Seit diesem Vorfall entwickelt sich wohl bei mir ne Mordsblockade im Kopf, was das Mountainbiken betrifft.
Dass ich darin nie ne große Heldin sein werde, das ist mir von vornherein klar gewesen, aber dass es sich so entwickelt, finde ich jetzt bisschen bescheuert.
Wir waren wieder in Strohbach im Schwarzwald und dieses Mal war es ein einziges Trauerspiel. Beim Berghochfahren fehlt mir die Kraft oder die Kondition, oft auch nur die Geschicklichkeit, einfach weiterzufahren, wenns ein bisschen holperig wird und beim Runterfahren mach ich mir in die Hosen vor Angst. Ergo schiebe ich das Rad erst auf den Berg, um es dann wieder runter zu schieben.
Wenn ich denn mal was fahren kann, hab ich gar nichts von der schönen Landschaft, ich seh nicht mal nen Pilz am Wegesrand, weil ich mich dermaßen auf den Weg konzentrieren muss vor lauter Angst, dass da wieder ein Stein oder ein Ast im Weg liegt und ich stürzen könnte.
Das ist, glaube ich, nicht ganz der Sinn der Sache und macht auch keinen Spaß. Ich bin hochgradig frustriert und enttäuscht von mir und hab auch keinen Plan, was ich dagegen tun kann.
Vielleicht einfach nur akzeptieren, dass man mal etwas nicht kann. Wäre ja nicht auszuhalten, wenn du auf jedem Gebiet super wärst.
Nee, so einfach ist das nicht, weil ich WILL das ja gerne machen. Und super will ich gar nicht sein, den Anspruch hab ich nicht, fürn Hausgebrauch würd mir schon reichen. Aber ohne Angst halt.
Langsamer anfangen vielleicht. Weniger steil hoch und erst mal auch weniger steil runter. Und runterwärts die weniger holprigen Strecken nehmen. Trials erst mal im (halbwegs) Flachen üben.
Und dass man beim Mountainbiken nichts ausser der Strecke sieht, die man fährt, würd ich als Einschränkung hinnehmen. Mein Dad sagte schon vor Jahren: Entweder Laufen oder Gucken, nicht beides auf einmal. Ging zwar ums Bergsteigen, aber das passt zum Biken auch.
Das ist eigentlich genau mein bevorzugter Plan, Angel.
Die anderen beiden Optionen wären:
1. Das Rad hübsch sauber putzen, übern Winter inne Garage stellen und im nächsten Frühjahr von vorn anfangen in der Hoffnung, dass der Kopf die Blockade inzwischen vergisst. Und
2. Das Rad hübsch sauber putzen und verkaufen.
Wobei 2. bedeuten würden, aufzugeben und das ist so gar nicht mein Ding. Also erstmal ganz kleine Brötchen backen, denk ich…
Also erst mal das Rad hübsch sauber putzen, ist doch schon mal ein Anfang. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Blockade so schnell nicht verschwindet. Aber irgendwie ist man so verliebt in das Dingens, dass Verkaufen nicht drin ist.
Nee nee. Also das Ganze noch mal von vorn.
Nächstes Jahr erst? Laaaach. Da kenne ich Ilo aber anders.Heute ist Dienstag. Hast maximal 3 Tage zum Putzen.
Ilona ist unbesiegbar – und sie kann fliegen!
So einen Berg mit Tempo 200 runterzurasen ist doch eine Kleinigkeit für Sie.
Es lebe unser (Super) Sudossi Girl!
Samstag in einer Woche ist auf der EUROBIKE Messe in Friedrichshafen der öffentliche Tag. Da könnte man sich auch neue Mountainbikes mit Elektropower anschauen. Dann kommt man jeden Berg rauf und hängt die meisten Männer ab. Wäre auch nicht weit weg von Spaichingen und man wäre schon mal am Bodensee zum Beine in den Tümpel hängen lassen.
Ich bin vor einer Weile mal so ein Ding gefahren und war ganz begeistert. Konnte zum ersten Mal in meinem Leben meinen Hausberg hochfahren. Oben war ich zwar außer Puste aber das war schon toll endlich mal nicht schieben zu müssen. (Und das mit weit über 100 kg!)
EUROBIKE ist glaub ich die größte Fahrrad-Messe Europas
Jörg! Du müsstest mich zwischenzeitlich gut genug kennen, um zu wissen, dass so ein “Rollstuhl” für mich nicht in Frage kommt. Wenn ich mal nur noch auf diese Weise radeln kann, dann lass ichs ganz.
Manchmal hab ich den Eindruck bei dir, dass du so lange provozierende Kommentare hier schreibst, bis du irgendeine Reaktion von mir bekommst. Sowie du die hast, kommt deinerseits gar nix mehr.
Hast du ein Problem mit ADS?
Son Fahrrad mit über 100kg schiebt sich sicher nich so leicht, was wird erst der Fahrer wiegen
Nö hab kein Problem mit ADS, aber eines ohne GPS.
Im Übrigen bin ich mir nicht sicher ob man jede Blockade im Kopf auch überwinden sollte. Es wird schon seinen guten Grund haben warum der Mensch von Natur aus ängstlich ist. Zeitgenossen die ihre Grenzen immer weiter verschieben landen dann halt irgendwann mal zerschmettert in der Schlucht. Nur weil wir in verrückten Zeiten leben muss man doch noch lange nicht allen Blödsinn mitmachen. Natürlich beginnt die Schmerzgrenze bei jedem ab einem unterschiedlichen Zeitpunkt.
Mein Tipp: Nicht den Mut verlieren und unbekümmert weitermachen. Beim erreichen einer Grenze aber nicht unbesonnen darüber hinweggehen.

Andi als Fahrrad Spezialist muss ich dir erst mal erklären das so ein Pedelec ganz sicher keine 100 kg wiegt. Die Guten wiegen kaum mehr als ein normales Fahrrad. Auch ohne Motor kann man damit sehrgut fahren. Bei den Hochwertigen werden nur hochwertige Komponenten verbaut. Nicht wie bei den Mountainbikes aus dem Supermarkt. Mit der verbauten Hydraulikbremse am Kalkhoff Fahrrad bin ich mir sehr sicher vorgekommen. Manche Angst beim Bergrunterfahren kommt ja ev. auch vom Wissen um windige Bremsen am Fahrrad.
Also in Zukunft lieber ein hochweritges Mountainbike kaufen!
Zum Fahrer hast du leider recht. Nicht umsonst bin ich im Ü100 Fanclub.