23. September 2004

Tag 13 - Donnerstag

Strecke: Dingelsdorf - Spaichingen

Am nächsten Morgen hörten wir schon, als wir noch in den Betten lagen, dass es nach wie vor tierisch draußen stürmte und ein Blick aus dem Fenster bestätigte unsere schlimmsten Befürchtungen: Es regnete, und nicht zu knapp. Mist.

Also erstmal Kaffee kochen, frühstücken (das mit dem Tablett klappte tatsächlich tadellos, sogar die bestellten Vollkornbrötchen waren dabei) und im Fernsehen den Wetterbericht anschauen. Dieser gab allerdings wenig Anlass zur Hoffnung: Regen, Sturm und Kälte war angesagt und das für die nächsten Tage ohne Unterbrechung. Nach kurzem Beratschlagen beschlossen wir schweren Herzens, die Reise an dieser Stelle zu beenden und nach Hause zu fahren. Es würde so keinen Spaß mehr machen und tagelang in diesem Nest hier festzusitzen, da hatten wir auch keine Lust drauf. Bei so einem Wetter würde es zu Hause gemütlicher sein.

Wir fragten also unsere Vermieterin, ob sie so nett wäre, uns eine Verbindung nach Hause rauszusuchen. Sie war, aber sie hatte nicht viel Zeit und auch nicht viel Erfahrung mit der Online-Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn, so dass wir nochmal in Touristenbüro des Ortes fahren mussten, um eine detailliertere Verbindung zu bekommen.

Hier gab es keinen Bahnhof, aber eine Fähre, die regelmäßig verkehrte. Also schipperten wir erstmal mit der Fähre nach Überlingen rüber. Dort besorgten wir uns eine Fahrkarte und hatten noch ein bisschen Aufenthalt.
Dunkle Regenwolken beenden die Tour Mit dem Zug nach Hause
Und wir knipsten die letzten Urlaubsbilder. Tja, so richtig glücklich waren wir nicht über das abrupte Ende unseres Urlaubes, wir hätten die Bodenseeumrundung zu gerne noch beendet. Immerhin war das eigentlich als Höhepunkt unserer Reise gedacht.

Aber genaugenommen konnten wir uns nicht beklagen: Wir hatten ja eigentlich noch Glück gehabt mit dem Wetter, wenn man mal bedenkt, wie wenig Sommer wir dieses Jahr im allgemeinen hatten. Andere Leute hatten zwei Wochen voll verregneten Urlaub, da ging es uns doch noch gut.

Also nun mal nicht rumheulen hier.

Gegen 14 Uhr waren wir auch schon zu Hause und das obwohl der Zug Verspätung hatte (wen wundert das?). Wir waren ja auch gar nicht so weit von zu Hause weg, wie es uns vorkam, weil wir so lange unterwegs gewesen waren.

Zu Hause drehten wir als erstes mal die Heizung auf. Auspacken ging ja schnell, zwei Rucksäcke sind fix geleert und auch die Urlaubswäsche war relativ schnell erledigt. Nun noch Einkaufen und wir konnten es uns gemütlich machen: Mit schönem heißen Tee. :-)

Statistik
gefahrene km: Einer? Zugfahrt nach Hause
Übernachtung: zu Hause im eigenen Bett ist am schönsten
Essen: Nudelpfanne war klar, oder?
Wetter: Regen, Sturm saukalt. Es hatte keinen Sinn mehr.
Stimmung: Etwas melancholisch wie das so ist, wenn der Urlaub zuende ist
23. September 2004 | Reise: Neckar-Rhein 2004 | Kommentieren | TB