Endlich mal wieder zum Alpstein! Schon lange wollten wir da hin, da gibts noch so viel zu erwandern. Aber manchmal hält einen das Wetter davon ab und dann ist da noch die elend lange Fahrerei…
Dieses Wochenende wollten wir es packen. Früh im Dunkeln gings los, nur nen Kaffee gabs zum Wachwerden, Frühstück und Vesper hatten wir abends vorbereitet zum Mitnehmen.
Los ging es diesmal in Wildhaus, als erstes war der Mutschen unser Ziel. Das lief sich auch prima und machte Spaß, wir waren ja gut im Training.
Am Mutschensattel gibts schon ne tolle Aussicht, die aber noch übertroffen wird von der Aussicht ganz oben. Man krabbelt nämlich gemütlich das letzte Stück Berg hoch und… steht vor einem Abgrund namens Rheintal mit ganz unglaublichem Tiefblick. Damit rechnet man überhaupt nicht und es verschlägt einem die Sprache (was bei mir was heißen soll). Leider war es sehr diesig, so dass die Fotos nix taugen.
Mit dieser Aussicht gabs erstmal Frühstück und die Erkenntnis, dass wir die ersten 1000 Höhenmeter schon geschafft hatten. Fühlte sich gar nicht so an!
Nach der Pause gings erstmal relativ “eben” weiter zum Zwingli-Pass, wobei wir den Altmann, unser nächstes Ziel, die ganze Zeit vor Augen hatten. Ein Berg, bei dem man nicht glaubt, dass man da ohne Kletterausrüstung hoch kann.
Dann hoch zum Altmann-Sattel. Und nun wurde es mühsam, die Kondition eierte vor sich hin. Wir hatten wohl zuwenig Höhentraining gehabt (dieses Jahr noch nicht einmal über 2000 Meter gekrabbelt) und inzwischen war es auch ganz nett warm geworden.
Ok, dann eben schön langsam. Zwischendrin ließen sich auch prima Murmeltiere, Steinböcke und Eingeborene beobachten. Letztere probierten auf ungewöhnlichem Weg auf den Nädligergrat zu kommen, scheiterten aber an einen steilen Schotterrinne. Sehr spannend.
Vom Rotsteinpass zum Altmannsattel sind es dann nur ein paar Schritte und dann beginnt eine nette Kletterei ohne Seil und doppelten Boden auf den Altmann-Gipfel. Durchaus zu packen für mich, aber schwieriger als am Widderstein oder Rauhhorn. Ganz oben gibts ein Stück ziemlich ausgesetzten Grat, den ich ganz schön eklig fand. Im Nachhinein betrachtet hab ich aber wieder was dazu gelernt und würde es sogar noch mal machen. (Auch wenn ich gleich danach was anderes gesagt hab
)
Auf dem Gipfel dann ne Weile ausruhn und Aussicht genießen, dann das ganze wieder retour, was besser ging als befürchtet. Abklettern ist immer bisschen doof.
Runter zur Rotsteinpasshütte war dann alles mit Seilen und Tritten gepflastert, das war einfach. Das hatten wir ja auch schon mal hochwärts gemacht, als wir vom Säntis gekommen sind.
An der Hütte gabs ne Pause mit kühlen und sauteuren Getränken, na ja, Schweiz halt.
Inzwischen war es richtig gut warm und je weiter wir runter kamen, desto brütender wurde die Hitze. Ab und zu gabs ne Kuhtränke am Wegesrand zum Mütze nassmachen und bisschen abkühlen, aber es war schon mühsam.
An der Alpe Gamplüt gabs kurz vorm Ziel noch einen Kaffee zum Durchhalten und bald war auch der Wildhauser Parkplatz erreicht. Insgesamt waren das ca. 20 Kilometer und 1600 Höhenmeter. Uffz! 
Hat aber Riesenspaß gemacht, mal wieder auf die richtig hohen Berge zu klettern.
Nur zu gerne könnte man in Alpstein mal eine ganze Woche Urlaub verbringen, zu wandern gibt es dort mehr als genug. Was aber völlig abschreckt, sind diese absurden Preise. Nicht nur für die Verpflegung, auch der Preis für eine Unterkunft, die nicht grad ein Schlafsaal ist, ist jenseits von Gut und Böse.
So macht das einfach keinen Spaß, besonders wenn man weiß, dass das Allgäu nur wenig weiter weg ist. Gut, dass man Alternativen hat. 
Gestern haben wir den letzten sonnig-sommerlichen Abend dieser Woche für ne Kletterpartie am Schreyfels genutzt.
Nach über nem halben Jahr Nichtklettern fängt man wohl wieder von vorne an. Mir kams so vor, als ob ich mich angestellt hab wie der erste Mensch und obwohl die Route nicht wirklich schwierig war, hatte ich Mühe und sogar bisschen Probleme mit der Höhe.
Vielleicht war es aber auch nur nicht mein Tag, die zwei Tage vorher bin ich etwas exzessiv Fahrrad gefahren (war aber auch ein Superwetter dafür!).
Trotzdem war es klasse und bei weitem das Beste, was man machen konnte an so einem Abend. Stube hocken geht ja gar nicht.
Dort, wo wir im Sommer klettern waren, waren wir heute wandern. Am Minigolf gings los hoch in Richtung Stuhlfelsen und dann rechts weg zu einer langen Runde rund ums Donautal. Und diesmal kamen mir einige Wege schon bekannt vor, so langsam fange ich an, mich hier auch ein bisschen auszukennen. Natürlich sieht im Winter wieder alles ganz anders aus.
Wenn man auf die Felsen hochwandert anstatt zu klettern, staunt man, was man im Sommer so geschafft hat. (“Waaas, hier bin ich hochgeklettert???”)
Die Lauferei war recht mühsam, man hatte die Wahl zwischen a****glatten Fahrspuren auf befahrenen Waldwegen oder oberflächengefrorenen Tiefschnee auf den Wanderwegen. Und sogar dort gabs genug Eis auf den Fußspuren anderer Wanderer. Scheint ja tatsächlich noch mehr Leute zu geben, die im Winter durchs Gelände wandern. Und wenns steil nuff und nabb ging, musste man schon ganz schön aufpassen.
Die Gegend ist immer noch im Wintertiefschlaf. Völlige Ruhe im Wald, wenn nicht grad ein paar motorsägenbesessene Waldarbeiter zugange sind. Aber so langsam hab ich genug von diesen ganzen Schwarzweiß-Fotos:
Drei Sportarten betrieben am Wochenende: Tanzen, Radfahren und Klettern (in dieser Reihenfolge). 
Wobei der Tanz-Workout dieses Mal nicht so lang war wie sonst, da die Musik im Kraftwerk irgendwann von “na ja, geht so” nach “Hülfe, ich will hier weg, wo sind meine Ohrenstöpsel” umschlug. Dazu kam, dass da wahrscheinlich 1000 Leute mehr drin waren, als eigentlich reinpassen, man konnte kaum noch stehen, geschweige denn tanzen. Deshalb kratzten wir dort die Kurve und waren schon halb drei zu Hause und noch ziemlich fit.
Was uns aber in die Lage versetzte, das herrliche Sonnenwetter am Samstag (nur sonnig, nicht warm) für ne gemütliche Radtour zu nutzen. Das war mal wieder richtig fein, irgendwie kommt die Radelei dieses Jahr zu kurz. Aber der Tag hat nun mal nur ne begrenzte Stundenanzahl….
Sonntags war dann wieder Klettern dran. Dieses Mal waren wir zu dritt und erstmal hatte ich nur den Job als Fotograf und Materialtransporter, denn Jule wollte ja klettern. Zu dritt geht das zwar auch, aber mit zwei Anfängern am Seil…. Muss ja nicht. Ausserdem ist Zugucken so langweilig nicht, weil es da immer Leute hat, mit denen man nen Schwatz machen kann. Die sind auch alle unheimlich locker und lustig drauf, diese Kletterer. Gefällt mir. Aber zwei Mal bin ich natürlich auch geklettert, hab mich sogar an einer etwas schwereren Tour versucht.
Tja, und Jule hat ihre Sache richtig gut gemacht. Ist tapfer drei Touren mitgeklettert und war hinterher ganz schön kaputt, aber total begeistert. Noch ne Infizierte, denke ich mal. (Update: Diagnose bestätigt. Sie kam vorhin rüber zum Bilderangucken und meinte, sie könnte SOFORT wieder losfahren und klettern gehen, das war ja soooo klasse!) Nur nen Kletterpartner braucht sie noch, weil Marcus mit seiner Höhenangst nicht in Frage kommt. Falls hier also jemand mitliest, der in der Nähe wohnt und Interesse hat, einfach melden!
Ein super Wochenende! Das Wetter machte temperaturtechnisch zwar schon einen auf sonnigen Herbst, aber die Sonneneinstrahlung war ganz schön heftig. Sieht man bei mir im Gesicht.
Und heute früh bin ich in die Firma gefahren und hatte das Gefühl, eine Woche Urlaub hinter mir zu haben. Ziemlich gut abgeschaltet, prima.
Und heut abend gibts noch die lang versprochenen Bilder. 
Und hier die versprochenen Kletterbilder. Leider alles nur von unten, sogenannte Arschfotos. Aber der Mann oben hatte was anderes zu tun, als zu knipsen, der musste uns nämlich festhalten.
Und diesmal gleich zwei Tage am Stück. Ok, am Samstag machte uns der Regen nach der ersten Tour einen Strich durch die Rechnung, aber war trotzdem schön. Und es war ne relativ einfache Tour am Stuhlfels, wo ich, als wir oben waren, gemeint hab, das war fast zu einfach. Nee, ich krieg jetzt keine Höhenflüge, ganz bestimmt nicht, aber ich glaube, 3 kann ich jetzt schon ganz gut klettern.
Gestern haben wir dann drei Touren gemacht und diesmal haben auch die Kräfte bis zuletzt gereicht. Obwohl ich bei der letzten Tour in diesem verrückten Kamin schon gemerkt hab, dass es noch ne Tour an dem Tag nicht geben würde. Da war mir die Wartepause am Stand ganz recht, konnte ich ausruhen und zugucken, wie sich das andere Mädel vor mir da hochgewurstelt hat.
Außerdem ist das ein probates Mittel gegen Höhenangst: Wenn man nämlich mitten im Fels hängt und nichts zu tun hat außer warten und gucken, nimmt man auch die Höhe und die Aussicht mal richtig zur Kenntnis. Schwummrig ist es mir dabei immer noch, aber ein klitzekleines bisschen genießen kann ich es auch schon. Was noch fehlt, ist das Vertrauen, dass der Haken in der Wand und das Seil daran mich auch festhalten, wenn ich mich in den Gurt nach hinten lehne…. Da bin ich immer noch versucht, mich an irgendein Festhalterle zu krallen.
Meine schicken neuen himmelblauen Kletterschuhe sind nun auch eingeweiht. Ist ja gleich ein ganz anderes Gefühl als mit den provisorischen Schuhen, die ich bisher anhatte, das waren eigentlich normale Straßenschuhe.
Gelernt hab ich auch, dass die Abschürfungen und blauen Flecke, die ich nach jeder Kletterei davontrage, völlig normal sind. Die anderen Mädels dort in den Felsen sahen genau so aus. Die Männer scheinbar nicht. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass wir Frauen halt so sind: Wir klettern mit vollem Körpereinsatz ohne Rücksicht auf Verluste! Genau! 
Und nächstes Mal will Jule auch mitkommen. Bin schon gespannt, wie ihr das gefällt. Sorgen mache ich mir nicht, sie war schon als Kind ein richtiges Kletteräffchen, da musste ich manchmal wegschauen, wenn sie ihre Kunststückchen auf dem Klettergerüst gemacht hat.
… im Donautal. Und ich bin immer noch völlig begeistert. (Glaubs selber kaum, dass ich das hier schreibe)
Das war heut schon bisschen schwerer als am Mittwoch, aber dafür hatten wir den ganzen Tag Zeit und das Wetter war einfach nur klasse.
Zwei Touren hab ich prima hingekriegt, inclusive Abseilen. War manchmal bisschen kribbelig, aber man schlängelt sich irgendwie so hoch. Bei der dritten Tour war ich auf ca. dreiviertel der Strecke am Ende meiner Kraft und musste aufgeben. Einfach keine Kraft mehr in Händen und Armen und die braucht man ja nun mal zum Festhalten. Also hat mein Kletter-Coach mich am Seil wieder runtergelassen und dann war auch Feierabend.
Jetzt hab ich das Gefühl, dass die Fingerkuppen irgendwie abgeschabt sind und meine Arme mindestens doppelt so lang sind wie heute früh. Muss mal gucken, ob ich mir die Schuhe zumachen kann, ohne mich zu bücken. 
Bin schon gespannt auf den Muskelkater morgen. Und die letzte Tour lass ich so nicht stehen. Das wird wiederholt und dann schaff ich das. Wäre ja noch schöner!
Eigentlich wollte ich heut zum Feierabend bisschen Radfahren und vielleicht am Konzenberg gaaanz vorsichtig bisschen klettern üben. So war der Plan, der mir auf der Heimfahrt aus der Firma vorschwebte.
Aber dann hatte ich ne SMS mit ner Einladung zum richtigen Klettern aufm Handy und schon war der Plan geändert.
Und so kam es, dass ich heute zum ersten Mal so richtig mit Helm, Seil und Klettergurt einen Donaufelsen erstiegen habe. Leider gibts kein vernünftiges Bild, aber beim nächsten Mal bestimmt.
Hach!!! Bin noch ganz aufgekratzt. Das hat solchen Spaß gemacht, hätte ich nie gedacht. Ich hatte eigentlich überhaupt keine Angst und die Höhe kriegt man ganz leicht ausgeblendet, wenn man sich auf das Klettern konzentriert.
Ich werd wirklich noch ne Bergziege. Möchte ich bitte unbedingt nochmal öfter machen!
Danke an meinen Kletter-Coach und das mit den Knoten muss ich nochmal gründlich üben.
Für Sonntag war auch wieder Frühlingswetter angesagt. Allerdings zeigte der morgendliche Blick aus dem Fenster nicht denselben strahlendblauen Himmel wie am Samstag, sondern ein paar Wolken. Egal. Schließlich muss man schon dankbar sein, wenns mal nicht schneit. Blöderweise hatte ich schon wieder Grippesymptome, irgendwie ist diese Saison bei mir der Wurm drin. Wahrscheinlich ist mein Abwehrsystem noch arg mit der Entzündung im Zahn beschäftigt, so dass es an anderer Stelle versagt. So ein Mist.
Aber Müdigkeit und Grippesymptomen zum Trotz ging es gleich früh raus an die frische Luft. Mein Fremdenführer hat immer so prima Ideen für solche Tage und so ging es ins Donautal. Diesmal nicht mitm Fahrrad, denn der Donauradweg war noch arg vereist und verschlammt, wie man sah. Wir fuhren mit dem Auto hin und dann gings zu Fuß weiter.
Da waren ne Menge Kletterer an den Felsen und ich schaute respektvoll zu, wie die da scheinbar mühelos hochturnten. Das sollte mir ja auch noch bevorstehen, deshalb beobachtete ich sehr genau. Au weia, ich bin gespannt, wie ich das hinkrieg. Und ob überhaupt, bevor ich mir vor Angst in die Hosen mache.
Aber auf die Felsen kam man auch wesentlich einfacher hoch: Nämlich aufm Wanderweg. Die Wanderwege waren zwar alle noch ganz schön verschneit, aber das war nur an den steilen Stellen problematisch und so hatte ich gestern zum ersten Mal die Gelegenheit, von den Donautalfelsen runter zu fotografieren.
Und so sah das aus. Wieder mal zeigen die Bilder nicht mal ansatzweise die Realität. Aber manchmal sieht man schon, dass es ganz schön hoch war.
Der Ausflug hat Riesenspaß gemacht, trotzdem ich danach ganz schön geschafft war. Aber daran war ganz klar die ausbrechende Grippe schuld.