Samstag, 10.09.2011

Anreise und Einlaufspaziergang

Wir sind ziemlich früh unterwegs und nach dem obligatorischen Tankstellenfrühstück in Oberstauffen treffen wir gegen 9 in der Ferienwohnung in Oberstdorf ein.

Da haben wir ein richtiges Schmuckstück erwischt. In einem alten Bauernhaus, aber fast zentral in Oberstdorf gelegen. Riesengroße Südterrasse mit Aussicht zum Allgäuer Hauptkamm, die Nebelhornbahn fährt ganz in der Nähe vorbei. Logenplatz für die Sprungschanzen ist auch inclusive, die liegen gleich linker Hand am Schattenberg.

Wir sind begeistert, stellen unsere Sachen rein und gehn erstmal Lebensmittel einkaufen, danach auspacken, einrichten und Terrasse ausprobieren.

Wetter ist herrlich sommerlich, deshalb entschließen wir uns zu einem kleinen Einlaufspaziergang: Den Faltenbachtobel rauf zur Station Seealpe, an dieser vorbei am Faltenbach entlang hoch Richtung Nebelhorn, da soll es irgendwo die sogenannte Fischerrinne geben, die hoch auf den Schattenbergkamm führt.

Wir sehen mehrere Möglichkeiten dafür, aber ein Zustieg findet sich nicht eindeutig, das werden wir wohl von oben erkunden müssen. ;-)

Nach einer Weile geht der Weg in Asphaltstraße über, wir kehren um und laufen zum Cafè Breitenberg, dort gibts ne Bierpause. Danach gehts weiter über den Walraffweg nach Reichenbach, von dort rüber nach Fischen, wo wir genau richtig fürs Abendessen am “Bergfrieden” aufschlagen. Die Kellnerin erkennt uns wieder (wie jedes Jahr), wir mampfen lecker Schnitzel und laufen danach an der Iller zurück nach Oberstdorf.

Das war dann mal ne mächtig lange Runde zum Auftakt, dafür wars nicht gleich so hoch.

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Sonntag, 11.09.2011

Schattenberggrat und Gleitweg

Es ist Sonntag und Sommerwetter, um den zu erwartenden Touristenmassen auf den Wanderwegen auszuweichen (Viehabtrieb ist auch derzeit überall), beschließen wir, die Sache mit dem Schattenberggrat nochmal zu probieren. Mal gucken, wie weit wir kommen.

So machen wir uns erstmal an den steilen und anstrengenden Aufstieg auf den Schattenberg. Das kennen wir ja schon. Der Schweiß rinnt, es ist früh schon ganz schön heiß, gut dass es erstmal nur im Wald nach oben geht. Ich merke, dass ich alles andere als fit bin, na ja, wir haben ja Zeit zum Trainieren.

Am Gipfelkreuz gibts ne Pause mit herrlicher Aussicht auf Oberstdorf und die Täler, dann machen wir uns auf den Weg.

Der Weg auf dem Grat, tendenziell immer bergauf und mit viel Sonne

Und dieser ist eigentlich bis zum Seeköpfle immer gut zu finden, man muss sich anfangs und auch zwischendrin durch haufenweise Latschen kämpfen, manchmal ist es bisschen schrofig, aber immer gut zu laufen. Und immer mit wunderbarer Aussicht nach rechts und links in die Täler.

Es geht immer rauf und runter, aber tendenziell rauf und: Es ist heiß, heiß, heiß! Auf dem Grat kann man der Sonne nicht ausweichen, der Name Schattenberg ist in dem Fall mal nicht Programm.

Auf dem Seeköpfle (Gipfelkreuz) gibts Aussicht runter zum Seealpsee und ne kleine Pause, die ich dringend nötig habe. Links können wir den “Strafwanderweg” (sprich: mordssteile Asphaltstraße) hoch zum Edmund-Probst-Haus bewundern. Du meine Güte!

Wir suchen unseren Weiterweg und steigen aber irgendwie zu weit ab, so dass wir weglos durchs Gras wieder rauf klettern auf den Grat und gleich danach geht die Graskletterei weiter steil rauf auf den Hüttenkopf. Das ist dann der letzte große Grasbuckel vor dem Zeigersattel.

Balanceakt nach dem Hüttenkopf

Aaaber: Danach kommt noch ein Stück ziemlich schmaler Gratweg, der teilweise auch schrofig ist. Ich kriege die Balanciererei aber ganz gut hin und um die Schrofen lässt es sich gut klettern und festhalten. Nix, was ich nicht wiedermachen würde.

Dann sind wir am Zeigersattel, der ziemlich übervölkert ist, aber das war ja zu erwarten. Wir suchen uns ein Plätzchen für ne Pause, ich sollte was essen, aber mir ist schlecht, vermutlich vor Anstrengung und Hitze. Kopfweh hab ich auch, aber Aspirin dabei.

Jetzt haben wir drei Optionen: Mit der Nebelhornbahn runterfahren (näää, das geht gar nicht), den Strafwanderweg runter (igittigitt) oder mal wieder der Gleitweg ins Oytal.

Wir entscheiden uns für letzteres und sind froh, dass wir vorher nochmal am Brunnen der (leider geschlossenen) Seealphütte Wasser auffüllen können, denn auf dem Gleitweg ist es nochmal richtig heiß.

Wir überholen ein älteres Paar, der Mann läuft ganz vorsichtig, denn von seinem Schuh löst sich gerade die Sohle ab. Das kann man auch brauchen wie ein Loch im Kopf.

Endlich am Oytalhaus angekommen, gibts Bier und Holunderschorle und danach zwei Oytalroller, die uns komplett anstrengungsfrei nach Oberstdorf zurückbringen.

Schöne interessante Tour weitab vom Getümmel. Die Hitze und die (noch) fehlende Fitness hat mich aber ganz schön mürbe gemacht, herrje!

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Montag, 12.09.2011

Erholungstag

Wieder schönes Wetter, aber heute wollen wirs bisserl langsamer angehen lassen. Der Freibergsee und danach noch die Runde, die wir voriges Jahr zum Einlaufen gemacht haben am Söllereck.

Nun ja. Bis zum Freibergsee hat alles geklappt und dann war dort diese gemütliche (neue?) Gaststätte, wo wir eigentlich nur ne Bierpause machen wollten. Aber dann wurde haufenweise leckeres Essen an uns vorbei getragen, dass wir nicht wiederstehen konnten und uns auch was bestellten. Damit haben wir uns dann auch gut Zeit gelassen und nebenbei Leute geguckt.

Danach sind wir dann noch zur Skiflugschanze gelaufen, haben das Söllereck Söllereck sein lassen und sind in einer gemütlichen Runde über Schwand nach Oberstdorf zurück.

Abends haben wir dann das Schützenhaus entdeckt. Liegt gleich um die Ecke bei der FeWo, hat nen gemütlichen Biergarten und unglaublich leckeres Essen. Ausser den normalen (bayerischen) Gerichten gibts auch was Bulgarisches und so wanderte bei jedem Besuch dort ein Schopska-Salat in meinen Bauch. Den liebe ich über alles und der schmeckt halt nur beim Bulgaren.

Kleines Manko an dem Abend: Es gab Live-Musik mit einem Alleinunterhalter bayerischer Art, immerhin konnte wenigstens er über seine uralten Plattwitze lachen. Einfach nervig, der Typ.

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Dienstag, 13.09.2011

Kegelköpfe, Bettlerrücken, Kreuzeck, Rauheck

Früh um sieben gings los nach nem Kaffee, Frühstück hatten wir dabei. Die Kegelköpfe, Kreuzeck und Rauheck waren heute unser Ziel. Zuerst ziemlich eben an der Trettach entlang, dann links weg über den Hölltobel hoch nach Gerstruben. Sehr schöner Tobel-Weg übrigens.

Nun begann die Wegsuche.Zunächst auf dem Wanderweg zur Spielmannsau runter zum Bach, diesen überqueren und dann sollte von der Rautalpe (eine Hütte) ein Weg links hoch gehen. Den haben wir nicht gefunden, sondern sind weglos in die nach unserem Dafürhalten richtige Richtung gegangen.

Das war ganz schön nass im hohen Gras, aber nach kurzer Zeit fanden sich Trittspuren, die bald in einen richtigen kleinen Pfad übergingen, der nicht mehr zu übersehen war.

Dieser ging dann im Zickzack ca. eine Stunde schick nach oben, eigentlich gut zu laufen, an ein paar Stellen musste man gucken, dass man sicher tritt. Es mündet in eine Hochwiese, die sich Gündle nennt. Der Pfad biegt hier rechts ein und quert ganz deutlich nach Westen rüber, wir sind dem gefolgt und waren aber nicht sicher, ob das stimmt. Eigentlich sollten wir ja auf den Grat rauf.

Auf dem Gratweg zu den Kegelköpfen

Also wieder zurück und nochmal im Gündle geguckt, aber es war kein anderer Weg zu entdecken. Auf der Westseite wurde der Weg immer undeutlicher, das Gras immer höher und nasser, aber wir dachten immer: Da vorne gehts bestimmt gleich hoch zum Grat.

Dann standen wir an “Andreas Hütte” und wussten, dass wir verkehrt waren. Aber trotzdem ein schönes Fleckchen in der Sonne mit netten Ausblick ins Traufbachtal.

Wir beschlossen, weglos die steile Wiese durchs Heidelbeergestrüpp hinauf auf den Grat zu steigen. Puh, war das anstrengend! Und nass! Meine Schuhe muss ich wohl reklamieren, so nasse Füße kann ich barfuss auch kriegen.

Erst hinterher haben wir gelesen, dass es an dieser Stelle sogar Einheimische nicht besser wussten. zwinker

Auf dem Grat fanden wir nicht nur den Weg wieder, sondern es bot sich auch eine überwältigende Aussicht. Besonders die Höfats sieht von da richtig gut aus.

Die Gipfelbank auf den Kegelköpfen

Der Gratweg war dann prima zu laufen, der Gipfel ist nicht zu übersehen, da steht nämlich eine Bank drauf! Wir trauten unseren Augen kaum. In dem Kasten daran war aber kein Gipfelbuch, sondern eine Gedenkkarte an einen im Juni diesen Jahres verunglückten Bergsteiger.

Die Höfats und ich

Als wir dann den Abstieg sahen, verging uns der Appetit, das ging mordssteil, fast senkrecht im Gras runter! Wir beschlossen, erst zu frühstücken, wenn wir heil unten angekommen waren, wäre ja schade ums Essen. zwinker

Gut, dass es trocken war, so war die Angelegenheit machbar. Ich bin zwar teilweise aufm Pops runtergerutscht, so hab ich mich sicherer gefühlt. Weiter unten flacht es dann ab und mündet in einem bewaldeten Sattel.

Die schönen Höhenmeter! Später müssen wir das und noch mehr alles wieder hoch, was man vom Gipfel übrigens schon gut erkennen konnte: Der Aufstieg über den Bettlerrücken zum Kreuzeck = ca. 700 Höhenmeter.

Am Waldrand wurde dann gefrühstückt und dann gings zur Sache. Es war lang, steil und sehr sonnig. Ich musste echt alles geben uffz und schaffte es nur mit regelmäßigen kleinen Verschnaufpausen, aber ich schaffte es.

Schließlich waren wir oben am Kreuzeck und hatten eine Mordsaussicht. Kleine Fotopause und schon gings wieder ein Stück runter und dann nochmal 120 Höhenmeter bergauf zum Rauheck, das war der Endspurt. Geschafft!

Wir sehen unten die ersten Wolken heranziehen und machen uns an den laaaangen Abstieg. Der ging erst durch Schotter zum Seichereck, das wir schon von der Eissee-Tour aus 2009 kannten.

Aussicht genießen auf dem Rauheck

Inzwischen sind alle höheren Gipfel komplett wolkenverhangen, so schnell kann es gehen da oben! Wir treffen zwei Bergsteiger, die trotzdem noch zum Rauheck raufwollen.

Die modrige Rutscherei zum Älpelesattel runter hatte ich auch verdrängt, dass ist immer noch so doof wie beim ersten Mal. Ich bin müde und muss echt alle Konzentration aufwenden, um nicht in den Modder zu fallen. Meine Beine jammern arg, tun aber ihren Dienst.

Vom Älpelesattel wählen wir den Weg nach Dietersbach. Eigentlich wollten wir ins Oytal und dann wieder mit den Rollern, aber der Abstieg ist genau so rutschig wie bisher.

Zur Dietersbach-Alpe ins Gerstrubener Tal ist es trockener und an der Alpe erwartet uns eine Pause mit reichlich Getränken. Ich bestelle ein Paar neue Füße, haben sie aber wohl grad nicht. zwinker

Dann durchs Tal nach Gerstruben und auf dem gleichen Weg wie früh zurück nach Oberstdorf. Die lange Latscherei verlangte nochmal alles ab, obwohl es ja flach daher ging.

Insgesamt eine wunderschöne, aussichtsreiche Tour, die mit insgesamt 27 km und 1900 Höhenmetern zu Buche schlägt. Bei den Zahlen darf frau auch mal erschöpft sein, glaube ich.

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Mittwoch, 14.09.2011

Pause

Diese roten Schuhe musste ich einfach haben

Nach dem anstrengenden Tag gestern sind wir heute mit Ausruhen dran. Immerhin reicht es, um ein paar neue Wanderschuhe für mich zu shoppen und zum Kaffeetrinken zu McDoof zu “wandern”.

Das muss dann auch reichen, ansonsten versuche ich, die Muskel-Großkatze in meinen Oberschenkeln unter Kontrolle zu bekommen. Hinsetzen und aufstehen ohne Abstützen geht gar nicht. Weia!

verzapft von Ilona um 15:14 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Donnerstag, 15.09.2011

Retterschwangtal und Gängele

Mein Muskelkater war immer noch nicht weg, aber das Wetter war so klasse und Bewegung sollte schon sein heute, also musste eine Reha-Tour her.

Die Rotspitze aus dem Retterschwangtal

Früh wars zwar noch neblig, aber blauer Himmel lugte schon mal durch und so gings mit dem Bus nach Hinterstein zum E-Werk-Parkplatz. Das ist ganz praktisch, man muss in Sonthofen umsteigen, hat aber sofort Anschluss dort.

Wir laufen über den Jägersteig ins Retterschwangtal vorbei am Mitterhaus. Links geht es hoch zur Hasenegg-Alpe, aber das ist für heute zu anstrengend.

Immer weiter hinter ins Tal, der Weg steigt ganz langsam und gemütlich an, die Sonne kommt raus und wir sind begeistert von dem Tal, macht richtig Spaß. Kurz vor der Entschenalpe machen wir Frühstückspause mit Aussicht zurück ins Tal runter. Eine Radlerin kommt von oben (keine Ahnung woher) und bremst sich langsam runter.

An der Entschenalpe. Da hinten gehts hoch zum Gängele

Wir laufen an der Entschenalpe vorbei, da ist auch der Fahrweg zuende und geht in einen Wanderweg über, der nun im Zickzack bis hoch ans Gängele ansteigt. Rechts ist der Entschenkopf, wir laufen nach links.

Am Gängele sind wir über die Versicherungsdrahtseile froh, weil alles nass und glitschig ist. Bisserl unangenehm zu laufen. Wir überlegen kurz, wie wir weiterlaufen, entscheiden uns aber gegen die große Runde übers Gaisalphorn, sondern gehen runter über die Gaisalpseen zur Gaisalpe.

Auf diesem (nicht gerade einfachen) Wanderweg überholen uns doch glatt zwei Mountainbiker! Wir sind verblüfft und ich frage, wo sie denn herkommen. Vom Rubihorn, war die Antwort. Ahh ja. Ist wohl ne neue Trendsportart: Bike-Tragen.

An der Gaisalpe gibts leckeres dunkles Bier mit Namen Korbinian, dort ist ganz schön was los, ne Menge Leute unterwegs heute.

Wir laufen auf dem Walraffweg nach Hause und haben dann auch den Plan für morgen fertig. Eingekauft werden musste auch noch.

Abendessen gibts wieder im Schützenhaus, diesmal rein Bulgarisch, leider haben wir vergessen, wie das leckere gebackene Gericht aus dem Tontöpfchen hieß.

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Freitag, 16.09.2011

Kleiner Daumen

Ziemlich früh gings los, diesmal mit dem Auto nach Hinterstein ans E-Werk und dann erstmal wieder wie gestern über den Jägersteig zum Mitterhaus. Wetter läßt wieder mal nichts zu wünschen übrig, es ist herrlich sonnig und warm.

Am Mitterhaus konnten wir einige renitente Kühe beobachten, die sich mittel Flucht der Abtreibung zu entziehen versuchten. Aber mal im Ernst, für die armen Viecher ist das ja Stress pur, die kriegen diese riesigen Glocken umgehängt, die machen einen Mordslärm und damit können sie nicht mal fressen, weil sie den Kopf nicht bis ins Gras kriegen mit den Dingern am Hals. Aber so isses halt Brauch…

Nach dem Mitterhaus gehts dann links erstmal sehr steil auf einem Fahrweg, dann schön gemütlich über die Wiesen hoch zu den Haseneggalpen. Dort gabs ne kleine Pause mit T-Shirt-Trocknung in der Sonne.

Kletterspaß am Kleinen Daumen

Kurz hinter der Hütte gabelt sich dann der Weg: Rechts gehts hoch zur Daumenscharte, das haben wir letztes Jahr gemacht. Diesmal liefen wir links Richtung Rotspitze steil die Wiesen hinauf bis auf den Sattel, wo auch netterweise ein Schild in Richtung Kleiner Daumen weist, der unser heutiges Ziel ist (und zwar die Kletterei auf dem Grat, die wir voriges Jahr schon gesehen hatten). Auch der Hinweis auf “Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich”. Jaja.

Wir befestigen die Stäbchen an den Rucksäcken und machen uns ans Werk. Erst noch ganz normal über einen grasigen Gratweg, dann wirds geröllig, schrofig und kletterig, alles durcheinander, aber immer nach oben.

Ab und zu hats Seilsicherungen, an der Gipfelwand ist die Sicherung dann durchgehend. Ist eine lustige Kletterei, die mir richtig Spaß gemacht hat, ich war fast enttäuscht, als wir schon oben waren.

Auf dem Gipfel des Kleinen Daumen

Am Gipfelkreuz ist dann Vesperpause mit Aussicht bestaunen, wir sind übrigens ganz allein da oben.

Dann klettern wir zur Daumenscharte, das ist teilweise ziemlich ausgesetzt und immer noch so unangenehm, wie ich es in Erinnerung hatte. Aber das muss jetzt einfach auch noch sein.

Abstieg übers Törle mit schöner Aussicht

Von der Daumenscharte gehts steil runter in Richtung Törle, diesen Weg waren wir voriges Jahr andersrum gegangen, als es so neblig war. Heute gibts die ganze Zeit super Aussicht: Der Engeratsgundsee präsentiert sich in einem fast ausserirdischen Blau.

Der Engeratsgundsee

Vom Törle ist es dann ein sehr, sehr langer, aber auch abwechslungsreicher Abstieg über die Mösle-Alpe nach Hinterstein. Uns kommen noch viele Leute entgegen, u. a. eine Familie mit zwei kleinen Kindern und wir wundern uns, wo die um die Zeit noch hinwollen? Die müssen ja auch wieder runter?

Nach dem langen Weg und der Latscherei durch ganz Hinterstein gibts noch ne Pause an der sehr wasserarmen Ostrach mit Füße baden und Schuhe putzen, dann gehts ab nach Oberstdorf.

Klasse Tour mit Kletterspaß, viel Sonne und noch mehr Aussicht!

verzapft von Ilona um 21:09 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Sonntag, 18.09.2011

Zwischenmeldung

Da es heute mordmäßig regnet und wir ausnahmsweise mal für sowas Zeit haben, mach ich hier mal ne kleine Zwischenmeldung.

Wir machen nämlich grad Urlaub und bisher war das Wetter der absolute Hammer! Sommer pur. Deshalb gibts auch nicht viel Text zwischendurch, weil ich abends nach den Touren keinen Bock mehr hatte.

Die meisten “Leser” hier sind ja eh nur auf die Bilder scharf. zunge

Und für die hab ich da mal was vorbereitet: KLICK!

Und wettervorhersage-technisch sollte da noch was dazukommen. Hoffen wir jedenfalls.

Update: Die ersten Touren sind inzwischen online, siehe unten.

verzapft von Ilona um 12:38 Uhr | 3 Kommentare | TB

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Dienstag, 20.09.2011

Schneespaziergang am Roßbichl

Am Wochenende gibts dann den ultimativen Wetterumschwung, wie man ihn nur in den Bergen erleben kann: von hochsommerlichen Wetter zu Schneefall bis auf 1200 Meter. Auf dem Nebelhorn waren gestern minus 7 Grad und über 20 cm Schnee.

Schon wieder neue Schuhe. Na ja, bei dem Wetter?

Also nutzen wir das Wetter zum Ausruhen und exessiven Geldausgeben. Dabei sind Trekkinghosen und -socken und noch ein Paar neue Bergschuhe herausgekommen. Diesmal nicht Lowa, sondern Meindl und wir können es kaum erwarten, die Teile auszuprobieren.

Heute ist das Wetter zwar immer noch gut, aber immerhin trocken und wir wandern erstmal in die Stadt und gehen “typisch bayerisch” frühstücken. Beim “Nordsee” gibts Matjesfilets mit Bratkartoffeln und Sylter Soße. Mjammmmm!

Mittags starten wir dann mit der Idee: Faltenbachtobel, Rossbichl, über den Sattel Richtung Rubihorn, Gaisalpsee, Gaisalpe. Natürlich mit den neuen Schuhen am Start.

Wandertour im Schnee nach all der Sonne

Nach dem Rossbichl geraten wir schnell in die beschneite Zone, aber der Zickzackweg hoch ist schneefrei und läuft sich ganz gut, bis uns flachliegende schneebedeckte Föhren den Weg versperren und wir nicht mehr weiter kommen. Es ist zu anstrengend, den nassen Schnee von den Teilen runter zu schlagen, also brechen wir ab und gehen wieder runter.

An der Station Seealpe gibts ein Bier. Wir gucken Touristen und bestaunen die schneebedeckten Berge, aber lange kann man nicht draussen sitzen, denn es ist doch ganz schön frisch.

Abstieg durch den Faltenbachtobel und nach Hause. Das waren mal eben fast 1000 Hm und ich fühle mich wie nachm Sonntagsspaziergang. Mittlerweile ist wohl meine Kondition wieder da, wo ich sie haben will.

Auch die neuen Bergschuhe sind der Hammer! Ganz sicheres Bergablaufen, gutes Profil, kein Gerutsche und die Füße fühlen sich sauwohl und trocken.
100 von 100 Punkten!

verzapft von Ilona um 18:45 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Mittwoch, 21.09.2011

Rieffenkopf und Hahnenköpfle

Heute ist Frühling. smile

Wir haben uns heute das Hahnenköpfle und vielleicht auch den Riefenkopf vorgenommen und hoffen, dass es schneefrei und nicht allzu schlammig ist dort oben.

Puderbezuckerte Berge nach dem Schneeeinbruch, hier beim Abstieg ins Oytal vom Hahnenköpfle

Es geht über den Hölltobel nach Gerstruben und wir staunen über den blauen Himmel über den schneebestäubten Bergen, reinster Postkartenkitsch, zu schön auch.

In Gerstruben legen wir gleich mal ne Pause ein und trinken ein Bier in der Sonne, ehe wir uns an den Aufstieg in Richtung Oytal machen. Das geht erst im Zickzack durch den Wald und dann oben über Wiesen und teils ziemlich verschlammte Viehwege.

Am Sattel geht ein Weg nach links weg, der sollte uns zum Riefenkopf führen. Beim Aufstieg kommt uns ein Wanderer entgegen, der nach Gerstruben wollte und falsch abgebogen ist.

Wir klettern zum Vorgipfel des Riefenkopfes, das geht soweit ganz gut. Der Weiterweg bis zum Gipfelkreuz macht mir Unbehagen beim Angucken, aber dann geht es doch recht prima. Das letzte Stück muss man dann hochklettern und ich überlege beim Hochklettern schon, wie ich da wieder runterkommen soll…

Hochgeklettert. Auf dem Riefenkopf

Oben ist ne fantastische Aussicht und es gibt ne Pause mit Käsebroten und Landjägern zum Futtern. Wir können uns nicht sattgucken an den Bergen ringsrum.

Auf dem Vorgipfel sehen wir ein weiteres Pärchen, die nach kurzer Zeit unten an der Kletterstelle stehen und fragen, ob es
hier nach Gerstruben geht. Häh??? Schon wieder?

Beim Runterklettern sagt mir Andi, wo ich hintreten muss und so komme ich da auch ganz gut wieder runter. Auf dem Rückweg kommt uns wieder einer entgegen, der nach Gerstruben will, ich glaube, die sollten die Beschilderung dort mal idiotensicherer machen.

Der Aufstieg zum Hahnenköpfle ist dann ganz leicht, oben am Gipfel ist Ossi-Treff. Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, alles vertreten und wir haben unseren Spaß und Gesprächsstoff.

Runterweg ins Oytal mit jeder Menge Kulisse. Hach!

Nach kurzer Rast gehts dann über die Lugenalpen runter ins Oytal, wobei wir noch jede Menge schöner Fotos machen. Im Oytalhaus mieten wir wieder zwei Roller und rollern runter nach Oberstdorf.

Herrliche Tour, besseres Wetter kriegt man wohl kaum. Die Kondition stimmt auch und die neuen Schuhe laufen fast von allein.

verzapft von Ilona um 20:37 Uhr | 2 Kommentare | TB

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Donnerstag, 22.09.2011

Bschießer und Ponten

Wir haben heute eine Tour auf dem Plan, die wir schon mal gemacht haben, die aber damals buchstäblich ins Wasser gefallen ist. Heute war eindeutig besseres Wetter und so gings mit dem Auto wieder nach Hinterstein zum E-Werk. Wir stiegen wieder den netten Zickzackweg über die Hintersteiner Wasserfälle auf, die wegen den Niederschlägen der letzten Tag sogar richtig gut Wasser hatten.

An der Zipfelalpe gabs schon die erste Bierpause, der Wirt saß draussen, putzte seine Bergschuhe und erzählte uns, wie er bei dem Schnee die Kühe schnell tiefer ins Tal getrieben hat. 15 cm Schnee lagen wohl auf den Bänken, auf denen wir jetzt saßen.

Aber jetzt hält das Wetter, versprach er und wir glaubten ihm mehr als dem Wetterbericht.

Aufstieg zum Bschiesser

Weiter ging rauf über den grasigen Rücken und jetzt werden die neuen Bergschuhe das erste Mal so richtig dreckig in dem lehmigen Matsch. Weiter oben wirds dann felsig-steinig und in den dazwischen liegenden Schneeresten kriegen wir die Schuhe fast wieder sauber.

Oben am Gipfel sind wir erst zu viert, mit fortschreitender Vesperpause wirds aber richtig voll da oben. Zuletzt gibts kaum noch Sitzplätze und das Gipfelbuch ist auch vollgeschrieben, beschweren sich die Leute. Na sowas aber auch!

Nach der Pause machen wir dann weiter, erst ein Stück runter, dann der Aufstieg zum Ponten. Da gibt es einen Vorgipfel, auf dem die meisten Leute sitzen, wir gehen aber ein kletteriges Stück weiter zum Gipfelkreuz, da ist es nicht ganz so voll.

Auf dieser Tour trifft man immer wieder dieselben Leute und man ist nie allein, da es in der Nähe eine Bergbahn gibt, die hochfährt.

Am Gipfelkreuz des Ponten

Nach kurzer Rast steigen wir zur Willersalpe ab, diesmal in aller Ruhe und nicht im Regen. Und ein Feierabendbier an der Alpe ist auch noch drin, witzig ist es da immer, die Alpe gehört drei langhaarigen Brüdern, die aussehen wie übriggebliebene Hippies.

Da wir noch durch Hinterstein durch laufen müssen, kommen wir auch noch an nem Café vorbei, wo wir nochmal hängen bleiben und Kaffee mit Kuchen einfahren. Ist ja schließlich Urlaub.

An der Ostrach gibts dann wieder Füße baden und Schuhe putzen und dann ist Feierabend.

verzapft von Ilona um 20:54 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Freitag, 23.09.2011

Spaziergang zur Spielmannsau

Pausentag! Aber nicht nur faulenzen, das Wetter ist einfach zu schön, um nur in der FeWo rumzusitzen.

Also beschlossen wir nach Ausschlafen und gemütlichem Frühstück einen Spaziergang zur Spielmannsau.

Macht hin und zurück aber auch an die 20 km, die aber wegen fehlender Steigung nicht anstrengend sind.

Ausserdem gabs laufend Pausen: Bierpause in der Spielmannsau, Sonnenpause auf dem dortigen Spielplatz, Kaffee- und Kuchenpause in einer Kneipe, deren Namen ich nicht mehr weiß, Fußbadepause an der Trettach, Abendessenpause im Schützenhaus.

Muss ja auch mal sein. smile

verzapft von Ilona um 20:02 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Samstag, 24.09.2011

Rotspitze, Hohe Gänge, Breitenberg

Gut, dass wir uns gestern ausgeruht haben, denn heute stand wieder mal eine Tour mit den Profis auf dem Plan. Und da will frau ja mithalten können. zwinker

Los gings in Hinterstein, die Tour kannten wir alle schon, aber die ist so klasse und deshalb immer eine Wiederholung wert.

Erst gings mal flott nach oben auf die Rotspitze. Angel hatte zwar angekündigt, sie wäre nicht fit, aber davon merkte man gar nichts (ich frag mich, wie sie läuft, wenn sie fit ist… kopfkratz)

Oben gabs ne Pause, es waren auch schon gut Leute oben, aber das ist nicht verwunderlich an einem Samstag bei Top-Wetter.

Die nächste Pause gab es schon bald wieder auf halbem Wege zur Heubatspitze, als ich nämlich feststellte, dass ich meinen Fotoapparat auf der Rotspitze vergessen hatte. Herrje, ich werde echt alt und tüddelig. durcheinander Andi (mein Held!) war so nett, zurückzugehen und ihn zu holen. Dafür durfte er sich ein paar Extra-Höhenmeter ins Muttiheft eintragen.

Über die Heubatspitze gings dann zu den Hohen Gängen und die hatte ich eigentlich viel schwieriger in Erinnerung. Waren sie auch, denn jetzt gibt es fast durchweg eine Seilversicherung, was ich ganz prima fand, denn so konnte ich da angstfrei und vergnügt durchklettern.

Die Profis waren bisserl enttäuscht, was ich auch verstehe, denn das Seil nimmt dem ganzen den Reiz des Abenteuers. Für mich wars aber trotzdem noch Abenteuer genug.

Nach den Hohen Gängen nahmen wir noch den Breitenberg mit (drei Gipfel sollten es schon sein!) und dann gings an den Abstieg.

Abschluss war ein lustiges Kaffeetrinken in Café Ostrachwellen in Bruck und dann trennten sich unsere Wege wieder.

Nochmal danke an die Allgäuer für die nette Tour und die noch nettere Gesellschaft. Gerne mal wieder, wenn sichs mal wieder ergibt.

(Bilder folgen nächste Woche)

verzapft von Ilona um 21:05 Uhr | 1 Kommentar | TB

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