Rezepte für Weihnachtsplätzchen

(mit Erfolgsgarantie!)

 
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1. Vanillekipfel (die allerweltbesten!)

Ilonas Vanillekipfel

1 kg Mehl
350 g Zucker
600 g geriebene Mandeln oder Nüsse
600 g Butter (mit Margerine gehts auch, aber mit Butter schmeckts besser)
4 Eigelb
2 Eier
4 Päckchen Vanillezucker (für den Teig)
2 Prisen Salz
1 Päckchen Puderzucker vermischen mit weiteren
4 Päckchen Vanillezucker

Alle Zutaten bis einschließlich Salz verkneten (ist ein gutes Muskelausdauertraining ), in kleinere Portionen zerteilen und für ca. eine Stunde in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit das Puder-Vanillezuckergemisch vorbereiten, dafür den Puderzucker am besten vorher mal durchsieben. Mindestens zwei Bleche mit Backpapier ausstatten. Dann bei einer guten Tasse Tee auf das Ende der Stunde warten oder inzwischen die weiter unten genannten Kaffeemakronen backen.

Den Teig portionsweise aus dem Kühlschrank nehmen und lauter kleine Hörnchen daraus formen, diese druff uffs Blech und bei ca. 200 Grad backen, bis sie gerade leicht braun werden, aber nicht zu doll. Nur ganz kurz abkühlen lassen und im vanillierten Puderzucker wälzen, bis sie davon schön bedeckt sind, dann ganz abkühlen lassen und ab in die Dose. Oder in den Mund. Sind ne Menge Kalorien, aber lecker!!!

Das o. g. Rezept reicht für ca. 250 Stück von den Dingern, je nachdem, wie groß man sie macht. Ich mag sie lieber kleiner, dann verschwinden sie mit einem Haps im Mund. ;-)

 
2. Kaffeemakronen

Kaffeemakronen

8 Eiweiß
300 g Zucker
500 g Nüsse
150 g Raspelschokolade
4 Teelöffel löslichen Kaffee
2 Päckchen Vanillezucker

Das Eiweiß schnittfest schlagen und den Zucker gaaaanz langsam dazugeben, immer weiterschlagen. Dann die Nüsse und die restlichen Zutaten zugeben und das ganze gut verrühren.

Mit zwei Esslöffeln kleine Häufchen auf ein Backblech machen, nicht zu groß, sonst werden sie außen schwarz und sind innen noch nicht durch. Bei 175 Grad backen, bis sie leicht braun werden. Feddig!

Anmerkung: Die Dinger sind inzwischen so beliebt, dass ich jedesmal die doppelte Menge machen muss.

Anmerkung 2: Wer meint, die Makronen haben nicht so viele Kalorien, weil kein Fett drankommt, der irrt sich gewaltig!!! *hehe*

 
3. Butterkekse (zergehen auf der Zunge!)

Butterkekse mit Glasur

190 g Zucker
5 Eigelb
375 g Butter
500 g Mehl

Zucker und Eigelb schaumig rühren. Butter dazugeben und rühren, bis alles schön verteilt ist.
Mehl dazugeben und alles schön miteinander verkneten (am besten mit der Hand). Teig zu hübsch gleichmäßigen Rollen formen und kalt stellen. (je kälter der Teig ist, desto weniger klebt er)

Rollen in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden (geht auch dicker, wenn man es mag) und bei 200 Grad hellbraun backen.

Wahlweise kann man den Teig natürlich auch ausrollen und Plätzchen ausstechen.

 
4. Spitzbuben (Weltklasse!)

Spitzbuben

Für ca. 40 Stück:
300 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
150 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
3 Tropfen Zitrone
1 Ei
200 g weiche Butter
Mehl zum Ausrollen
200 g rotes Johannisbeergelee
Puderzucker zum drüberstreuen

Alle Zutaten mit kühlen Händen rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zur Kugel formen, in Folie wickeln und etwa 2 Stunden kalt stellen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 180*C vorheizen. Den Teig nochmals durchkneten, halbieren und auf bemehlter Fläche etwa 3mm dünn ausrollen.

Runde Plätzchen von etwa 4cm Durchmesser austechen. Nach Belieben in die Hälfte der Plätzchen mit einem Apfelausstecher je drei kleine Löcher stechen. Die Plätzchen auf das Backblech legen und im Backofen (Mitte, Umluft 160*C) in 10-12 Minuten blassgelb backen.

Das Gelee glattrühren und auf die heissen, nicht durchlöcherten Plätzchen streichen. Je 1 durchlöchertes Plätzchen aufsetzen. Die Plätzchen abkühlen lassen und die Oberfläche mit Puderzucker bestreuen.

10 Kommentare zu “Weihnachtsplätzchen Rezepte”

  1. Putna sagt:

    Hallo Ilona,
    mit Deinen Weihnachtsplätzchen bist Du schon ganz gut schwäbisch, wie es sich für Deine Umgebung gehört, denn die Vanillekipferl und die Spitzbuben gehören im Schwäbischen auf jeden Gutsles-Teller, denn die leckeren Plätzchen heißen hier “Gutsle”. Du mußt das wenigstens verstehen, sagen mußte Du es ja nicht, doch Plätzchen versteht kaum jemand. Ich bin deshalb zum neutralen Begriff “Weihnachtkekse” übergegangen, denn auch für mich waren das zu Hause ganz selbstverständlich “Weihnachtsplätzchen”.
    Jetzt aber noch eine Bemerkung sowohl zu den Vanillekipferln, wie auch zu den Spitzbuben.

    Vanillekipferl: Gibt es bei mir mit dem gleichen Rezept seit 30 Jahren auf den Weihnachtsteller, doch fast genau so lange schenke ich mir die Ruhezeit und meine Umgebung schwärmt von denen genauso, wie die Deine. Und noch was: Was Kipferl heißt, darf auch wie ein Kipferl aussehen. Die Deinen schmecken sicher himmlisch, erinnern mich in der Form aber ein wenig an Bonsoi-Bumerangs ;). Um eine Kipferlform zu bekommen, forme ich mit flachen Händen auf der Tischplatte Rollen von etwa 2 cm Durchmesser, schneide diese in 2,5 -3 cm lange Stücke, nehme jedes einzeln zwischen die Handfläche, rolle sie zwischen diesen kurz hin und her, dadurch werden die Enden etwas spitz, und biege diese Enden während ich sie auf das Blech lege ein wenig zueinander. Gleicht danach in etwa einer Mondsichel, wird aber durchs Backen ein wenig flacher. Des weiteren verfahre ich genauso, wie Du es beschrieben hast.

    Jetzt zu den Spitzbuben: Natürlich gehört das Loch in das obere Keksteil- sonst sind es keine Spitzbuben. Aber beim Ausstechen des kleinen Loches mit dem Apfelstecher verfehlt man in der Eile leicht die Mitte, deshalb gibt es in jedem schwäbischen Kaufhaus mit Haushaltsabteilung und auf den meisten schwäbischen Weihnachtmärkten zum runden Unterteil-Ausstecher den passenden Oberteil-Ausstecher mit dem Loch genau an der richtigen Stelle. Bei den Mengen, die man davon machen muß, weil diese Dinger ja ebenfalls so himmlisch gut sind, lohnt sich diese Anschaffung. Ist ja auch gar nicht so teuer.
    Mit dem gleichen Teig kann man auch alle anderen Ausstecher machen, besonders hübsch sind die drei aufeinander gesetzten Sterne oder ähnliches in drei verschieden großen Druchmessern. Die passenden Ausstecher gibt es ebenfalls an den oben erwähnten Verkaufsstellen in verschiedenen Formen. Auch diese setzt man mit rotem Gelee aufeinander und bestäubt sie mit Puderzucker.
    Von den Spitzbuben hat man lauter klitzekleine runde Ausstecherle (so auf Schwäbisch) übrig. Diese backe ich ebenfalls und klebe sie auch mit Gelee oder Zuckerguß auf ein etwas größeres Keks.
    Aus dem gleichen Teig kann man auch die “Dukatenplätzchen” machen: Viele runde Ausstecher gleichen Durchmessers (ca.2 – 3 cm) machen. Auf die Unterseite des unteren Kekses Nutella streichen, ebenfalls mit der Unterseite ein zweites darauf setzen, die Oberseite je hälftig mit weißem und braunem (mit Kakao) Zuckerguß anmalen. Das bedarf einer ruhigen Hand, sieht aber hübsch aus und ist ebenfalls eine Gaumenfreude.

    Deine anderen beiden Rezepte kenn ich nicht, klingen aber verlockend, werde sie ausprobieren.

    Dann also in die Ziellinie:
    Weihnachtszeit = Backzeit!

    Weihnachtsbäckereiduftende Grüße
    Putna

  2. Ilona sagt:

    Danke, Putna, für diese ausführliche Ergänzung. :)

    Was die Form der Kipfel betrifft, nun… meine sahen immer schon so aus und ich mag die Bumerangs halt. Dieses Jahr habe ich ja zwei Backgehilfen und die machen bestimmt ihre eigene Form (Fotos gibts dann aktuell im Tagebuch).

    Nach so einem “Spitzbubenstecher” werde ich ganz bestimmt Ausschau halten, hört sich sehr hilfreich an.

    Und das mit dem Nutella-Aufstrich ist eine göttliche Idee!!!!! Wird garantiert diese Saison umgesetzt. 8)

  3. Jette sagt:

    Hallo Ilona,

    nachdem mein Backofen kaputt war hatte ich es schon aufgegeben dieses Jahr noch zu backen. Aber, meine kleine fast 2 Jährige Tochter war es mir dann doch wert mir das im Vorweihnachtstrubel nun doch noch anzutun und wir probierten heute ganz spontan deine Butterkekse aus.
    Sie sind ja wirklich super lecker und wir hatten eine Menge Spaß damit sie auszustechen.
    Im nächsten Jahr werden wir die anderen Rezepte auch mal testen…

    Lieben Gruß
    Jette

  4. Gisela sagt:

    Respekt, die Weihnachtsgutsle hören sich voll schwäbisch an!:)Ich bin zwar “reingeschmeckt” ins Schwabenland, kann aber auch schon richtige Gutsle wie Vanillekipferl und Spitzbuben backen. Suche allerdings händeringend nach “Albertle”! WER HAT DAS REZEPT???
    Grüßle Gisela

  5. Chris sagt:

    Ich warte übrigens immer noch auf die mir im letzten November versprochenen Weihnachtsplätzchen. :-?
    Willst dich nicht mal an die Arbeit machen? Bei den derzeitigen Temperaturen brauchst du nicht mal nen Backofen.

  6. Ilona sagt:

    Die Idee kam mir dieser Tage auch. Kekse backen wäre jetzt genau das Richtige, reicht aus, sie in die Sonne zu legen.
    Und die letztjährigen Weihnachtskekse sind ausgefallen. Keine Zeit und keine Lust zum Backen. War das erste Jahr seit langem…. Tut mir leid, ich weiß, dass ichs versprochen hab.
    :((

  7. Nina sagt:

    die rezepte werde ich mal ausprobieren
    sieht lecker aus :) :) :D :D

  8. Alina sagt:

    ne frage ilona
    hast du noch mehr rezepte
    hab schon alle ausprobiert
    richtig lecker :respekt:
    :respekt:

  9. Ilona sagt:

    Nina oder Alina, wie heißt du denn nun? Man sieht es, dass es immer dieselbe ist, auch wenn du den Namen änderst. ;)
    Nein, ich hab keine Rezepte mehr.