Samstag, 24.09.2011

Rotspitze, Hohe Gänge, Breitenberg

Gut, dass wir uns gestern ausgeruht haben, denn heute stand wieder mal eine Tour mit den Profis auf dem Plan. Und da will frau ja mithalten können. zwinker

Los gings in Hinterstein, die Tour kannten wir alle schon, aber die ist so klasse und deshalb immer eine Wiederholung wert.

Erst gings mal flott nach oben auf die Rotspitze. Angel hatte zwar angekündigt, sie wäre nicht fit, aber davon merkte man gar nichts (ich frag mich, wie sie läuft, wenn sie fit ist… kopfkratz)

Oben gabs ne Pause, es waren auch schon gut Leute oben, aber das ist nicht verwunderlich an einem Samstag bei Top-Wetter.

Die nächste Pause gab es schon bald wieder auf halbem Wege zur Heubatspitze, als ich nämlich feststellte, dass ich meinen Fotoapparat auf der Rotspitze vergessen hatte. Herrje, ich werde echt alt und tüddelig. durcheinander Andi (mein Held!) war so nett, zurückzugehen und ihn zu holen. Dafür durfte er sich ein paar Extra-Höhenmeter ins Muttiheft eintragen.

Über die Heubatspitze gings dann zu den Hohen Gängen und die hatte ich eigentlich viel schwieriger in Erinnerung. Waren sie auch, denn jetzt gibt es fast durchweg eine Seilversicherung, was ich ganz prima fand, denn so konnte ich da angstfrei und vergnügt durchklettern.

Die Profis waren bisserl enttäuscht, was ich auch verstehe, denn das Seil nimmt dem ganzen den Reiz des Abenteuers. Für mich wars aber trotzdem noch Abenteuer genug.

Nach den Hohen Gängen nahmen wir noch den Breitenberg mit (drei Gipfel sollten es schon sein!) und dann gings an den Abstieg.

Abschluss war ein lustiges Kaffeetrinken in Café Ostrachwellen in Bruck und dann trennten sich unsere Wege wieder.

Nochmal danke an die Allgäuer für die nette Tour und die noch nettere Gesellschaft. Gerne mal wieder, wenn sichs mal wieder ergibt.

(Bilder folgen nächste Woche)

verzapft von Ilona um 21:05 Uhr | 1 Kommentar | TB

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Donnerstag, 22.09.2011

Bschießer und Ponten

Wir haben heute eine Tour auf dem Plan, die wir schon mal gemacht haben, die aber damals buchstäblich ins Wasser gefallen ist. Heute war eindeutig besseres Wetter und so gings mit dem Auto wieder nach Hinterstein zum E-Werk. Wir stiegen wieder den netten Zickzackweg über die Hintersteiner Wasserfälle auf, die wegen den Niederschlägen der letzten Tag sogar richtig gut Wasser hatten.

An der Zipfelalpe gabs schon die erste Bierpause, der Wirt saß draussen, putzte seine Bergschuhe und erzählte uns, wie er bei dem Schnee die Kühe schnell tiefer ins Tal getrieben hat. 15 cm Schnee lagen wohl auf den Bänken, auf denen wir jetzt saßen.

Aber jetzt hält das Wetter, versprach er und wir glaubten ihm mehr als dem Wetterbericht.

Aufstieg zum Bschiesser

Weiter ging rauf über den grasigen Rücken und jetzt werden die neuen Bergschuhe das erste Mal so richtig dreckig in dem lehmigen Matsch. Weiter oben wirds dann felsig-steinig und in den dazwischen liegenden Schneeresten kriegen wir die Schuhe fast wieder sauber.

Oben am Gipfel sind wir erst zu viert, mit fortschreitender Vesperpause wirds aber richtig voll da oben. Zuletzt gibts kaum noch Sitzplätze und das Gipfelbuch ist auch vollgeschrieben, beschweren sich die Leute. Na sowas aber auch!

Nach der Pause machen wir dann weiter, erst ein Stück runter, dann der Aufstieg zum Ponten. Da gibt es einen Vorgipfel, auf dem die meisten Leute sitzen, wir gehen aber ein kletteriges Stück weiter zum Gipfelkreuz, da ist es nicht ganz so voll.

Auf dieser Tour trifft man immer wieder dieselben Leute und man ist nie allein, da es in der Nähe eine Bergbahn gibt, die hochfährt.

Am Gipfelkreuz des Ponten

Nach kurzer Rast steigen wir zur Willersalpe ab, diesmal in aller Ruhe und nicht im Regen. Und ein Feierabendbier an der Alpe ist auch noch drin, witzig ist es da immer, die Alpe gehört drei langhaarigen Brüdern, die aussehen wie übriggebliebene Hippies.

Da wir noch durch Hinterstein durch laufen müssen, kommen wir auch noch an nem Café vorbei, wo wir nochmal hängen bleiben und Kaffee mit Kuchen einfahren. Ist ja schließlich Urlaub.

An der Ostrach gibts dann wieder Füße baden und Schuhe putzen und dann ist Feierabend.

verzapft von Ilona um 20:54 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Mittwoch, 21.09.2011

Rieffenkopf und Hahnenköpfle

Heute ist Frühling. smile

Wir haben uns heute das Hahnenköpfle und vielleicht auch den Riefenkopf vorgenommen und hoffen, dass es schneefrei und nicht allzu schlammig ist dort oben.

Puderbezuckerte Berge nach dem Schneeeinbruch, hier beim Abstieg ins Oytal vom Hahnenköpfle

Es geht über den Hölltobel nach Gerstruben und wir staunen über den blauen Himmel über den schneebestäubten Bergen, reinster Postkartenkitsch, zu schön auch.

In Gerstruben legen wir gleich mal ne Pause ein und trinken ein Bier in der Sonne, ehe wir uns an den Aufstieg in Richtung Oytal machen. Das geht erst im Zickzack durch den Wald und dann oben über Wiesen und teils ziemlich verschlammte Viehwege.

Am Sattel geht ein Weg nach links weg, der sollte uns zum Riefenkopf führen. Beim Aufstieg kommt uns ein Wanderer entgegen, der nach Gerstruben wollte und falsch abgebogen ist.

Wir klettern zum Vorgipfel des Riefenkopfes, das geht soweit ganz gut. Der Weiterweg bis zum Gipfelkreuz macht mir Unbehagen beim Angucken, aber dann geht es doch recht prima. Das letzte Stück muss man dann hochklettern und ich überlege beim Hochklettern schon, wie ich da wieder runterkommen soll…

Hochgeklettert. Auf dem Riefenkopf

Oben ist ne fantastische Aussicht und es gibt ne Pause mit Käsebroten und Landjägern zum Futtern. Wir können uns nicht sattgucken an den Bergen ringsrum.

Auf dem Vorgipfel sehen wir ein weiteres Pärchen, die nach kurzer Zeit unten an der Kletterstelle stehen und fragen, ob es
hier nach Gerstruben geht. Häh??? Schon wieder?

Beim Runterklettern sagt mir Andi, wo ich hintreten muss und so komme ich da auch ganz gut wieder runter. Auf dem Rückweg kommt uns wieder einer entgegen, der nach Gerstruben will, ich glaube, die sollten die Beschilderung dort mal idiotensicherer machen.

Der Aufstieg zum Hahnenköpfle ist dann ganz leicht, oben am Gipfel ist Ossi-Treff. Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, alles vertreten und wir haben unseren Spaß und Gesprächsstoff.

Runterweg ins Oytal mit jeder Menge Kulisse. Hach!

Nach kurzer Rast gehts dann über die Lugenalpen runter ins Oytal, wobei wir noch jede Menge schöner Fotos machen. Im Oytalhaus mieten wir wieder zwei Roller und rollern runter nach Oberstdorf.

Herrliche Tour, besseres Wetter kriegt man wohl kaum. Die Kondition stimmt auch und die neuen Schuhe laufen fast von allein.

verzapft von Ilona um 20:37 Uhr | 2 Kommentare | TB

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Dienstag, 20.09.2011

Schneespaziergang am Roßbichl

Am Wochenende gibts dann den ultimativen Wetterumschwung, wie man ihn nur in den Bergen erleben kann: von hochsommerlichen Wetter zu Schneefall bis auf 1200 Meter. Auf dem Nebelhorn waren gestern minus 7 Grad und über 20 cm Schnee.

Schon wieder neue Schuhe. Na ja, bei dem Wetter?

Also nutzen wir das Wetter zum Ausruhen und exessiven Geldausgeben. Dabei sind Trekkinghosen und -socken und noch ein Paar neue Bergschuhe herausgekommen. Diesmal nicht Lowa, sondern Meindl und wir können es kaum erwarten, die Teile auszuprobieren.

Heute ist das Wetter zwar immer noch gut, aber immerhin trocken und wir wandern erstmal in die Stadt und gehen “typisch bayerisch” frühstücken. Beim “Nordsee” gibts Matjesfilets mit Bratkartoffeln und Sylter Soße. Mjammmmm!

Mittags starten wir dann mit der Idee: Faltenbachtobel, Rossbichl, über den Sattel Richtung Rubihorn, Gaisalpsee, Gaisalpe. Natürlich mit den neuen Schuhen am Start.

Wandertour im Schnee nach all der Sonne

Nach dem Rossbichl geraten wir schnell in die beschneite Zone, aber der Zickzackweg hoch ist schneefrei und läuft sich ganz gut, bis uns flachliegende schneebedeckte Föhren den Weg versperren und wir nicht mehr weiter kommen. Es ist zu anstrengend, den nassen Schnee von den Teilen runter zu schlagen, also brechen wir ab und gehen wieder runter.

An der Station Seealpe gibts ein Bier. Wir gucken Touristen und bestaunen die schneebedeckten Berge, aber lange kann man nicht draussen sitzen, denn es ist doch ganz schön frisch.

Abstieg durch den Faltenbachtobel und nach Hause. Das waren mal eben fast 1000 Hm und ich fühle mich wie nachm Sonntagsspaziergang. Mittlerweile ist wohl meine Kondition wieder da, wo ich sie haben will.

Auch die neuen Bergschuhe sind der Hammer! Ganz sicheres Bergablaufen, gutes Profil, kein Gerutsche und die Füße fühlen sich sauwohl und trocken.
100 von 100 Punkten!

verzapft von Ilona um 18:45 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Sonntag, 18.09.2011

Zwischenmeldung

Da es heute mordmäßig regnet und wir ausnahmsweise mal für sowas Zeit haben, mach ich hier mal ne kleine Zwischenmeldung.

Wir machen nämlich grad Urlaub und bisher war das Wetter der absolute Hammer! Sommer pur. Deshalb gibts auch nicht viel Text zwischendurch, weil ich abends nach den Touren keinen Bock mehr hatte.

Die meisten “Leser” hier sind ja eh nur auf die Bilder scharf. zunge

Und für die hab ich da mal was vorbereitet: KLICK!

Und wettervorhersage-technisch sollte da noch was dazukommen. Hoffen wir jedenfalls.

Update: Die ersten Touren sind inzwischen online, siehe unten.

verzapft von Ilona um 12:38 Uhr | 3 Kommentare | TB

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Freitag, 16.09.2011

Kleiner Daumen

Ziemlich früh gings los, diesmal mit dem Auto nach Hinterstein ans E-Werk und dann erstmal wieder wie gestern über den Jägersteig zum Mitterhaus. Wetter läßt wieder mal nichts zu wünschen übrig, es ist herrlich sonnig und warm.

Am Mitterhaus konnten wir einige renitente Kühe beobachten, die sich mittel Flucht der Abtreibung zu entziehen versuchten. Aber mal im Ernst, für die armen Viecher ist das ja Stress pur, die kriegen diese riesigen Glocken umgehängt, die machen einen Mordslärm und damit können sie nicht mal fressen, weil sie den Kopf nicht bis ins Gras kriegen mit den Dingern am Hals. Aber so isses halt Brauch…

Nach dem Mitterhaus gehts dann links erstmal sehr steil auf einem Fahrweg, dann schön gemütlich über die Wiesen hoch zu den Haseneggalpen. Dort gabs ne kleine Pause mit T-Shirt-Trocknung in der Sonne.

Kletterspaß am Kleinen Daumen

Kurz hinter der Hütte gabelt sich dann der Weg: Rechts gehts hoch zur Daumenscharte, das haben wir letztes Jahr gemacht. Diesmal liefen wir links Richtung Rotspitze steil die Wiesen hinauf bis auf den Sattel, wo auch netterweise ein Schild in Richtung Kleiner Daumen weist, der unser heutiges Ziel ist (und zwar die Kletterei auf dem Grat, die wir voriges Jahr schon gesehen hatten). Auch der Hinweis auf “Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich”. Jaja.

Wir befestigen die Stäbchen an den Rucksäcken und machen uns ans Werk. Erst noch ganz normal über einen grasigen Gratweg, dann wirds geröllig, schrofig und kletterig, alles durcheinander, aber immer nach oben.

Ab und zu hats Seilsicherungen, an der Gipfelwand ist die Sicherung dann durchgehend. Ist eine lustige Kletterei, die mir richtig Spaß gemacht hat, ich war fast enttäuscht, als wir schon oben waren.

Auf dem Gipfel des Kleinen Daumen

Am Gipfelkreuz ist dann Vesperpause mit Aussicht bestaunen, wir sind übrigens ganz allein da oben.

Dann klettern wir zur Daumenscharte, das ist teilweise ziemlich ausgesetzt und immer noch so unangenehm, wie ich es in Erinnerung hatte. Aber das muss jetzt einfach auch noch sein.

Abstieg übers Törle mit schöner Aussicht

Von der Daumenscharte gehts steil runter in Richtung Törle, diesen Weg waren wir voriges Jahr andersrum gegangen, als es so neblig war. Heute gibts die ganze Zeit super Aussicht: Der Engeratsgundsee präsentiert sich in einem fast ausserirdischen Blau.

Der Engeratsgundsee

Vom Törle ist es dann ein sehr, sehr langer, aber auch abwechslungsreicher Abstieg über die Mösle-Alpe nach Hinterstein. Uns kommen noch viele Leute entgegen, u. a. eine Familie mit zwei kleinen Kindern und wir wundern uns, wo die um die Zeit noch hinwollen? Die müssen ja auch wieder runter?

Nach dem langen Weg und der Latscherei durch ganz Hinterstein gibts noch ne Pause an der sehr wasserarmen Ostrach mit Füße baden und Schuhe putzen, dann gehts ab nach Oberstdorf.

Klasse Tour mit Kletterspaß, viel Sonne und noch mehr Aussicht!

verzapft von Ilona um 21:09 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Donnerstag, 15.09.2011

Retterschwangtal und Gängele

Mein Muskelkater war immer noch nicht weg, aber das Wetter war so klasse und Bewegung sollte schon sein heute, also musste eine Reha-Tour her.

Die Rotspitze aus dem Retterschwangtal

Früh wars zwar noch neblig, aber blauer Himmel lugte schon mal durch und so gings mit dem Bus nach Hinterstein zum E-Werk-Parkplatz. Das ist ganz praktisch, man muss in Sonthofen umsteigen, hat aber sofort Anschluss dort.

Wir laufen über den Jägersteig ins Retterschwangtal vorbei am Mitterhaus. Links geht es hoch zur Hasenegg-Alpe, aber das ist für heute zu anstrengend.

Immer weiter hinter ins Tal, der Weg steigt ganz langsam und gemütlich an, die Sonne kommt raus und wir sind begeistert von dem Tal, macht richtig Spaß. Kurz vor der Entschenalpe machen wir Frühstückspause mit Aussicht zurück ins Tal runter. Eine Radlerin kommt von oben (keine Ahnung woher) und bremst sich langsam runter.

An der Entschenalpe. Da hinten gehts hoch zum Gängele

Wir laufen an der Entschenalpe vorbei, da ist auch der Fahrweg zuende und geht in einen Wanderweg über, der nun im Zickzack bis hoch ans Gängele ansteigt. Rechts ist der Entschenkopf, wir laufen nach links.

Am Gängele sind wir über die Versicherungsdrahtseile froh, weil alles nass und glitschig ist. Bisserl unangenehm zu laufen. Wir überlegen kurz, wie wir weiterlaufen, entscheiden uns aber gegen die große Runde übers Gaisalphorn, sondern gehen runter über die Gaisalpseen zur Gaisalpe.

Auf diesem (nicht gerade einfachen) Wanderweg überholen uns doch glatt zwei Mountainbiker! Wir sind verblüfft und ich frage, wo sie denn herkommen. Vom Rubihorn, war die Antwort. Ahh ja. Ist wohl ne neue Trendsportart: Bike-Tragen.

An der Gaisalpe gibts leckeres dunkles Bier mit Namen Korbinian, dort ist ganz schön was los, ne Menge Leute unterwegs heute.

Wir laufen auf dem Walraffweg nach Hause und haben dann auch den Plan für morgen fertig. Eingekauft werden musste auch noch.

Abendessen gibts wieder im Schützenhaus, diesmal rein Bulgarisch, leider haben wir vergessen, wie das leckere gebackene Gericht aus dem Tontöpfchen hieß.

verzapft von Ilona um 21:00 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Dienstag, 13.09.2011

Kegelköpfe, Bettlerrücken, Kreuzeck, Rauheck

Früh um sieben gings los nach nem Kaffee, Frühstück hatten wir dabei. Die Kegelköpfe, Kreuzeck und Rauheck waren heute unser Ziel. Zuerst ziemlich eben an der Trettach entlang, dann links weg über den Hölltobel hoch nach Gerstruben. Sehr schöner Tobel-Weg übrigens.

Nun begann die Wegsuche.Zunächst auf dem Wanderweg zur Spielmannsau runter zum Bach, diesen überqueren und dann sollte von der Rautalpe (eine Hütte) ein Weg links hoch gehen. Den haben wir nicht gefunden, sondern sind weglos in die nach unserem Dafürhalten richtige Richtung gegangen.

Das war ganz schön nass im hohen Gras, aber nach kurzer Zeit fanden sich Trittspuren, die bald in einen richtigen kleinen Pfad übergingen, der nicht mehr zu übersehen war.

Dieser ging dann im Zickzack ca. eine Stunde schick nach oben, eigentlich gut zu laufen, an ein paar Stellen musste man gucken, dass man sicher tritt. Es mündet in eine Hochwiese, die sich Gündle nennt. Der Pfad biegt hier rechts ein und quert ganz deutlich nach Westen rüber, wir sind dem gefolgt und waren aber nicht sicher, ob das stimmt. Eigentlich sollten wir ja auf den Grat rauf.

Auf dem Gratweg zu den Kegelköpfen

Also wieder zurück und nochmal im Gündle geguckt, aber es war kein anderer Weg zu entdecken. Auf der Westseite wurde der Weg immer undeutlicher, das Gras immer höher und nasser, aber wir dachten immer: Da vorne gehts bestimmt gleich hoch zum Grat.

Dann standen wir an “Andreas Hütte” und wussten, dass wir verkehrt waren. Aber trotzdem ein schönes Fleckchen in der Sonne mit netten Ausblick ins Traufbachtal.

Wir beschlossen, weglos die steile Wiese durchs Heidelbeergestrüpp hinauf auf den Grat zu steigen. Puh, war das anstrengend! Und nass! Meine Schuhe muss ich wohl reklamieren, so nasse Füße kann ich barfuss auch kriegen.

Erst hinterher haben wir gelesen, dass es an dieser Stelle sogar Einheimische nicht besser wussten. zwinker

Auf dem Grat fanden wir nicht nur den Weg wieder, sondern es bot sich auch eine überwältigende Aussicht. Besonders die Höfats sieht von da richtig gut aus.

Die Gipfelbank auf den Kegelköpfen

Der Gratweg war dann prima zu laufen, der Gipfel ist nicht zu übersehen, da steht nämlich eine Bank drauf! Wir trauten unseren Augen kaum. In dem Kasten daran war aber kein Gipfelbuch, sondern eine Gedenkkarte an einen im Juni diesen Jahres verunglückten Bergsteiger.

Die Höfats und ich

Als wir dann den Abstieg sahen, verging uns der Appetit, das ging mordssteil, fast senkrecht im Gras runter! Wir beschlossen, erst zu frühstücken, wenn wir heil unten angekommen waren, wäre ja schade ums Essen. zwinker

Gut, dass es trocken war, so war die Angelegenheit machbar. Ich bin zwar teilweise aufm Pops runtergerutscht, so hab ich mich sicherer gefühlt. Weiter unten flacht es dann ab und mündet in einem bewaldeten Sattel.

Die schönen Höhenmeter! Später müssen wir das und noch mehr alles wieder hoch, was man vom Gipfel übrigens schon gut erkennen konnte: Der Aufstieg über den Bettlerrücken zum Kreuzeck = ca. 700 Höhenmeter.

Am Waldrand wurde dann gefrühstückt und dann gings zur Sache. Es war lang, steil und sehr sonnig. Ich musste echt alles geben uffz und schaffte es nur mit regelmäßigen kleinen Verschnaufpausen, aber ich schaffte es.

Schließlich waren wir oben am Kreuzeck und hatten eine Mordsaussicht. Kleine Fotopause und schon gings wieder ein Stück runter und dann nochmal 120 Höhenmeter bergauf zum Rauheck, das war der Endspurt. Geschafft!

Wir sehen unten die ersten Wolken heranziehen und machen uns an den laaaangen Abstieg. Der ging erst durch Schotter zum Seichereck, das wir schon von der Eissee-Tour aus 2009 kannten.

Aussicht genießen auf dem Rauheck

Inzwischen sind alle höheren Gipfel komplett wolkenverhangen, so schnell kann es gehen da oben! Wir treffen zwei Bergsteiger, die trotzdem noch zum Rauheck raufwollen.

Die modrige Rutscherei zum Älpelesattel runter hatte ich auch verdrängt, dass ist immer noch so doof wie beim ersten Mal. Ich bin müde und muss echt alle Konzentration aufwenden, um nicht in den Modder zu fallen. Meine Beine jammern arg, tun aber ihren Dienst.

Vom Älpelesattel wählen wir den Weg nach Dietersbach. Eigentlich wollten wir ins Oytal und dann wieder mit den Rollern, aber der Abstieg ist genau so rutschig wie bisher.

Zur Dietersbach-Alpe ins Gerstrubener Tal ist es trockener und an der Alpe erwartet uns eine Pause mit reichlich Getränken. Ich bestelle ein Paar neue Füße, haben sie aber wohl grad nicht. zwinker

Dann durchs Tal nach Gerstruben und auf dem gleichen Weg wie früh zurück nach Oberstdorf. Die lange Latscherei verlangte nochmal alles ab, obwohl es ja flach daher ging.

Insgesamt eine wunderschöne, aussichtsreiche Tour, die mit insgesamt 27 km und 1900 Höhenmetern zu Buche schlägt. Bei den Zahlen darf frau auch mal erschöpft sein, glaube ich.

verzapft von Ilona um 21:45 Uhr | Kommentare deaktiviert | TB

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Samstag, 20.08.2011

Mutschen und Altmann

Endlich mal wieder zum Alpstein! Schon lange wollten wir da hin, da gibts noch so viel zu erwandern. Aber manchmal hält einen das Wetter davon ab und dann ist da noch die elend lange Fahrerei…

Dieses Wochenende wollten wir es packen. Früh im Dunkeln gings los, nur nen Kaffee gabs zum Wachwerden, Frühstück und Vesper hatten wir abends vorbereitet zum Mitnehmen.

Los ging es diesmal in Wildhaus, als erstes war der Mutschen unser Ziel. Das lief sich auch prima und machte Spaß, wir waren ja gut im Training.

Auf dem Mutschen. Links von mir ist der Abgrund ins Rheintal, ich schau mir grad den Weiterweg an

Am Mutschensattel gibts schon ne tolle Aussicht, die aber noch übertroffen wird von der Aussicht ganz oben. Man krabbelt nämlich gemütlich das letzte Stück Berg hoch und… steht vor einem Abgrund namens Rheintal mit ganz unglaublichem Tiefblick. Damit rechnet man überhaupt nicht und es verschlägt einem die Sprache (was bei mir was heißen soll). Leider war es sehr diesig, so dass die Fotos nix taugen.

Mit dieser Aussicht gabs erstmal Frühstück und die Erkenntnis, dass wir die ersten 1000 Höhenmeter schon geschafft hatten. Fühlte sich gar nicht so an!

Die Hütte am Zwinglipass, hübsches Bauwerk.

Nach der Pause gings erstmal relativ “eben” weiter zum Zwingli-Pass, wobei wir den Altmann, unser nächstes Ziel, die ganze Zeit vor Augen hatten. Ein Berg, bei dem man nicht glaubt, dass man da ohne Kletterausrüstung hoch kann.

Dann hoch zum Altmann-Sattel. Und nun wurde es mühsam, die Kondition eierte vor sich hin. Wir hatten wohl zuwenig Höhentraining gehabt (dieses Jahr noch nicht einmal über 2000 Meter gekrabbelt) und inzwischen war es auch ganz nett warm geworden.

Der Altmann von weitem, das ist der große weiße Steinhaufen. Den Säntis sieht man im Hintergrund

Ok, dann eben schön langsam. Zwischendrin ließen sich auch prima Murmeltiere, Steinböcke und Eingeborene beobachten. Letztere probierten auf ungewöhnlichem Weg auf den Nädligergrat zu kommen, scheiterten aber an einen steilen Schotterrinne. Sehr spannend.

Hier sollte es gleich hochgehen. Wenn man genau hinschaut, sieht man paar Leute in der Wand

Vom Rotsteinpass zum Altmannsattel sind es dann nur ein paar Schritte und dann beginnt eine nette Kletterei ohne Seil und doppelten Boden auf den Altmann-Gipfel. Durchaus zu packen für mich, aber schwieriger als am Widderstein oder Rauhhorn. Ganz oben gibts ein Stück ziemlich ausgesetzten Grat, den ich ganz schön eklig fand. Im Nachhinein betrachtet hab ich aber wieder was dazu gelernt und würde es sogar noch mal machen. (Auch wenn ich gleich danach was anderes gesagt hab zunge)

Geschafft und dämlich grinsend am Gipfelkreuz des Altmann. Dahinter sieht man bisschen was von dem Grat, es gehen grad Leute runter

Auf dem Gipfel dann ne Weile ausruhn und Aussicht genießen, dann das ganze wieder retour, was besser ging als befürchtet. Abklettern ist immer bisschen doof.

Runter zur Rotsteinpasshütte war dann alles mit Seilen und Tritten gepflastert, das war einfach. Das hatten wir ja auch schon mal hochwärts gemacht, als wir vom Säntis gekommen sind.

An der Hütte gabs ne Pause mit kühlen und sauteuren Getränken, na ja, Schweiz halt.

Inzwischen war es richtig gut warm und je weiter wir runter kamen, desto brütender wurde die Hitze. Ab und zu gabs ne Kuhtränke am Wegesrand zum Mütze nassmachen und bisschen abkühlen, aber es war schon mühsam.

An der Alpe Gamplüt gabs kurz vorm Ziel noch einen Kaffee zum Durchhalten und bald war auch der Wildhauser Parkplatz erreicht. Insgesamt waren das ca. 20 Kilometer und 1600 Höhenmeter. Uffz! uffz

Hat aber Riesenspaß gemacht, mal wieder auf die richtig hohen Berge zu klettern.

Nur zu gerne könnte man in Alpstein mal eine ganze Woche Urlaub verbringen, zu wandern gibt es dort mehr als genug. Was aber völlig abschreckt, sind diese absurden Preise. Nicht nur für die Verpflegung, auch der Preis für eine Unterkunft, die nicht grad ein Schlafsaal ist, ist jenseits von Gut und Böse.

So macht das einfach keinen Spaß, besonders wenn man weiß, dass das Allgäu nur wenig weiter weg ist. Gut, dass man Alternativen hat. smile

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Samstag, 25.09.2010

Winteranfang und Urlaubsende

Neuschnee auf dem Entschenkopf - der Urlaub ist wohl zu Ende

Der Herbst hat hier gerade mal zwei Tage gedauert, denn heute ist hier Winteranfang. Es ist kalt, es regnet seit gestern abend ununterbrochen und oben auf den Bergen liegt jede Menge Schnee.

Ist wohl ne klare Ansage: Heh, der Urlaub ist zuende.

Aber das ist nicht schlimm. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Oder etwa nicht?

Was sonst noch zu sagen wäre:

  • ich habe trotz excessiver Urlaubs-Völlerei zwei Kilo abgenommen,
  • mit meinen Knien werde ich irgendwann ziemliche Probleme bekommen,
  • Höhenangst wird man nie völlig los, man kriegt sie nur unterdrückt,
  • meine Kondition war nie besser als nach diesem Urlaub, nur brauch ich zwischendurch mehr Ausruhzeit als mein Begleiter,
  • es sind immer noch soviele Berge übrig
  • Die Fotos gibts nochmal als Galerie im Fotoblog.
  • Die Kompaktversion des Reiseberichtes für Lesefaule gibts bei Andi
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