Montag, 03.10.2011

Wandern im Simonswälder Tal

Für das lange sonnige Wochenende mit dem Feiertag haben wir uns eine Gegend im Schwarzwald ausgesucht, die wir noch nicht bewandert hatten. Wir wollten mal auf den Kandel steigen und die Gegend um ihn herum ein bisschen ablatschen.

Also gabs ein Zimmer in Simonswald, sehr zu empfehlen übrigens. Ruhig gelegen, leckeres Frühstück mit handgefiltertem Kaffee aus der Porzellankanne (!) und geräumigen Zimmern mit Balkon. Ich habe drei Nächte geschlafen wie ein Murmeltier!

Abend gab es Essen im Bären, da kocht der Chef noch selbst und zwar alles frisch. Forellen, Rehgulasch, Vorsuppen und auch Nachtisch, alles vom Feinsten. Und die gut gelaunte Kellnerin trug zur Unterhaltung bei.

Ach ja… gewandert sind wir ja auch. Die Touren gibts hier beschrieben (ich wünschte, ich könnte das auch immer so herrlich kurz und bündig).

Bilder haben wir kaum gemacht, aber ein paar gibts trotzdem.

Ein großes Spinnennetz am Morgen in der Sonne
Aussicht vom Höllkopf
Leckere Apfelernte steht bevor
Die Obstbäume hängen voll


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Sonntag, 03.04.2011

Ein Sommerwochenende im Frühling

Dieses Wochenende entstand mal wieder der Eindruck, dass wir den Frühling ausgelassen und sofort in den Sommer geschlittert sind. Nur die Natur kommt so schnell nicht hinterher.

Wir haben die Gunst der Stunde genutzt und mal wieder ein herrliches Wanderwochenende in Menzenschwand bei Frau Dietsche in der Pension verbracht. Wobei das hübsche ruhige Tal dort dieses Mal noch ausgestorbener wirkte als sonst, ich glaube, wir waren die einzigen Gäste nicht nur in unserer Pension, sondern im ganzen Ort.

Und so war es auch beim Wandern: Wir hatten den Eindruck, den ganzen Schwarzwald für uns allein zu haben, nur sehr wenige Leute waren unterwegs. Mag sein, dass es am Übergang Winter-Sommer gelegen haben mag, denn fürs Skifahren lag eindeutig zu wenig Schnee, aber bei Wandern hat er ab und zu gestört, zumindest stellenweise. Wobei es aber kein Vergleich mehr war zu vor drei Wochen, da sind wir ja noch bis zu den Hüften im Schnee versunken.

Es war toll. Den ersten Sonnenbrand im Gesicht und auf den Armen, das erste Mal geschwitzt trotz T-Shirt und kurzer Hose und das herrlich Gefühl von ganz viel Sonne auf der Haut. Hach! Mehr davon bitte!

Insgesamt waren wir ganz gut fleißig wandern, drei feine Touren haben wir gemacht, am Samstag sogar eine richtig lange. Entsprechend ruhiger haben wir es heute angehen lassen zum Ausklang.

Und hier noch paar Bilder:

Blick vom Herzogenhorn zum Feldberg bei absolutem Kaiserwetter
Die ersten Blümchen waren zu bewundern, hier die Blausterne auf Frau Josefas Wiese vor der Pension
Ein kleiner See im Baumstumpf. Was es nicht alles gibt!
Ein richtiges kleines Aquarium mit Wasserpflanzen, nur die Fische fehlen noch.
Ganz wunderbarer Aussichtspunkt am Köpfle hinten im Menzenschwander Tal, im Hintergrund der Feldberg


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Montag, 23.08.2010

Mountainbikeversuche – das Debakel

Seit diesem Vorfall entwickelt sich wohl bei mir ne Mordsblockade im Kopf, was das Mountainbiken betrifft.
Dass ich darin nie ne große Heldin sein werde, das ist mir von vornherein klar gewesen, aber dass es sich so entwickelt, finde ich jetzt bisschen bescheuert.

Wir waren wieder in Strohbach im Schwarzwald und dieses Mal war es ein einziges Trauerspiel. Beim Berghochfahren fehlt mir die Kraft oder die Kondition, oft auch nur die Geschicklichkeit, einfach weiterzufahren, wenns ein bisschen holperig wird und beim Runterfahren mach ich mir in die Hosen vor Angst. Ergo schiebe ich das Rad erst auf den Berg, um es dann wieder runter zu schieben.

Wenn ich denn mal was fahren kann, hab ich gar nichts von der schönen Landschaft, ich seh nicht mal nen Pilz am Wegesrand, weil ich mich dermaßen auf den Weg konzentrieren muss vor lauter Angst, dass da wieder ein Stein oder ein Ast im Weg liegt und ich stürzen könnte.

Das ist, glaube ich, nicht ganz der Sinn der Sache und macht auch keinen Spaß. Ich bin hochgradig frustriert und enttäuscht von mir und hab auch keinen Plan, was ich dagegen tun kann.

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Sonntag, 11.07.2010

Mountainbikeversuche die Zweite

Blaue... ich nehme mal an, dass es Hortensien sind?

So schnell gibt frau ja nicht auf. Die letzten beiden Wochen hatte ich ja auf den Hausbergen rund um Spaichingen bisschen trainiert und dieses Wochenende nun ging es wieder in den Schwarzwald. Diesmal nicht nach Menzenschwand, sondern nach Strohbach. Das ist ein kleines Dorf bei Gengenbach, dort hatten wir uns in einem gemütlichen Gasthaus ganz hinten im Tal und damit absolut ruhig gelegen eingemietet.

Das Zimmer bezogen wir schon Freitag nachmittag, somit war genug Zeit für eine kleine Proberunde, auch um sich an das mordsmäßig heiße Wetter zu gewöhnen. Dort ist man nämlich nur auf ca. 200 m.ü.M. und damit ist es nochmal mindestens 5 Grad wärmer und schwüler als zu Hause.

Abends gabs lecker Essen auf der Terrasse des Hauses und feinen Gengenbacher Wein. So richtig gemütlich.

Auch das Frühstück am nächsten Morgen wurde auf besagter Terrasse serviert, das war Urlaubsfeeling pur!

Genau wie das Wetter. Strahlend blauer Himmel und die Sonne brannte nur so runter. Wir fuhren über die Weinberge in Richtung Durbach, es ging immer hübsch rauf und runter, aber ich konnte das richtig gut fahren, machte Spaß vor allem bei der schönen Aussicht die ganze Zeit.

In Durbach gabs erstmal kalte Getränke und dann fuhren wir weiter das Tal hinauf. Wunderschön, sehr heiß und immer bergauf. Gut, dass es jetzt oftmals durch den Wald ging, da briet einen die Sonne nicht so.

Wir waren aber nicht die einzigen Mountainbiker, die bei der Hitze unterwegs waren. Am Späneplatz stand einer halbnackt, verschwitzt und mit hochrotem Kopf, herrje, so ähnlich sahen wir wahrscheinlich auch aus…. Kurze Abkühlpause und weiter gings.

Dann kam der Abzweig zum Lothardenkmal und wenn ich schonmal hier war, wollte ich da natürlich nun auch noch hoch. Leider gibts da oben fast keine Bäume mehr, die hat der Sturm damals alle abgesäbelt.

Das waren dann nochmal über 100 Höhenmeter in der prallen Sonne, aber dafür habe ich jetzt auch endlich ein Bild von meinem Radel an besagtem Denkmal. Hah!

Schloss Ortenberg in den Weinbergen bei Durbach
Reiche Beerenernte steht bevor. Massen von Johannisbeeren, aber noch mächtig sauer
Am Lothardenkmal. Endlich habe ich auch ein Bild von mir und dem Radel an diesem etwas gruseligem Gebilde auf 845 m
Roter Fingerhut lugt unter der Holzbank am Lothardenkmal hervor
Hier ist auch das Getreide schon fast erntereif. Ein Bild vom Sommer
Zwei müde Radel im Gras, aber an dieser Stelle ist die Tour noch nicht zuende.


Dann gings runter zur Kornebene, dort gabs nochmal Apfelschorle und Bier. Man konnte gar nicht so schnell trinken, wie man es ausschwitzte bei über 35 Grad.

Danach kam zum Runterfahren noch ein “richtiger” Mountainbike-Pfad, so schmal mit über Wurzeln und Steine fahren und so Sachen. Na ja, das muss ich ja auch mal lernen. War anstrengend (diemal für die Arme und Hände), machte aber Spaß.

Das letzte Stück unten in der Ebene von Gengenbach nach Strohbach hat mich dann fast fertig gemacht. Absolut brutal die Sonne und die Hitze! Das war sogar für mich bisschen viel, als wir in der Pension waren, brauchte ich erstmal ne halbe Stunde im Schatten zum Runterkühlen.

Abends war im Gasthaus Grillparty mit Spanferkel und Riesen-Salatbuffet angesagt. Das war mal richtig lecker und die Gelegenheit, alle verbrannten Kalorien wieder ordnungsgemäß nachzufüllen. Für die lauten und unangenehmen Tischnachbarn konnte ja keiner was….

Später am Abend gabs dann noch ne Extra Show: Ein Mords-Gewitter! Aber sowas von. Blitze, dass es taghell war, Windböen, die ziemlichen Schaden anrichteten und viel Regen, der aber nicht abkühlte.

Das Ergebnis sahen wir am nächsten Tag im Wald. Dort lagen Bäume quer über die Wege und überall Zweige und Äste, ziemlich wüst.

Auch am Sonntag war es früh schon wieder heftig warm und durch die Feuchtigkeit auch noch schwül. Die Tour ging natürlich auch wieder nach oben zur Guttahütte (Getränkepause) und weiter zur Burg Hohengeroldseck. Da wollten wir natürlich rauf zum bisschen Rumgucken und danach wusste Andi ein gemütliches Café in der Nähe. Dort saß man herrlich im schattigen Garten bei Kaffee und Kuchen.

Weiter gings wieder zurück und der Schweiß lief in Strömen. Wir fuhren runter nach Poche zum Golfplatz und von dort wieder rauf zur Guttahütte. Man gönnt sich ja sonst nix und irgendwie mussten wir ja noch paar Höhenmeter zusammenkriegen. :zwinker:

Wieder kurze Pause zum Runterkühlen und dann bergab rollen über den Strohhof nach Strohbach zurück. Das sollte dann reichen. Netterweise durften wir im Quartier noch kurz duschen und dann gings ab nach Hause.

Diesmal war ich schon wesentlich zufriedener mit meiner Fahrerei. Kurze Strecken musste ich zwar immer noch schieben, aber das meiste bin ich ganz gut durchgefahren und es hat sogar Spaß gemacht. Die Gegend dort ist aber auch richtig schön und abwechslungsreich, da kann man ruhig öfter hinfahren. :cool:

verzapft von Ilona um 19:05 Uhr | 1 Kommentar | TB

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Montag, 28.06.2010

Mountainbikeversuche im Schwarzwald

Habe wieder viel über mich gelernt letztes Wochenende. Bei dem klasse Sommerwetter waren wir wieder in Menzenschwand und natürlich musste das neue Radel mit, das ist ja schließlich für die Berge gemacht.

Ich aber scheinbar nicht. So leicht und locker, wie ich diese Steigungen hochwandere, so schwer hab ich mich mit hochfahren getan. Ach du liebe Güte! Während der Herr Caramalz an meiner Seite milde lächelnd locker flockig einherfuhr und nicht mal ansatzweise außer Atem kam, kämpfte ich alle gefühlten 100 Meter mit Schnappatmung und musste verschnaufen. Nach so ner Pause wieder aufs Rad zu kommen an der Steigung klappte auch selten, so dass ich stellenweise im wahrsten Sinne des Wortes “radgewandert” bin. Kenn ich ja schon ausm Allgäu.

Auch die Methode “gaaaanz langsam, aber stetig” half nicht, denn wenn ich noch langsamer gefahren wäre, wäre das Radel umgekippt. Und ich mit.

Ich muss sagen, dass ich ziemlich enttäuscht war von mir, ich hätte wirklich gedacht, dass ich fitter bin und sowas inzwischen zwar langsam, aber immerhin fahren kann.

Auch das Bergabfahren über Stock und Stein ist gewöhnungsbedürftig, da bin ich noch zu ängstlich und auch oft lieber abgestiegen. Aber das kann man ja üben.

Die beiden Radel einträchtig wartend an der Krunkelbachhütte
Lupinenrabatten am Wegesrand. Sah aus wie extra für uns angepflanzt, einfach herrlich
An der Menzenschwander Alb ganz hinten im Tal. Kurz danach gings hoch Richtung Feldbergpass
Bunte Blümchen auf der Wiese vor dem Haus unserer Pensionswirtin. Eine der wenigen Wiesen, die nicht gleich abgemäht werden
Nochmal eine Lupinengruppe mit Schmetterling


Nun gut. Fazit ist aber, dass ich das irgendwann ohne Schnappatmung fahren möchte, denn die Mountainbikerei durchn Wald und über Feld und Flur macht mir nämlich Riesenspaß. Also ist Training angesagt. Ich weiß zwar nicht, wie weit ich in meinem Alter und mit meiner von 20 Jahren Power-Raucherei zerfressenen Lunge damit komme, aber versuchen kann mans ja.

Immerhin hat sich mein Begleiter wohl nicht hoffnungslos mit mir gelangweilt, es spricht einiges dafür, dass wir wieder zusammen losmachen. Für mich ist das nur gut, denn alleine würde ich mir oft die flachere oder kürzere Variante aussuchen. Der innere Schweinehund halt….

Trotz dieser kleinen Hindernisse war es wieder ein klasse Wochenende mit hochsommerlichen (endlich!) Temperaturen, jede Menge Sonne auf der Haut sowie Natur und Landschaft zum Sattgucken.

verzapft von Ilona um 17:05 Uhr | 3 Kommentare | TB

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Montag, 14.06.2010

Unabhängigkeit

Musste gerade am Wochenende wieder daran denken, wie prima das ist, so unabhängig zu sein. Einfach ok sagen zu können, wenn einem jemand vorschlägt, mal eben übers Wochenende wegzufahren, ohne erst groß organisieren zu müssen. Die einzige Sorge gilt dem doch eher wechselhaften Wetter zur Zeit. Paar Klamotten in die Tasche geworfen nebst Zahnbürste und Duschbad und los gehts.

Heraus kam wieder ein prima Wanderwochenende rund um Menzenschwand, bei dem sogar das Wetter wesentlich besser war als die Vorhersage. Frau Wirtin freute sich richtig, uns so schnell wieder zu sehen und wir bekamen diesmal ein richtig schickes Balkonzimmer mit Blick aufs Spießhorn.

Und da wir immer noch nicht alles abgelaufen sind und die Gegend auch zu schön ist (die Wildblumenwiesen sind der absolute Hammer!), müssen wir wohl nochmal hin.

Und neben dieser organisatorischen Unabhängigkeit genieße ich auch meine finanzielle. Diese machte es mir möglich, heute mal eben loszufahren und mir ein Mountainbike zu kaufen. Na gut, fachmännische Beratung hatte ich schon dabei. :zwinker: Damit habe ich mir einen schon lang gehegten Wunsch erfüllt und werde ich demnächst die Waldwege hier oder woanders unsicher machen.

verzapft von Ilona um 21:03 Uhr | 11 Kommentare | TB

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Montag, 24.05.2010

Pfingsten im Schwarzwald (Episode 3)

Sauerklee

Heute am Montag wollten wir die andere Talseite erkunden. Da bot sich eine Wanderung zum Schluchsee an, der liegt da nämlich dahinter. Ein Weg war schnell gefunden, da gibt es ne gute Auswahl und wie wir schnell feststellten, würden die sich auch hervorragend zum Fahrradfahren eignen. Schön lang, schön ruhig, relativ humane Steigungen und gut befestigt.

Blick von oben auf den Schluchsee

Auf der anderen Seite hatten wir dann auch einen wunderbaren Blick von oben auf den Schluchsee, das Wetter war aber auch tadellos heute, nicht ein Wölkchen am Himmel und schön warm. Wir schlängelten uns runter zum Unterkrummenhof, dort war mal richtig was los. Jetzt wussten wir, warum wir oben im Wald fast allein waren, die Leute saßen alle hier und stritten sich um die Schattenplätze. Der Rest stand in der Schlange nach Wurstsalat und Veschperplatten an.  Auch der Radweg um den See war gut bevölkert, das ist ähnlich wie am Bodensee bei so schönem Wetter.

Wir tranken Radler und knabberten ne Brezel und dann schlugen wir uns wieder in die Büsche. Ein Stück mussten wir durch den Wald bergauf krabbeln, weil es einen eingezeichneten Weg wieder mal nicht gab (vielleicht sollten wir wirklich mal in eine aktuelle Karte investieren). Dabei entdeckten wir einen hübschen Wasserfall und ein paar moosige und sumpfige Plätzchen. Die blühenden Sumpfdotterblumen sind wirklich sowas von gelb!

Füße baden am kühlen Bach im Wald

Jetzt waren wir auf dem Rückweg und weil nach diesem das Wochenende vorbei sein würde, hielten wir den so lang und umständlich wie möglich. Wir nahmen jeden Umweg mit, freiwillig oder aus Versehen und gerieten dabei auf lauschige Plätzchen wie die Schnepfenhalde, das Köpfle oder die Rosshütte.

Schließlich waren wir aber doch auf dem Runterweg und inzwischen meinten auch meine Beine, dass es nun langsam mal reichen würde. Gegen 17 Uhr gabs noch nen Kaffe im Hirschen und sogar das Kamel bestellte sich ein Wasser. :lach:

Blick auf den Titisee

Dann zurück zum Auto, das wir an der Pension stehen lassen durften, gepackt hatten wir schon am Morgen und dann gings heimwärts. Nicht ohne den Beschluss gefasst zu haben, dass wir hier nochmal herkommen mussten. Dann bringen wir die Fahrräder und genug zu Essen mit, falls es bis dahin gar keine Kneipe mehr gibt. Auf jeden Fall hat unsere Vermieterin kein Problem damit, uns ein Zimmer auch für eine Nacht zu vermieten.

Insgesamt wars ein klasse Wochenende. Endlich mal schon fast sommerliches Wetter und die Gegend ist unschlagbar. Den Schwarzwald habe ich ja sowieso ins Herz geschlossen, da geh ich unheimlich gern zum Wandern.

verzapft von Ilona um 21:21 Uhr | 6 Kommentare | TB

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Sonntag, 23.05.2010

Pfingsten im Schwarzwald (Episode 2)

Am Sonntag war strahlend blauer Himmel und draussen spielte ne Blaskapelle auf zum traditionellen Pfingstwecken, wie wir später erfuhren. Frau Wirtin erwartete uns im Trachtenkleid zum Frühstück und das war wie vermutet reichlich und lecker.

Pause in der Hütte auf dem Weg Richtung Herzogenhorn

Gleich nach selbigem gings auch los, wieder in Richtung Herzogenhorn, allerdings ohne vorher aufs Spießhorn und auch auf einem anderen Weg, nämlich dem Krunkelbachweg. Aufs Herzogenhorn gings auch nicht nochmal ganz hoch, kurz vorher sind wir abgebogen in Richtung Blößling, das ist ein Berg auf der anderen Seite des Tales, den ich mir wegen des niedlichen Namens ausgesucht hatte. War zwar bisschen weit, aber wir hatten ja Zeit.

Blick auf die Motorrad-Rennstrecke

Der Weg dorthin war feines Spazierenwandern bei allerbestem Wetter und noch besseren Aussichten. Verständnislos guckten wir an einer Stelle auf die sich durchs Tal schlängelnde Straße, auf der die Motorradfahrer Rennen fuhren, als ob es verboten wird. Das werde ich wohl nie verstehen, wie man sich bei solch einem Wetter freiwillig in einen Lederpanzer zwängen und einen Rundumhelm aufsetzen kann, um dann bei halsbrecherischer Kurvengeschwindigkeit sein Leben zu riskieren…. Aber sollen sie ruhig, dann haben wir hier oben im Wald mehr Ruhe und für ausreichend Spenderorgane ist auch gesorgt.

Auf dem Weg zum Blößling musste wir solch eine Straße überqueren und dazu ziemlich weit runter. Es folgte ein cooles Ausdauertraining: Ca. eine Stunde Bergauflaufen am Stück. Zu diesem Zweck hatte sich sogar die Sonne hinter ner Wolke versteckt, so dass es nicht zu warm war. Aufm Gipfel wars dann ganz schön frisch, aber gemütlich mit Hütte und Bänkle und feiner Aussicht runter ins Tal nach Bernau. Auf der anderen Seite sahen wir auch schon unseren Heimweg den Berg rauf.

Eine etwas baufällige Bank an einer idyllischen Wiese

Aber erstmal mussten wir runterfinden und das war bei der Anzahl der zur Verfügung stehenden Wege gar nicht so einfach. Wir mussten desöfteren die Karte zu Rate ziehen, der wir aber seit gestern nicht mehr so richtig trauten. Immerhin sahen wir dann von halb oben schon eine Biertankstelle, zu erkennen an den Sonnenschirmen. Das letzte Stück gings dann über die Wiese. Endlich was zu trinken! Das war heute hart erarbeitet.

Wobei ich aber sagen muss, dass ich immer Wasser dabei hab, wenn ich zuwenig trinke, habe ich am Abend fürchterliche Kopfschmerzen. Da verlasse ich mich lieber nicht auf eine regelmäßige Kneipenfrequenz, das klappt in den seltensten Fällen. Wasser kann man hier im Schwarzwald auch regelmäßig auffüllen: Da sind immer irgendwelche Quellen, Brunnen oder klare Bergbäche. Andi kommt komplett ohne Wasser aus, wahrscheinlich war er mal irgendwann Kamel. :kicher:

Nach der Pause gings dann auf der anderen Seite wieder hoch, wir mussten ja noch ein Tal weiter. Dort stießen wir auf einen feinen Panoramaweg mit freier Aussicht ins Tal, bevor es über den Berg wieder hinüber nach Menzenschwand ging. Runterwärts über blühende Wiesen mit der Sonne im Rücken. Womöglich hat das meinen Sonnenbrand auf den Waden verursacht.

In der Pension gabs bei Frau Wirtin auf der Terrasse noch ein Feierabendbierchen, das hatten wir uns verdient, allerdings zogen wir heute freiwillig in den Schatten um. Zum Essen gingen wir ohne Umwege direkt dorthin, wo man auch was bekam und waren wieder zufrieden.

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Samstag, 22.05.2010

Pfingsten im Schwarzwald (Episode 1)

Endlich blauer Himmel, Sonne und T-Shirt-Temperaturen! Wir haben gerade drei herrliche Wandertage im Schwarzwald hinter uns und festgestellt, dass man bei schönem Wetter auch ganz gut unterwegs sein kann. :zwinker:

Das Herzogenhorn

War richtig nett, wir hatten ein Zimmer in Menzenschwand, um uns die Fahrerei jeden Tag zu sparen. Von dort aus haben wir feine und vor allem weite Touren gemacht.

Am Samstag gings erstmal aufs Spießhorn. Von dort zur Krunkelbachhütte zwecks Einnahme kohlensäurehaltiger Erfrischungsgetränke. So gestärkt erklommen wir das Herzogenhorn, wo ein richtig feiner Wandersteig hochführt (zumindest bis zu der Stelle, wo dann die Autotouristen aus Richtung Parkplatz Leistungszentrum schnaufend dazustoßen).

Blick vom Herzogenhorn auf den Feldberg

Nachdem wir die Aussicht in alle Richtungen gehörig bewundert hatten, beschlossen wir, dieses Leistungszentrum zum Kaffetrinken aufzusuchen. Das war dann das erste Erlebnis der etwas anderen Art für heute. Offensichtlich bereiteten sich dort gerade ein paar Sport- und Leistungstrinkervereine auf einen bevorstehenden Wettkampf vor. Die Gäste dort auf der Terrasse machten jedenfalls durchweg den Eindruck, als hätten sie gerade eine harte Trainingseinheit hinter sich. Dazu kam eine völlig überforderte, dafür aber untermotivierte Thekendame. Einfach herrlich! Normalerweise müssten sie für die Milieustudien, die man da betreiben kann, Eintritt nehmen. Wir hatten die Show umsonst und der Kafi war zwar nicht gut, aber besser als erwartet.

Der Menzenschwander Wasserfall - das Wasser stürzte aus der schwindelnden Höhe von ca. 3 Metern in den Abgrund

Für den Heimweg hatten wir uns einen Weg ausgesucht, den es offenbar nur auf der Karte gab. Trotz intensiver Suche und Querfeldeinlaufen gerieten wir schließlich auf etwas, was man nur mit viel gutem Willen als Trampelpfad bezeichnen konnte. Trotzdem war es gut zu laufen und bescherte uns noch ein paar schöne Ausblicke ins Tal Richtung Menzenschwand. Runter gings dann auf einem prima Zickzackweglein durch den Wald und wir kamen direkt am Menzenschwander Wasserfall raus, den wir natürlich noch besichtigen mussten.

Kleine Sonnenpause auf der Wiese vorm Ortseingang mit Schuhe lüften und im Gras rumliegen (Sommerfeeling!) und dann gabs nochn Bier an der ersten Kneipe, die uns übern Weg lief (“Wir haben aber nur 0,4er Gläser!”).

Auf dem weiteren Heimweg durchs Hinter- und Vorderdorf staunten wir über die vielen geschlossenen Lokale und “zu verkaufen”-Schilder an den Häusern. Sogar die Schwarzwaldklinik stand zum Verkauf. Na sowas!

Unsere Wirtin wusste zu berichten, dass viele Restaurants und Pensionen ganz einfach pleite gemacht haben, weil die Gäste ausbleiben. Scheinbar ist der Schwarzwald nicht mehr “in” für deutsche Urlauber, die fahren lieber an den Gardasee oder nach Gran Canaria.

Und viele Gastgeber können auch wohl einen gewissen Hochmut aus der Zeit, als es mehr Gäste als Betten gab und man sich deshalb nicht unbedingt um jeden Gast bemühen musste, nicht ablegen. Und jemand, der eine Absage bekommt, weil er nur eine Nacht bleiben will, wird auch nicht wieder nachfragen, wenn er mal länger urlauben will.

Die Hochnäsigkeit sollten wir gleich am selben Abend noch spüren bekommen, als wir etwas essen gehen wollten: In zwei Kneipen sind wir komplett ignoriert worden, die haben wir verlassen, als sich nach 10 Minuten warten immer noch niemand blicken ließ (und das, obwohl wir vom Personal gesehen worden sind!). In der dritten Kneipe kam zwar sofort jemand, aber nur um uns mitzuteilen, dass die Küche schon kalt ist (es war kurz vor 19 Uhr).

Und in der vierten Lokalität war man dann endlich gewillt, zwei hungrigen Wanderern etwas zu essen zu geben. Herrje, was für ein Akt, das war ja wie zu DDR-Zeiten!

Immerhin endete der Abend dann gemütlich auf der Terrasse an der Pension mit nem Gläschen Wein.

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Montag, 26.04.2010

Frühling im Schwarzwald

Baumblüte in Oberried

Um euch nicht schon wieder mit Wanderberichten aus dem Donautal zu langweilen, sind wir dieses Wochenende extra in den Schwarzwald gefahren zum Wandern. Na ja, wir wollten auch mal was anderes sehen und so haben wirs mal probiert, obwohl die Webcam aufm Feldberg noch ganz schön viel Schnee zeigte.

Wir parkten beide Tage in Oberried und fingen auch gleich erstmal mit Frühstückspause in der Bäckerei an. Dort konnte man sich auch prima mit Proviant versorgen und bei blauem Himmel und Sonnenschein konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Oberried liegt auf ca. 400 m.ü.M. und war frühlingstechnisch schon zwei Wochen in der Zukunft.

Ilona auf dem Schauinsland

Am Samstag gings zum Eingewöhnen gleich erstmal 800 Höhenmeter bergauf  vorbei an der Rappenecker Hütte zum Schauinsland, wobei wir uns nach ner Viertelstunde wandern schon die kurzen Klamotten anziehen mussten, so warm war es. Die Steigungen im Schwarzwald haben ja schon ne andere Qualität als auf der Alb, muss ich sagen. Da kann man gut für den Wanderurlaub im Allgäu üben.

Ausblick vom Schauinsland

Jetzt muss ich mal gucken, ob ich die herrlich lange und anstrengende Samstagstour zusammen kriege: Vom Schauinsland Stückchen runter nach Gießhübel, dort ist ne Kneipe gleichen Namens mit ner Wahnsinns-Sonnenterrasse. Da haben wir erstmal Bierchen und Radler getankt. Von dort auf einem wunderschönen Höhenweg an Hofsgrund vorbei und über den Sessel runter nach Steinwasen. Dort an dieser Kinderbespaßungsanlage vorbei, über die Straße und dann führt da ein herrliches Zick-zack-Weglein wieder nach oben. Dort bleibt man ne Weile, um dann auf dem “Schulweg” wieder runter nach St. Wilhelm zu marschieren. Auf sowas würde sich heute kein Schüler mehr fortbewegen, die werden ja alle von Vollzeit-Muttis mit dem Auto chauffiert.

Gemütliche Stelle am Bach zum Wasserflaschen nachfüllen und abkühlen

Unten ist aber doof, also auf der anderen Seite wieder hoch. Wir wollten über die Erlenbacher Hütte zurück nach Oberried. Da gabs ne steile und ne lange Variante, wir wählten natürlich die steile und das war dann mal so richtig anstrengend. Paar Höhenmeter hatten wir ja schon hinter uns, aber jetzt knackten wir schätzungsweise die 2000 an dem Tag.

Sumpfdotterblumen überall dort, wo es feucht war. Unglaublich gelb

An der Hütte gabs dann zur Belohnung Bierchen und ne leckere Apfel-Holunderschorle und schon gings weiter in Richtung Gfällmatte. Von dort sollte es ein Weglein nach unten in Richtung Zipfeldobel (das heißt wirklich so) geben, aber irgendwie haben wir das nicht gesehen. Und so sind wir bisschen kreuz und quer durchn Wald und auf diversen Felsen entlang gelaufen, wo überraschenderweise Heerscharen von Kletterern unterwegs waren.

Ein Weidenkätzchen?

Inzwischen war ich ganz schön k. o. und froh darüber, dass es nur noch runter ging. Aber runterlaufen kann auch ganz schön anstrengend sein, vor allem, wenns so richtig lange runter geht. Irgendwann war es geschafft und zum Auslaufen diente der Wilhelmitenpfad vom Zipfeldobel nach Oberried zurück. Dort gabs im Goldenen Adler Kaffee, jede Menge Wasser und kleine Snacks und dann waren wir fit für die Heimfahrt.

Macht dann fast 10 Stunden auf den Beinen und Sonnenbrand auf den Armen. Herrje, war das ne schöne Wanderung!

Auf dem Felsenweg zur Gfällmatte

Und weils so schön war und weil wir das mit dem nicht gefundenen Weg nicht auf uns sitzen lassen konnten, gings Sonntag wieder nach Oberried. Gegen 8 waren wir unterwegs, die umgekehrte Tour von gestern. Zumindest bis zur Erlenbacher Hütte und diesmal haben wir den Weg gefunden: ein richtiges Schmankerl an den Felsen entlang. Kletterer waren auch schon wieder unterwegs.

Ein Einraumhaus. Gemütlich eingerichtet mit Öfchen, Kerzen Tisch und Bänken.

Merkwürdigerweise taten die Beine klaglos ihren Dienst und die Bergauflauferei ging fast besser als gestern. Trotzdem gabs an der Erlenbacher Hütte erstmal Pause und kalte Getränke.

Da drüben liegt noch Schnee - Feldbergnähe

Weiter liefen wir dann hoch auf den Toten Mann (das ist ein Berg, nix Schlimmes). Dort gabs gute Aussicht auf den Schnee am Feldberg und eine Rast in der Sonne.

Ein großer Stein auf dem Toten Mann lädt zur Rast ein

Auf einem verschneiten Waldweg gings weiter zum Hüttenwasen. Das war ganz schön skurril, in T-Shirt und kurzen Hosen bei fast sommerlichen Temperaturen durch den Schnee zu stapfen.

Fast barfuss im Schnee

Zurück in Richtung Erlenbacher Hütte, die wir allerdings links liegen ließen und weitergingen zur Stollenbacher Hütte. Dort gabs schon wieder Pause mit Kaffe und Kuchen.

Danach hoch auf den Ruheberg und von dort suchten wir uns ein nettes Weglein durch den Wald zurück zur Gfällmatte, weil wir den feinen Felsenweg nochmal laufen wollten runter nach Oberried.

Grünzeug am Bach. Gefiel mir einfach fürs Foto.

Hat alles tadellos geklappt und heute wars auch mal nicht ganz so anstrengend. Dafür hatte das Ganze schon richtig was von Sommer. Nur schade, dass so Wochenenden immer so schnell vorbei sind….

verzapft von Ilona um 19:15 Uhr | 1 Kommentar | TB

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