Mittwoch, 14.09.2011

Pause

Diese roten Schuhe musste ich einfach haben

Nach dem anstrengenden Tag gestern sind wir heute mit Ausruhen dran. Immerhin reicht es, um ein paar neue Wanderschuhe für mich zu shoppen und zum Kaffeetrinken zu McDoof zu “wandern”.

Das muss dann auch reichen, ansonsten versuche ich, die Muskel-Großkatze in meinen Oberschenkeln unter Kontrolle zu bekommen. Hinsetzen und aufstehen ohne Abstützen geht gar nicht. Weia!

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Dienstag, 13.09.2011

Kegelköpfe, Bettlerrücken, Kreuzeck, Rauheck

Früh um sieben gings los nach nem Kaffee, Frühstück hatten wir dabei. Die Kegelköpfe, Kreuzeck und Rauheck waren heute unser Ziel. Zuerst ziemlich eben an der Trettach entlang, dann links weg über den Hölltobel hoch nach Gerstruben. Sehr schöner Tobel-Weg übrigens.

Nun begann die Wegsuche.Zunächst auf dem Wanderweg zur Spielmannsau runter zum Bach, diesen überqueren und dann sollte von der Rautalpe (eine Hütte) ein Weg links hoch gehen. Den haben wir nicht gefunden, sondern sind weglos in die nach unserem Dafürhalten richtige Richtung gegangen.

Das war ganz schön nass im hohen Gras, aber nach kurzer Zeit fanden sich Trittspuren, die bald in einen richtigen kleinen Pfad übergingen, der nicht mehr zu übersehen war.

Dieser ging dann im Zickzack ca. eine Stunde schick nach oben, eigentlich gut zu laufen, an ein paar Stellen musste man gucken, dass man sicher tritt. Es mündet in eine Hochwiese, die sich Gündle nennt. Der Pfad biegt hier rechts ein und quert ganz deutlich nach Westen rüber, wir sind dem gefolgt und waren aber nicht sicher, ob das stimmt. Eigentlich sollten wir ja auf den Grat rauf.

Auf dem Gratweg zu den Kegelköpfen

Also wieder zurück und nochmal im Gündle geguckt, aber es war kein anderer Weg zu entdecken. Auf der Westseite wurde der Weg immer undeutlicher, das Gras immer höher und nasser, aber wir dachten immer: Da vorne gehts bestimmt gleich hoch zum Grat.

Dann standen wir an “Andreas Hütte” und wussten, dass wir verkehrt waren. Aber trotzdem ein schönes Fleckchen in der Sonne mit netten Ausblick ins Traufbachtal.

Wir beschlossen, weglos die steile Wiese durchs Heidelbeergestrüpp hinauf auf den Grat zu steigen. Puh, war das anstrengend! Und nass! Meine Schuhe muss ich wohl reklamieren, so nasse Füße kann ich barfuss auch kriegen.

Erst hinterher haben wir gelesen, dass es an dieser Stelle sogar Einheimische nicht besser wussten. zwinker

Auf dem Grat fanden wir nicht nur den Weg wieder, sondern es bot sich auch eine überwältigende Aussicht. Besonders die Höfats sieht von da richtig gut aus.

Die Gipfelbank auf den Kegelköpfen

Der Gratweg war dann prima zu laufen, der Gipfel ist nicht zu übersehen, da steht nämlich eine Bank drauf! Wir trauten unseren Augen kaum. In dem Kasten daran war aber kein Gipfelbuch, sondern eine Gedenkkarte an einen im Juni diesen Jahres verunglückten Bergsteiger.

Die Höfats und ich

Als wir dann den Abstieg sahen, verging uns der Appetit, das ging mordssteil, fast senkrecht im Gras runter! Wir beschlossen, erst zu frühstücken, wenn wir heil unten angekommen waren, wäre ja schade ums Essen. zwinker

Gut, dass es trocken war, so war die Angelegenheit machbar. Ich bin zwar teilweise aufm Pops runtergerutscht, so hab ich mich sicherer gefühlt. Weiter unten flacht es dann ab und mündet in einem bewaldeten Sattel.

Die schönen Höhenmeter! Später müssen wir das und noch mehr alles wieder hoch, was man vom Gipfel übrigens schon gut erkennen konnte: Der Aufstieg über den Bettlerrücken zum Kreuzeck = ca. 700 Höhenmeter.

Am Waldrand wurde dann gefrühstückt und dann gings zur Sache. Es war lang, steil und sehr sonnig. Ich musste echt alles geben uffz und schaffte es nur mit regelmäßigen kleinen Verschnaufpausen, aber ich schaffte es.

Schließlich waren wir oben am Kreuzeck und hatten eine Mordsaussicht. Kleine Fotopause und schon gings wieder ein Stück runter und dann nochmal 120 Höhenmeter bergauf zum Rauheck, das war der Endspurt. Geschafft!

Wir sehen unten die ersten Wolken heranziehen und machen uns an den laaaangen Abstieg. Der ging erst durch Schotter zum Seichereck, das wir schon von der Eissee-Tour aus 2009 kannten.

Aussicht genießen auf dem Rauheck

Inzwischen sind alle höheren Gipfel komplett wolkenverhangen, so schnell kann es gehen da oben! Wir treffen zwei Bergsteiger, die trotzdem noch zum Rauheck raufwollen.

Die modrige Rutscherei zum Älpelesattel runter hatte ich auch verdrängt, dass ist immer noch so doof wie beim ersten Mal. Ich bin müde und muss echt alle Konzentration aufwenden, um nicht in den Modder zu fallen. Meine Beine jammern arg, tun aber ihren Dienst.

Vom Älpelesattel wählen wir den Weg nach Dietersbach. Eigentlich wollten wir ins Oytal und dann wieder mit den Rollern, aber der Abstieg ist genau so rutschig wie bisher.

Zur Dietersbach-Alpe ins Gerstrubener Tal ist es trockener und an der Alpe erwartet uns eine Pause mit reichlich Getränken. Ich bestelle ein Paar neue Füße, haben sie aber wohl grad nicht. zwinker

Dann durchs Tal nach Gerstruben und auf dem gleichen Weg wie früh zurück nach Oberstdorf. Die lange Latscherei verlangte nochmal alles ab, obwohl es ja flach daher ging.

Insgesamt eine wunderschöne, aussichtsreiche Tour, die mit insgesamt 27 km und 1900 Höhenmetern zu Buche schlägt. Bei den Zahlen darf frau auch mal erschöpft sein, glaube ich.

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Montag, 12.09.2011

Erholungstag

Wieder schönes Wetter, aber heute wollen wirs bisserl langsamer angehen lassen. Der Freibergsee und danach noch die Runde, die wir voriges Jahr zum Einlaufen gemacht haben am Söllereck.

Nun ja. Bis zum Freibergsee hat alles geklappt und dann war dort diese gemütliche (neue?) Gaststätte, wo wir eigentlich nur ne Bierpause machen wollten. Aber dann wurde haufenweise leckeres Essen an uns vorbei getragen, dass wir nicht wiederstehen konnten und uns auch was bestellten. Damit haben wir uns dann auch gut Zeit gelassen und nebenbei Leute geguckt.

Danach sind wir dann noch zur Skiflugschanze gelaufen, haben das Söllereck Söllereck sein lassen und sind in einer gemütlichen Runde über Schwand nach Oberstdorf zurück.

Abends haben wir dann das Schützenhaus entdeckt. Liegt gleich um die Ecke bei der FeWo, hat nen gemütlichen Biergarten und unglaublich leckeres Essen. Ausser den normalen (bayerischen) Gerichten gibts auch was Bulgarisches und so wanderte bei jedem Besuch dort ein Schopska-Salat in meinen Bauch. Den liebe ich über alles und der schmeckt halt nur beim Bulgaren.

Kleines Manko an dem Abend: Es gab Live-Musik mit einem Alleinunterhalter bayerischer Art, immerhin konnte wenigstens er über seine uralten Plattwitze lachen. Einfach nervig, der Typ.

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Sonntag, 11.09.2011

Schattenberggrat und Gleitweg

Es ist Sonntag und Sommerwetter, um den zu erwartenden Touristenmassen auf den Wanderwegen auszuweichen (Viehabtrieb ist auch derzeit überall), beschließen wir, die Sache mit dem Schattenberggrat nochmal zu probieren. Mal gucken, wie weit wir kommen.

So machen wir uns erstmal an den steilen und anstrengenden Aufstieg auf den Schattenberg. Das kennen wir ja schon. Der Schweiß rinnt, es ist früh schon ganz schön heiß, gut dass es erstmal nur im Wald nach oben geht. Ich merke, dass ich alles andere als fit bin, na ja, wir haben ja Zeit zum Trainieren.

Am Gipfelkreuz gibts ne Pause mit herrlicher Aussicht auf Oberstdorf und die Täler, dann machen wir uns auf den Weg.

Der Weg auf dem Grat, tendenziell immer bergauf und mit viel Sonne

Und dieser ist eigentlich bis zum Seeköpfle immer gut zu finden, man muss sich anfangs und auch zwischendrin durch haufenweise Latschen kämpfen, manchmal ist es bisschen schrofig, aber immer gut zu laufen. Und immer mit wunderbarer Aussicht nach rechts und links in die Täler.

Es geht immer rauf und runter, aber tendenziell rauf und: Es ist heiß, heiß, heiß! Auf dem Grat kann man der Sonne nicht ausweichen, der Name Schattenberg ist in dem Fall mal nicht Programm.

Auf dem Seeköpfle (Gipfelkreuz) gibts Aussicht runter zum Seealpsee und ne kleine Pause, die ich dringend nötig habe. Links können wir den “Strafwanderweg” (sprich: mordssteile Asphaltstraße) hoch zum Edmund-Probst-Haus bewundern. Du meine Güte!

Wir suchen unseren Weiterweg und steigen aber irgendwie zu weit ab, so dass wir weglos durchs Gras wieder rauf klettern auf den Grat und gleich danach geht die Graskletterei weiter steil rauf auf den Hüttenkopf. Das ist dann der letzte große Grasbuckel vor dem Zeigersattel.

Balanceakt nach dem Hüttenkopf

Aaaber: Danach kommt noch ein Stück ziemlich schmaler Gratweg, der teilweise auch schrofig ist. Ich kriege die Balanciererei aber ganz gut hin und um die Schrofen lässt es sich gut klettern und festhalten. Nix, was ich nicht wiedermachen würde.

Dann sind wir am Zeigersattel, der ziemlich übervölkert ist, aber das war ja zu erwarten. Wir suchen uns ein Plätzchen für ne Pause, ich sollte was essen, aber mir ist schlecht, vermutlich vor Anstrengung und Hitze. Kopfweh hab ich auch, aber Aspirin dabei.

Jetzt haben wir drei Optionen: Mit der Nebelhornbahn runterfahren (näää, das geht gar nicht), den Strafwanderweg runter (igittigitt) oder mal wieder der Gleitweg ins Oytal.

Wir entscheiden uns für letzteres und sind froh, dass wir vorher nochmal am Brunnen der (leider geschlossenen) Seealphütte Wasser auffüllen können, denn auf dem Gleitweg ist es nochmal richtig heiß.

Wir überholen ein älteres Paar, der Mann läuft ganz vorsichtig, denn von seinem Schuh löst sich gerade die Sohle ab. Das kann man auch brauchen wie ein Loch im Kopf.

Endlich am Oytalhaus angekommen, gibts Bier und Holunderschorle und danach zwei Oytalroller, die uns komplett anstrengungsfrei nach Oberstdorf zurückbringen.

Schöne interessante Tour weitab vom Getümmel. Die Hitze und die (noch) fehlende Fitness hat mich aber ganz schön mürbe gemacht, herrje!

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Samstag, 10.09.2011

Anreise und Einlaufspaziergang

Wir sind ziemlich früh unterwegs und nach dem obligatorischen Tankstellenfrühstück in Oberstauffen treffen wir gegen 9 in der Ferienwohnung in Oberstdorf ein.

Da haben wir ein richtiges Schmuckstück erwischt. In einem alten Bauernhaus, aber fast zentral in Oberstdorf gelegen. Riesengroße Südterrasse mit Aussicht zum Allgäuer Hauptkamm, die Nebelhornbahn fährt ganz in der Nähe vorbei. Logenplatz für die Sprungschanzen ist auch inclusive, die liegen gleich linker Hand am Schattenberg.

Wir sind begeistert, stellen unsere Sachen rein und gehn erstmal Lebensmittel einkaufen, danach auspacken, einrichten und Terrasse ausprobieren.

Wetter ist herrlich sommerlich, deshalb entschließen wir uns zu einem kleinen Einlaufspaziergang: Den Faltenbachtobel rauf zur Station Seealpe, an dieser vorbei am Faltenbach entlang hoch Richtung Nebelhorn, da soll es irgendwo die sogenannte Fischerrinne geben, die hoch auf den Schattenbergkamm führt.

Wir sehen mehrere Möglichkeiten dafür, aber ein Zustieg findet sich nicht eindeutig, das werden wir wohl von oben erkunden müssen. ;-)

Nach einer Weile geht der Weg in Asphaltstraße über, wir kehren um und laufen zum Cafè Breitenberg, dort gibts ne Bierpause. Danach gehts weiter über den Walraffweg nach Reichenbach, von dort rüber nach Fischen, wo wir genau richtig fürs Abendessen am “Bergfrieden” aufschlagen. Die Kellnerin erkennt uns wieder (wie jedes Jahr), wir mampfen lecker Schnitzel und laufen danach an der Iller zurück nach Oberstdorf.

Das war dann mal ne mächtig lange Runde zum Auftakt, dafür wars nicht gleich so hoch.

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Samstag, 20.08.2011

Mutschen und Altmann

Endlich mal wieder zum Alpstein! Schon lange wollten wir da hin, da gibts noch so viel zu erwandern. Aber manchmal hält einen das Wetter davon ab und dann ist da noch die elend lange Fahrerei…

Dieses Wochenende wollten wir es packen. Früh im Dunkeln gings los, nur nen Kaffee gabs zum Wachwerden, Frühstück und Vesper hatten wir abends vorbereitet zum Mitnehmen.

Los ging es diesmal in Wildhaus, als erstes war der Mutschen unser Ziel. Das lief sich auch prima und machte Spaß, wir waren ja gut im Training.

Auf dem Mutschen. Links von mir ist der Abgrund ins Rheintal, ich schau mir grad den Weiterweg an

Am Mutschensattel gibts schon ne tolle Aussicht, die aber noch übertroffen wird von der Aussicht ganz oben. Man krabbelt nämlich gemütlich das letzte Stück Berg hoch und… steht vor einem Abgrund namens Rheintal mit ganz unglaublichem Tiefblick. Damit rechnet man überhaupt nicht und es verschlägt einem die Sprache (was bei mir was heißen soll). Leider war es sehr diesig, so dass die Fotos nix taugen.

Mit dieser Aussicht gabs erstmal Frühstück und die Erkenntnis, dass wir die ersten 1000 Höhenmeter schon geschafft hatten. Fühlte sich gar nicht so an!

Die Hütte am Zwinglipass, hübsches Bauwerk.

Nach der Pause gings erstmal relativ “eben” weiter zum Zwingli-Pass, wobei wir den Altmann, unser nächstes Ziel, die ganze Zeit vor Augen hatten. Ein Berg, bei dem man nicht glaubt, dass man da ohne Kletterausrüstung hoch kann.

Dann hoch zum Altmann-Sattel. Und nun wurde es mühsam, die Kondition eierte vor sich hin. Wir hatten wohl zuwenig Höhentraining gehabt (dieses Jahr noch nicht einmal über 2000 Meter gekrabbelt) und inzwischen war es auch ganz nett warm geworden.

Der Altmann von weitem, das ist der große weiße Steinhaufen. Den Säntis sieht man im Hintergrund

Ok, dann eben schön langsam. Zwischendrin ließen sich auch prima Murmeltiere, Steinböcke und Eingeborene beobachten. Letztere probierten auf ungewöhnlichem Weg auf den Nädligergrat zu kommen, scheiterten aber an einen steilen Schotterrinne. Sehr spannend.

Hier sollte es gleich hochgehen. Wenn man genau hinschaut, sieht man paar Leute in der Wand

Vom Rotsteinpass zum Altmannsattel sind es dann nur ein paar Schritte und dann beginnt eine nette Kletterei ohne Seil und doppelten Boden auf den Altmann-Gipfel. Durchaus zu packen für mich, aber schwieriger als am Widderstein oder Rauhhorn. Ganz oben gibts ein Stück ziemlich ausgesetzten Grat, den ich ganz schön eklig fand. Im Nachhinein betrachtet hab ich aber wieder was dazu gelernt und würde es sogar noch mal machen. (Auch wenn ich gleich danach was anderes gesagt hab zunge)

Geschafft und dämlich grinsend am Gipfelkreuz des Altmann. Dahinter sieht man bisschen was von dem Grat, es gehen grad Leute runter

Auf dem Gipfel dann ne Weile ausruhn und Aussicht genießen, dann das ganze wieder retour, was besser ging als befürchtet. Abklettern ist immer bisschen doof.

Runter zur Rotsteinpasshütte war dann alles mit Seilen und Tritten gepflastert, das war einfach. Das hatten wir ja auch schon mal hochwärts gemacht, als wir vom Säntis gekommen sind.

An der Hütte gabs ne Pause mit kühlen und sauteuren Getränken, na ja, Schweiz halt.

Inzwischen war es richtig gut warm und je weiter wir runter kamen, desto brütender wurde die Hitze. Ab und zu gabs ne Kuhtränke am Wegesrand zum Mütze nassmachen und bisschen abkühlen, aber es war schon mühsam.

An der Alpe Gamplüt gabs kurz vorm Ziel noch einen Kaffee zum Durchhalten und bald war auch der Wildhauser Parkplatz erreicht. Insgesamt waren das ca. 20 Kilometer und 1600 Höhenmeter. Uffz! uffz

Hat aber Riesenspaß gemacht, mal wieder auf die richtig hohen Berge zu klettern.

Nur zu gerne könnte man in Alpstein mal eine ganze Woche Urlaub verbringen, zu wandern gibt es dort mehr als genug. Was aber völlig abschreckt, sind diese absurden Preise. Nicht nur für die Verpflegung, auch der Preis für eine Unterkunft, die nicht grad ein Schlafsaal ist, ist jenseits von Gut und Böse.

So macht das einfach keinen Spaß, besonders wenn man weiß, dass das Allgäu nur wenig weiter weg ist. Gut, dass man Alternativen hat. smile

verzapft von Ilona um 20:38 Uhr | 5 Kommentare | TB

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Samstag, 06.08.2011

Elbsandsteingebirge 2011 – Tag 8

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück, denken wir und da wir noch irgendwo einen Geldomaten auftreiben mussten, gingen wir erstmal runter nach Bad Schandau zu besagtem Bäcker. Dort kann man beim Frühstück trefflich draussen sitzen und der Herr an meiner Seite spachtelte sich fröhlich durchs vorhandene Kuchensortiment und das war nicht von schlechten Eltern. Besonders der Kleckselkuchen hatte es ihm angetan. Leider kam die Eierschecke gerade erst aus dem Ofen und musste noch abkühlen.

Morgensonne im Wald - unser Wanderweg in der Frühe

Nach dem Frühstück Geld tanken und wieder hoch nach Ostrau, die Rucksäcke holen. Zum Autofahren hatten wir keine Lust, also war der Plan, heute noch eine paar unbekannte Wege in den Affen- und Schrammsteinen zu begehen. Und da gibts tatsächlich noch welche.

Aufstieg in der Wilden Hölle

Wir starteten mit der Wilden Hölle, die wir direkt von Ostrau aus über den Nassen Grund und danach den Jordanweg erreichten. Das ging erst sanft, dann etwas steiler bergan, um dann wieder in einem kleinen, aber feinen Klettersteig zu enden. Oben angekommen gibt es einen wunderbaren Höhenweg (die scheint es hier überall zu geben) vorbei am Ausstieg der Zwillingsstiege bis vor zum zweiten Teil der Häntzschelstiege, wo wir ja schon mal waren.

Am Fels langhangeln in der Wilden Hölle

Nun hatten wir diesen Teil vollständig und entschlossen uns, die Obere Affensteinpromenade noch einmal zu laufen, das war aber auch zu schön dort!

Diesmal trafen wir sogar zwei Kletterer, die wir in ein Gespräch verwickelten, das dem Austausch von Emailadressen endete. Falls wir also nochmal herkommen, sollen wir uns melden, dann nehmen sie uns mal mit zum Klettern.

Tiefblick zur Zwillingsstiege von der Oberen Affensteinpromenade

Weiter ging es, diesmal aber nicht bis zum Frienstein, sondern wir  stiegen nach einer Höhle auf zu einem Aussichtspunkt (ich glaube, es heißt Fluchtwand oder zumindest da in der Nähe). Wir machten eine kurze Pause und einen guten Plan für den Weiterweg.

Zur Durchführung ging es dann über den Zurückesteig in die Nähe der Rotkehlchenstiege, wo wir den ausgesetzten Weg von letztens wiederfanden. Wir wollten versuchen, den andersrum zu laufen und auf der gegenseitigen Schluchtseite die Fortsetzung zu finden.

Aussicht vom Bergpfad über den Rauschengrund zum Rauschenstein

Das hat mal tadellos geklappt. Gleich nach dem Ausstieg der Starken Stiege ging der Weg weiter und war genau so klasse wie der erste Teil mit vielen Superaussichten. Hach! Das in der Nähe aufziehende Gewitter hat sich dann gottseidank wieder verzogen, so dass wir nicht abbrechen mussten.

Wir haben noch ein paar lustige Leipzschger getroffen, die hier öfter zum Wochenendwandern herkommen (die hams gut!) und die zeigten uns den Weg ins Schwarze Loch. So war der Name des letzten Steigleins für heute, das uns als Abstieg dienen sollte und zwar nicht spektakulär war, dafür aber steil bergab ging und diesmal ohne viele Treppen.

Aussicht zum Falkenstein, auch aus der Ferne ein Mordsbrocken

Unten suchten wir uns einen schönen Heimweg zwischen Schrammsteinen und Falkenstein hindurch, um diesen herum und über den Schießgrund zur Schrammsteinbaude zwengs Feierabendbier. Das zischte auch nur so runter bei der Hitze, gut, dass das Wetter sich nicht an die Vorhersage hält.

Nach der Pause schleppten wir die müden Beine hoch zum Zschiehädelhof und füllten uns die Bäuche mit Rahmgeschnetzeltem und Bratkartoffeln. Meine Güte, war das lecker! Und so gemütlich da zu sitzen.

Leider war das die letzte Wanderung hier. Morgen gehts nach Hause. Aber für nächstes Jahr wird Elbsandstein auf jeden Fall wieder in die Urlaubsplanung aufgenommen. Gibt noch viel zu tun hier.

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Freitag, 05.08.2011

Elbsandsteingebirge 2011 – Tag 7

Du meine Güte, ist wirklich schon Freitag? Wo ist denn die Woche hin? Immerhin werden wir heute von der Sonne geweckt und da für nachmittags Regen angekündigt ist, machen wir früh los.

Es geht wieder mit dem Auto zur Neumannmühle. Natürlich Zwischenstop beim Bäcker, aber diesmal bin ich schlau genug, drei Stück Zuckerkuchen zu kaufen, also auch eins für mich. mampf Fürs Vesper haben wir heute selbstgemachte Käsebrote dabei, aber das kommt erst später dran.

So gehts gleich früh los, treppig und steigig in die Wildnis

Und nun muss ich mal gucken, ob ich die Tour heute zusammenkriege. Wir haben nämlich gestern in der Gaststätte Zeughaus detailliertere Karten für die Gegend hier gekauft und da sind die ganzen netten kleinen Pfade drin, die wir so gern laufen und die auf der großen Wanderkarte gar nicht erscheinen. War auch ne richtig witzige Pfadfindertour heute. Nebenbei: Die Karten sind nicht nur sehr detailgetreu, sondern auch richtige kleine Kunstwerke, z. B. auch zum an die Wand hängen und dann spazierengucken.

Kleine Kletterei am Felsen, was tut frau nicht alles für ein gutes Foto?

Wir sind gleich nach der Neumannmühle rechts eingebogen, dort führt ein treppiger Pfad hoch zur Knorre (wo wir gestern nachmittag aus Versehen schon mal waren). Von dort gehen wir über den Himbeergrund, wo wir fast im Morast ersaufen,  in Richtung kleiner Winterberg und finden wieder einen netten Bergpfad an den Felsen entlang bis zum Heringsstein. Warum der so heißt, weiß wahrscheinlich keiner mehr…

An einer Wegkreuzung bietet sich die Chance, mal eben auf den Großen Winterberg zu gehen, die wir nutzen. Der Weg ist schön ansteigend, erst als feiner Bergpfad, das letzte Stück zur Gipfel-Gaststätte hoch eine Fahrstraße, also nicht so schön. Oben gibts ein Gipfel-Bier und ein Päuschen. Der anfangs noch strahlend blaue Himmel hat sich jetzt bisschen zugezogen, wir hoffen, dass es noch ne Weile trocken bleibt, denn wir klamüsern uns einen schönen Weg zusammen.

Und der geht so: Runter vom Winterberg und laufen in Richtung Kirnitzgrab (das ist gleich hinter der Richtergrotte, wo wir gestern waren), kurz vor diesem abzweigen Richtung Roßsteig, von dort sollte dann ein Weglein abzweigen, der sich Gehackter Weg nennt. Die Namensgebung ist hier sehr fantasievoll, oder?

Diesen Abzweig finden wir auch noch mehrmals hin und herlaufen nicht, also schlagen wir uns an der günstigsten Stelle in den Wald und finden tatsächlich ein winziges Weglein, dem wir folgen. Was immer ziemlich spannend ist. So kommen wir zum Kleinen Kuhstall, wo unser Weglein in einen bezeichneten Bergpfad mündet, von dem wir annehmen, dass es der Gehackte Weg ist.

Das Hintere Raubschloss vom Pechofenhorn aus. Sieht nett aus, aber auch gut besucht.

Dem folgen wir dann bis zuletzt und stehen auf einer aussichtsreichen Felsengruppe (Hinteres Pechofenhorn), von wo wir gegenüber das Hintere Raubschloss bewundern können. Wir beschließen, dass wir da auch noch hoch müssen und machen uns an den Abstieg, der schön wild und abenteuerlich zu kraxeln ist. Unterwegs treffen wir auch mal ein paar Leute, die da hochsteigen, ansonsten haben wir ausser am Großen Winterberg noch niemanden gesehen.

Aufstieg über Leitern und Treppen zum Raubschloss

Unten angekommen, geht es sofort an den Anstieg zum Raubschloss, der auch zuletzt wieder richtig spassig ist, mit Leitern, in den Fels gehauenen Treppen und Eisenbügeln. Das letzte Stück ist wieder nichts für Dicke, deshalb wundern wir uns nicht, warum die Familie mit der kräftigen Ommi eine Etage tiefer Pause macht.

Wir haben das ganze Gipfel-Plateau für uns alleine und packen unsere Brote aus. Es tröpfelt inzwischen ein bisschen, aber der Regen verdunstet sofort auf der Haut. Wir lesen das Info-Schild und erfahren, dass es hier wirklich mal eine Burg gab. Netter Platz dafür!

Pausenbrote auf dem Raubschloß mit wieder mal Super-Aussicht

Weiter hinten ziehen nun dunkle Wolken auf, also machen wir uns an den Abstieg mit einem kleinen Umweg zum Zeughaus, noch ein Feierabendbier trinken. Die haben dort das leckere dunkle Tschechen-Bier. Wir sitzen dort kaum 5 Minuten, als es anfängt zu regnen. Glück gehabt! Viele nasse Wanderer treffen nach uns ein und es will gar nicht wieder aufhören zu regnen. Also bestelle ich mir einen großen Topf Soljanka (wenn ich schon mal hier bin), meine Güte, ist die lecker!!! Andi hat Walnuss-Apfelkuchen mit Sahne, aber das schaffe ich danach nicht auch noch.

Als es nicht aufhören will, werfen wir das Regenzeug über und machen uns auf den Weg. Ist ja nicht mehr weit zum Auto. Als wir dort ankommen, ist auch die Sonne wieder da.

Nun sind wir hier in der Ferienwohnung und der Himmel ist wieder blau. Gut, dass für morgen noch mal schönes Wetter angesagt ist, dann können wir unseren letzten Tag hier gut nutzen.

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Donnerstag, 04.08.2011

Elbsandsteingebirge 2011 – Tag 6

Beim Aufstehen fängts an mit Pieseln. Aber nicht sehr stark, also beschließen wir, die geplante Tour genau so zu machen, Abbruchmöglichkeiten gibt es ja immer.

Heute ist der Große Zschand dran, der hat son tollen Namen, find ich. Außerdem verheißt die Karte in diesem Gebiet feine Wanderwege. Dazu fahren wir mit dem Auto hoch ins Kirnitzschtal zur Neumannmühle.

Nicht ohne vorher in Bad Schandau bei einem Bäcker zu halten, um uns Frühstück zu besorgen, in der FeWo war uns leider das Brot ausgegangen. Es gibt frisch gebackene belegte Brötchen und zwei Stück Butter-Zucker-Kuchen, von dem ich allerdings nur eine Kostprobe abkriege. Der Kuchen ist hier einfach von anderer Qualität als im Schwabenländle. Mjamm!!!

In der Hickelhöhle. Wie gesagt, eigentlich nur ein größerer Unterstand.

Von der Neumannmühle gehts auf einem Fahrweg in Richtung Zeughaus (ein Gasthof, der aber noch geschlossen hat). Ein Stück später biegt der Weg ab auf den Reitsteig in Richtung Hickelhöhle. Man kommt auch auf dem Fahrweg zu dieser Höhle, sogar in kürzerer Zeit, verpasst dann aber einen wunderbaren Höhenweg, der sich in vielen Serpentinen durch die Seitentäler windet und viele “Guckstellen” auf die Felsenwelt bietet.

Wir sind mal wieder restlos begeistert, offensichtlich kann man hier hingehen, wo man will, es ist immer ein Hit! Kein Mensch unterwegs heute bisher, obwohl sich das Wetter inzwischen wesentlich gebessert hat. Gut, dass wir losgegangen sind!

Wir kommen an der Hickelhöhle an, die ist nicht so toll, obwohl es die zweitgrößte Höhle hier im Elbsandsteingebirge sein soll. Eigentlich ist es auch keine Höhle, sondern nur ein größerer Unterstand.

Weiter geht es auf dem Wanderweg Großer Zschand, hier begegnen uns die ersten Mitwanderer. Wir laufen in Richtung Abzweigung Richterschlüchte, aber da kommt uns vorher noch ein Bergpfad in die Quere, den es auf unserer Karte gar nicht gibt. Dort steht, es geht durch die Weberschlüchte zur Webergrotte, aber es gibt keinen Weiterweg, man muss wieder zurück.

Die Webergrotte. Rechts die Stufen führen zum Weiterweg, den wir allerdings nicht probiert haben. War auch alles total nass und glitschig

Nach kurzem Überlegen steht fest, diese Webergrotte nehmen wir mit. Gute Wahl! Der Weg führt ziemlich abenteuerlich durch diese Schlucht, man hat allerdings manchmal den Eindruck, dass man am Strand wandert, der Weg ist komplett mit tiefem weißen Sand bedeckt, der das Vorwärtskommen bisschen mühsam macht. Ok, wir sind ja auch im Elbsandsteingebirge.  Die Webergrotte ist besser als die Hickelhöhle, es sieht hier aus wie im Märchenwald mit Zwergenhöhle. Man hat immer den Eindruck, laufend müssten irgendwelche Zwerge hinter den Felsen hervorspringen und sich tierisch über uns Touristen aufregen…

Wir sehen an der Grotte zwar einen angedeuteten Weiterweg, allerdings in der falschen Richtung. Dort wären wir wohl in Böhmen gelandet. Also das ganze wieder retour auf den normalen Wanderweg zurück.

An der Richtergrotte. Dort gab es sowas wie ne Riesendusche, ein kleiner Wasserfall vom Dach der Grotte

Dort zweigt dann 100 m Weiter der Weg in die Richterschlüchte ab, welcher auch sehr schön zu laufen ist. Dieser endet an der Richtergrotte, von wo aus der sogenannte Goldsteig unser weiterer Weg ist.

Auf dem Wanderweg an den Felsen entlang. Wunderschön und viel zu gucken.

Das ist wieder das Schmankerl des heutigen Tages, da dieser Höhenweg direkt unter den Felsen hindurch führt und uns in vielen Serpentinen viele Aussichtspunkte bietet. Vor allem die Aussicht nach oben auf die Kletterfelsen, die dort sehr spärlich angebrachten Sicherungen und immer wieder die Frage: Wie kann man das klettern??? kopfkratz

Regenpause in einem überhängenden Felsen. Diese Boofen gab es dort zuhauf

Mittlerweile ist auch das Wetter wieder schlechter geworden. Einem Regenschauer können wir in einer der zahlreichen “Boofen” ausweichen. Wir entscheiden uns jedoch, die Tour abzukürzen und den “Kleinen Zschand” für ein andermal aufzuheben.

Am nun geöffneten Gasthaus Zeughaus gibts ein Bierchen und für jeden eine leckere Tasse Soljanka, begleitet von einer angenehmen Pause für die Füße, die heute auch schon wieder fast 20 km hinter sich haben.

Ilona turnt in den Felsen rum. In die Spalte kam man ganz leicht von hinten rein

Auf dem Rückweg zum Parkplatz können wir der Versuchung dann aber nicht wiederstehen und folgen einem abzweigenden kleinen Pfad in die Wildnis, der uns noch mal tief hineinführt in den Märchenwald und auf einem breiteren Fahrweg endet. Sowas ist immer ziemlich spannend hier, man müsste mal eine Tour machen, auf der man nur derlei kleinen Wegen folgt, denn es gibt sie zuhauf hier und auf der Karte findet man sie nicht.

Am Parkplatz der Neumannmühle putzen wir noch die Schuhe in der Kirnitzsch, dann gehts nach Bad Schandau, noch paar Vorräte ergänzen und dann ist Feierabend. Gutes Timing, denn inzwischen regnet es ziemlich stark.

Schon wieder eine klasse Tour!

verzapft von Ilona um 20:27 Uhr | 3 Kommentare | TB

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Mittwoch, 03.08.2011

Elbsandsteingebirge 2011 – Tag 5

Die Elbe ganz früh zeitig bei Schmilka.

Es sollte ganz zeitig losgehen, weil wir ein Stück mit dem Bus fahren wollten. Wetter sah fantastisch aus und der Bus brachte uns von fast vor der Haustür hier nach Schmilka. Dort sahen wir das erste Mal die Elbe bei Sonnenschein.

Unser Plan sah heute vor, dass wir alle Stiegen gehen, die wir bisher noch nicht gefunden haben. Als erstes war die Rübezahlstiege dran. Dort führt kein Wanderweg hin, man muss also ein bisschen suchen, hieß es im Netz. Aber es gibt richtig gute Wegbeschreibungen, nach denen wir es ziemlich schnell gefunden haben. An der Stiege wurden viele Tritte und Sicherungen entfernt (k. A., warum), so dass man ein bisschen klettern muss, aber nicht schwer.

Bisschen tricky ist der Teil in diesem engen abgeschlossenen Kamin, da ist es erstens so eng, dass man den Rucksack abmachen muss und zweitens stockdunkel. Was zur Folge hat, dass man blind klettern und gleichzeitig noch den Rucksack nach oben befördern muss. Sehr lustig!

Wir haben das aber prima geschafft und es war viel zu kurz, wie immer.

Am Einstieg zur Rübezahlstiege
Hier überleg ich grad, wie ich in den engen Kamin reinkomm und finde auf Anhieb keinen Tritt
An der Zwillingsstiege. Schöne Sicherungen und nicht zu viele.
Jetzt wirds eng! Nix für Dicke, diese Stiegen, das haben wir mehr als einmal beobachtet.


Danach machten wir uns auf die Suche nach der Zwillingsstiege und die war fast noch leichter zu finden und auch nicht besonders schwer. Wir sind da also hoch und auf dem Weg danach weiter an den Felsen entlang gegangen und stießen dann auf den zweiten Teil der Häntzschelstiege. Na sowas? Aber noch mal da hoch? Nö, keine Lust.

Frühstückspause. Schöner gehts kaum.

Die obere Affensteinpromenade, die dort entlangführt, war ein weitaus bessere Alternative. Sie führt oben die gesamte Affensteinkette entlang und bietet jede Menge Tiefblick und Aussicht. Wahnsinn mal wieder, wir waren begeistert.

Aussicht bewundern... Hauptbeschäftigung hier beim Wandern

Am Ende mündet sie in denselben Weg zum Frienstein, den wir gestern schon gegangen waren. Wir entschieden uns für eine Wiederholung und wanderten auf einem weiteren schönen Höhenweg zum Kleinen Winterberg, dann um diesen drumrum, woraufhin uns der Lehnsteig wieder nach unten führte.

Jetzt fehlte nur noch die Starke Stiege, die sollte ganz hinten im Rauschengrund sein. Wir schlugen uns auf gut Glück nach der Einmündung der Rotkehlchenstiege nach rechts in einen nicht bezeichneten Weg und liefen das Tal hinauf, in der Hoffnung, das Richtige erwischt zu haben.

An der Starken Stiege. Bisschen kletterig und schön sonnig. Da war grad Mittag.

Hatten wir! Nach ein bisschen Suchen und Hin und Her im Wald standen wir vor der Stiege und erklommen auch diese noch. Wieder schön und viel zu kurz. Aber an ihrem Ende wartet ein weiterer wunderbarer Höhenweg auf uns, der eigentlich nur als Kletterzustieg gekennzeichnet ist. Der ist auch teilweise ganz schön ausgesetzt, aber es machte einen Riesenspaß, dort zu laufen. Wir haben unterwegs nur noch ein Pärchen getroffen, die auf der Suche nach der Starken Stiege waren. Da konnten wir mal direkt weiterhelfen.

Auf dem ausgesetzten, aber aussichtsreichen Kletterzustieg nach der Starken Stiege
Unterm Schirm. Klettereifaxen beim Aussicht bewundern
Der Wanderweg führte da durch, also los. Sieht aus, als obs nicht mehr lang hält


Wir gingen diesen Weg, bis er in den Gratweg über die Schrammsteine mündete. Dort trafen wir auch die ganzen Touristen, die uns auf unseren bisherigen Wegen heute so gar nicht gefehlt haben….

Schrammsteinausicht ohne Nebel. Wow!

Wir liefen bis vor und gingen nochmal auf die Schrammsteinaussicht, die Massen von Leuten, die heute dort waren, in Kauf nehmend. Die Aussicht ist es echt wert, vor allem ohne Nebel! zwinker

Jetzt hatten meine Beine langsam genug, aber wirklich! Es war kurz nach drei und seit heut früh um sieben waren wir auf den Füßen.

Also ging es den Jägersteig hinunter, nochmal durchs Schrammtor und über den Lattengrund zur Schrammsteinbaude, erstmal ein Bier trinken. Bei der Wärme war sogar mein großes Wasserreservoir alle geworden heute, was nicht oft vorkommt.

Danach selbes Programm wie gestern: Abendessen im Zschiehädelhof und ab in die Ferienwohnung. Die Dusche hatte heute nicht nur jede Menge Schweiß, sondern auch richtigen Dreck zu beseitigen.

Was für ein Wandertag!!! Über 20 km und 1000 Höhenmeter in den Beinen und jeder Schritt hat Spaß gemacht.

verzapft von Ilona um 20:24 Uhr | 3 Kommentare | TB

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