Freitag, 25.12.2009

Höwenegg

Der Kratersee Höwenegg

Heute nur ein kurzer Spaziergang, aber das war bei dem unbeständigen Wetter auch gut so. Wir waren am Höwenegg, das ist ein vulkanischer Kratersee, der aber eigentlich durch den jahrelangen Abbau von Basalt entstanden ist. Sieht von oben ganz schön tief und gruselig aus und so richtig bis unten kommt man nicht, weil alles abgezäunt ist. Und zwar so richtig mit Stacheldraht, wie die Bilder unten zeigen.

Meines Erachtens nicht wirklich notwendig, ich finde immer, jeder sollte selber entscheiden dürfen, wie gefährlich es sein darf. Aber wir sind halt in deutschen Landen und da ist vieles das meiste fast alles verboten, was Spaß macht. Nun ja, wir nutzen den Rundgang, um Fotos zu machen und die kurzzeitig scheinende Sonne zu genießen.

Dann gehts wieder heim in die warme Stube und son Glühwein ist ja auch was Feines zum Feierabend.

Paar Fotos von mir kommen hier gleich und Herr Caramalz schreibt auch grad was mit Fottos.

Basaltwand am Kratersee. War ganz schön hoch.
Waldläuferin...
Flechten an den Zweigen
Leider war er rundrum topp abgesichert. Da kam keiner durch.
Bemooste Zweige im leider nur kurzfristig vorhandenen Sonnenschein
Frau Herrmann baut was... Auflösung im Grünen Blog...


verzapft von Ilona um 16:17 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Montag, 25.05.2009

Noch ein radelfreies Wochenende

Und das hatte dieses Mal sogar vier Tage und an allen Tagen war ich mit meinen alten Füßen unterwegs. Und natürlich den “Stäbchen“, wie sie inzwischen heißen. Warum auch immer.

Schuld ist nur das Wetter, das wieder mal entgegen aller Vorhersagen richtig schön und vor allem gestern richtig schön sommerlich heiß wurde. Donnerstag ging es ja noch, da habe ich den Möhringer Wald kennengelernt und das letzte Stück zurück zum Auto war ziemlich nass. Das war also nur eine vergleichsweise kurze Tour, die aber Spaß gemacht hat. Vor allem fernab jeglichem Vatertags-Gefeiere.

Worüber ich hier jedesmal staune: Man geht in irgendeinen beliebigen der hier reichlich vorhandenen Wälder und trifft binnen kurzem keinem Menschen mehr. Selten einen Holzfäller, aber sonst traut sich scheinbar niemand so weit in den Wald hinein.

Freitag war vormittags erstmal Haushalt angesagt, draussen regnete es sowieso wie verrückt, ich frag mich wirklich, wo dieses Jahr das viele Wasser herkommt. Gegen Mittag habe ich mich dann von Marcus, der aus der Mittagspause in seine Firma zurückfuhr, mitnehmen und im Gewerbegebiet “aussetzen” lassen. Wetter war inzwischen tadellos. Von dort aus bin ich dann den Zundelberg gleich hier neben Spaichingen hochgedreht und hab dort ne Menge Wege erkundet.

Die Zundelberghütte. Ein guter Orientierungspunkt, wenn frau die Karte mitgehabt hätte.
Maiglöckchen noch bewassertropft vom letzten Regen
Gewimmel auf einem Ameisenhaufen
Gelb wie die Sonne
Extra frisch poliert fürs Foto: Haselwurz mitten im dunklen Wald
Rätselhafte Steinbauten... Klein Stonehenge sozusagen


Wie immer, wenn ich allein unterwegs bin, hatte ich zuletzt keinen Plan mehr, wo ich überall war, aber immerhin bin ich nach fast fünf Stunden heil, aber ziemlich k. o. wieder zu Hause gelandet. Ist richtig schön da oben und fast so hoch wie der Dreifaltigkeitsberg, das hätte ich gar nicht gedacht.

Zurück blieb eine ziemlich blöde Blase an der linken Ferse. Nun ja, die Dauerlauferei in Turnschuhen, auch wenn es Asics sind, musste ja mal irgendwann zu sowas führen….

Samstag früh wurde ich dann mitten in der Nacht brutal sehr zeitig am Morgen bei allerschönstem Sonnenschein mit dem Satz: “Los, wir fahren in den Schwarzwald!” geweckt. Im Halbschlaf die Blase an der Haxe verklebt, paar Sachen zusammengesucht und schon saß ich im Auto und wir waren auf dem Weg. Beim Bäcker gabs gottseidank nen Kaffee, so hab ich die Fahrt wenigstens bei Bewusstsein erleben können.

Und dann habe ich mal wieder Wege und Landschaften gesehen, unglaublich…. Wobei mein Fremdenführer aber auch Wege kennt, die ich allein niemals nicht finden, geschweige denn gehen würde. Und die auch sonst keiner zu kennen scheint, denn den ganzen Vormittag sind wir bis zur ersten Pause an der St. Wilhelmer Hütte keinem Menschen begegnet. Auch der Abenteuerfaktor kam nicht zu kurz, denn manchmal waren auf dem Wanderpfad richtig coole Hindernisse zu überwinden. Das war zwar anstrengend (bergauf gings manchmal ganz schön heftig, aber wie soll man denn sonst auf den Berg hochkommen?), hat aber Riesenspaß gemacht.

Und so ging das den ganzen Tag. Wir waren bis ganz oben auf dem Feldberg (da liegt stellenweise sogar noch Schnee) und irgendwann abends gegen sechs wieder unten am Auto. Dort haben wir erstmal die Füße in einen schönen kalten Bach gesteckt, der war danach nicht mehr so kalt, glaub ich. :kicher: Die genaue Strecke und wo wir überall waren, keine wirkliche Ahnung, aber vielleicht schreibt ja Andi noch was dazu.

Ich weiß nur, dass es so richtig klasse war. Jederzeit gern wieder! Die Bilder muss ich erstmal sichten, mal gucken, ob das wieder ne Galerie gibt. Hab ich mal gleich erledigt, wenn ich ja schon mal frei habe: Zur Galerie

Die Blase an der Hacke war natürlich nicht besser geworden, aber auch nicht viel schlimmer. Es waren aber noch eine am anderen Bein dazugekommen, die war aber nicht schlimm und der zweite Zeh am linken Fuß fühlte sich irgendwie geprellt an und hatte auch ne kleine Blase. Nun ja. Für diesen langen Wandertag war das eigentlich ok.

Na ja. Am nächsten Tag war Sonntag und das Wetter ließ sich wieder nicht schlecht an. Herr Caramalz hatte auch schon wieder einen Plan, der interessant genug klang, um mich meine angeschlagenen Füße vergessen zu lassen. Es ging mit dem Auto nach Tuttlingen zum Bahnhof, von dort mit dem Zug nach Beuron und von dort zu Fuß (wie sonst?) wieder Richtung Tuttlingen zurück.

Aber nicht etwa auf dem Donauradweg, sondern rechts und links davon: Über die Felsen, an den Felsen entlang, von den Felsen weg, durch Berg und Tal, über Stock und Stein, denn ja: Manchmal passiert es auch dem allerweltbesten Fremdenführer, dass er den Weg verliert. :zwinker: Das hat mich irgendwie getröstet, dass sowas nicht nur immer mir passiert.

Wettertechnisch hatte sich inzwischen eine richtig phänomenale Sommerhitze etabliert: Die Sonne brannte auf die Haut und der Schweiß floß in Strömen. Herrlich, so ein schönes Sommerwetter!

Stillleben auf dem Donaufelsen

Die Tour war auch wieder super und sehenswert und hat einen merkwürdigen Effekt bei mir: Wenn man nämlich auf dem Donauradweg so entlanggurkt, scheinen einem die Felsen fremd, sehr weit weg und unnahbar. War man erstmal oben und hat runtergeschaut, ist das auf einmal ganz anders. Irgendwie… persönlicher oder heimeliger. Man hat sich eben kennengelernt. Oder so ähnlich.

Irgendwann waren wir dann nach langem Rumgeirre genau nach Plan bei der Ruine Luginsfeld hoch über Tuttlingen angekommen und mussten uns nur noch dort herunterschlängeln, um fast genau im Telesina aufzuschlagen. Dort gabs erstmal viel kaltes Wasser zum Trinken und danach noch fett Pizza.

Meine Füße taten ganz schön weh, au weia. Besonders das letzte Stück vom Telesina zum Bahnhof zurück…. Na ja, ich war froh, als es vorbei war. Mit Schmerzen laufen macht dann keinen wirklichen Spaß mehr.

Klasse Wochenende war das wieder. Und frau staunt, was die alten Beine noch so weglaufen können, wenn man sie langsam wieder dran gewöhnt hat. Das schreit nach mehr, aber vielleicht sollte ich die Anschaffung von Wanderschuhen in Erwägung ziehen.

Heute habe ich auch noch frei, aber den Tag nutze ich zur passiven Erholung: Füße pflegen, faulenzen, bisschen Wäsche waschen und gut ist. Und da juckts mich nicht im geringsten, dass da draussen wieder Sommerwetter herrscht. Und was für welches!

verzapft von Ilona um 19:30 Uhr | 5 Kommentare | TB

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Montag, 18.05.2009

Marathon Walking

Fünf Dinge gelernt am Wochenende:

  1. Nach einer Woche Regenzeit am Stück ist es durchaus möglich, sich am Wochenende dann fast nen Sonnenstich einzufangen, weil man den Deckel fürn Kopf nicht mitgenommen hat.
  2. Die nordische Walkerei kann man durchaus zu nem Tagesausflug ausdehnen und dabei mehr Berge hoch- und runterklettern als man es mit dem Fahrrad je schaffen würde.
  3. Beim Bergaufwalken hab ich denselben konditionellen Nachholbedarf wie beim Bergaufradeln. Uffz.
  4. In Steinbrüchen findet man interessante Dinge aus der Urzeit, wenn man genau hinschaut. Das macht neugierig auf mehr!
  5. In den hiesigen Wäldern gibt es ganz entschieden zuwenig Biergärten. Ich meine, wenigstens ein paar Getränkeautomaten könnte man doch aufstellen!

Meine Güte, war das klasse! Dank Fremdenführer bin ich wieder in Galaxien Regionen vorgedrungen, die nie ein Mensch vorher gesehen hat…. Ich behaupte mal, der Mann kennt sich hier inner Region besser aus als die meisten Eingeborenen. Und hat auch immer so klasse Ideen für Touren. :hach:

Samstag auf dem Heuberg haben wir mal eben 6 der 10 Tausender abgehakt, wobei die Wanderwege entlang an der Kante des Lemberges der absolute Hammer sind wegen der Permanent-Aussicht ins Tal runter.

Am Sonntag herrschte früh schon eine fast unnatürlich grelle Sonneneinstrahlung, sollte wohl ein sonniger Tag werden. Also wurde das Auto strategisch günstig zwischen zwei Biergärten im Amtenhausener Tal geparkt und los gings erst in die eine Richtung… Biergartenpause (Geisingen), wieder zurück zum Auto…, dann in die andere Richtung… Biergartenpause (Bachzimmern), wieder zurück zum Auto. Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass zwischen Auto und jedem Biergarten jeweils ein Berg mit ca. 250 zu überwindenden Höhenmetern lag, so dass die Sache auch noch einen netten spochtlichen Touch bekam.

Richtig schönes Wochenende! Und ganz ohne Fahrrad. Na sowas!

verzapft von Ilona um 19:10 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Montag, 02.03.2009

Donautal von oben

Für Sonntag war auch wieder Frühlingswetter angesagt. Allerdings zeigte der morgendliche Blick aus dem Fenster nicht denselben strahlendblauen Himmel wie am Samstag, sondern ein paar Wolken. Egal. Schließlich muss man schon dankbar sein, wenns mal nicht schneit. Blöderweise hatte ich schon wieder Grippesymptome, irgendwie ist diese Saison bei mir der Wurm drin. Wahrscheinlich ist mein Abwehrsystem noch arg mit der Entzündung im Zahn beschäftigt, so dass es an anderer Stelle versagt. So ein Mist.

Aber Müdigkeit und Grippesymptomen zum Trotz ging es gleich früh raus an die frische Luft. Mein Fremdenführer hat immer so prima Ideen für solche Tage und so ging es ins Donautal. Diesmal nicht mitm Fahrrad, denn der Donauradweg war noch arg vereist und verschlammt, wie man sah. Wir fuhren mit dem Auto hin und dann gings zu Fuß weiter.

Da waren ne Menge Kletterer an den Felsen und ich schaute respektvoll zu, wie die da scheinbar mühelos hochturnten. Das sollte mir ja auch noch bevorstehen, deshalb beobachtete ich sehr genau. Au weia, ich bin gespannt, wie ich das hinkrieg. Und ob überhaupt, bevor ich mir vor Angst in die Hosen mache.

Aber auf die Felsen kam man auch wesentlich einfacher hoch: Nämlich aufm Wanderweg. Die Wanderwege waren zwar alle noch ganz schön verschneit, aber das war nur an den steilen Stellen problematisch und so hatte ich gestern zum ersten Mal die Gelegenheit, von den Donautalfelsen runter zu fotografieren.

Und so sah das aus. Wieder mal zeigen die Bilder nicht mal ansatzweise die Realität. Aber manchmal sieht man schon, dass es ganz schön hoch war.

Der Ausflug hat Riesenspaß gemacht, trotzdem ich danach ganz schön geschafft war. Aber daran war ganz klar die ausbrechende Grippe schuld.

verzapft von Ilona um 20:09 Uhr | 5 Kommentare | TB

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Montag, 02.03.2009

Sonniger Samstag auf Balkonien

Nachdem die Zahngeschichte (nein, das war gar nicht schön!) mich ein paar Tage ausser Gefecht gesetzt hatte, war der Samstag der Faulenzertag schlechthin. Ab 10 Uhr früh saß ich mit Jule aufm Balkon bei 20 Grad in der Sonne und ließ mir selbige auf den Bauch scheinen. Klasse! Eigentlich hatte ich einen ausgedehnten Spaziergang geplant, um mal wieder raus an die frische Luft zu kommen, aber wozu? Der Balkon ist ja schließlich draussen und im Winter haben wir dort länger Sonne als im Sommer. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wir sind ganz schön rot.

Hach, war das klasse! Und gerade richtig in dem Moment, als die Sonne weg war, wurde ich zu einer anderen Unternehmung abgeholt. Sowas ist fein und lenkt vom Zahnweh ab. Während Andi dort barfüßig an den Steinen der Ruine herumkrabbelte, erkundete ich mit dem Fotoapparat die noch arg verschneite Umgebung und schoß ein paar lustige Fotos:

Die Konzenbergruine, ein Steinquader auf dem Berg. Reste des ehemaligen Burgturmes, wie wir vermuten
Wenn man sichs einbildet, gucken da Monster aus der Mauer
Sonne auf dem Berg, wenn nur der Schnee schon weg wäre
Das Schneemonster. Ist schon sauer, weils so warm war und weiß wohl, dass es nicht mehr lange zu leben hat
Guck mal an, da sind auch schon Blumen im Schnee
Schneebedeckte Holzbank am Konzenberg


Zugegeben, langsam gehen mir die Schneefotos echt auf den Geist, aber sowas von. :schneemann:

verzapft von Ilona um 17:31 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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