeitiges Frühstück. Na ja, halb sieben, aber immerhin ist ja Urlaub und noch sind die Tage lang genug. So zeitig nur deshalb, weil man bei Sommer-Sonnenwetter den Aufstieg gern bis Mittag hinter sich haben sollte.
Ziel war heut das Nebelhorn, aber nicht auf dem Touri-Weg und schon gar nicht mit der Seilbahn, sondern wir wollten den Gratweg vom Gaisfußsattel laufen, den es eigentlich gar nicht gibt und der auch nicht ausgeschildert ist.
Los gings auf bekanntem Weg hoch zur Gaisalpe, Großer und Kleiner Gaisalpsee bis an die Stelle, wo uns im Juni wegen dem Schnee der Weg abhanden gekommen war. Heute gabs keinen Schnee, dafür viele bunte Blumen und jede Menge Kühe. Bis zum unteren Gaisalpsee hab ich mächtig mit meiner Kondition gekämpft, aber die ersten 500 Höhenmeter sind immer die schlimmsten, danach gings dann besser.
Dann waren wir auf diesem Sattel und sahen schon einen Mitstreiter auf dem Grat stehen und die Karte checken. Bald war der weg und wir hinterher, die Stäbchen am Rucksack festgeschnallt, weil wir jetzt beide Hände zum Klettern brauchten. Auf dem Grat wars schonmal schön abenteuerlich, weils rechts und links steil runter ging und viel zum Festhalten war auch nicht da. Und auch der Rest war eine feine abenteuerliche Kletterei, bei der man mächtig aufpassen musste, nicht vom Weg abzukommen.
Besagter Weg führte tatsächlich über jeden kleinen Mugel auf dem Grat, sogar den letzten großen Kegel vor dem Nebelhorn (Angel, hat der nen Namen, da steht ein Steinmännchen drauf?) mussten wir hoch. Von dort konnte man prima die steil abfallende Nordwand des Nebelhorns sehen, incl. des auf dem Gipfel stattfindenden Volksfestes (es hatte genug Leute für drei Volksfeste dort oben).
Noch ein Stück über einen Grat, dann mündete der Normalweg von weiter unten ein und man traf wieder auf Leute.
Oben angekommen liefen wir Slalom durch die „Nebelhornbahntouristen“ und liefen den Gratweg runter zum Edmund-Probst-Haus. Dort gabs ein Päuschen mit Bier und Apfelschorle und wir freuten uns schon mal, wie klasse das gerade war. Endlich mal wieder ne schöne Kletterei, auch wenn ich immer erst die Hemmschwelle überwinden bzw. meinen Tunnelblick aufsetzen muss, der mich davor bewahrt, allzuviel über die Tiefe nachzudenken.
Weiter gings Richtung Seealpsee und von dort den Gleitweg runter ins Oytal. Den waren wir ja vor nem Jahr schonmal hochgelaufen und als Alternativ-Abstieg vom Nebelhorn ist er bestens geeignet. Ansonsten kann man nämlich von dort nur zurücklaufen zum Gaisalpsee oder die Straße runter „strafwandern“. Beides wollten wir nicht.
Am Oytalhaus gabs nochmal Getränkepause und dann das ultimative Abenteuer des heutigen Tages, wogegen sich die Gratkletterei ausnahm wie Pillepalle: Mit dem Oytalroller zurück nach Oberstdorf!
Meine Güte, war das ein Spaß! Bin ja schon ewig keinen Roller mehr gefahren und die Teile machen so richtig Spaß. Treten muss man kaum, weil es die ganze Zeit nur bergab geht.
Von Oberstdorf aus dann an der Iller zurück nach Rubi und von dort hoch nach Reichenbach. Hier hätte es für mich auch mal der Bus getan, weil ich heftig müde Beine hatte, aber dann hätte ich die Badestunde an der Iller verpasst und das wäre ja schade.
Das war schon wieder ein klasse Sommer-Urlaubstag! Mit ner Tour, die Andi wieder mal fein ausgesucht hatte. Nie im Leben wäre ich allein auch nur auf die Idee gekommen, da rüber zu klettern!
Wetter ist heute undefinierbar, mal sieht es aus, als ob es jeden Moment zu regnen anfangen will, mal scheint die Sonne. Dementsprechend unentschlossen sind wir, was unsere Unternehmungen heute betrifft. Ich bin ehrlich gesagt nicht undankbar über die heutige Untätigkeit und verbringe den Vormittag beineausruhend und strickend auf dem Balkon.
Ab und zu regnet es dann tatsächlich und wir lassen auch die geplante Radtour sein und fahren stattdessen mit dem Auto nach Sonthofen ins “World of Outdoor”. Shoppen geht ja immer und so bin ich bald Besitzer eines nigelnagelneuen Wanderrucksackes.
Den Kauf eines dritten Paares Wanderschuhe breche ich gottseidank rechtzeitig zur Vernunft kommend ab. Alsdann probiere ich wiederum zahlreiche Wanderhosen an, um auch nur wieder festzustellen, dass es sowas für mich scheinbar nicht gibt. Ich seh darin entweder aus wie ne Presswurst oder wie ne Magersüchtige. Dann eben nicht.
Der Rest des Tages findet dann wieder auf dem Balkon statt: Ausruhen und dem Wetter beim Schlechterwerden zugucken.
Heute regnet es gleich früh ziemlich eindeutig, was die Anzahl der in Frage kommenden Unternehmungen doch stark einschränkt.
So schnappen wir uns den leeren Bierkasten und fahren zum Auffüllen desselbigen nach Obersdorf. Beim Edeka hats auch nen feinen Bäcker, bei dem wir dann nach getaner Arbeit erstmal gemütlich frühstücken.
Anschließend gibts noch nen Shopping-Bummel durch Oberstdorf und nen Kaffe mit dem sagenhaften Schokokuchen im McCafé. Dem restlichen Regen des Tages lauschen wir lesend bzw. strickend auf dem Balkon, ich krieg sogar die meisten Fotos schon fertig bearbeitet.
Zu Abend gibts dann nur noch Käse-Hirschsalami-Häppchen mit Radieschen, denn wenn man den ganzen Tag nichts tut, hält sich auch der Appetit in Grenzen.
Dem heutigen Wetter zufolge könnte man heute den gestrigen Tag glatt so fortsetzen. Wollen wir aber nicht, weils langsam mal wieder nervt, dieses Wetter.
Also packen wir das Regenzeug ein und machen uns auf durch den Tobelweg. Oben angekommen, müssen wir die Regenjacken auch schon anziehen. Freitag, der 13? Nö, wer glaubt den so einen Quatsch!
Weiter gehts auf dem Walraffweg im schönsten Nieselregen nach Oberstdorf, wo wir uns um den Ort drumrum über Ottschaften wie Reute und Jauchen schlängeln, um auf der anderen Seite wieder ins McCafé einzufallen.
Nach der Kaffee- und Aufwärmpause finden wir einen hübschen neuen Wanderweg durch Wälder und über Wiesen auf den Jägersberg und von dort gemütlich runter nach Fischen. Da macht sogar der Regen Spaß.
In Fischen findet eine Art mittelalterliches Stadtfest statt, dessen Ereignishorizont kaum umgehbar ist. Wir finden unsere Stammkneipe trotzdem und verspachteln zwei wunderbare Schnitzel. Hab ich lange nicht so gut gegessen, vor allem weil man das Fleisch nicht zwischen der Panade weggezogen hatte…
Satt und zufrieden gingen wir im Regen nach Hause und hofften für den nächsten Tag auf besseres Wetter.
Das war mal was ganz anderes: Heute hatten wir eine Verabredung mit Angel und ihrem Allgäuer und würden zu viert loslaufen. Gottseidank machte auch das Wetter heute mal keine Sperenzchen und zeigte sich von seiner besten Seite: Sonnig und warm. Die Vorhersage lautete allerdings anders, aber das wurde ignoriert. War auch richtig so, wie sich zeigen sollte.
Nun ja, die Tour kann man durchaus als Highlight des Urlaubs bezeichnen. Oder doch die mit der Nebelhorn-Kletterei? Ist ja auch egal.
Es ging von Hinterstein aus zur Willersalpe und von dort über den Nordwestgrat zum Gaishorn. Das allein war schon klasse, vor allem die Aussicht von dort oben, die Bilder sagen ja schon ein bisschen was. Und das war auch schon ne hübsche Kletterei auf dem Grat, aber es sollte noch besser kommen.
Da das Wetter nach wie vor stabil war, beschlossen wir (d. h. eigentlich ich, denn ich hab schon gemerkt, dass die netten Leutchen um mich herum mir als schwächstem Bergsteiger das letzte Wort darüber gelassen haben), dass wir das Rauhhorn noch dran hängen. Das war dann mal ein richtig schrofeliger Berg oder Felsen, von dem man im Leben nicht annimmt, dass man ihn besteigen kann, das sah vom Gaishorn schon mächtig spannend aus.
Kann man aber und sogar frau. Dieses Mal musste man schon bisschen mehr klettern, aber das hat Spaß gemacht und ehrlich gesagt, fühlte ich mich auch gut aufgehoben in unserm Viererklub mit lauter erfahrenen Leuten um mich drumrum. Da wir auf dem gleichen Weg wieder zurückmussten, hätte ich auch jederzeit sagen können, nee, das ist mir zu schwierig, ich mach das lieber nicht.
Aber da steht mein Ehrgeiz drüber und der Spaß, den so ne Kletterei in luftiger Höhe macht, wohl auch. Und das Erfolgserlebnis ist ja auch nicht zu verachten.
Zurück musste man dann alles wieder abklettern, davor hab ich mich bisschen gefürchtet, aber es ging besser als ich dachte.
Dann machten wir uns an den Abstieg auf dem Normalweg zurück zur Willersalpe, dort ne kurze Radlerpause mit ner leggeren „Fettbemme“ und dann wieder runter nach Hinterstein. Hier trennte sich dann unser Viererhaufen wieder.
Hat Riesenspaß gemacht mit euch, nochmal danke für die tolle Tour. Im übrigen bin ich ganz schön stolz auf mich, dass ich mit den ganzen „Bergprofis“ mithalten konnte.
Und zu guter letzt noch ein paar richtig feine Bilder, geknipst von Andrea und Ralle, die eindeutig die besseren Bergfotografen sind (und schon wieder danke!):
Seit diesem Vorfall entwickelt sich wohl bei mir ne Mordsblockade im Kopf, was das Mountainbiken betrifft.
Dass ich darin nie ne große Heldin sein werde, das ist mir von vornherein klar gewesen, aber dass es sich so entwickelt, finde ich jetzt bisschen bescheuert.
Wir waren wieder in Strohbach im Schwarzwald und dieses Mal war es ein einziges Trauerspiel. Beim Berghochfahren fehlt mir die Kraft oder die Kondition, oft auch nur die Geschicklichkeit, einfach weiterzufahren, wenns ein bisschen holperig wird und beim Runterfahren mach ich mir in die Hosen vor Angst. Ergo schiebe ich das Rad erst auf den Berg, um es dann wieder runter zu schieben.
Wenn ich denn mal was fahren kann, hab ich gar nichts von der schönen Landschaft, ich seh nicht mal nen Pilz am Wegesrand, weil ich mich dermaßen auf den Weg konzentrieren muss vor lauter Angst, dass da wieder ein Stein oder ein Ast im Weg liegt und ich stürzen könnte.
Das ist, glaube ich, nicht ganz der Sinn der Sache und macht auch keinen Spaß. Ich bin hochgradig frustriert und enttäuscht von mir und hab auch keinen Plan, was ich dagegen tun kann.
Unglaublich, was dieses Jahr hier in den Wäldern für Pilze rumstehen! Soviel hab ich noch nie hier auf einmal gesehen, ist nämlich nicht grad ne Pilzgegend hier, obwohl es soviel Wald gibt. Gut, die meisten davon kenne ich nicht und die landen auch deshalb nicht im Kochtopf, aber fotografieren kann man die Teile ja.
Gestern waren wir wandern im Donautal und da sind uns ziemlich ungewöhnliche Pilzerscheinungen vor die Linse gekommen. Wir sind die Pfannenstielrunde nochmal gelaufen (nur andersrum von Fridingen aus übers Gansnest) und da wir damit mittags schon fertig waren, haben wir gleich noch eine ausgedehnte Runde um den Stiegelesfels herum angehängt. Kann man prima auch im Sommer machen, nur die Aussicht ist im Winter besser, weil dann die Bäume entlaubt sind. 
War wieder ein feiner, langer Spaziergang und es ist schon erstaunlich, wie wenig Leute bei dem schönen Wetter (zu Fuss) unterwegs waren. Zumindest an den Stellen, wo kein Parkplatz in unmittelbarer Nähe war. Am Knopfmacherfels haben wir dann gesehen, wo die alle waren… Der Parkplatz voll Autos und Motorräder und die Gaststätte dementsprechend brechend voll.
Und hier noch ein paar Fotos meiner Pilzbeute:
So, und jeder der von irgendeinem Teil da oben den Namen weiß, bitte in die Kommentare. Wir tun uns nämlich irgendwie schwer mit der Wiedererkennung dieser Pilze in irgendwelchen Büchern.